Datenschutzhammer

Trip Advisor

Bei Tripadvisor habe ich mein Passwort vergessen. Kein Problem, das kann man ja zurücksetzen. Als ich das neue Passwort einsetzen will – so eine Plattform, die ich nicht aktiv für Buchungen nutze, bekommt von mir ein Standard Passwort, kommt der Hinweis:

„Dieses Passwort wurde auf einer anderen Website veröffentlicht. Bitte wählen Sie eine sichere Alternative aus, um Ihr Passwort zu schützen.“

Übersetzungsfehler oder Datenschutzhammer? Im Mail ist eine Adresse angegeben, an die ich Fragen schicken kann.

„Falls Sie Schwierigkeiten mit diesem Link haben, bitten wir Sie, uns unter anfragen@tripadvisor.de zu kontaktieren.“

Ihr ahnt es schon, es kommt ein Hinweis zurück, dass diese Adresse nicht mehr existiert und ich über das Kontaktformular gehen soll. Da kennt wohl jemand seine eigenen Antwortformulare nicht.

Es dauert lange, bis ich das Kontaktformular gefunden habe. Dort kennt man wohl den Hinweis auf der Homepage zum Passwort überhaupt nicht, denn:

„Wir haben Ihre Nachricht erhalten, sind aber nicht sicher, was Sie meinen. Wir vermuten, dass Ihr Passwort von uns abgelehnt wurde, da wir Sie dazu ermutigen wollen, ein sichereres Passwort zu benutzen.“

Ich präzisiere, es kommt die Antwort, dass diese Nachricht nicht von Tripadvisor kommt, sondern von meinem eigenen System – Browser oder Sicherheitsprogramm. Da mir so etwas noch nicht bei einer anderen Seite passiert ist, werde ich das mal beobachten. Ich teste das mit Amazon, denen traue ich in Bezug auf Sicherheit eine ganze Menge zu. Da kommt diese Meldung nicht.

Ich informiere Tripadvisor darüber und teile mit, dass ich der Plattform nicht mehr traue und dass mein Konto gelöscht werden soll. Selber löschen ist kompliziert, erst eine Anleitung von Chip hilft mir weiter.

Letzte Nachricht von Tripadvisor: Wir bedanken uns für Ihren Beitrag zur TripAdvisor-Community und würden uns freuen, Sie doch irgendwann wieder bei uns begrüßen zu dürfen.

Das nennt man golden Exit, wenn ein Kunde auf jeden Fall geht, bring die Beziehung freundlich zu Ende und hilf ihm. Stellt sich jetzt noch die Frage, ob das Unternehmen aus diesem Vorfall lernt oder einfach weitermacht wie bisher. Das wäre dann irgendwann ein total Exit für Tripadvisor.

#tripadvisor #datenschutz #golden-exit #königskonzept königskonzeptblog

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Margarine verschimmelt

SchimmelWie Sie auf dem Bild hier oder auf meinem Blog sehen können: Schimmel kann auch faszinierend sein.

Deli Margarine, Ich öffne eine Verpackung, verschimmelt. Ich schreibe den Hersteller an, er antwortet, da das Mindesthaltbarkeitsdatum um 8 Wochen überzogen ist, kann das passieren.

Vielleicht hat er Recht, aber mein Vertrauen an Deli hat jetzt einen großen Knacks bekommen. Seit gefühlt 20 Jahren nehme ich diese Margarine, immer schon waren Verpackungen dabei, deren Haltbarkeitsdatum schon länger abgelaufen war. Nie habe ich damit Probleme gehabt. Jetzt werde ich zukünftig beim Einkauf dieses Produktes vorsichtiger sein.

Ich teile meine Meinung dazu dem Hersteller mit, es kommt aber keine Reaktion mehr.

Ich an seiner Stelle hätte mich entschuldigt, auf einen Produktionsfehler verwiesen und die Margarine ausgetauscht. So wäre mein guter Glauben erhalten geblieben.

Und wenn man dann weiter hinschaut, findet sich eine andere Margarine von Deli mit einem Preisausschreiben auf der Schutzfolie, dass 8 Wochen vor Mindesthaltbarkeitsdatum bereits abgelaufen ist. Da war wohl jemand zu geizig, neue Schutzfolien zu bestellen.

Viele Menschen, wohlgemerkt Menschen, nicht Unternehmen, wollen immer Recht behalten, auch auf Kosten ihrer Kunden. Das schadet nicht diesen Menschen, wohl aber deren Unternehmen. Wie das anders geht, zeigt uns Amazon und Co. Da besteht 100%ige Kundenfokussierung. Aber lernt ein großer Teil der Unternehmerschaft daraus? Nein, zu viel Arbeit, wenn man es nachmachen wollte. Besser über den Internethandel schimpfen und nach staatlichen Regulierungen schreien. Und dann erhobenen Hauptes mit wehenden Fahnen untergehen.

#schimmel #kunden #reklamation #verschimmelt #königskonzept #königskonzeptblog

Die Fehler unserer Kunden

Fehler klein

Reklamationen sind immer ein Ärgernis. Reklamationen bieten große Chancen. Unberechtigte Reklamationen sind der Schlüssel zum Erfolg?

Reklamationen sind ein Graus für jedes Unternehmen. Zum einen stören sie den täglichen Arbeitsprozess, zum anderen rütteln sie am Thron der Unfehlbarkeit, denn jedes Unternehmen möchte natürlich reklamationsfrei sein. Wie heißt es noch im Total Quality Management hierzu? Null Fehler ist das Ziel. Reklamationen verändern sofort unsere Arbeitspriorität, denn unzufriedene Kunden haben immer Vorrang. Zumindest sollte dies in einem Unternehmen entsprechend geregelt sein. Aber es hakt zumeist schon daran, dass sich gern um diese unangenehme Aufgabe gedrückt wird. Lieber wird die Reklamation abgewimmelt. Wenn das nicht möglich ist, wird im Unternehmen der Schuldige gesucht, der dann die Suppe auslöffeln muss. Da niemand gerne Fehler macht, muss jetzt der, der sowieso schon niedergeschlagen ist, mit dem Kunden verhandeln. Das das nicht zu guten Resultaten führt, wird jedem klar sein.

Jede Reklamation ist eine Chance

Große Unternehmen, die durch die Vielzahl der Kunden automatisch eine Vielzahl an Reklamationen haben, verfügen über spezielle Abteilungen zur Bearbeitung. Bei allen anderen sind Beschwerden eher selten, wenn das nicht so wäre, sollte sich ein Unternehmen ernsthaft Gedanken über seine Zukunft machen. Bei seltenen Prozessen sind die Prozessabläufe oft nicht verinnerlicht, was dann zu Stress am Arbeitsplatz führt. Zwar ist die richtige Vorgehensweise im Qualitätsmanagement beschrieben, aber das steht häufig im Schrank und wird nicht gelebt. Eigentlich sollte ein Unternehmen ähnlich wie die Feuerwehr seltene Prozessabläufe ab und zu üben, um im Ernstfall dafür gewappnet zu sein. Reklamationen richten sich auch fast immer nicht gegen eine Person, sondern gegen ein Produkt oder Unternehmen, deshalb braucht sich niemand angegriffen zu fühlen. Wichtig ist, den Anrufer ernst zu nehmen, Verständnis zu zeigen, die benötigten Daten aufzunehmen und einen schnellen Rückruf zu versprechen, falls das Problem nicht sofort gelöst werden kann. Der Rückruf muss durch dafür geeignete Mitarbeiter erfolgen, die den Lösungsvorschlag mit dem Kunden abstimmen. Das führt dazu, dass sich alle schnell wieder ihren eigentlichen Aufgaben zuwenden können und der Kunde schnell zufrieden gestellt ist. Es macht Sinn, Reklamationen regelmäßig auszuwerten, um daraus zu lernen.

Unberechtigte Reklamationen und Fehlbedienungen?

Zum einen gibt es keine unberechtigten Reklamationen. Wenn die Brötchen beim neuen Bäcker nicht so schmecken wie beim Alten ist das zwar keine Reklamation, aber der Kunden wird trotzdem nicht mehr kaufen. Er hat ein Problem mit unseren Angebot und das kann nicht das Ziel sein. Es muss mit dem Kunden eine Lösung bzw. eine Brötchensorte gefunden werden, die ihn zufriedenstellt. Liegt die Reklamation in einer Grauzone, hilft oft nur ein Kompromiss. Kunden, die immer wieder Produkte im Grauzonenbereich reklamieren, sollten genau analysiert werden. Sind die Qualitätsansprüche zu hoch, fühlt er sich vernachlässigt oder nutzt er die Reklamation als zusätzliche Einnahmequelle. Auch hier hilft Auswertung, um schwarze Schafe herauszufinden oder sensible Kunden besser zu bedienen. Manchmal hilft auch nur die Trennung.

Zum anderen gibt es Reklamationen durch vom Kunden selbstverschuldete Fehlbedienungen oder Unfälle, z.B. bei Mietautos. Hier zeigt sich die wahre Größe eines Unternehmens. Die höchsten Empfehlungsraten, so erzählt ein Elektroroller Vermieter aus Berlin, werden dann erreicht, wenn einem Kunden bei einem selbst verschuldeten Unfall geholfen wird, obwohl dafür eigentlich der Kunde zuständig wäre. Hierfür ein Konzept zu haben, kann die Neukundenrate durch Empfehlungen sehr schnell nach oben befördern, gerade in einem Markt mit einem starken Wettbewerbsumfeld.

Generell ist es bei Reklamationen so, dass allgemein bekannt ist, dass kein Unternehmen alles für jeden richtig machen kann kann. Selbst bei Google macht eine Bewertung auf der Skala von 1 bis 5 von über 4,7 schon misstrauisch. Der richtige Umgang mit den Problemen der Kunden wird aber immer dazu führen, dass die Empfehlungsquote nach oben geht.

#Reklamation, #Mängel, #Kunden, #TQM, #Prozess, #Königskonzept, #Königskonzeptblog

Service und was daraus gemacht wird

Service Fahrzeug

Letztes Jahr bei einem Mercedes Vertragshändler – den ich nur besuche, wenn es Service Updates gibt. Der Kundendienst meldet sich, um mir zu sagen, dass der angeforderte Service bei dem Wagen mit meinem Kennzeichen nicht geht. Ich habe die letzten drei Autos immer das gleiche Kennzeichen. Als sich das herausstellt, bittet der Service, meinen KFZ Schein einzuschicken, damit der Wagen angelegt werden kann, was ich selbstverständlich gern tue. Das Update kann gemacht werden.

Vor ein paar Wochen wieder ein Service Update: Die sehr freundliche Stimme am Telefon weist mich darauf hin, dass für den Wagen mit meinem Kennzeichen kein Service vorliegt. Es stellt sich heraus, dass der Wagen wohl letztes Jahr nicht angelegt worden ist. Sie bittet sehr freundlich, dass ich den KFZ Schein schicke, damit der Wagen angelegt werden kann, was ich selbstverständlich gern tue.

Einige Tage später ruft sie an und bittet um mein KFZ Zeichen und meinen KFZ Brief, damit der Wagen angelegt werden kann. Auf meinen Hinweis, dass ich ihn schon geschickt habe, entschuldigt sie sich mit dem Hinweis, dass die Abteilung den Wagen vielleicht noch nicht angelegt hat.

Als ich den Wagen morgens abgeben will, damit das Update gemacht werden kann, kommt zuerst die Frage nach meinen – wer hätte das gedacht – KFZ Schein. Auf meine Entgegnung, dass der Schein schon vorliegen müsste, wird nachgeschaut und oh Wunder, der Wagen ist angelegt. Ich bitte, als man mich nach weiteren Wünschen fragt, noch nach einem Steinschlag in der Scheibe zu schauen.

Der Wagen ist schnell fertig, ich werde sehr freundlich verabschiedet. Nach dem Steinschlag hat natürlich niemand geschaut.

Unverändertes Fazit: Sehr freundlicher Service, sehr kompetente Mitarbeiter in der Werkstatt und die Organisationsabläufe sind immer noch katastrophal. Jetzt wissen Sie auch, warum ich mein Fahrzeug zu Reparaturen woanders hinbringe. Da stimmt auch die Organisation nicht ganz so hübsch – aber man kann halt nicht alles haben.

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Was für ein Team

Sales Manager 2019 Weingarten

Schon der dritte Sales Manager Lehrgang in diesem Jahr, nach Darmstadt und Mannheim jetzt bei der IHK in Weingarten. Die unglaubliche Harmonie der Teilnehmer untereinander und das konstruktive Miteinander ist etwas, was mir bei diesen Lehrgängen allgemein und bei diesem Lehrgang besonders auffällt. So eine Harmonie wünscht man sich in vielen Vertriebsmannschaften. Dieses Mal haben wir Teilnehmer von großen Pharma- und Lebensmittel Unternehmen, Spezialisten aus dem Maschinenbau, aus dem Bausektor und Marktführer aus dem Bereich Modell Eisenbahn. Die Absolventen erfahren Gemeinsamkeiten und lernen voreinander.

Besonders die Feedback Runden im Anschluss an die Simulation von Verkaufsgesprächen waren sehr intensiv. Intensiv war auch die eigenständige Vorbereitung der Teilnehmer auf die schriftliche Prüfung, was zu sehr guten Ergebnissen geführt hat. Am Freitag ist die mündliche Prüfung, ich bin sehr gespannt. Wir hatten schon mal eine Runde mit nur „Sehr Gut“ Ergebnissen.

Zum Verständnis: Ziel dieses Lehrgangs ist nicht zu bestehen, das ist relativ einfach für jemand, der im Verkauf arbeitet. Ziel ist es, mit einem Ergebnis über 90 Punkte zu bestehen.

Nachstehend die Adressen der Teilnehmer und deren Firmen, die ich immer nur auf ausdrücklichen Wunsch veröffentliche. Es sind halt alles Sales Manager durch und durch.

Elisabeth Geiger, Key Account Manager, Omega Pharma Deutschland GmbH, https://omega-pharma.de/

Katharina Krebs, Verkauf & Assistenz der Geschäftsleitung, NOCH GmbH & Co. KG, www.noch.de

Jan Weber, Key Account Manager, Omega Pharma Deutschland GmbH, https://omega-pharma.de/

Jochen Metzger, Bautechniker/Bauberater, Ziegelwerk Arnach, www.zwa.de

Sven Reutter, Regional Manager, Salomon -FoodWorld / https://www.salomon-foodworld.com/home.html

Yannick Geisinger, Trainee Vertrieb DACH, Vollmer Werke Maschinenfabrik GmbH, www.vollmer-group.com

Die nächsten Lehrgänge sind

Ab September 2019 und 2020 sowie März 2020 in Mannheim https://www.rhein-neckar.ihk24.de/System/Veranstaltungen/Sales-Manager/1348130

Der Termin September 2019 Mannheim ist bereits bestätigt, es bsteht im begrenztem Maße noch die Möglichkeit der Teilnahme.

Ab Oktober 2019 und September 2020 in Darmstadt https://www.darmstadt.ihk.de/System/Veranstaltungen/sales-manager-ihk/3863376

Ab Mai 2020 wiederum im Weingarten https://www.unikam.de/eventmanager/weingarten.ihk.de/veranstaltung/19/1/Z8932016#Z893.18.1

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Nachtrag 20.07.2019 Wie ich mir gedacht habe, nur sehr gute Noten

Ich trink den Wein, nicht gern allein, Nachträge ganz unten

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sondern vielleicht mir Freunden aus Bayern? Havesko, ein Wein Lieferant, schickt mir eine Bestätigung für eine Weinlieferung mit Hinweis, wann sie ankommt. Mein Wein ist einen Tag vorher mit einer anderen Bestätigung schon angeliefert worden, außerdem ist die Versandbestätigung für Bayern und ein völlig anderer Name – ich lebe in Hessen. Ich rufe an, der Fall ist schnell geklärt, eine falsche E-Mail Adresse, man wird das natürlich sofort ändern.

Ein paar Tage später – Sie ahnen schon, kommt eine E-Mail von Havesko für die Adresse in Bayern, dass man mich nicht angetroffen hat, als man die Ware ausliefern wollte.

Kennen Sie das, Sie telefonieren, nehmen eine Information auf, wollen etwas aufschreiben, dann kommt das nächste Gespräch und dann das nächste und schwupp, ist der Vorgang aus dem Kopf und natürlich nicht erledigt.

Deshalb bei jedem Gespräch sofort irgendwo ein Stichwort notieren und danach oder etwas später, wenn mehr Zeit ist, die Stichwörter oder die Gespräche verarbeiten.

Ich habe übrigens zurückgeschrieben – das kann ich ja einfach nicht lassen – „Vielen Dank, aber ich habe das Paket schon“ Das wird dann wohl für grenzenlose Verwirrung gesorgt haben.

Aber die erste Flasche ist probiert, der Wein ist gut.

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Nachtrag: Nach einer Woche bekomme ich einen Weinkatalog. Da ich gerade erst bestellt habe, schmeisse ich ihn weg. Nach 2 weiteren Wochen bekomme ich ein Schreiben mit einem Hinweis über einen Gutschein über 20 Euro, der im Katalog gelegen hat. Den habe ich nicht gesehen, da hätte ich vielleicht doch bestellt. Dem erneuten Schreiben liegt der Gutschein nicht nochmal bei. Pech gehabe, dass hätte noch ein Geschäft werden können. Ich schreibe das Unternehmen an, um das zu klären, als Antwort kommt ein Gutscheincode – Sie ahnen es schon, er funktioniert nicht. Nochmal anschreiben, jetzt kommt die Antwort, dass ich die Bestellung per E-Mail schicken soll, damit der Gutschein berücksichtigt werden kann. Der Gutschein galt ab 12 Flaschen, ich hatte 2 Kartons a 6 Flaschen bestellt, da war das System wohl überfordert.

Die Lieferung mit Rechnung kommt, na klar, der Gutschein ist nicht berücksichtigt, was hätten wir auch anderes erwartet. Gleichzeitig kommt die Aufforderung zur Bewertung des Kaufs: Zitat: „Wenn Sie mit Ihrem Einkauf zufrieden sind, freuen wir uns über eine Bewertung“ Ich bin nicht zufrieden, beschwere mich mit etwas Wut im Bauch. Ich würde mich auch über die Bewertungen der unzufriedenen Kunden freuen, dann sehe ich, wo ich mich verbessern kann, ich bekomme aber keine Reaktion. Ich bin unzufrieden, deshalb schreibe ich erneut, frage nach der Gutschrift und drohe mit Wiederspruchsrecht mit Terminsetzung. Wie leicht ist es doch, einen Kunden wütend zu machen.

Und jedesmal, das geht mir so auf den Senkel, die Standard Antwort auf meine Mail:

„vielen Dank für Ihre Nachricht. Uns ist es besonders wichtig, Ihr Anliegen schnellstmöglich zu bearbeiten“. Das finde ich toll.

„Aufgrund eines hohen E-Mail Aufkommens kann es jedoch derzeit zu Verzögerungen bei der Beantwortung von Kundenanfragen kommen“ (Na, ob das wohl gelogen ist? Wenn immer hohes E-Mail Aufkommen besteht, sollte man sonst mal mehr MitarbeiterInnen einstellen). Jetzt ist es nicht mehr so toll.

„Eins garantieren wir Ihnen gern: Sobald wir Rückfragen an Sie haben, setzen wir uns selbstverständlich sofort mit Ihnen in Verbindung“. Alles andere wäre auch Blödsinn bis hin zur Geschäftsschädigung.

Zwischendurch bekomme ich Werbepost bezgl. einer Rechtschutzversicherung. Auf meiner Nachfrage hin teilt man mir mit, dass man meine Adresse von Hawesko bekommen an. Auch dazu schreibe ich Hawesko an, jetzt wird es langsam interessant. Aber das war gar nicht Hawesko, ich habe auf einer Seite bestellt, die nur Vermittler war und bei der Gelgenheit Adressen legal (?) abgreift. Das ist auch interessant.

Standardgeschäft können die meisten Unternehmen aber wehe, es liegt etwas ausserhalb des Standards.

Letzer Nachtrag, der Auftrag ist storniert, letztendlich hat mich sogar jemand angerufen, aber da war es zu spät, ich hatte schon woanders bestellt. Ich habe natürlich das Unternehmen informiert, dass ich keine Unterlagen mehr haben möchte. Die Bestätigung kommt schriftlich mit der Post, zumindest da scheint die Organisation zu funktionieren.

 

 

Wer erfolgreich ist, hat keine Zeit

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Ist erfolgreich, wer keine Zeit hat? Oder ist er einfach nur nicht so gut organisiert?

„Zeitmanagement geht immer“ ist ein Satz, den ich häufig aus Weiterbildungs-Institutionen höre. Während viele Softskill Tagesseminare, bedingt durch die starke Konjunktur, nicht durchgeführt werden können, wächst das Interesse an Möglichkeiten, seine persönliche Zeitplanung besser zu organisieren.

Viele Seminare zu diesem Thema beschäftigen sich mit den Hilfsmitteln im Büroalltag, aber Zeitmanagement kann ungleich mehr sein. In meiner Tätigkeit als Dozent für Zeitmanagement an der Technischen Hochschule Mittelhessen konzentriere ich mich dabei auf 4 Themenbereiche: 

  • Stress und Belastung: Wie kann ich meinen persönlichen Arbeitsstress besser organisieren und in den Griff bekommen?
  • Teams und Besprechungen: Wie kann effektives stressfreies Miteinander im Team und bei Besprechungen verbessert werden?
  • Hilfsmittel in der Zeitplanung: Welche Hilfsmittel gibt es im Arbeitsalltag?
  • Kommunikation und E-Mail: Wie funktioniert effektiveres Kommunikationsmanagement, speziell bei der E-Mail-Kommunikation und bei Besprechungen?

Lt. einer Studie aus den USA verbringen Manager 42% Ihrer Zeit damit, Konflikte im Unternehmen zu lösen.

Wenn Sie also über Zeitmangel klagen, denken Sie nicht nur an die vielfältigen Hilfsmittel in diesem Bereich. Denken Sie auch an sich selbst und an Ihr berufliches und privates Umfeld.

Und zum Schluss noch eine kleine Achtsamkeitsübung: Wenn Sie das nächste Mal an einer roten Ampel stehen, machen Sie einfach mal gar nichts. Seien Sie für die Dauer der Rot Phase einfach nur achtsam.

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