Mitarbeiter Motivation

Es ist immer wieder traumhaft zu erleben, wenn Teams gut zusammenarbeiten. Letzte Woche war ich anlässlich eines Seminars im Holiday Inn am Frankfurter Flughafen und da ich dort übernachtet habe, konnte ich das Team im Restaurant und hinter der Bar erleben.

Es ist schon toll, das Zusammenspiel der Mitarbeiter einschließlich Chef zu sehen, ihren Spaß untereinander zu sehen und wie sie bereitwillig Kollegen und Kolleginnen unterstützen, auf die Gäste eingehen und mit ihnen spielerisch umgehen. Ich war unwillkürlich an die Fish Philosophie erinnert, eine Motivationstechnik, die weltweit eingesetzt wird.

John Christensen konnte 1997 bei einem zufälligen Besuch auf dem Fish Market in Seattle beobachten, wie die Verkäufer spielerisch mit ihren Kunden umgingen und so große Verkaufserfolge erzielten. Ein Jahr später veröffentlichte er zusammen mit Stephen C. Lundin und Harry Paul das Buch: Fish, ein ungewöhnliches Motivationsbuch. Mittlerweile gibt es 4 Bücher die weltweit über 50 Millionen Mal verkauft worden sind.

Diese Strategie zeigt, dass, wenn man den schweren Beruf des Fischverkäufers attraktiv gestalten kann, dies auf jeden anderen Beruf umsetzbar sein muss. Der Schlüssel dazu liegt nicht in der Aufgabe, sondern in einer positiven Lebenseinstellung. Ist die Lebenseinstellung positiv, fällt die Aufgabe viel leichter und der Erfolg stellt sich viel schneller ein. Vielleicht sagt jetzt der ein oder andere, in bestimmten Berufen, z.B. als Notarzt, ist lachen fehl am Platze, aber ich sage dazu; gerade in solchen Berufen hilft das Lachen, den nächsten Notfall mit voller Energie anzugehen.

Vielleicht trainiert auch das Holiday Inn die Fish Philosophie, den Erfolg haben sie aber auf jeden Fall auf ihrer Seite.

Drei Dinge, die mir in Erinnerung geblieben sind

Aussage Seibert Media zum Betriebsrat: Wir brauchen keinen Betriebsrat, denn unser Unternehmen ist eine Arbeitnehmervertretung (Das Unternehmen wird durch eine Gruppe geführt, die von den Mitarbeitern gewählt wird). Meine Anfrage zu einem Vortrag am Samstag, nach 5 Minuten kam die Antwort. Es wird versprochen, dass meine Anfrage geprüft wird, aber dafür war meine Anfrage wohl doch zu speziell. Es passierte nichts mehr. Manchmal dauern Dinge länger und manchmal kann man einen Wunsch nicht erfüllen. Es bricht aber kein Zacken aus der Krone, wenn man das dem Anfrager mitteilt. Fazit: Die Führung ist gut, an den Prozessen kann noch gearbeitet werden.

Villa Gründer Geist in Frankfurt vom Bistum Limburg lerne ich bei einem Workshop kennen. Der Leiter begrüßt uns vom Bistum mit der Badewanne. Das nenne ich Selbstironie

Ein Mail nach einer Reklamation, die ich gehabt habe: Sehr geehrter Remington Kunde,
bezugnehmend auf Ihre Anfrage haben wir Ihnen das Produkt ausgetauscht.
Entspricht das Austauschgerät Ihren Erwartungen? Oder haben Sie noch Fragen
zu Ihrem neuen Gerät oder einem unserer Produkte? Dann zögern Sie bitte nicht,
uns zu kontaktieren.
An dieser Stelle möchten wir uns auch gerne persönlich noch einmal recht herzlich
bei Ihnen bedanken, dass Sie sich für ein Produkt von Remington entschieden haben.
Viele Grüße, Ihre Remington Styling-Experten

After Sales oder After Complain Services

After Sales oder After Complain Services wird immer noch viel zu wenig genutzt, hier ein gutes Beispiel:

Sehr geehrter Remington Kunde,

bezugnehmend auf Ihre Anfrage haben wir Ihnen das Produkt ausgetauscht.

Entspricht das Austauschgerät Ihren Erwartungen? Oder haben Sie noch Fragen
zu Ihrem neuen Gerät oder einem unserer Produkte? Dann zögern Sie bitte nicht,
uns zu kontaktieren.

An dieser Stelle möchten wir uns auch gerne persönlich noch einmal recht herzlich
bei Ihnen bedanken, dass Sie sich für ein Produkt von Remington entschieden haben.
Viele Grüße, Ihre Remington Styling-Experten.

Perfekt wäre es, wenn sie sich auch noch entschuldigt hätten. Aber es fällt Menschen schwer, Fehler zuzugeben.

Man so etwas automatisieren, wenn der Workflow richtig geplant ist.

#complain #sales #beschwerde #reklamation #verkauf #Königskonzept #Königskonzeptblog

Vertriebskonzepte zur MitarbeiterInnen Gewinnung

Ein Vertriebskonzept folgt immer den gleichen Regeln, egal, ob es um die Gewinnung von Kunden oder Mitarbeitern geht.

  1. Was ist mein Ziel, was will ich anbieten, wodurch unterscheide ich mich von anderen Anbietern – Warum sollte jemand Spaß daran haben, bei mir zu arbeiten?
  2. Wo will ich neue MitarbeiterInnen finden – Branche und/oder Region – und gibt es genug Potential für mich in diesem Bereich?
  3. Wie erreiche ich potenzielle Arbeitskräfte, welche Werbe/Marketinginstrumente setze ich in welcher Kontinuität ein, um Bewerbungen zu generieren. Wo informiert sich meine Zielgruppe, wo kann ich sie mit Marketinginstrumenten am besten erreichen?
  4. Mit welchen Argumenten will ich arbeiten, um aus meinen gewonnenen Kontakten MitarbeiterInnen zu machen?

siehe auch http://koenigskonzept.de/vertrieb.php

P.S.: Punkt 5 rundet ein Vertriebskonzept ab, ist aber jetzt bei der Mitarbeitergewinnung noch nicht so wichtig. Punkt 5 beinhaltet Bindungsinstrumente: Wie sorge ich dafür, dass meine MitarbeiterInnen bei mir bleiben

Nachhaltigkeitsgespräche

Nach dem ersten Treffen im März geht es jetzt weiter:

Wir wollen vom Zukunftshafen e.V. die Vernetzung der Nachhaltigkeits-AkteurInnen in der Region Rhein-Main und Mittelhessen und darüber hinaus vorantreiben und haben zu diesem Zweck das Konzept der Nachhaltigkeitsgespräche ins Leben gerufen.

Nächstes digitales Treffen ist der 5. April um 18.00 Uhr, wenn Ihr dabei sein wollt, meldet euch bei Helmut koenig@koenigskonzept.de an, der euch dann rechtzeitig die Zugangsdaten schicken wird.

Alternativ könnt Ihr euch bei Xing unter https://www.xing.com/events/nachhaltigkeitsgesprache-3866265 oder bei

LinkedIn unter https://www.linkedin.com/events/nachhaltigkeitsgespr-che6910141273207152640/about/ anmelden

Die Gespräche beinhalten eine Mischung aus dem gegenseitigen Kennenlernen in kleinen Gruppen und der Vorstellung verschiedener Nachhaltigkeitsprojekte. Das Format ist für alle Nachhaltigkeitsthemen offen.

Ziel ist ein hybrides Konzept, was digitale wie auch Präsenzveranstaltungen beinhalten soll.


Am 5.4. geht es zum einen um das Thema “der Supermarkt der Zukunft” und zum anderen um das Plastik Projekt von Bastian Guenther Pro-Ocean.com.  

Auch Ihr könnt eure Projekte in späteren Veranstaltungen vorstellen, wenn Ihr möchtet. Wir fragen eure Themen im Laufe der Veranstaltung ab. Zusätzlich haben wir einen Marktplatz mit der Plattform Padlet eingerichtet, auf dem Ihr eure Veranstaltungen und Kontaktangebote veröffentlichen könnt. Auf Google Docs haben wir eine Liste angelegt, in der Ihr eure Kontaktdaten eintragen könnt, wenn Ihr euch mit anderen Akteuren verknüpfen wollt.

Beide Links geben wir während der Veranstaltung bekannt.

Wir freuen uns, wenn Ihr dabei seid,

Eurer Zukunftshafen e.V.

P.S:: Es wäre schon, wenn Ihr diese Infos weiterverbreiten würdet.

Verkauf und Kontaktgenerierung –Was bringt die Zukunft

Eine Prognose in die Zukunft, die natürlich schon längst begonnen hat. Die preisorientierten Dinosaurier im Bereich der Supermärkte werden sich zurückentwickeln, der Moloch Internetverkauf wird weiterwachsen, aber dazwischen kommt die Tendenz, dass Internetunternehmen in Präsenz gehen und Präsenzunternehmen ins Internet. Und es gibt Platz für kleine Geschäfte mit kreativen Ideen, die regional und per Internet verkaufen. Der Vorteil des Internets liegt darin, dass es ein Raum ist, den jeder nutzen kann.

Die Basic Zukunftsaussichten sind aber andere, und das hat auch schon mit Google, Ebay, Facebook und Amazon begonnen. Zum einen ist die Kundenzufriedenheit statt Kundentäuschung höchstes Gut aller modernen Unternehmen. Nur wenn der Kunde zufrieden ist, läuft das Geschäft. Also ist alles in diesen Unternehmen auf Kundenzufriedenheit ausgerichtet. Das führt zu permanenten Verbesserungen für den Kunden.

Zum anderen sind die Kinder von heute so gut social entwickelt, dass sie bereits als Kinder das Heft in die Hand nehmen und um die Zukunft der Welt kämpfen. Bei der jungen Unternehmergeneration ist die soziale Komponente einer Geschäftsidee zu einem essenziellen Bestandteil ihrer Unternehmensgründung geworden. Der Begriff Social-Entrepreneurship wird heute nicht mehr belächelt, sondern ist Aushängeschild geworden. Auch weiß man heute, das Social-Entrepreneurship und vertretbare Einkommen sich nicht mehr ausschließen. Heute werden Biobauern nicht nur als Überzeugungstäter Biobauern, sondern auch, weil man damit Geld verdienen kann.

Großindustrie, Großkonzerne und der gesamte B2B Bereich haben hier noch einen hohen Nachholbedarf. Ich freue mich auf die Zukunft.

Basics Im Bereich der Kontaktgenerierung werden sich nicht ändern (es gibt nur mehr Instrumente), das richtige Produkt für die richtige Zielgruppe war, ist und bleibt wichtig. Die richtigen Instrumente zur Kontaktgenerierung sind nicht die, die gerade hipp sind, sondern die, die meine Zielgruppe erreichen. Und auch weiterhin gilt die Regel: „Von nichts kommt nichts“! Und auch die Aussage: „Nicht viel Arbeit ist erfolgreich, sondern die richtige Arbeit“ und „Die meisten Projekte waren deshalb nicht erfolgreich, weil man zu früh aufgegeben hat“

Verkauf und Kontaktgenerierung –das Kaufhaus

Wolfgang Claussen auf Pixabay

In der letzten Folge habe ich über die beginnenden Aktivitäten des Versandhandels geschrieben.

Parallel zum Versandhandel verbreiten sich die Kaufhäuser, die den Bedarf vor Ort befriedigen sollen. Mit Abstand folgen die Supermärkte und dann die Discounter. Kaufhäuser haben wie auch der Versandhandel viel Nonfood und wenig Food Produkte. Kaufhäuser sind sehr aktiv in Marketing und Werbung, um Kunden in die Geschäfte zu bekommen. Man denke nur an den Sommer- und Winter- Schlussverkauf. Im Gegensatz zum Versandhandel bieten sie Einkaufserlebnisse, das KaDeWe gehört in Deutschland sicher zu den Spitzenreitern in diesem Segment. Hier ist Einkaufen mehr als nur einkaufen. Die meisten Kaufhausketten existieren heute nicht oder fast nicht mehr aber immer noch habe ich einmal die Woche in meiner Tageszeitung die Kaufhauswerbung.

Supermärkte entstanden und entstehen immer noch, vor allem auf der grünen Wiese. Supermärkte haben viel Food und wenig Nonfood. Im Gegensatz zum Kaufhaus ist das erste Kauferlebnis in einem Supermarkt der Preis, so wird er auch beworben. Supermarktwerbung in Form von Anzeigen und Aktionsbeilagen hat sich erst in den letzten Jahren entwickelt, vorher war das Gefühl günstig einkaufen zu können Anlass genug, um genügend Kundschaft in den Markt zu bekommen. Dabei ist das nur ein Gefühl, denn alle wissen, dass nur die Angebote günstig sind. Heute beginnt dieses Marktsegment, Kauferlebnisse zu schaffen, die neuen EDEKA, REWE oder Tegut Märkte sind Beispiele dafür. Neben Preis gibt es heute auch andere Gründe wie Bio oder Nachhaltigkeit, warum Kunden einkaufen. Mit den Supermärkten ist auch, getrieben durch Erfahrungen aus den USA, die Bedeutung des freundlichen Mitarbeiters in den Fokus gerückt worden.

Die dritte Marktentwicklung ist der Discounter, begonnen durch Aldi, heute mit verschiedenen Anbietern. Discounter haben in der ersten Phase nur Food Artikel in einem begrenzten Sortiment, der Preis ist noch wichtiger als beim Supermarkt. Auch hier gab es lange Zeit keine Werbung, die Kunden kamen von selbst und wurden nicht enttäuscht, alles war günstig. Erst durch die wachsende Anzahl der Wettbewerber und die Aufnahme von Nonfood Artikeln ins Sortiment kam Werbung auf, heute sind Beilagen und drei Aktionsangebote die Woche die Normalität. Die Marktführer sind heute nicht mehr die billigsten aber sie haben ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Auch hier hat heute der Schritt zum Kauferlebnis begonnen.

Kombiniert man diese drei Geschäftsformen mit dem Einzelhandel, Restaurants und Freizeitaktivitäten entsteht eine Shopping Mall, die schon eher eine eigene Erlebniswelt darstellt.

So langsam sind wir in der Gegenwart, nächste Woche sind wir beim Onlinehandel

Soziale Unternehmen, Projekte und Organisationen

Zum Glück entsteht gerade fast ein Boom rund um den Bereich des Social-Entrepreneurship. Selbst Organisationen der öffentlichen Hand unterstützen diese Thematik. Junge Unternehmen beweisen, dass sich soziale Verantwortung und Unternehmertum nicht ausschließen müssen.

Ich arbeite immer schon gern ehrenamtlich im Bereich der Startup Szene und bin dazu im Bereich Social-Entrepreneurship mittlerweile bei 4 Organisationen als Experte registriert:

Projekttogether schafft als gemeinnützige Organisation Innovationsplattformen zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen https://projecttogether.org/

Der Social Impact Award unterstützt die Entwicklung von Gemeinschaften junger sozialer Innovator*innen, die Visionen in die Tat umsetzen wollen https://austria.socialimpactaward.net/

Seed fördert innovative Bildungsprojekte, die Kindern und Jugendlichen aus sozialökonomisch beteiligten Communities zu guten kommen https://www.seedprogram.at/

Bildünger arbeitet an einem abgestimmten fokussierten Netzwerk zwischen geförderten Bildungs-Projekten, der öffentlichen Hand und Stiftungen sowie Unternehmen. https://www.bilduenger.at/ich-moechte-verstehen-was-dahinter-steckt/

Aktuell begleite ich 2 Gründerteams, eines arbeitet an der besseren Kommunikation zwischen Verwaltung und Gesellschaft, das andere an Praktikumsprojekten, um jungen Menschen einen guten Start ins Berufsleben bieten zu können.

Wirkungsvolle Kommunikation

Verschickte Eventeinladungen und Newsletter vor Ostern, Weihnachten oder dem Wochenende, z.B. am Freitag für B2B Kontakte macht zwar den Schreibtisch frei, bringt aber keine Interessenten. Die sind nämlich schon gedanklich im Wochenende und wollen nichts neues mehr anfangen. Gleiches gilt für den Montagvormittag. Mailingwork hat das gut beschrieben: https://mailingwork.de/blog/email-marketing/optimale-newsletter-versandzeit/

Gleiches gilt, wenn Mitarbeiter eine Aufgabe am Freitagnachmittag beenden und das Ergebnis an ihre Vorgesetzen schicken, damit die auch am Wochenende schön was zu tun haben. Die rächen sich, indem sie am Wochenende arbeiten und ihre Ergebnisse mit Fragen und Anmerkungen zurückschicken. So haben sich beide gegenseitig ihre Wochenenden kaputt gemacht. Keiner macht das absichtlich (hoffe ich zumindest) aber mit der Funktion des zeitversetzen Sendens, die in den meisten E-Mail-Programmen vorhanden sind, könnten beide ihr Wochenende genießen. Man müsste nur dran denken. Das gilt übrigens nicht für positive Dinge wie „toller Bericht“ „gute Analyse“ „alle Gehälter überwiesen“ oder Gehaltserhöhungen; das macht auch am Wochenende Spaß zu lesen (wenn die Gehaltserhöhung nennenswert ist)

Der Fluch der E-Mail Verteiler: Ein Angestellter aus einem Unternehmen in Kalifornien hat mal am Freitagnachmittag eine Rundmail geschickt, ob ihn jemand mit nach Hause nehmen kann. Der Verteiler war 7.000 Adressen in der ganzen Welt. Mit den darauffolgenden erbosten Antworten, die natürlich immer an „alle antworten gehen“, wird da schnell ein halbes Personenjahr Arbeitszeit verbrannt.

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Zurück ins Büro?

Die einen werden krank, die anderen wollen gar nicht mehr zurück. Die Arbeitslandschaft hat sich durch die Homeoffice Entwicklung der vergangenen 12 Monate um einige Komponenten erweitert.

Warum eigentlich nicht

Manche Geschäftsführung streift im Moment im Büro durch verlassene Räume. Als ob es in dieser Position nicht schon einsam genug wäre. Auf einmal morgens der erste im Büro, manchmal den ganzen Tag fast allein und der Kontakt und die Anregungen der Belegschaft fehlen. Es gibt wenig zwischenmenschliche Informationen, dabei unverändert die Kreativität einzelner, in diesem Fall durch mehr Digitalisierung das Homeoffice noch weiter auszudehnen. Ein ganz neuer Antriebsmotor. Wenn aber das Geschäft kontinuierlich gut weiterläuft, stellt sich die berechtigte Frage, warum nicht einfach alles so weitergehen kann. Bei vielen Menschen besteht offensichtlich der Wunsch, dieses Konzept beizubehalten. Manche der Belegschaft fehlen für den persönlichen Austausch, bei einigen ist die Abwesenheit aber auch ein Gewinn für Nerven und Betriebsklima. Der ständige Giftstachel bleibt zu Hause, die notwenigen Ergebnisse werden digital geliefert.

Keine Erfindung von heute

Homeoffice hat es immer schon gegeben. Gerade im Außendienst oder bei kleinen weiter entfernten Außenstellen eines Unternehmens gibt es immer schon die Notwendigkeit, von zu Hause zu arbeiten. Solche Dinge sind dann in Arbeitsverträgen beschrieben, damit Unternehmen und Belegschaft Sicherheit in ihrer täglichen Arbeit bekommen oder behalten. Durch die in den vergangenen 12 Monaten entstandene Situation bekommt auch das Konzept des temporären Arbeitsplatzes neue Bedeutung. Dieses Konzept bedeutet, dass im Office keine festen Arbeitsplätze mehr vorgehalten werden. Der Hauptarbeitsplatz ist zu Hause, kommt jemand ausnahmeweise ins Büro, wird ihm ein temporärer Arbeitsplatz zugewiesen. Dieses Konzept ist vor einigen Jahren in vielen Unternehmen gescheitert, weil viele Menschen der Meinung waren, dass man an einem temporären Arbeitsplatz nicht so gut arbeiten kann. Die gerade entstandene Situation zeigt, dass ein fester Arbeitsplatz im Office in vielen Fällen überflüssig geworden ist. Auch um die passenden Unterlagen zu finden, wird heute das Regal im Büro nicht mehr benötigt.

Pro Homeoffice

In gut funktionierenden Betrieben ist das Kerngeschäft ein standardisierter Prozess. Alle wissen genau, was sie machen müssen, alle sind für ihren Bereich gut ausgebildet, Fehler und Rückfragen sind selten. Kleine Innovationen innerhalb dieser Prozesse zur Optimierung können diskutiert und eingeführt werden, Abstimmungsprozesse macht man digital. Fürs Kerngeschäft und damit für einen Großteil der Belegschaft ist das Homeoffice somit eine sehr gute Lösung. Es wird darüber hinaus Zeit durch wegfallende Anfahrt zum Büro eingespart und der psychologische Druck, immer mit wichtigen Dingen beschäftigt sein zu müssen, falls der Chef vorbeikommt, fällt weg. Zu Hause kann man auch mal eine Pause machen, ohne erst zu fragen oder sich zu rechtfertigen und man kann seine Arbeitszeit frei planen. Das Ergebnis ist wichtig, nicht, wie es zustande gekommen ist. Nicht zu verachten ist auch der Zeitgewinn durch Wegfall der Gespräche mit Mitgliedern der Belegschaft, die tagein tagaus verkünden müssen, warum sie so viel zu tun haben und warum sie ihre Arbeit nicht bewältigen können.

Contra Homeoffice

Wenn viele Menschen nicht wieder zurück ins Büro wollen, kann es auch ein Zeichen dafür sein, dass das angeblich gute Betriebsklima nur eine Fassade gewesen ist. Normalerweise bemüht sich fast jeder in einem Unternehmen um ein höfliches oder freundliches Miteinander, weil das ein verträgliches Auskommen bedeutet. Familie und Belegschaft kann man sich nicht aussuchen, man versucht aber trotzdem damit auskommen. Die Steigerung von Freundlichkeit ist Zuvorkommenheit, das passiert im Unternehmen eher selten. Durch Homeoffice sinkt die Identifikation mit dem Unternehmen, die Teeküche ist verlassen, der Kontakt mit anderen geht verloren. Zwischenmenschliche Beziehungen verkümmern, obwohl viele Menschen zur Selbstentfaltung und zur Alltagsbewältigung andere brauchen, mit denen sie sich austauschen können. Das sind andere als die, die uns von der Arbeit abhalten. Dieser wie auch immer geartete Coachingprozess fällt zu großen Teilen weg.

Die kreative neue Generation findet kein richtiges Betätigungsfeld und kann keine Beziehung zum Unternehmen aufbauen. Der Aufstieg innerhalb des Unternehmens wird erschwert, weil es digital nicht so einfach ist, Führungskompetenzen zu erkennen. Menschen wandern leichter in andere Unternehmen ab, wenn sie sich weiter entwickeln wollen. Für die generelle Aufgabe einer Geschäftsführung, neues Geschäft zu generieren, fehlt das Team, diese Aufgabe lässt sich nur zum Teil digitalisieren. Die langfristige Sicherung eines Unternehmens durch Weiterentwicklung wird dadurch komplizierter.

Wie umgehen mit Homeoffice?

Viele Möglichkeiten bieten sich an, vorab muss die Geschäftsführung prüfen, ob für die wichtigen Prozesse im Unternehmen Homeoffice ein geeignetes Instrument ist. Es können Frühindikatoren definiert werden, damit man rechtzeitig merkt, wenn ein Prozess nicht mehr richtig funktioniert. Wenn das realisiert ist, müssen die Arbeitsverträge entsprechend angepasst werden, denn ohne Anpassung tritt automatisch nach einer bestimmten Zeit das Gewohnheitsrecht in Kraft. Wer die Vorteile des Homeoffice nutzen will, wird auch mit dem temporären Arbeitsplatz leben müssen. Zur zukünftigen Zusammenarbeit braucht es Einzelgespräche, in denen auch die Controllinginstrumente abgestimmt werden. Die zukünftige Arbeitsplanung kann dabei von individuellen Treffen im Büro, über alle Personen bzw. alle Personen einer Abteilung an einem bestimmten Tag im Büro bis hin zu häufigeren Treffen besonderer Kreativteams erfolgen, die entweder in Stabsfunktion oder als Vertreter der verschiedenen Bereiche helfen, das Unternehmen weiterzuentwickeln. Wenn solche Konzepte umgesetzt werden, funktioniert Homeoffice, schafft Freiräume für alle Beteiligten und hilft, die angespannte Situation der knappen teuren Büroflächen abzubauen.

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