Umgang mit Kreditkartenkunden

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Meine Kreditkartenanbieter Santander hat mir das Limit auf 500 Euro herabgesetzt  mit dem Hinweis der Anpassung an mein Nutzungsverhalten.

Einem Freund, der etwa 20 % meiner Umsätze macht, hat das gleiche Schreiben und Limit erhalten. Wir beide nutzen also unsere Karten sehr unterschiedlich.

Ich habe jetzt die Gesellschaft angeschrieben um ihnen mitzuteilen, dass ich mein Nutzungsverhalten der neuen Regelung anpassen werde.

Mittlerweile bin ich zweimal telefonisch darauf hingewiesen worden, dass ich einen Antrag stellen kann, dass mein Limit heraufgesetzt wird. Offensichtlich ist man dort der Meinung, dass es sich bei der zur Verfügung Stellung von Kreditkarten um eine soziale Tat handelt und nicht um ein Geschäft.

Aber hallo, mein Kreditlimit wird grundlos herabgesetzt und ich soll einen Antrag stellen damit die Gesellschaft zukünftig mit meinen Umsätzen mehr Geld verdienen kann?

Das wäre so ähnlich, als müsste ich bei meinem Bäcker einen Antrag stellen, wenn ich weiterhin mehr Brötchen kaufen möchte, weil er mein Brötcheneinkaufslimit heruntergesetzt hat. Welcher Bäcker käme auch grundlos auf diese Idee?

Das ist das albernste, was ich die letzten 30 Jahre gehört habe.

Ich vermute aber einen anderen Grund

Die Karte hat eine Funktion bei der ich auf Kraftstoff Umsätze Rabatt bekomme. Das war seinerzeit der Grund die Karte zu nehmen. Da gleichzeitig meinem Freund das Limit gekürzt worden ist gibt es da vielleicht einen Stimmungswandel im Unternehmen und man versucht, diese ungeliebten Kunden loszuwerden. Einen vorherigen Schritt hat man schon gemacht, indem man Gebühren für die Karte eingeführt hat.

Ein Schelm wer Böses dabei denkt

Ich werde auf jeden Fall diese Karte jetzt nur noch für die Kraftstoff Umsätze nutzen, da kommt das Limit gut hin. Und natürlich parallel nach anderen Angeboten suchen, ein weiteres nutze ich z.B. vom American Express.

Mein Kommentar: statt Kunden zu motivieren solche Karten intensiver zu nutzen, verärgert man sie. Keine gute Perspektive.

Aber die Kombination von sozialem Verhalten und Geschäfte machen ist schon möglich und sinnvoll, man beachtet dabei einfach ethische Grenzen. Das ist sicher schwieriger bei kapital- aus bei inhabergeführten Unternehmen. Inwieweit es auf Kreditkartengesellschaften zutrifft, entzieht sich meiner Kenntnis.

Immer erreichbar sein

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Die Titelseite der Tageszeitung beklagt heute die immerwährende Erreichbarkeit von uns. Das Problem meiner Meinung nach ist aber nicht die immerwährende Erreichbarkeit von uns sondern, dass immer wieder versucht wird, uns zu erreichen.

Nicht der Empfänger ist das Problem, sondern der Absender- meine Priorität muss nicht die gleiche sein wie die des Empfängers. Also Kopf einschalten vor dem Anruf? Einige Beispiele für Gründe für Telefonanrufe, urteilen Sie selbst, wie sinnvoll diese Anrufe sein werden:

Ich kann heute Abend nicht zum Tennis kommen

Der Termin nächste Woche ist bestätigt

Das Projekt ist abgelehnt, mehr dazu nächste Woche, ich kann dir jetzt nicht am Telefon erklären

Ich habe heute am Samstag gearbeitet, weil ich so viel zu tun habe

Du hast die Arbeit nicht abgeliefert, die du versprochen hast

Ich wollte heute am Samstag arbeiten und konnte nicht, weil du die Arbeit nicht abgeliefert hast, die du versprochen hast

Alles Gute zum Geburtstag

Ich habe gerade ein super Schnäppchen gemacht, es ist leider nichts mehr da

Ich habe heute ein Super Schnäppchen gemacht, es ist noch was da

Mein Mobiltelefon ist, seit ich mobil telefoniere, fast immer an gewesen. Vielleicht deshalb, weil mich nur sehr selten sinnlose Telefonate (wie gerade mal wieder „from teknikel dipartment Windows“) erreicht haben. Aber sicher gibt es da auch ganz andere Fälle.

Vielleicht ist aber auch Liebe die Lösung: wenn mich jemand anruft um mir zu sagen, wie hart er gerade im Moment arbeiten muss, freut er sich über ein paar tröstende Worte.

Neue komplementäre Assessment Methodik für Mitarbeiter

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400 Ziegelsteine in einen sonst leeren Raum bringen

Alle Kandidaten in diesen Raum führen und Türen schließen

Kandidaten alleine lassen und nach 6 Stunden wiederkommen

 

Analyse der Situation:

Wenn sie die Steine gezählt haben > Buchhaltung

Wenn sie die Steine mehrfach gezählt haben > Controller

Wenn die Steine wild im ganzen Raum verteilt sind > Forschung & Entwicklung

Wenn die Steine in einem undurchschaubaren System angeordnet sind > Logistik/ Planung

Wenn sie sich mit den Steinen bewerfen > Vertrieb

Wenn sie die Steine in kleine Stücke zerbrochen haben >Qualitätssicherung

Wenn sie nur so herumsitzen > Marketing

Wenn sie bereits nach Hause gegangen sind > Produktmanagement

Wenn sie nur aus dem Fenster schauen > Strategischer Einkauf

Wenn sie aufgeregt miteinander reden und kein einziger Steinbewegt worden ist > Topmanagement

Autor unbekannt und immer wieder gern gelesen

 

Der Preis ist heiß

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Wollen wir alle immer nur billig, billig einkaufen? Stimmt die Aussage, dass man nur über den Preis einen Auftrag bekommen kann? Sind Kosten das alleinige Entscheidungsmerkmal für einen Auftrag? Das sind Aussagen, die man heute immer wieder hört. Aber ist das wirklich so? Orientieren sich Menschen allein am Preis? Oder existieren auch noch andere Dinge, die zu einer Kaufentscheidung führen? Es gibt hier sehr unterschiedliche Möglichkeiten, die zu einer Kunden/Lieferanten- Beziehung führen können.

Großindustrie und Discounter

Da ist zum einen die Kosten/Nutzen/Qualitäts- Betrachtung, die besonders in großen Unternehmen eingesetzt wird. Beispiele sind die Automobilindustrie und der Discount-Einzelhandel. Diese Unternehmen suchen Produkte in festgelegten Qualitätskriterien zum günstigsten Preis. Der Lieferant fungiert wie eine outgesourcte Produktionsabteilung des Unternehmens und ist normalerweise eng mit dem Kunden verknüpft. Häufig liegen Preise und Kalkulationen beiden Parteien offen vor. Gute Einkäufer gehen hierbei sorgsam mit ihren Lieferanten um, weil gegenseitige Abhängigkeiten bestehen und Lieferantenwechsel teuer sind und leicht mit Konflikten belastet sein können. Gefährlich wird es, wenn Qualität zu Gunsten der Kosten vernachlässigt wird. Praktisches Beispiel sind die immer wieder stattfindenden Rückholaktionen. Gründe, die hier in der Öffentlichkeit diskutiert werden, sind die mangelhafte Qualität eines Zulieferteiles, was dann sicher auf Kostendruck zurückgeführt werden kann.

Ruinöse Preispraktiken im Unternehmen

Zum anderen gibt es Marktgegebenheiten z.B. im Handwerk, wo bei Ausschreibungen immer wieder ruinöse oder nicht kostendeckende Angebote vom Wettbewerb abgegeben werden. Gleiches gilt für Anfragen von Kunden an Industrieunternehmen; auch hier entstehen häufig Preise, die mit normaler Kalkulation nichts mehr zu tun haben. Die Ursache liegt im Zustandekommen der Geschäftsbeziehung. Ausschreibungen und Anfragen von Kunden gehen immer an eine größere Zahl von Anbietern. Sie erreichen dadurch auch Lieferanten, die bedingt durch leere Auftragsbücher fast jeden Preis machen werden, um Auslastung für das eigene Unternehmen zu bekommen. Die Geschäftsbeziehung ist in diesem Fall immer reaktiv, die Produktnachfrage geht vom Kunden aus, nicht vom Lieferanten. Das aber muss nicht sein.

Die Lücke zum Geldverdienen

Es gibt interessanterweise eine Anzahl von Unternehmen, die so gut wie nichts mit Preiskämpfen zu tun haben. Diese Unternehmen haben entweder eine Alleinstellung im Markt oder sie erarbeiten sich ihre Kunden. So wie ein Restaurant eine andere Lebensqualität beim Essen anbietet als die eigene, billigere Zubereitung zu Hause, kann sich auch jedes andere Unternehmen in Qualität, beim Marketing oder durch beides vom Wettbewerb unterscheiden. Von Rita May Brown, einer amerikanischen Schriftstellerin stammt der Ausspruch: Ein von Reaktionen bestimmtes Leben bedeutet intellektuelle und geistige Sklaverei. Man sollte für ein Leben voller Aktion, nicht Reaktion kämpfen.

Gute Kunden gesucht

Aktion ist das offene Geheimnis von Unternehmen, die sich ihre Kunden erarbeiten. Untersuchungen z.B. aus der Baustoffbranche zeigen, dass 60% der potentiellen Kunden gern serviceorientiert einkaufen wollen. Serviceorientiert bedeutet aber auch, dass diese Kunden nicht aktiv nach Lieferanten, Geschäften oder Handwerkern suchen, sondern darauf warten, dass sie angesprochen werden. Und da trennt sich beim Anbieter die Spreu vom Weizen.

Meine Qualität, mein Service, mein Preis

Unternehmen, die sich auf diese Zielgruppe konzentrieren wollen, müssen also auf ihre potentiellen Kunden zugehen und ihr Produkt oder ihre Dienstleistung aktiv anbieten. Sie haben dadurch Gelegenheit, ihre Qualität, ihren Service und ihre Besonderheit zu vermitteln. Bei einem Großteil der Kunden ist dann der Preis nur noch ein Kriterium von mehreren, für diese Auftraggeber ist eine gute Leistung mindestens genauso wichtig wie die Kosten, die dadurch verursacht werden. Wenn hier ein Anbieter realistische Preise anbietet, kann er mit Aufträgen rechnen.

Ungeliebte Werbung und Akquise

Was schon häufiger im Einzelhandel funktioniert, funktioniert oft nicht in Handwerk und Industrie. Der Schlüssel dazu liegt in den Unternehmen selbst. Leiter von Handwerksbetrieben führen in der Regel ihre Betriebe, weil sie sich für die speziellen handwerklichen Leistungen der Branche interessieren. Industrieunternehmen werden normalerweise von Inhabern geleitet, die ein Interesse an der technischen Entwicklung von Industrieprodukten haben. Für diese Unternehmen sind Dinge wie Buchhaltung, Steuern, Werbung, Verkauf, Finanzierung ungeliebte Dinge, die keine hohe Priorität genießen.

30% ungeliebte Tätigkeiten

Es gibt Schätzungen, dass Menschen in Unternehmen mit ungeliebten Tätigkeiten 30% ihrer täglichen Arbeitszeit verbringen müssen. Während Buchhaltung, Steuern und Finanzierung dann Bereiche sind, die zwingend erledigt werden müssen, bleiben Werbung und Verkauf sehr leicht Randgebiete, die von vielen Unternehmen erst dann angepackt werden, wenn Zeit vorhanden ist oder wenn keine Aufträge mehr vorliegen. Und Zeit hat man bekanntermaßen nie und wenn die Auftragsbücher leer sind, ist es zu spät. Dann hilft oft nur wieder der Weg über den Preis.

Gezielt und strategisch planen

Lösungsansätze liegen hier im Bereich der strategischen Planung. Man kann mit Partnern oder Beratern entwickelte Lösungsansätze im Bereich von z. B. Werbung und Verkauf geplant umsetzten. Eine Jahresplanung, wie man sie auch beim Umsatz immer vornehmen sollte, ist ein möglicher Ansatz. In einzelne zeitlich festgelegte Aktionen unterteilt hilft sie, die wenig geliebten, aber notwenigen Bereiche Werbung und Verkauf für das eigene Unternehmen gezielt umzusetzen. Die Kontrolle der durchgeführten Aktionen auf Erfolg rundet die Planung ab. Man wird dabei immer noch auf Preishaie stoßen, aber das Fundament der Kunden, die vertrauensvolle Beziehungen mit dem eigenen Unternehmen eingegangen sind, lässt diese Haie erheblich leichter ertragen.

 

Es geht auch anders 3

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Letztens in der U-Bahn flimmern interessante Hinweis zum Gesundbleiben über die große Werbeleinwand. Nanu, ich werde nicht mit Werbebotschaften zu getextet? Ein weiterer Hinweis und wieder interessant, wie schön. Automatisch fange ich an zu suchen, woher die Botschaft kommt und dann sehe ich klein und fein ein Logo und einen Homepagehinweis für einen Anbieter aus dem Gesundheitssektor.

Da hat es jemand schon begriffen: Intelligente zielgruppengerechte Werbung nach dem Pull Prinzip: Ich sende oder verbreite interessante Nachrichten für meine Zielgruppe. Meine Zielgruppe reagiert und ich bearbeite die Reaktion.

Die andere Variante ist: Werbung, Werbung, Werbung, bis ich blöd im Kopf bin. Am besten noch ungefragt, wenn ich es gar nicht will (z.B. bei You Tube Videos oder beim Browser oder beim Öffnen von Internetseiten). Das erhöht den Kaufanreiz aber nur bei bestimmten Zielgruppen (die gern blöd im Kopf sind), die Botschaft geht dabei nicht über die Qualität oder die Vorteile des angebotenen Produktes, sondern nur über das Einhämmern von Schlagworten. Bei mir taucht da Ablehnung auf, ich beginne, solche Produkte zu meiden.

Coca-Cola z.B. macht das schon lange anders, Knorr und Maggi auch. Alle drei, und noch einige andere, erzählen Geschichten, in denen ihre Produkte vorkommen. Wenn diese Unternehmen dabei noch ihre Markennamen etwas mehr in den Hintergrund nehmen würden, wäre es perfekt. Das haben die Marketing-Abteilungen in vielen Fällen schon begriffen, aber die Geschäftsführung von Unternehmen, die das ab nickt und bezahlt, noch nicht.

Kundeninformation ohne den Markennamen im Vordergrund – für viele noch undenkbar.

Anders rum ist es aber auch schlecht. Als Jonny Walker ein Werbespiel für seine Kunden entwickeln ließen, vergaßen sie offensichtlich, auch das Unternehmen einzubinden. Fazit: Das Spiel – Moorhuhn – wurde ein Riesenerfolg, dass Jonny Walker der Auslöser war, weiß fast niemand.

Kongress Elektro Mobilität

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Börseplatz IHK Frankfurt

Ein gewaltiger Zukunftsmarkt, was habe ich davon behalten

45 Millionen Fahrzeuge in Deutschland, davon 11 Millionen zweit oder dritt Fahrzeuge, die im Durchschnitt 27 km pro Tag fahren. Wieso diskutieren wir eigentlich in diesem Zusammenhang über das Thema Reichweite von Elektroautos?

Es gibt mittlerweile 3 Millionen E-Bikes  in Deutschland, dazu kommen die E-Roller – eine Alternative als Fahrzeug, um zur Arbeit zu kommen?

In China sind Roller mit Verbrennungsmotor verboten, die werden nur in den Rest der Welt transportiert (vielleicht, um unsere Umwelt ein wenig dreckiger zu machen?). Aber China liefert das, was die Welt haben will.

In Südamerika gibt es erste Überlegungen für elektrische Seilbahnen, die alternativ horizontal zu Buss und U-Bahn-Netz zur Personenbeförderung eingesetzt werden sollen.

E-Busse sind zwar in der Anschaffung teurer, sie rechnen sich aber durch die geringeren Unterhaltskosten ab dem 5. Jahr.

China produziert 30 Millionen Elektrofahrzeuge, davon bleiben 90% im Land. Was passiert wohl, wenn der Sättigungsgrad im Land erreicht ist, mit diesen Fahrzeugen? Welchen Markt werden sie überschwemmen? Ist dieser Markt darauf vorbereitet?

In China bekommt man kein Nummernschild mehr für ein Fahrzeug, das einen Verbrennungsmotor hat.

In Hessen kann man aus den Steckdose von zu Hause aus Strom tanken, das Netz ist stark genug

Es gibt Elektroautos für 16.500 Euro

Wenn man beim Arbeitgeber Strom tankt, muss das nicht mehr als geldwerter Vorteil versteuert werden.

Bei Kauf des Teslas ist das Tanken am Tesla Stromnetz an den Autobahnen in Deutschland im Kaufpreis enthalten (für immer). Das Netz ist jetzt schon flächendeckend, hinzu kommen jetzt Hotels und Restaurants.

Tesla baut das größte Accu Werk der Welt, das kann so viel Accus produzieren, wie jetzt die ganze Welt produziert. Die Energiequelle im Tesla besteht aus 6.831 handelsüblichen Lithium-Ionen-Akkus für Laptops mit einem Speichervolumen von ca. 53 kWh

Tesla will auch im Energiespeicherbereich bei erneuerbaren Energien mit der Powerwall und dem Powerpack arbeiten.

Ein zu wenig beachteter Vorteil eines Elektro Autos ist die Ruhe, man kommt entspannter zu Hause an.

bridging-it hat bis her 15% seines Fuhrparks auf Elektroautos umgestellt und ist damit das Unternehmen mit dem größten Fuhrparkt für Langstrecken-Dienstfahrzeuge in Deutschland

15 Tesla – 2 BMW – 1 Smart – 1 Renault

Bisher wurden mit diesen Fahrzeugen 820.000 km zurückgelegt und ca. 30.000 Euro Treibstoff eingespart.

Ein Geschäftsführer von bidging it ist gerade mit einem Elektroauto nach Bordeaux zu einem EM-Spiel gefahren.

Das Unternehmen wurde erst 2008 gegründet, es hat heute 450 Mitarbeiter und macht ca. 45 Millionen Euro Umsatz.

Mein Kommentar: Auch, wenn das Konzept noch teurer im Vergleich zu herkömmlichen Fahrzeugen ist, wird die Mitarbeiterzufriedenheit erhöht und vor allem ein Anreiz zur Mitarbeitergewinnung geschaffen. Das ist ja gerade im IT Bereich ein besonderes Problem.

Das geht sicher spannend weiter.

 

 

 

Mit 28 Arbeitsstunden 4.200 Euro im Monat verdienen

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Hier das Schreiben zum Angebot (das ist mittlerweile schon zum 2. Mal erhalten habe), darunter die Stellungnahme des Landeskriminalamtes dazu.

—–Ursprüngliche Nachricht—–

Von: Kahl Dienstleistungen [mailto:noreply@job.de]

Gesendet: Dienstag, 5. Juli 2016 01:02

An: Helmut König

Betreff: Arbeitsagentur bietet neue Stellenausschreibungen

An: Hier stand meine komplette Adresse mit Telefonnummer

Wünschen Sie 4200 Euro im Monat verdienen?

Unsere Gesellschaft sucht im Augenblick zuverlässige Kollegen um das Kollektiv in der EU zu verstärken

Der Mitarbeiter ist ca. 7 Arbeitsstunden in der Woche beschäftigt und hat keine Ausgaben zu tragen.

Auch Berufstätige sind für diese Arbeitstätigkeit gut geeignet, da keine wirtschaftliche Ausbildung erfordert wird.

Genauigkeit, Eigenverantwortung und Zielstrebigkeit sollten zu Ihren Stärken zählen, Umgang mit Email und anfängliche PC Kenntnisse sollte auch keine Schwierigkeiten bereiten. Ständige telefonische Erreichbarkeit während der Geschäftszeiten ist ein Muss.

Ihre Tätigkeit ist die Geldflussoptimierung.

Sie kriegen die Mittel im Voraus, direkt auf Ihr Bankkonto überwiesen, und müssen für unsere Kunden Bitcoins erwerben, wofür Sie eine Provision von 20% pro Kauf behalten.

Die Arbeit ist in ganz Europa zu vergeben und derzeit noch frei.

Kontaktaufnahme:

Falls Sie sich angesprochen fühlen, wollen wir Sie kennenlernen, dazu mailen Sie uns Ihre Bewerbungsunterlagen an: Habis.nordpol@gmx.com (E-Mail Adresse verändert)

Ihre persönlichen Daten behandeln wir natürlich vertraulich.

In Erwartung Ihrer Antwort

Kahl Dienstleistungen

Hier die Stellungnahme des Landeskriminalamtes

Sehr geehrter Herr König,

vielen Dank für Ihre E-Mail. Die vorliegende „Beschäftigungssituation“ und das Angebot der Firma dienen wie von Ihnen vermutet der Geldwäsche.

Eine verbreitete Methode besteht darin unter dem Vorwand eines Arbeitsvertrages den neuen „Mitarbeitern“ der „Firma“ Geld auf ihr Konto zu überweisen, damit diese das Geld dann weiterverschicken können.

Hierdurch wird der Geldfluss verschleiert. Für die Strafverfolgungsbehörden greifbar ist letztlich nur der „Mitarbeiter“ da dieser sein Konto den Kriminellen zur Verfügung gestellt hat. Das überwiesene Geld stammt hierbei aus anderen Straftaten, wie z.B. Kreditkartenbetrug o.ä.

Besonderes bei folgenden „Konditionen“ sollten Sie vorsichtig sein:

▪           Ausländische Firma sucht Mitarbeiter

▪           Es wird viel Geld für wenig Arbeit geboten

▪           Die Tätigkeit umfasst die Annahme von Waren und deren Weiterversand bzw. die Annahme von Geld und dessen Weiterüberweisung

▪           Es werden wichtige Posten in Aussicht gestellt

▪           Es gibt nur begrenzte Stellen

▪           Es wird betont alles sei legal; sowohl in Deutschland wie auch in der EU

Ich rate Ihnen daher dringend den Kontakt zu dieser „Firma“ abzubrechen und die E-Mail zu löschen.

Sollten Sie bereits Zahlungen erhalten haben folgen Sie nicht den Anweisungen der „Firma“ sondern wenden sich bitte direkt an Ihre nächste Polizeidienststelle.

Diese finden Sie hier: https://www.polizei.hessen.de/Dienststellen-Suche/

Derartige E-Mails werden täglich millionenfach versendet, da die Hintermänner zumeist im Ausland sitzen gestalten sich die polizeilichen Ermittlungen entsprechend aufwändig.

Ergänzende Informationen erhalten Sie auch unter: www.polizei.hessen.de, www.polizei-beratung.de oder www.polizei-praevention.de.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Hessisches Landeskriminalamt Zentralstelle für Kriminal- und Verkehrsprävention – Prävention/Cybercrime-

Hölderlinstraße 1-5 65187 Wiesbaden Tel.: 0611 – 83 1314 Fax: 0611 – 83 1305

Funktionspostfach: Praeventioncybercrime.HLKA@polizei.hessen.de

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