Unzufriedenheit macht krank

 

Letztens ist mir ein Artikel in die Hände gefallen, den ich im Jahr 2006 zum ersten Mal veröffentlicht habe. So viel scheint sich noch nicht geändert zu haben.

Zufriedene Mitarbeiter sind weniger krank

Wenn man manchen Nachrichten in der Tagespresse Glauben schenken darf, verzeichnen Krankenkassen immer mehr Krankschreibungen mit psychischen Diagnosen, und dies bei allgemein rückläufigen Krankenzahlen. Mittlerweile geht jeder 9. Fehltag in Unternehmen auf eine solche Diagnose zurück. Als Auslöser nennen die Betroffenen immer wieder hohes Arbeitspensum, schlechter Informationsfluss und mangelndes Feedback durch Vorgesetzte.

Psychisch ist nicht gleich psychisch

Ergänzend hierzu zeigt eine Untersuchung eines niedersächsischen Krankenkassen-Institutes, dass auch Skeletterkrankungen psychische Ursachen haben können. MitarbeiterInnen klagen zum Beispiel erheblich häufiger über Kreuz- und Nackenschmerzen, wenn sie mit einer Situation im Unternehmen unzufrieden sind.

Die Erkrankungen fallen in der Krankentagestatistik unter die Rubrik Muskel- und Skeletterkrankungen. Tatsächlich sind sie aber zum Teil auf psychische Ursachen zurückzuführen.

Zufrieden bedeutet gesünder?

In der Befragung wurde die Zufriedenheit mit KollegInnen, Vorgesetzen, der Organisation oder dem Informationsfluss überprüft. Im Vergleich der Unzufriedenen war die Zahl der kranken MitarbeiterInnen, die zufrieden mit einer Situation waren, mindestens 60 % geringer bei gleichem Beschwerdebild. Es ist anzunehmen, dass sich die Unzufriedenheit auch auf den privaten Bereich auswirkt, was zu einer Verstärkung des Problems führt. Es macht also sehr viel Sinn, an dieser Thematik zu arbeiten.

Krankenkassen gehen voran

Interessanterweise nehmen sich Krankenkassen hier eines Themas an, welches eigentlich eine klassische Managementaufgabe ist. Krankenkassen fangen an, zusätzlich zum Gesundheitsmanagement Verhaltenstrainings anzubieten, obwohl die Ursachen der Unzufriedenheit zumeist in Management, im Team- und Delegationsverhalten oder in der Motivation liegen.

Hilfestellungen kann man kombinieren

Dies liegt vor allem daran, dass es um Organisationsprobleme, gepaart mit Mitarbeiterentwicklung und Motivation geht. Diese Kombination ist leider in den Köpfen von Unternehmensleitungen und Unternehmensberatungen nur selektiv besetzt. Man findet zwar Organisationsoptimierung, Coaching, Personalentwicklung und so genannte Softskills wie Delegationsfähigkeit, Teamverhalten oder Mitarbeitermotivation vor, aber diese Maßnahmen laufen in den meisten Fällen getrennt und selten kombiniert ab.

Strukturierte Verbesserungen

Hier liegt der Schlüssel, mit dem man arbeiten kann. Eine Organisationsanalyse muss zeigen, welche Probleme im Unternehmen bestehen. Die Einbeziehung der Belegschaft in die Lösung der Probleme wird alle zufriedener, selbstbewusster und motivierter für bestehende und zukünftige Aufgaben im Unternehmen machen. Der bei diesen Analysen erkennbare Optimierungsbedarf kann durch Organisationsoptimierungen, Personalentwicklung, Softskills und/oder durch Gesundheitsmanagement befriedigt werden. Nur durch einen solchen kombinierten Ansatz wird es gelingen, die geschilderten psychischen und physischen Krankheitsursachen in den Griff zu bekommen.

Kosten sparen als wichtiger Effekt

Was in einer solchen Betrachtung für ein Unternehmen auch sehr wichtig ist, aber immer wieder vergessen wird, ist die wirtschaftliche Notwendigkeit dieser Maßnahmen. Zum einen bedeutet der Rückgang von krankheitsbedingten Fehltagen um einen Tag bei einem Unternehmen mit 100 Beschäftigten einen Gewinn von fast einem halben Jahr Arbeitszeit oder etwa 20.000 Euro. Zum anderen sind engagierte motivierte Mitarbeiter der Schlüssel zu mehr Wettbewerbsfähigkeit im heutigen schwer umkämpften Markt. Da auf der Kostenseite von Unternehmen durch eine ausgereizte Verfahrenstechnik kaum mehr Einsparungen zu realisieren sind, geben auf der Marketingseite im Kundenkontakt Service, Bereitschaft und Freundlichkeit den Ausschlag für eine Kaufentscheidung. Diese Dinge kann man keinem Kunden vorspielen, man hat sie, oder man hat sie nicht.

Es beginnt schon

Wir haben heute einen großen Nachholbedarf an diesen Dingen, weil unsere Technikgläubigkeit bisher den Blick auf die Möglichkeiten versperrt hat, die eine engagierte Belegschaft bieten kann. Aber es beginnt, man merkt es im täglichen Umgang mit Geschäftspartnern und es beginnt bei kleinen wie bei großen Firmen, wobei diese Art der Prozessoptimierung bei kleineren Firmen natürlich einfacher und schneller zu realisieren ist.

Aus dem Jahr 2009 habe ich einen aktualisierten Artikel von mir jetzt auf Channelpartner gefunden, der immer noch aktiv ist https://www.channelpartner.de/a/warum-unzufriedenheit-mitarbeiter-krank-macht,272234

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Was ist Einfalt?

Wenn wir eine Überzeugung haben, erwarten wir, dass jeder unsere Überzeugung kennt und respektiert. Darüber hinaus:

Wenn wir nicht bei Amazon/im Internet kaufen, wollen wir, dass nicht bei Amazon/ im Internet gekauft wird.

Wenn wir dort kaufen, verstehen wir nicht, warum jemand nicht dort kauft.

Wenn wir kein Auto fahren, wollen wir keine Autos.

Wenn wir regional kaufen, wollen wir das alle regional kaufen.

Wenn wir nicht fliegen, wollen wir keine Flugzeuge.

Wenn wir umweltbewusst sind, wollen wir, dass alle umweltbewusst sind.

Wenn wir (nicht)religiös sind, wollen wir, dass alle (nicht)religiös sind.

Wenn wir eine politische Richtung ablehnen/unterstützen, wollen wir, dass alle diese politische Richtung ablehnen/unterstützen.

Wenn wir ein Projekt unterstützen, wollen wir, dass auch alle anderen dieses Projekt unterstützen.

Wenn wir vegan leben, wollen wir, dass andere vegan leben. Und wir erwarten, dass auf uns Rücksicht genommen wird.

Wenn wir Fleisch essen, wollen wir, dass jeder Fleisch isst. Und wir erwarten, dass auf uns Rücksicht genommen wird.

Wenn wir alles essen, erwarten wir, dass jeder alles isst. Und wir erwarten, dass auf uns Rücksicht genommen wird.

Wenn wir etwas ablehnen, wollen wir, dass alle dieses ablehnen.

Wenn wir rauchen, fordern wir Toleranz für Raucher.

Wenn wir Nichtraucher sind, erwarten wir, dass alle Raucher Rücksicht auf uns nehmen.

Wenn wir intelligent sind, verachten wir Dummheit.

Wenn wir dumm sind, verachten wir Intelligenz.

Wenn uns ein Thema antreibt, verstehen wir nicht, warum unsere Umwelt dieses Thema nicht interessiert.

Wir lehnen vor allem Dinge ab, die uns selbst in unserem Alltag nicht belasten. Wir wollen das sich andere ändern, nicht wir.

Offensichtlich glauben wir, dass unsere spezielle Meinung der Mittelpunkt der Welt ist.

Wir sollten Vorbild sein in der Überzeugung, in der wir leben, ohne sie jemand anders aufzuzwingen. Wenn dann jemand unsere Überzeugung aus freien Stücken teilt, haben wir eines unserer Ziele erreicht. Wenn nicht, sollten wir das akzeptieren. Wir leben von der Vielfalt, nicht der Einfalt. Einfalt kommt von Einfältigkeit und das ist keine naive Beschränktheit, sondern das Gegenteil von Vielfalt.

Aber bei mir ist das natürlich ganz anders, ich bin weltoffen – bloß die anderen nicht.

Der einfache Weg zum glücklich sein

Ist es wirklich so einfach? Bist du motiviert, fällt es dir leicht, Regeln zum Glück zu beachten:

Die selbst erfüllende Prophezeiung ist eine Vorhersage, die die Erfüllung selbst bewirkt.

Wenn ich gegenüber jemand anderes positiv eingestellt bin, führt das dazu, dass ich mich anders verhalte. Ich werde positiver mit ihm sprechen, ihm mehr Dinge anbieten oder vorschlagen und mich intensiver mit ihm beschäftigen. Das führt in vielen Fällen dazu, dass auch er sich positiver mit mir beschäftigen wird.

Beispiele:

Gegner und Befürworter der amerikanischen Waffengesetzgebung tauschen ihre Überzeugungen aus und verabschieden sich mit Handschlag – so gesehen in einer Fernsehreportage. Beide haben zum Schluss gelächelt.

Du bringst jemand einen Kaffee, der gerade schlecht gelaunt ist, ein Danke und ein Lächeln ist wahrscheinlich.

Beim Buchungstext auf dem Kontoauszug durch eine Lastschrift des Discounters Norma steht: Norma sagt danke.

Beim nächsten Buchungstext steht Peter Müller SEPA-BASISLAST, SCHRIFT SVWZ+ 14356812345-BD GAD

Wo habe ich wohl gelächelt?

Katja Filippenko hat mich aufgrund einer gemeinsamen Veranstaltung in ihre LinkedIn Kontakte eingeladen, ich gebe ihm einen Tipp zum netzwerken.

Meine Antwort wäre wohl gewesen: kenne ich, danke

Ihre war: Hallo lieber Helmut, ja die kenn ich sehr gut! Danke noch mal für die Erinnerung & Idee 🙏 LG, Katja

Habe ich wohl gelächelt?

Eine positive Einstellung braucht Zufriedenheit:

Habe ich alles, wenn ich zufrieden bin oder bin ich nur zufrieden, wenn ich alles habe.

Du hast die Wahl.

Und ja, ich weiß, es wird immer etwas geben, dass du nicht ändern kannst, aber dafür gibt es ein Rezept vom Dalai Lama: „Wenn dich etwas ärgert, entziehe ihm seine einzige Kraft: Deine Aufmerksamkeit“.

Motivation, ein Rezept zum glücklich sein

Ein Erfahrungsbericht: Es ist immer wieder traumhaft zu erleben, wenn Teams gut zusammenarbeiten. Im Frühjahr war ich anlässlich eines Seminars im Holiday Inn am Frankfurter Flughafen und da ich dort übernachtet habe, konnte ich am Abend das Team im Restaurant und hinter der Bar erleben. Um es vorwegzunehmen, nein, das Bild ist nicht aus dieser Bar.

Es ist schon toll, das Zusammenspiel der MitarbeiterInnen einschließlich des Chefs zu erleben, ihren Spaß untereinander zu spüren, die Bereitwilligkeit zur Unterstützung von Kollegen und Kolleginnen zu sehen und wie die Gäste spielerisch in diesen Prozess einbezogen werden. Das ganze Restaurant wirkte glücklich. Ich war unwillkürlich an meinen Blogbeitrag aus Mai dieses Jahres erinnert über die Fish Philosophie, eine Motivationstechnik, die weltweit eingesetzt wird.

Der Fish Market in Seattle

John Christensen konnte 1997 bei einem zufälligen Besuch auf dem Fish Market in Seattle beobachten, wie die Verkäufer spielerisch mit ihren Kunden umgingen und so große Verkaufserfolge erzielten. Ein Jahr später veröffentlichte er zusammen mit Stephen C. Lundin und Harry Paul das Buch: Fish, ein ungewöhnliches Motivationsbuch. Mittlerweile gibt es 4 Bücher, die weltweit über 50 Millionen Mal verkauft worden sind.

Diese Strategie zeigt, dass, wenn man den schweren Beruf des Fischverkäufers attraktiv gestalten kann, dies auf jeden anderen Beruf umsetzbar sein muss. Der Schlüssel dazu liegt nicht in der Tätigkeit selbst, sondern in einer positiven Lebenseinstellung. Ist die Lebenseinstellung positiv, fällt die Aufgabe viel leichter und der Erfolg stellt sich viel schneller ein. Natürlich passt diese Technik nicht nur im Beruf, sondern auch im privaten Umfeld.

Motivation als Erfolgsrezept

Vielleicht sagt jetzt der ein oder andere, in bestimmten Berufen, z.B. als Notarzt, ist Lachen fehl am Platze, aber ich sage dazu; gerade in solchen Berufen hilft das Lachen, den nächsten Notfall mit voller Energie anzugehen. Werner Fink hat mal sinngemäß gesagt, wenn wir lachen können, wo wir eigentlich weinen müssten, beginnt das neue Leben.

Nichr reich, aber glücklich

Nicht jeder will FischverkäuferIn werden, aber es muss auch jemand geben, der diesen Job macht. Die Mannschaft vom Fish Market in Seattle wird vielleicht nicht reich, aber sie gehen gern zur Arbeit, sie gehen glücklich nach Hause und die Gefahr eines Burnouts oder eines Magengeschwürs ist gering.

Vielleicht trainiert auch das Holiday Inn die Fish Philosophie, den Erfolg haben sie aber auf jeden Fall auf ihrer Seite.

Glückspilze und Pechvögel

Glückspilze und Pechvögel

Bei meinen Gedanken zum Glück ist mir ein Text eingefallen, den ich 2017 schon mal im Januar veröffentlicht habe. Das Resultat vorweg:

„Glück ist keine magische Kraft und kein Geschenk der Götter. Es ist ein Geisteszustand, eine bestimmte Art des Denkens und Verhaltens. Menschen werden nicht unter einem glücklichen oder unglücklichen Stern geboren; sie sind ihres eigenen Glückes – oder Peches – Schmied, und ihre Gedanken, Gefühle und Taten sind ihr Werkzeug.“*

Richard Wisemann hat über 8 Jahre in wissenschaftlichen Versuchen Glückspilze und Pechvögel untersucht und diese Ergebnisse in einem Buch und in einigen Grundsätzen zusammengefasst.

Glückspilze generieren Zufallschancen

Glückspilze sind offen, neigen wenig zu Stress und ziehen dadurch andere Menschen an. Durch diese vielen Kontakte verfügen sie über mehr Informationen, die sie nutzen können, ehe sie wichtige Entscheidungen treffen.

Glückspilze folgen ihren Eingebungen

Glückspilze bedienen sich ihres bewussten und unbewussten Wissens. Dies betrifft sowohl das Verschieben einer Problemlösung auf einen späteren richtigeren Zeitpunkt als auch die Fähigkeit, sich zurückziehen zu können, um nachzudenken.

Glückspilze rechnen mit einer positiven Zukunft

Die Erwartung, dass die Zukunft positiv sein wird, führt dazu, dass eine andere Einstellung zu Ereignissen besteht, die auf uns zukommen. Das Prinzip der sich selbst erfüllenden Prophezeiungen sagt in diesem Zusammenhang, dass durch diese Ausstrahlung auch mehr positive Ereignisse wahrgenommen werden.

Glückspilze erkennen das Glück im Unglück

Glückspilze vergleichen sich in unglücklichen Situationen mit Personen, die noch mehr Pech hatten, während Pechvögel sich mit Personen vergleichen, die mehr Glück als sie selbst hatten. Glückspilze grübeln nicht unablässig über vergangenes Unheil nach und sind überzeugt, dass sich auch Pech auf lange Sicht positiv auswirken wird.

Es gibt Chancen für Pechvögel

Pechvögel, die eine Zeitlang nach Glückspilzgrundsätzen gelebt haben, geben zu 80% an, dass sie in dieser Zeit glücklicher und entspannter gelebt haben.

*Zitat sinngemäß Richard Wiseman, The Luck Factor 3. Teil, Kapitel 1; Übersetzung Till R. Lohmeyer und Christel Rost

Hier steht mehr zum durchgeführten Versuch: https://de.wikipedia.org/wiki/So_machen_Sie_Ihr_Gl%C3%BCck

Warum sind wir nicht glücklich – die VUCA Welt

Wer sich heute in der Welt umschaut, trifft auf viele Menschen, die unzufrieden oder unglücklich mit der bestehenden Situation sind und diese Unzufriedenheit teilweise hasserfüllt in der Öffentlichkeit äußern. Doch woher kommt diese Unzufriedenheit? Wenn man danach forscht, stößt man auf die VUCA Welt.

Diese Beschreibung wird heute als Synonym für die Rahmenbedingungen in der Führung von Unternehmen benutzt. Entstanden ist der Begriff in den 1990er Jahren an einem Militär College in den USA und diente zunächst dazu, die neue Welt nach dem Ende des kalten Krieges zu beschreiben. Heute wird der Begriff auch in anderen Bereichen der strategischen Führung eingesetzt und ich glaube, er passt heute auch auf unsere Gesellschaft. VUCA ist die Abkürzung für:

Volatility – Volatilität, die Unbeständigkeit im täglichen Leben

Uncertainty – die Unsicherheit, in der wir heute leben

Complexity – die Komplexität von Maßnahmen um uns herum, die schwer zu durchschauen sind

und die

Ambiguity – die Mehrdeutigkeit von Aussagen und Maßnahmen

Wer die Welt an sich vorüberziehen lässt, kann für viele Dinge, die im Moment passieren, diese 4 Begriffe anwenden.

Eine Strategie, um mit VUCA umzugehen, leitet sich ebenfalls aus den Anfangsbuchstaben ab mit

Vision – eine Vision, ein Ziel haben

Unterstanding – Das Leben verstehen und voreinander zu lernen

Clarity – Klarheit für mich und für Andere in dem, was ich tue und

Agility – die Agilität, die Flexibilität, auf Neues reagieren zu können

Aber vielleicht ist das auch nur Beratergeschwätz, um neue Seminare verkaufen zu können.

Ich glaube, dass Vertrauen, positives Denken und die Arbeit im Kleinen mir helfen, diese Welt zwar nicht zu verstehen, aber mich in ihr zu bewegen.

Was uns wertvoll ist.

Bei allem, was wir tun, spielen unserer persönlichen Werte eine Rolle. Aber was sind das für Werte?

Persönliche Werte sind ein Bewertungsschema – ein Rahmen, indem jeder Einzelne für sich entscheidet, was er gut, richtig, wichtig und erstrebenswert findet.

Das können Dinge wie Schönheit, Sicherheit, Freiheit, Anerkennung oder Abenteuer sein. Im Laufe unseres Lebens können sich unsere Werte wandeln. Und manchmal stehen unsere Werte auch im Konflikt zueinander, etwa, wenn wir uns nach Geborgenheit sehen, es uns aber gleichzeitig nach Abenteuer dürstet.

Welche Werte auch immer für uns wichtig sind, wir fühlen uns wohl, wenn wir sie leben können.

Doch wir fühlen uns schlecht, wenn unsere Lebensumstände dem Ausleben unserer Werte entgegenstehen.

Wenn uns etwa selbstständiges Arbeiten wichtig ist, unser Job aber große Zwänge und Regeln vorgibt. Oder wenn uns Sicherheit wichtig ist, wir uns aber nur von einer befristeten Arbeitsstelle zur nächsten hangeln können.

Viele Menschen sind sich ihrer Werte gar nicht bewusst. Dabei können wir nur ein erfülltes und zufriedenes Leben führen, wenn es mit den eigenen Werten übereinstimmt.

Das Kennen seiner Werte ist ein wesentlicher Schritt zum eigenen Glück und

„Jeder ist seines Glückes Schmied (trad.) und

Niemand kann mich zwingen, auf seine Art glücklich zu sein, sondern ein jeder darf seine Glückseligkeit auf dem Wege suchen, welcher ihm selbst gut dünkt, wenn er nur der Freiheit anderer nicht Abbruch tut (Immanuel Kant short version).

Deshalb ist der Weg zum Glück oft mit Kompromissen gepflastert. Aber jeder entscheidert selbst, ob ihn ein Kompromiss zurückwirft oder nach vorn bringt“

(Gefunden und ergänzt auf der Ausstellung Museum Körperwelten Anatomie des Glücks, Heidelberg, Altes Hallenbad im September 22) Wenn du die Ausstellung besuchst, vergiss nicht die kleine Sammlung von Zitaten kranker Kinder gegenüber dem Eingang, du gehst mit einem anderen Gefühl nach Hause. https://koerperwelten.de/stadt/heidelberg/

Glück ist relativ

Es ist eine natürliche menschliche Lebensart, den eigenen Lebensstandard mit dem anderer zu vergleichen und auf Basis dieser Beobachtungen das eigene Leben zu beurteilen.

Abwärtsvergleiche – also, wenn wir unser Leben mit dem weniger vom Glück gesegneten Menschen vergleichen – lassen uns besser fühlen.

Umgekehrt fühlt sich unser Leben bei Aufwärtsvergleichen – wenn wir unser Leben mit denen, die mehr Erfolg haben, besser aussehen oder talentierter sind – schlechter an.

Die DNA des Glücks

Glück ist eine Kombination aus, wie zufrieden wir mit unserem Leben sind und wie gut wir uns im Alltag fühlen.

Jeder Mensch wird mit einer Veranlagung zum Glück in seinen Genen geboren. Dabei ist das genetisch festgelegte Niveau individuell verschieden. Es macht im Schnitt etwa 50% unseres Glücksempfindens aus.

Rund 40% werden durch unsere Gedanken, Handlungen und Verhaltensweisen bestimmt.

Und nur 10% durch unsere aktuellen Lebensumstände – seien es finanzielle, psychische, partnerschaftliche oder soziale.

„Es macht also Sinn, sich mehr um sich selbst als um die äußeren Umstände Gedanken zu machen, wenn man glücklich sein will“.

(Gefunden und ergänzt auf der Ausstellung Museum Körperwelten Anatomie des Glücks, Heidelberg, Altes Hallenbad im September 22) Wenn du die Ausstellung besuchst, vergiss nicht die kleine Sammlung von Zitaten kranker Kinder gegenüber dem Eingang, du gehst mit einem anderen Gefühl nach Hause.

Glück kann man lernen

„Auf die Dauer nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an“ sagte der römische Kaiser Marc Aurel.

Das stimmt auch, wenn es ums Glück geht.

Unsere Gehirne enthalten etwa 100 Mrd. Nervenzellen. Um Informationen aufnehmen und weiterzuleiten, stellen sie Kontakte untereinander her.

Wenn wir die gleiche Erfahrung mehrfach haben, beginnt das Gehirn, permanente Pfade auszubilden, während sich ungenutzte Kontakte wieder zurückbilden.

Dieses Prinzip nennt man Neuroplastizität. Sie wird durch unser Tun, Denken und Erleben beeinflusst und formt uns in die Personen, die wir sind.

Denken und fühlen wir häufig dasselbe, entstehen in unseren Gehirnen regelrechte Datenautobahnen, die diese Art zu denken verstärken.

Dieser Prozess funktioniert in beide Richtungen: Mit positiven Gedanken können wir unser Glück trainieren, genauso wie wir zum Pessimisten werden können, indem wir ständig nur Negatives wahrnehmen und nur über schlechte Dinge reden.

Glück wird vor allem durch unsere Entscheidungen beeinflusst – durch unsere inneren Einstellungen und persönlichen Werte, wie wir Beziehungen lieben und welchem Sinn wir unserem Leben verleihen.

(Gefunden auf der Ausstellung Museum Körperwelten Anatomie des Glücks, Heidelberg, Altes Hallenbad im September 22) Wenn du die Ausstellung besuchst, vergiss nicht die kleine Sammlung von Zitaten kranker Kinder gegenüber dem Eingang, du gehst mit einem anderen Gefühl nach Hause.

Warum laufen wir unserem Glück hinterher?

Wie oft wird Glück mit Kindern in Verbindung gebracht?

Ein klein wenig fange ich an, die Welt um mich herum zu verstehen: Während es früher viel einfacher war, Glücksmomente zu erleben, wird es heute in unserer perfekten Welt zunehmend schwerer. Viele von uns haben verlernt Glück zu empfinden und lernen dies erst wieder kennen, wenn ihnen ein Unglück widerfährt. Glück beginnt immer an dem Punkt, wo ich mich gerade befinde, und ich habe es selbst in der Hand. Was ist wohl Glück? Wenn ich alles habe, bin ich zufrieden oder wenn ich zufrieden bin, habe ich alles.

„Sehnsucht nach dem Glück

Alles, um unserem Ziel näher zu kommen: Glück.

Doch sobald wir es haben, sind wir immer noch nicht zufrieden,

wir wollen dieses Gefühl immer wieder erleben selbst, wenn es vielleicht zu viel des Guten wird.

Warum sind wir mit dem Zustand der Zufriedenheit nicht zufrieden?

Und was passiert in unserem Körper, wenn wir uns glücklich fühlen?

Glück ist – wie jede emotionale Erfahrung – das Ergebnis elektrochemischer Reaktionen in unserem Gehirn auf bestimmte Reize.

Nervenimpulse erzeugen Empfindungen und chemische Stoffe (Neurotransmitter und Hormone) dienen als Übermittler.

Evolutionsbiologisch dient das Glücksempfinden dazu, unsere Chancen auf Überleben und Fortpflanzung zu verbessern – indem es uns unterscheiden hilft zwischen Nützlichem und Schädlichen, Gutem und Schlechtem.

Denn wenn uns etwas glücklich macht, tun wir es gerne wieder.

Dieses Konzept der Belohnung ist nicht auf ewiges Glück angelegt. Es kann seine Wirkung nur entfalten, wenn wir es immer wieder neu erleben.

Glück erfordert kontinuierliches Streben.“

(Gefunden auf der Ausstellung Museum Körperwelten Anatomie des Glücks, Heidelberg, Altes Hallenbad im September 22) Wenn du die Ausstellung besuchst, vergiss nicht die kleine Sammlung von Zitaten kranker Kinder gegenüber dem Eingang, du gehst mit einem anderen Gefühl nach Hause.

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