Gelebt oder abgeheftet

stamp-114353_1280 cco Bürokratie

Kaizen, auch häufig bei uns als kontinuierlicher Verbesserungsprozess bezeichnet, führt unter anderem zu einer besseren Produktion. Auch Verkaufsaktivitäten führen durch Kaizen zu verbesserten Prozessen im Bereich Kundengewinnung und Kundenpflege.

Um Prozesse zu verbessern, müssen sie untersucht und beschrieben sein, damit eine Grundlage für die weitere Vorgehensweise besteht.

Nun ist Beschreibung und Überprüfung speziell in Deutschland etwas, was unserem Ordnungs- und Perfektionssinn stark entgegenkommt. Überspitzt gesagt beschreiben wir einen Prozess, lassen das Schriftstück anschließend von möglichst vielen wichtigen Menschen unterschreiben, kopieren und verteilen es und heften es, heute natürlich digital, ab. Um dazu Thorsten Dierks zu zitieren: „Wenn sie einen Scheißprozess digitalisieren, dann haben sie einen scheiß digitalen Prozess.“

Wo der Prozess Segen und Fluch herkommt und wie man daran arbeiten kann, ist im Artikel „Gelebt oder abgeheftet“ beschrieben, der im August in der Fachzeitschrift Draht erschienen ist.

Hier geht’s zum Artikel: https://www.drahtmagazin.de/draht-fachartikel/gelebt-oder-schon-abgeheftet-_35386_de/

#kaizen #kvp #Qualitätsmanagement #kundengewinnung #kundenpflege #königskonzept #königskonzeptblog

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Facebook Conference in Frankfurt

 

 

2 Tage, ein Tag für die kleinen Unternehmen, ein Tag für NGO’s, am ersten Tag war ich dabei. Was ist mir aufgefallen:

Generell: natürlich habe ich eine voll digitalisierte Veranstaltung erwartet, aber hier wird auch nur mit Wasser gekocht:

Personalausweis, um sich anzumelden statt App.

Zu Beginn gab es 6 Accounts zum registrieren (super) und einen für Probleme bei der Anmeldung (das konnte man allerdings erst lesen, wenn man sich in der Schlange bis nach vorne durchgearbeitet hatte). Also zweimal anstellen.

Probleme mit den Mitarbeitern an der Anmeldung, lieb aber nicht genug vertraut mit der Technik, zu wenig Einarbeitung. Einem hilflosen Lächeln kann man nicht böse sein.

Die Anmeldungen, die man vorher für die Workshops machen konnte, waren für die Katz – jeder konnte hin, wo er wollte. Die Workshop Übersicht gab es auf kleinen gedruckten Unterlagen zum Mitnehmen (immerhin). Dafür wäre eine App auch gut gewesen.

Die Mikrofonanlage ging bei der Diskussion nicht.

Es war also wie auf anderen Konferenzen auch, irgendwas geht immer nicht. Vielleicht hatte ich idealisiert nur etwas anderes erwartet.

Dazu eine brave Konferenz, keine heftigen Diskussionen, keine Überraschungen. Die Datenkrake wurde nicht erwähnt. Eine kontroverse Diskussion hätte der Veranstaltung sicher gutgetan.

Eine offene sehr lebendige unkonventionelle Teilnehmerschar.

Die Kaffeebecher waren aus recyclebarem Material gefertigt

Wenig Neues, aber das Ziel der Veranstaltung ist auch mehr die Vernetzung der Akteure untereinander.

Ein Foto zum Weiterreichen mit all den Apps, die helfen, Fotos und Videos kreativ zu bearbeiten.

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Zwei Fotos vom Marktplatz (siehe oben zu Beginn), eines von einer Diskussion mit Startups und eines von der Begrüßung vom Regionalmanagement Mittelhessen (Respekt, Begrüßungen aus Frankfurt oder Wiesbaden gab es nicht)

 

 

Zum Zielgruppenmarketing bei Anzeigen unterscheidet Facebook jetzt drei Möglichkeiten:

Core Audiences: Was man bisher schon kannte, auswählen nach Alter, Geschlecht, Region, Vorlieben

Custom Audiences: Speziell Kontakte und Kunden, die schon bekannt sind (gut für Kundenbindung)

Lookalike Audiences: Neue potentielle Kontakte, die den bisherigen Kunden ähneln (faszinierend)

Und dann sind mir noch 2 Dinge vom Workshop Create the Future in Erinnerung geblieben:

Innovation ist zumeist Gewinn orientiert und schafft Milliarden.

Invention verändert zumeist unsere Umwelt in signifikanter Weise und schafft Billionen.

Das wichtigste Hard Skill für Erfolg in der Zukunft ist Ausbildung in dem Beruf, den zu liebst.

Das wichtigste Soft Skill dafür ist die absolute Gleichberechtigung der Geschlechter.

Lt. Duden kann man auch bei Hard oder Soft Skills statt Das auch Der verwenden aber das Das ist auch ein kleiner Schritt.

Ich würde/werde wieder hingehen.

Hier das Programm https://www.facebook.com/business/m/digitaldurchstarten/frankfurt

Kleinigkeiten

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Marketingmaßnahmen und Marktverhalten, die ich für verbesserungswürdig halte: Teil   5 2018

Man sagt ja oft, dass Kleinigkeiten nicht so wichtig sind, aber erstens beim Essen! und zweitens, aber lesen Sie selbst.

Ich bekomme einen Newsletter des BVMW, unter anderem mit dem Hinweis: Zur Datenschutzgrundverordnung finden Sie hier bereits unsere BVMW-Checkliste. Ein sehr aktuelles Thema im Moment. Der Link führt zu einer File not found Seite. Ich würde mal sagen, das ist Datenschutz in seiner sichersten Form.

Ich habe mich beim newsletter2go angemeldet. Die Anmeldung war gekoppelt an ein Webinar, was ich belegen wollte, ein bisschen Trickserei, um Newsletterkunden zu gewinnen, aber was solls. Es gibt schlimmeres. Es ist halt nur ein kleines „Nein“ in meinem Kopf in Verbindung mit dieser Firma. Aber darum geht es gar nicht. Ich habe mich versehentlich mit dem falschen Geschlecht angemeldet, das sehe ich in der Bestätigung. Unter Newsletter ändern will ich das korrigieren, da kann ich aber nur auswählen, welchen Newsletter ich will. Kleiner aber dummer Gedankenfehler, der sicher nicht nur hier passiert. Ich werde diesen Newsletter wohl relativ schnell löschen zumal auch niemand auf meine diesbezüglichen Mails reagiert hat.

Wieder mal Bank: Ich erhalte ein Schreiben zur Aktivierung des mobilen TAN Services von der SparDaBa mit folgender Anweisung

Melden Sie sich im Online Banking an – funktioniert

Wählen Sie das Service Center aus – geht nicht, erst muss ich in das Konto Center auswählen, dann finde ich das Service Center

Klicken Sie die Schaltfläche Tan verwalten an – das ist keine Schaltfläche aber es gibt drei unterschiedliche Schaltflächen darunter, die ich anklicken kann. Die Schaltfläche Mobile Tan aktivieren funktioniert

Geben Sie den Aktivierungscode ein und bestätigen Sie mit der Aktivierung bestätigen – funktioniert

Aus Sicherheitsgründen haben wir jede zweite Ziffer Ihrer Kundennummer unkenntlich gemacht und durch ein x ersetzt – Es ist nicht meine Kundennummer, sondern meine Telefonnummer.

Mag sein, dass der ein oder andere mich jetzt für pingelig hält, aber hier sind drei Fehler, die absolut vermeidbar wären. Alles, was den Prozess zwischen Kunde und Lieferant stört, erzeugt im Kopf des Kunden ein kleines nein. Die meisten Kunden werden diese Fehler nur im Unterbewusstsein registrieren, aber sie werden sie registrieren.

Kaufprozess abgeschlossen?

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Diese Umfragen habe ich bei Unternehmer.de gefunden, die Kommentare (K) sind natürlich von mir.

57% des Kaufprozesses sind bereits abgeschlossen, bevor ein Kunde mit dem Vertrieb überhaupt in Berührung kommt. (K) Das hört kein Verkaufstrainer gern. Da nützt auch das beste Motivationsseminar nicht mehr, wenn ich niemand habe, an dem ich meine Motivation ausleben lassen kann. Der öffentliche Auftritt eines Unternehmens und sein Image müssen die Brücke zum Vertrieb schlagen – wenn es denn überhaupt gewollt ist. Der Autohersteller freut sich über diese 57%, Coca Cola auch, der Auto- oder Einzelhändler würde gern noch ein wenig mehr Einfluss nehmen.

66% der Konsumenten verlassen trotz fester Kaufabsicht ohne Kauf den Laden, weil das von ihnen gewünschte nicht verfügbar ist. (K) Da liegt großes Potential. Wie sagt Limbeck doch so schön: Nicht gekauft hat er schon. Um das zu verbessern, braucht man gute Organisation und Logistik und vor allem gut geschulte Mitarbeiter.

38% geben in einer Untersuchung zum Thema Messenger Dienste an, dass Sie über solche Dienste auch einkaufen würden. (K) Ein Wink für die Ausweitung des Multi Channel Angebotes?

Bei 41% von unter 30-Jährigen wird das Kaufverhalten stark durch YouTube beeinflusst. (K) Positiv wie negativ – interessant oder langweilig. Ein Image Film, der zeigt, wie toll das Unternehmen ist, interessiert nur das Unternehmen. Ein Film, der zeigt, wieviel Spaß oder Erfolg ein Käufer mit dem Produkt hat, interessiert den Käufer.

43% der Befragten einer Studie kaufen wöchentlich über ihr Smartphone ein. (K) Überall, wo es schnell gehen soll, das gilt für b2c und auch b2b, auch z.B. bei Handwerkern auf der Baustelle. Vor allem aber bedienerfreundlich muss es sein.

2/3 der Befragten einer Studie geben an, dass sie Produkte eines Unternehmens, dass viel für seine Mitarbeiter tut, eher kaufen würden. (K) Wer viel für seine Mitarbeiter tut, sollte es auch seinem Umfeld kundtun, damit Kunden ein gutes Gefühl bekommen, wenn sie bei einem solchen Unternehmen einkaufen. Aber nicht übertreiben, euphorisch kann ein Mitarbeiter sein, bei einem Geschäftsführer oder Manager wirkt es eher befremdlich (z.B. bei dem Kommentar: Wir tun jetzt viel für unsere Mitarbeiter, wir haben sogar die Ketten gelockert und zahlen fast immer Mindestlohn :-)).

Übrigens, Unternehmen, die viel für ihre Mitarbeiter tun, haben es auch leichter mit der Gewinnung von neuen Mitarbeitern.

Gelesen bei Unternehmer.de, wo man sich auf die Quellen von Etailment.de – Handelsjournal.de – Hubspot.de und Presseportal.de bezieht.

Unzufriedenheit ist heilbar

Gerade ist mein Artikel vom Frühjahr auf Channelpartner veröffentlicht worden:

Unzufriedene Mitarbeiter in Unternehmen kosten einen Haufen Geld. Dies können Sie ändern, indem Sie an den aktuellen Problemen in Ihrer Firma arbeiten.

Es gilt die Regel: Je größer das Unternehmen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Mitarbeiter unzufrieden sind. Dabei äußert sich dies oft nicht in konkreten Aussagen, sondern in schwer fassbaren Beschwerden. Durch die Arbeit an aktuellen Problemstellungen kann sich dies erheblich verbessern.

Gleich bei Google auf Platz 1, direkt dahinter meine Homepage

Den ganzen Artikel gibt es hier https://www.channelpartner.de/a/unzufriedenheit-im-betrieb-ist-heilbar,3333628

Schnell ist der Artikel bei Google auf Platz 1, direkt dahinter meine Homepage

Fluch der Digitalisierung

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Beherrscht das System den Menschen oder der Mensch das System?

Ich war auf der Insulation Expo in Köln, einer kleinen Spezialmesse für Dämmstoffe im Industriebereich:

Im Vorfeld mustergültig vorbereitet von der Messegesellschaft inkl. Anmeldung, Möglichkeit sich zu vernetzen, Termine vorzubereiten u.s.w.

Aber schon auf der Messe beginnt der Fluch, 2 oder 3 mal bin ich darauf hingewiesen worden, dass ich demnächst einen Termin habe – aber das steckt man noch weg. Es ist ja auch nicht schlecht, es sei denn, man hat viele Termine, dann wird’s unübersichtlich. Man kennt das ja auch von manchen Bestellungen, wenn eine Bestellung über 3,50 Euro im Netz von 15 – 20 Mails begleitet wird.

Aber jetzt geht’s erst eigentlich los:

Nahe am Terror ist die Gesellschaft mit der Nachbefragung, nach der dritten Mail versuche ich dazu Stellung zu nehmen. Dazu muss ich die Umfrage mitmachen.

Bei der 2. Frage, bei der ich keine Begründung schreibe, ich kann zwischen Leerfeld und verschiedenen Begründungen auswählen, kommt der Hinweis, dass ich doch bitte Frage 5 beantworten soll – Eine Frage 5 ist vorher nicht aufgetaucht, vielleicht ist die laufende Seite der Befragung gemeint.

Entnervt gebe ich auf und nutze den Link zum Abmelden. Aber weit gefehlt: Das Häkchen zum Newsletter abbestellen ist gesetzt aber wenn ich bestätige, kommt der Hinweis „Leider haben Sie die Checkbox nicht angeklickt“ Häkchen weg, Häkchen rein, gleiches Ergebnis.

IEX Köln

OK, dann muss das anders gehen:

Ich antworte auf die Mail zur Befragung, um mich abzumelden, die Nachricht kommt als nicht zustellbar zurück.

Ich schreibe an die Info Adresse der Messegesellschaft, eine Nachricht kommt zurück, dass ein bestimmter Mitarbeiter nicht zustellbar ist (Das passiert, wenn die Infoadresse automatisch an einen Mitarbeiter weitergeleitet wird, dieser Mitarbeiter das Unternehmen verlässt und vergessen wird, die Weiterleitung zu löschen)

Ich glaube, dass man diese Vorgehensweise zu Recht Fluch der Digitalisierung nennen kann, da kann jemand mit diesem Thema nicht umgehen. Aber was machen wir jetzt? Zum Glück gibt es die Blockierfunktion in den Mailprogrammen, also diese Messegesellschaft auf blockieren setzen, dann können die sich zukünftig woanders blamieren.

Kommet her zu mir

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Wie Religion, neue Mitarbeiter und Kundenorientierung zusammenpassen, steht im neuen Artikel auf dem Portal CRM-Expert, hier ein Auszug:

Menschen in wirklichen Religionsgemeinschaften haben viel mit Menschen in wirklichen Unternehmen gemeinsam. Sie gehen gern in diese Gemeinschaft, in dieses Unternehmen, sie fühlen sich wohl, sie arbeiten vertrauensvoll zusammen, sie vertreten ihre Gemeinschaft nach außen und sie akzeptieren andere Gemeinschaften. Dazu müssen sie nicht einmal „mühselig und beladen“ sein (Matthäus 11.28), um den Vers der Überschrift zu komplettieren.

Unternehmen, die diese Voraussetzungen nicht schaffen, haben große Probleme in der Personalgewinnung. So können Sie heute – und noch vermehrt in der Zukunft – ihre oft guten Ideen am Markt nicht verwirklichen.

Menschenfischer

Um beim religiösen Vergleich zu bleiben: Das „Gewinnen“ von Mitarbeitern für ein Unternehmen wird die Aufgabe der Zukunft: die Personalabteilung bekommt einen neuen Mitarbeiter oder die Marketingabteilung eine neue Aufgabe.

Den gesamten Artikel unter https://crm-expert-site.de/kundenorientierung/