Gute Beispiele, um Menschen für sich zu gewinnen

Hannah vom gutefrage Team bedankt sich bei mir für meine langjährige Mitgliedschaft, eine gute Idee zur Kundenbindung.

Union-investment informiert mich, dass meine Frage nicht so schnell beantwortet werden kann und bittet um Geduld. Gleichzeitig bietet man mit eine Tel. Nr. an, wenn es eilig ist.

Ein gutes Beispiel für Guerilla Marketing vom Miniatur Wunderland, die ihre Modelleisenbahnen Musik machen lassen. Dabei fahren die Züge an allen Attraktionen des Wunderlandes vorbei. Mittlerweile sind sie bei 1,7 Millionen Video Aufrufen, was für eine tolle Werbeidee. https://www.youtube.com/watch?v=aBNHmUT3GPg&list=RDaBNHmUT3GPg&start_radio=1&rv=aBNHmUT3GPg&t=0

Eine gute Idee von Fridays for Future und Luisa Neubauer: Phone Banking. Zitat: „Dort tun wir uns alle zusammen und rufen gemeinsam hunderte, tausende Freund:innen, Eltern, Großeltern an und sprechen mit ihnen über unsere Zukunft und über die Bundestagswahl“.

Ein interessantes Angebot, das ich wahrgenommen habe: 1 Teil kostet 3 Euro Versand, 3 Teile 7 Euro. Ich habe mich ein bisschen geärgert aber als die Rechnung kam und nur 5 Euro auf der Rechnung standen, habe ich mich gefreut.

Das nennt man Ankertechnik, wenn ein Wert in meinem Kopf verankert ist, das Resultat aber hinterher günstiger, freue ich mich. Anderes Beispiel, wenn der Kostenvoranschlag fürs Auto 500 Euro ist und ich anschließend eine Rechnung über 450 Euro bekomme, freue ich mich. Kommt die Rechnung über 550 Euro, ärgere ich mich. Trotzdem trauen sich viele Unternehmen nicht, einen höheren Preis zu schätzen weil sie der Meinung sind, dass man dann nicht mehr wettbewerbsfähig ist.

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Angebote über Angebote

Bier-Kultur-Angebot bei Netto. Hotelübernachtung, als extra gibt’s eine Flasche Wasser aufs Zimmer, Eine Kiste Bier, 10 verschiedene Sorten, ein Bier Event oder eine Bier Wanderung hätte da besser gepasst.

Das ist so ähnlich, als wenn man im Wursthotel von Herrn Göbel eine Karotte kostenlos mit aufs Zimmer bekommen würde.

XXXl Lutz Möbelhaus verteilt einen Prospekt am 15.3.21, keine Adresse, nur ein Überblick über alle Niederlassungen in kaum lesbarer Schriftgröße. Man denkt wohl, jeder kennt seinen Lutz Markt um die Ecke. Dabei ein Angebot vom Restaurant, gültig vom 28.12.20 bis 9.1.21. Der Prospekt musste wohl noch raus.

Möbelstory: Höffner bietet Möbel für 7.500 an, beim ersten Nachfragen geht man direkt auf 5.000. Ein Wettbewerber bietet 3.000. Höffner steigt ein obwohl teilweise exklusive Höffner Möbel dabei waren (Die Angebote waren nicht 100% identisch). Da war der Verkäufer entweder gierig oder schlecht geschult oder beides. Sein IT-System hätte ihn auf den Umstand hinweisen müssen, er kann auch nicht alles im Kopf haben. Aber wir fühlen uns mal wieder bestätigt: Preisschilder in klassischen Möbelhäusern sind sowas für die Katz.

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Verkaufsversuche per Internet, Fax, Telefon oder Mail

Ich reagiere auf ein Angebot im Internet, indem ich das Facebook Formular ausfülle:

Negativ: Das System meldet, dass das Formular noch nicht abgeschickt werden kann, weil ein Feld nicht ausgefüllt worden ist. Es geht um das Feld: Wollen Sie uns noch etwas mitteilen. Es hätte wohl heißen müssen: Teilen Sie uns gefälligst etwas mit.

Positiv: nach 5 Minuten ruft mich jemand an, um weitergehenden Auskünfte zu geben.

Gleiches passiert, als ich mich für ein Seminar anmelde und das Pflichtfeld Telefonnummer auftaucht. Ich frage nach und bekomme als Antwort: „weil wir Sie nach dem Seminar gerne nach einem persönlichen Feedback fragen würden“. Hier wäre ein wenig mehr Ehrlichkeit angebracht: „Weil wir Ihnen nach dem Seminar gerne etwas verkaufen würden aber zu faul sind, Ihre Telefonnummer anders in Erfahrung zu bringen“

Es gibt noch Schreiben per Post mit Fax Antwort-Formular, meine Adresse sieht so aus, als wäre sie aus dem Internet recherchiert. Zum Schreiben vom Forum Verlag kann ich eine Bestellung per Fax oder im Internet aufgeben. Die Internetadresse geht auf unbekannte Seite.

Wenn Fax sowieso der Schwerpunkt ist, ist die Internetadresse auch überflüssig. Ich habe lange kein Fax mehr gemacht, ich glaube ich würde das Formular einscannen und dann über einen Faxserver verschicken.

Anruf eines Traders, ich soll mich bei einem Online Trading Portal registriert haben (gefühlt der 10. da hat wohl jemand meinen Namen missbraucht).

Einstieg über Corona, dann Wechsel zu „Haben Sie genügend Geld“ Meine Antwort ja.

Der Trader wollte es nicht glauben, ich sei der erste, der ihm gesagt hat, dass er mit seinem Einkommen zufrieden ist.

Häufig entwickeln sich solche Gespräche bei mir zu Beratungsgesprächen, wenn der Anrufer erfährt, was ich beruflich mache. Ein Anrufer hat mal zum Schluss gefragt: „Wie bewerten Sie meine Gesprächsführung“

Elektronische Post, immer wieder nett: Ich bin Mauricette in letzter Zeit in diesem Netzwerk, da ich kein Follower der Site bin und weiß, dass ich Ihnen sehr gerne folgen würde. Ist es möglich, sich kennenzulernen?


Wenn ja, kontaktieren Sie mich bitte über diese E-Mail-Adresse: 12345@gmail.com
Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag und gute Pflege Ihrer Küsse. Bis bald

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Elektronische Briefankündigung

Die Post bietet die elektronische Briefankündigung und die digitale Kopie an. Im ersteren Fall bekommt soll man vorher Bescheid bekommen, dass ein Brief kommt und im zweiteren Fall eine Kopie des Inhalts (Wenn der Absender zugestimmt hat).

Ich finde das gut und probiere das aus, es läuft über GMX. Jetzt bekomme ich mit der Post für beide Bereiche je einen Willkommensgruß zugeschickt, die Bestätigung habe ich schon vor ein paar Tagen bekommen.

Mir fällt auf, dass der Willkommensgruß mit der Post kommt und weder eine digitale Briefankündigung noch eine digitale Kopie vorab zugeschickt worden sind. Vermutlich hat die Post diesem neuen Verfahren noch nicht zugestimmt.

Na, ich habe mal zur Sicherheit beide Schreiben digitalisiert, denn ich habe mir dieses Jahr borgenommen, keinen Schriftverkehr mehr physisch abzuheften. Bis jetzt habe ich durchgehalten.

Das ist jetzt 4 Wochen her, ich habe einige physische Post zwischenzeitlich bekommen aber mit der elektronischen Briefankündigung ist es wohl noch nicht so weit her. Da ist der GMX Posteingang 0.

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Community Management, das am meisten missachtete Tool unserer Zeit

community

Einen interessanten Artikel dazu habe ich heute gelesen von Alina Ludwig https://plus.marketing-boerse.de/fachartikel/details/2035-Communities-sind-die-neuen-Influencer/170665 Sie beschreibt darin den Zusammenhang von Marke, Influencer und Community und die Abgrenzung zu Followern.

Ich glaube allerdings, dass Marke allein nicht ausreicht. Es geht im Community-Management eher um ein Marktsegment. Man darf dabei nicht an ein Produkt denken, sondern an eine Anschauung, ein Segment, was immer verschiedene Dinge aus verschiedenen Interessengruppen enthalten kann.

Eine Weber Grill, iPhone oder eine Bayern München Gruppe ist etwas für Fans. Eine Community würde sich mit grillen, telefonieren oder Fußball beschäftigen. Innerhalb dieser Community geht es dann natürlich auch um Weber, Bayern München und das iPhone, neben anderen. Das ist dann für diese Unternehmen eine Möglichkeit, neue Kontakte zu generieren, die sie über ihre eigenen Plattformen nicht erreichen.

Dazu müssen aber Unternehmen mit anderen zusammenarbeiten und das haben nach wie vor noch zu wenig Unternehmen im Blick.

Ergänzend dazu ist bei der Fachhochschule Jena eine Veröffentlichung zum Thema „Rechtliche Herausforderungen im Social Media Marketing unter besonderer Betrachtung der sogenannten „Influencer“  von Josefin Schmidt erschienen, was im wesentlichen ihrer Master-Thesis entspricht.

Ich habe das Thema hier in diesem Blog schon mal vorgestellt https://koenigskonzeptblog.wordpress.com/2020/01/23/community-management-kunden-wie-von-selbst/

#community #community-management #influencer #marktsegment #fachhochschule-Jena #königskonzept #königskonzeptblog

 

Mehrwertsteuersenkung für die Katz?

Konsum

Dauernd wird uns von großflächigen Unternehmensschließungen berichtet. Gerade gestern lese ich dazu in der Zeitung, dass die Mehrwertsteuersenkung verpufft und keinen nennenswerten Effekt bringt.

Ich vermute diese Botschaft kommt hauptsächlich von Unternehmen, die die Mehrwertsteuersenkung nicht an ihre Kunden weitergegeben haben, weil das zu viel bürokratischer Aufwand ist. Die wundern sich jetzt, warum die Kunden nicht mehr kaufen, das muss man erstmal sacken lassen. Dabei ist doch gespartes Urlaubsgeld da, was man ausgeben kann oder will, es herrscht scheinbar Konsumstau.

Dazu eine Momentaufnahme in meinem Umfeld und aus den Nachrichten: E-Bikes sind ausverkauft, Nähmaschinen auch, Möbelgeschäfte boomen, Porsche schreibt sehr gute Zahlen. Restaurants machen mit Abholservice mehr Umsatz als mit Besuchern obwohl sie sinnvollerweise ihre Mehrwertsteuersenkungen nicht an die Kunden weitergeben, aber wo sind wohl diese großflächigen Unternehmensschließungen. Ach ja, alles verzögert wegen dem verlängerten Insolvenzrecht. Dabei wird das Kurzarbeitergeld wohl auf 24 Monate verlängert.

Nennen wir es mal Zweckpessimismus oder Verschwörungstheorie light.  Ein bisschen mehr Optimismus wäre angebracht. Aber Optimismus und deutsch passt häufig genug nicht gut zusammen.

Heutige Momentaufnahme Google Suchanfragen zu diesem Thema: Erst auf Seite 2 kommen positive Meldungen, die die Wirksamkeit bestätigen. Immerhin ist die Inflationsrate im Juli ins Negative gerutscht.

Ich glaube, wenn wir jetzt verhungern, werden wir mit einer Goldmünze auf den Augenliedern begraben.

Die FAZ Umfrage von heute liegt bei ca. 9.000 Beteiligten genau in der Mitte zwischen „Ja, die Senkung hilft mir sehr“ und „nein, ich merke keinen Unterschied“ Ich denke, da ist auch der richtige Punkt, da sollte auch das Ergebnis liegen.

Noch ein kleines Zitat aus der arg gebeutelten Event-Branche: Warum dürfen keine Events stattfinden, es gibt entsprechende Sicherheitskonzepte. Das ist viel besser als die wilden Partys in den großen Städten. Das stimmt, darüber haben wohl bisher zu wenig Politiker nachgedacht.

#mehrwertsteuer #konjunktur #konsumstau #unternehmensschließungen #königskonzept #königskonzeptblog

Übrigens: https://www.deutschlandfunkkultur.de/fuer-die-katz.1306.de.html?dram:article_id=193516

 

Endlich Tag X ist da

Kind aufschwung

Wir kommen langsam zum Ende der Krisenabläufe

Der Tag x ist da, die Phase, wo wir (fast) uneingeschränkt wieder arbeiten können. Die Phase ist im Moment bei 30 – 50% Aktivität je nach Branche und wird sich langsam steigern. Von 0 auf Hundert wird nicht praktikabel sein, das müssen wir uns wohl abschminken.

Der Kundenstrom verstärkt sich, jetzt glaubt man keine Zeit zu haben, aber Zeit kann man planen.

Verfügbare Arbeitszeit kann für einen überschaubaren Zeitraum ausgedehnt werden (Frisöre machen Montag auf), längere Tagesarbeitszeiten in kundenrelevanten Abteilungen, mehr Unterstützer (Familie, Aushilfskräfte, andere Abteilungen) oder eine 7 Tage Woche.

Die in der Krise entwickelten Geschäftsmodelle müssen integriert werden (wenn im Restaurantbereich viel außer Haus geliefert wird und jetzt der eigentliche Restaurantbereich hinzukommt, kann es Engpässe geben). Engpässe sind nicht schlimm, solange der Kunde es nicht merkt. Vielleicht ist auch das in der Krise aus der Not entwickelte Modell das Bessere, dann heißt es behutsam wechseln.

Nicht den zuerst liefern, der zuerst bestellt hat, sondern den, der es zuerst braucht. Nicht jeder braucht Ware sofort, einfaches Nachfragen kann die Liefersituation entspannen helfen.

Nicht gleich ablehnen, wenn man meint, nicht liefern zu können. Erst Auftrag annehmen, dann prüfen, dann zurückrufen und ggf. Alternativ Termin vorschlagen und oh Wunder, manchmal klappt der Kundenwunschtermin überraschend doch.

Beil Lieferschwierigkeiten Kleinmengen vorab liefern ohne Mehrkosten, Hauptsache der Kunde kann arbeiten/verkaufen. Eine Apotheke, bei der wir selbst etwas für unser Geschäft bestellt haben, hat nur einen Teil geliefert und den Rest storniert mit dem Hinweis, dass wir neu bestellen können. Das ist die falsche Vorgehensweise. Das sollte automatisch nachgeliefert werden.

Und: Wenn eine Mehrwertsteuer Reduzierung an den Kunden weitergegeben wird, hat das für den B2C Kunden auf jeden Fall einen symbolischen Effekt.

 

Der Tag X ist in Sicht

x start

Bei der Serie Kundenbeziehungen und Ansprachen in Krisenzeiten, die am 30 April (mit einer kleinen Unterbrechung) gestartet ist, sind wir jetzt in der Phase, in der Normalität sich ankündigt (also ungefähr da, wo wir zum Teil noch heute sind)

Die Kundenkommunikation, die wir in Zeiten des Stillstands oder Fast-Stillstands geplant haben, können wir jetzt umsetzen. Manchmal wissen die Kunden sogar eher als wir, dass wir unser Geschäft wieder öffnen können, also Augen aufhalten. Kunden sind schlauer, als man oft denkt und die Buschtrommel Facebook sorgt für eine schnelle Verbreitung. Anfang Mai haben in Hessen die Frisöre wieder geöffnet. Eigentlich sollten da die Wellness-Massage Betriebe noch geschlossen bleiben aber 3 Tage vor Beginn hat man sich in der Politik umentschieden. Da heißt es dann schnell zu reagieren, wenn man in diesem Bereich arbeitet.

Jetzt ist die Zeit für die Planung und Bekanntgabe von Sonderangeboten, Lagerverkäufen und Frühdispositionsrabatten. Dabei ist wichtig, dass die B2B Lieferung früher erfolgen muss als die B2C Lieferung. Unsere Geschäftskunden brauchen Vorlauf, damit sie zum Zeitpunkt X liefern können. Das gilt es bei Kundengesprächen zu beachten.

Jetzt ist auch die Zeit der Vordisposition von Ware oder Vorproduktion bei uns, damit wir keine Engpässe bekommen.

Auch jetzt lassen sich auf einem Blog Geschichten rund um dieses Thema erzählen, Sie wissen, Geschichten ziehen immer.

Von all diesen Dingen kann der Großteil bereits vorgeplant sein und muss nur noch abgearbeitet werden. Wer jetzt erst anfängt zu überlegen, verpasst eine Menge Geschäft.

Da meine eigenen Kundenaufträge erst wieder in 2 Wochen anstehen, ist für mich jetzt eine gute Zeit für einen kurzen Urlaub, denn alles ist vorbereitet. Trotzdem kommt mein PC mit in den Urlaub, man weiß ja nie.

Der nächste Blog Beitrag kommt dann in der 30. KW., dann wird’s ernst.

Kundenprozesse analysieren und bewerten

Mehr Begeisterung in der Kundenbeziehung

Produktionsprozesse sind in den meisten Unternehmen gut organisiert. Das ist notwendig, damit Produkte effizient und kostengünstig hergestellt werden können. Das ist auch machbar, weil diese Prozesse immer gleich ablaufen. Prozesse im Umgang mit den Kunden sind nicht immer gleich und dementsprechend oft genug schlecht organisiert. Mal sind diese Prozesse historisch entstanden, mal in QM Systemen beschrieben und vergessen worden. Selten werden sie auf Effektivität überprüft.

Zwei Modelle bieten sich an, wenn man Organisationsprozesse, in die Kunden eingebunden sind, überprüfen und verbessern will. Da ist zum einen das Kano Modell https://de.wikipedia.org/wiki/Kano-Modell,  dass die Bereiche Basismerkmale, Leistungsmerkmale und Begeisterungsmerkmale beschreibt.

Bild1

Das Bild zeigt, dass die Erfüllung der Basismerkmale des Kunden Voraussetzung für ein Produkt ist und noch keine besondere Zufriedenheit erzeugt. Bei der Leistung steigt die Zufriedenheit in ähnlichem Maße wie die Erwartungen, die erfüllt werden. Jede Erwartung zu erfüllen, kann aber auch unrentabel werden. Begeisterung schließlich wird erzeugt, wenn Leistungen angeboten werden, die ein Kunde nicht erwartet. Allerdings kann es passieren, dass Begeisterung über einen gewissen Zeitraum zu einem Basismerkmal wird. Während im Automobilsektor eine Servolenkung vor einigen Jahrzehnten ein Begeisterungsfaktor war, ist sie heute in den Bereich der Basismerkmale gewandert. Es macht also Sinn, Merkmale immer wieder zu variieren, damit keine Gewöhnung eintritt.

Bezogen auf die Kommunikation mit einem Kunden bedeutet Basis Höflichkeit, Leistung Freundlichkeit und Begeisterung Zuvorkommenheit. Jeder weiß, was Unhöflichkeit für eine Kundenbeziehung bedeutet.

Generell besteht nun in Unternehmen die Ansicht, dass alle Prozesse gut und kundengerecht aufgestellt sind. Nur in anderen Branchen, mit denen man privat oder geschäftlich zu tun hat, fallen Missstände auf. So etwas lässt sich an einem einfachen Modell darstellen, fast jeder war schon mal in einem Restaurant:

Restaurant

Die Grafik zeigt beispielhaft die Prozesse, die in einem Restaurant bei einem Kundenbesuch ablaufen. Sicher fällt jedem Betrachter eine Möglichkeit ein, wie man einen Bereich so verändern könnte, dass Kundenbegeisterung erzeugt wird. Sicher hat auch jeder Betrachter schon mal in der Realität erlebt, wie bei einem bestimmten Prozess in oder um ein Restaurant Begeisterung (oder das Gegenteil) bei ihm erzeugt worden ist.

Lässt sich aber eine solche Situation auf die eigenen Geschäftsprozesse übertragen? Dazu ein sinngemäßes Zitat aus einem Vortrag am Beispiel einer Apotheke: Auf die Aussage der Apotheker, dass sich eine solche Situation nicht auf eine Apotheke übertragen lassen könnte, antwortete der Referent: „Haben Sie schon einmal in Ihrer Apotheke eingekauft?“

Fast niemand kauft in seinem eigenen Geschäft ein und deshalb weiß auch fast niemand so genau, wie gut seine Prozesse vom Kunden angenommen werden. Viele Unternehmen arbeiten mit Mystery Shoppern, um hier mehr Klarheit zu bekommen. Die eigenen auf Kunden bezogenen Prozesse zu untersuchen und zu verbessern ist ein wesentlicher Ansatz zur Kundenbetreuung, zur Kundenbegeisterung und damit auch Kundengewinnung.

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Kommunikation im hier und jetzt

Kommunikation Giraffe

Letze Woche habe ich über Bestandsaufnahme, Existenzsicherung und Planung während einer Krise geschrieben. Es fehlen noch die Punkte Kundenkommunikation, Prozesse und soziale Projekte.

Den Kontakt zum Kunden zu halten ist immer wichtig, wird aber leicht in Krisenzeiten vernachlässigt. Kontakt heißt aber nicht auf die Nerven gehen mit blödsinnigen Newslettern, sondern unterstützend tätig sein mit Informationen, die für den Kunden wichtig sind.

Unsere wichtigste Existenzsicherung ist dadurch gegeben, dass unsere Kunden mit unserem Angebot zufrieden sind.

Eigene Recherchen zu Kunden relevanten Themen, die dann in Form von Newslettern oder Webinaren dem Kunden angeboten werden, zeigen, dass man aktiv ist und den Markt im Auge behält.

Allgemeine Informationen (die neuesten Fallzahlen) oder Klagen (der Staat hilft zu wenig) oder noch schlimmer (mir geht es so schlecht) sind dabei der falsche Ansatz. Für den ersteren Fall gibt es offizielle Stellen, für den Zweiten Verbände und für den Dritten Coaches, soziale Organisationen, das Sorgentelefon oder den Lebenspartner.

Besser ist:

Wenn eine Messegesellschaft über die Veränderung der Messe Termine (verschieben) oder der Struktur (digitale Messe) informiert. Zum Beispiel die Aufschwung Messe in Frankfurt.

Wenn ein Unternehmen über neue Angebote (Krisen relevante Produkte oder Angebote) informiert. Zum Beispiel bietet OKE Automotive Mund Nasen Masken an.

Wenn ein Unternehmen für seine Kunden die Zahlungsziele verlängert. Zum Beispiel verlängert Groupon die Einlösefrist seiner Gutscheine.

Wenn ein Informationsdienstleister oder Businessanalyst über relevante Änderungen in den Märkten informiert. Zum Beispiel informiert die Agrar-Informationsgesellschaft ihre Kunden in kostenlosen Webinaren über die Entwicklung in den verschiedenen Märkten.

Und das alles nicht jeden Tag, denn es passiert nicht jeden Tag etwas Neues. Vielleicht im Wochen- oder Zweiwochen Rhythmus. Wenn es wirklich relevante Informationen sind, sind Kunden dankbar für diese Angebote.

Wichtig sind natürlich auch die Informationen zu Marktveränderungen und Marktöffnungen aber dazu kommen wir noch in einem späteren Blog Beitrag.

Nächste Woche mache wir weiter mit dem Thema Prozesse im Unternehmen, da geht es nicht nur um Kosteneinsparung, sondern auch um den Faktor Kundenbegeisterung.