nach 10 Jahren aktuell wie eh und je

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Krankenkassen verzeichnen zunehmend Krankschreibungen mit psychosomatischen Diagnosen. Mittlerweile geht jeder neunte Fehltag in Unternehmen darauf zurück. Als Auslöser nennen die Betroffenen immer wieder Stress – hohes Arbeitspensum, schlechter Informationsfluss oder mangelndes Feedback durch Vorgesetzte.

Der Artikel von mir wurde 2007 zum Beispiel auf Channelpartner unter http://www.channelpartner.de/a/wirtschaftlicher-vorteil-zufriedene-mitarbeiter-sind-weniger-krank,249521 veröffentlicht.

Erst mit der Generation Y scheint hier ein Umdenkprozess einzusetzen. http://www.bildungsspiegel.de/news/berufswelt-arbeitsmarkt-europa/1054-eine-frage-der-arbeitszeit

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Noch nicht reif für die Insel?

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Der Stressfaktor zur Weihnachtszeit ist schlimmer als sein Ruf. Zu dieser Aussage kommen Studenten der Technischen Hochschule Mittelhessen nach einer entsprechenden Untersuchung.

Stress und Zeitmanagement

Die Technische Hochschule Mittelhessen bietet für angehenden Bauingenieure unter anderem eine Vorlesung zum Thema Zeitmanagement an. Stress und Stressvermeidung sind wichtige Faktoren bei der persönlichen Zeitplanung. Im Rahmen des Wintersemesters haben die Studenten meiner Zeitmanagement Vorlesung einen Fragebogen entwickelt und Menschen in einer nicht repräsentativen Umfrage zu ihrem Stressverhalten, gerade in der Weihnachtszeit befragt. Insgesamt wurden ca. 800 Personen befragt, davon 40% online und 60% persönlich.

Wenig Stress zu Weihnachten

Der größte Anteil der Befragten kommt aus dem Berufsbild Schüler und Studenten, der zweitgrößte sind Angestellte und der öffentliche Dienst. Generell fühlen sich die meisten Befragten nicht gestresst, sind also noch nicht reif für die Insel. Bei einer Einstufung von 1 kein Stress bis 5 sehr viel Stress liegen über 80% in der Einstufung 1-3, wobei die Stufe 1 mit 232 Nennungen den Spitzenplatz hält. Das kann aber auch daran liegen, dass die stärkste Altersgruppe mit über 300 Nennungen in der Klasse 19-27 Jahre liegt und 60% die Frage nach eigenen Kindern verneint haben. Jüngere Menschen ohne Kinder haben naturgemäß weniger mit der Organisation von Weihnachten zu tun, und Geschenke besorgen allein scheint den Stressfaktor nicht so stark zu beeinflussen.

Festvorbereitung

85 % feiern Weihnachten mit der Familie, 10% mit Freunden, nur 2 % feiern kein Weihnachtsfest. Mit den Einkäufen beginnen 60% zwischen 2 Wochen und 2 Monaten vor dem Fest, hier liegt auch eine Ursache für den geringen Stressfaktor, weil die Einkäufe frühzeitiger begonnen werden. 50% wissen zumindest schon zum Teil, was sich ihre Lieben wünschen und ein großer Teil merkt sich über das Jahr hinweg die Wünsche der Angehörigen. Beim Einkaufsverhalten kaufen nur 3% der Befragten ausschließlich im Internet, aber auch nur 15% ausschließlich im Geschäft. Der Rest kauft in unterschiedlichen Ausprägungen über beide Kanäle ein. Die meisten Befragten brauchen 2-4 Anläufe, bis alle Geschenke besorgt sind. Sie packen alles selbst ein und geben zwischen 50 und 200 Euro für ihre Geschenke aus.

Umgang mit Stress und Konflikten

Generell scheint der gemeinschaftliche Einkauf kein Konfliktpotential zu bieten. Mehr als die Hälfte der Befragten kauft mit mehreren Personen ein, weil dieser Einkauf „mehr Spaß“ macht.  Auf die Frage „Wie reagieren Sie, wenn Sie erfahren, dass Ihr Geschenk zurückgegeben wird?“ antworteten 50% „Es wäre ok“ und 30% „Ich wäre gekränkt, würde es mir aber nicht anmerken lassen“. Nur 10% würden die Flinte ins Korn werfen und sich zukünftig nicht mehr so viel Mühe beim Einkauf geben. Die größten Stressfaktoren liegen bei Geschenkideen finden und besorgen, ca. 30% sind trotzdem auch hier nicht gestresst.

Fast 20% halten Weihnachtsfeiern für den größten Stressfaktor. Da liegt ein interessantes Verbesserungspotential für Unternehmen und Vereine, um diese Veranstaltungen weniger formalistisch und mehr auf Entspannung ausgerichtet zu organisieren.

Bei der Frage nach dem Stressausgleich gehen über 50% bei der Möglichkeit der Mehrfachnennung nicht aktiv mit ihrem Stresslevel um, mehr als 30% planen ihren Einkauf zur besseren Stressvermeidung und fast 30% geben Sport als Ausgleich für zu viel Stress an. Auch Sex kam als eine der möglichen Ausgleichsmaßnahmen vor. Die vielen Nennungen der Befragten beim nicht aktivem Umgang mit Stress ist sicher dem relativ hohen Anteil der jüngeren Teilnehmer geschuldet. Lehre und Beruf müssen hier frühzeitig Wissen und Ausgleichsmöglichkeiten für diese Gruppe anbieten, damit das Wegstecken von Stress nicht irgendwann zu einem versteckten und anschließend zu einem offenen Krankheitsbild wie Burnout werden kann.

Kommentare und Hinweise

Immer wieder schön sind die Kommentare und Hinweise, wo bei speziell bei den online Fragebögen eine größere Kreativität festzustellen ist, weil der Befragte anonym antworten kann. Die Kommentare lauten vom „Stressfaktor Arbeit: Das muss vor Weihnachten noch fertig werden“ über „Es ist immer wieder dasselbe“ bis zu „Ich genieße es, mit meiner Familie zusammen zu sein“. Aber auch „Weihnachten ist schön“ und „was mich am meisten gestresst hat, war das Ausfüllen dieses Fragebogens“ waren dabei. Auf jeden Fall war es eine schöne Aktion, die den Studenten den spielerischen Umgang mit dem Thema Zeit und Stress ermöglicht hat. Spielerischer Umgang ist einer der wichtigsten Faktoren, um neue Dinge aufzunehmen.

 

Weihnachtsstress im Office

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Vorbereiten aufs Fest?

Eigentlich sollte es ja langsam ruhiger werden. Die Kunden schließen die Bestellungen ab, die Aufträge sind zumeist ausgeliefert und neue Anfragen und Angebote werden erst im Januar kommen.

Aber dem ist bei weitem nicht so. Überall Hektik, ein Meeting jagt das andere, überall viel zu tun und Mitarbeiter sind permanent unterwegs, um Kunden zu besuchen. Kaum bleibt Zeit für eine kleine Atempause in dieser hektischen Zeit, die dann Weihnachtszeit genannt wird.

Hektik, Hektik überall

Aber woran liegt es, dass diese eigentlich vom Tagesgeschäft her ruhige Zeit so hektisch verläuft? Die Begründung findet man in der Tatsache, dass kurz vor Weihnachten vermehrt Dinge zu erledigen sind, die nichts mit dem Tagesgeschäft zu tun haben und die dazu, weil das Jahr zu Ende geht, schneller als sonst erledigt werden müssen.

Ablauf- Blockierer

Es gibt in allen Unternehmen viele kleine Dinge, die eine Erledigung von Aufgaben behindern. Dazu gehören grundsätzliche Organisationsprobleme wie falsche Telefonlisten, unzureichende Autorisierungen von Mitarbeitern oder nicht aktuelle Vertretungs- und Abwesenheitspläne. Hinzu kommen unzureichend beschriebene Betriebsabläufe, speziell bei Sonderthemen, die nicht jeden Tag vorkommen.

Sonderthemen brauchen länger

Für die tägliche Arbeit hat der Mitarbeiter normalerweise eine Lösung gefunden, um diese Organisationsprobleme zu umgehen, weil er sonst seine anfallende Arbeit nicht erledigen kann. Sonderthemen brauchen dabei immer ein wenig länger, aber zu Weihnachten kommen diese Themen massiv und dann wird man von der Arbeit erschlagen. Und wenn die Arbeit einmal über den eigenen Kopf gewachsen ist, fällt es sehr schwer, dort wieder herauszufinden.

Keine Weihnachtsgeschenke

Lösungsansätze findet man sicher nicht im Weihnachtsstress, und sie greifen auch nicht sofort. Sie müssen kontinuierlich entwickelt werden. Dazu stellt man mittels einer Unzufriedenheitsanalyse fest, wo die Ablauf Blockierer liegen und entwickelt dann zusammen im Team Lösungen, die man gemeinsam umsetzt und kontrolliert. Als Weihnachtsgeschenk bekommt man sie leider nicht.

Sicher wird man mit einer solchen Methodik nicht alles planen können, aber statt 100% Hektik nur noch 30% zu haben, die man dann erheblich besser bewältigen kann, ist auch ein schöner Erfolg.

Das StartUp Projekt

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Am stärksten in Erinnerung vom Ressourceneffizienz Kongress in Mannheim mit dem Schwerpunkt Digitalisierung ist mir die StartUp Variante geblieben.

Projekte werden in Form von StarUps durchgeführt, die sich losgelöst vom Tagesgeschäft bewegen und verschiedene Teammitglieder aus internen und externen Quellen einsetzen. Dies zielt vor allem auf freies Denken, nicht an Unternehmensstrukturen gebunden sein und die Förderung einer bewussten Fehlerkultur, um daraus zu lernen.

Einige innovative Firmen machen das natürlich schon, aber es wird sicher dauern, bis diese Vorgehensweise bei der Masse der Unternehmen angekommen ist. Für solche Projekte muss man loslassen können und Zeit einplanen, und das fällt vielen Geschäftsführern schwer. Ich denke, das wird ganz besonders im Vertrieb, der ja gerne seine gewohnten Strukturen geht, auf Widerstände treffen.

Mehre digitale Projekte wurden vorgestellt, bei denen Kunden über dafür entwickelte Apps und Marktplätze die Planung ihrer Produkte selbst übernehmen. Die Rahmenbedingungen der Planung sorgen für die Qualitätssicherheit in der Produktion, die geplanten Aufträge gehen direkt vom Kunden an die Maschine. Im Fall von einem Unternehmen wird dadurch die Bearbeitungszeit für ein Projekt von 6 Wochen auf 5 Tage reduziert und die Kosten um 75% gesenkt. Das erschließt völlig neue Märkte, denn Einzelfertigungen werden dann auch für den Privatgebrauch finanzierbar.

Das wird besonders von Firmen genutzt, die zwar zum einen Marktführer, aber zum anderen durch ihre relativ einfachen Produktionsvorgänge leicht zu kopieren sind. Die Digitalisierung schafft ihnen Zeit- und Kostenvorteile vor ihren kleineren Wettbewerbern.

In einem Nebenschauplatz tauchen die neuen Konstruktionsmodelle der großen Autobauer auf. Ziel ist es, in jedem Werk jedes Modell produzieren zu können. Dies kann bedeuten, dass in einer Fertigungshalle 200 Prozesse vorhanden sein müssen, um alle Typen teilweise parallel bauen zu können. Die Maschinen entscheiden aufgrund ihrer Programmierung, wann welches Auto zu welchem Prozess überführt wird, um die Fertigung voranzutreiben. Autohersteller gehen davon aus, dass durch dieses Konzept 20% Platz, 25% Personal und 40% Planungsaufwand eingespart werden können.

Mal schauen, wann bei Mercedes der erste BMW gebaut wird. Das hört sich lustig an, aber wenn Autohersteller sich vielleicht irgendwann auf die Entwicklung und den Verkauf von Autos konzentrieren und die Fertigung auslagern, wird das Realität.

Ein Tag, bei dem die meisten bis zum Schluss geblieben sind und wer auf Kongresse geht, kennt die normale Fahnenflucht der Teilnehmer spätestens nach der nachmittags Kaffeepause.

Welche Technik ist die Eure

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Es gibt eine Vielzahl von Kreativitätstechniken. Nachstehend ein Beispiel, dass ich gern einsetzte, weil es die Teilnehmer immer wieder verblüfft:

180 Grad Technik (Allein oder natürlich noch besser in der Gruppe)

Stelle deine Argumentation auf den Kopf!

Frage nicht: „Was muss ich tun, um mein Ziel zu erreichen“

Sondern: „Was kann ich tun, um zu verhindern, dass ich mein Ziel erreiche“

Schreibe auf, was dir dazu einfällt und überlege im Nachhinein, was du von den aufgeschriebenen Punkten manchmal, natürlich nicht absichtlich, machst. Wenn du daran arbeitest, wirst du sofort besser.

Nicht was kann ich tun, um mehr Kunden zu gewinnen, sondern was kann ich tun, um mehr Kunden zu verlieren.

Nicht was kann ich tun, um weniger Reklamationen zu bekommen, sondern was kann ich tun, um mehr Reklamationen zu bekommen.

Nicht, was kann ich tun, damit meine Mitarbeiter zufriedener sind, sondern was kann ich tun, damit meine Mitarbeiter unzufriedener sind.

Das Nein scheint uns auf der Zunge zu liegen, bei der Negation einer Fragestellung fällt uns sofort etwas ein.

Mit welcher Technik haben Sie gute Erfahrungen gemacht?

Individualisierte Preise

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Gerade gestern war ich bei einem Vortrag über eine neue App, die im Gegensatz zu klassischen Einkaufsplattformen App basiert und nicht PC basiert arbeitet. Sie ist natürlich mit dieser Grundlage Smartphone Benutzerfreundlicher als eine klassische Version, bei der die PC Variante dem Smartphone angepasst werden muss. Aber das nur am Rande.

Der Vortragende hat auch das integrierte Preis Tracking System vorgestellt, bei der die App sehr genau feststellen kann, mit welchem Smartphone Typ gearbeitet wird und von wo die Anfrage kommt.

Dass Preise sich im Internet permanent verändern, ist ja schon vielen bekannt. Nach einer Studie des Preisbeobachtungsdienstes Spottster bestehen bei den Preisen Unterschiede, die sich der Verbraucher zunutze machen kann. Elektronikprodukte seien mittwochs tendenziell günstiger als an anderen Tagen, Schuhe am Donnerstag, Beauty-Produkte am Freitag, verrät Spottster-Gründerin Freya Oehle. Am Wochenende sei das Online-Shoppen dagegen eher teurer.

Das Preis Tracking System geht einen Schritt weiter. Generell soll ein Preis, der über Smartphone angefragt wird, höher liegen, da dem Besitzer ein höherer Bequemlichkeitsfaktor unterstellt wird und damit Service vor Preis wichtiger zu sein scheint. Ein Preisangebot wird aber auch danach festgelegt, welches Smartphone benutzt wird und aus welcher Region die Anfrage kommt. Besitzer eines IPhone 7 werden tendenziell als zahlungskräftiger eingestuft, Menschen z.B. aus der Region München wird tendenziell eine höhere Kaufkraft unterstellt im Vergleich zu einfacheren Smartphones und zu weniger attraktiven Gegenden. Ergebnis: IPhone 7 und München zusammen = erheblich höherer Preis.

Wird es jetzt einen Trend der Verbrüderung von „armen“ und „reichen“ Smartphone Besitzern in „armen“ und „reichen“ Gegenden geben? Ich bin gespannt.

Es könnte natürlich die Kluft zwischen Arm und Reich abbauen, aber da glaubt ja nicht wirklich jemand dran.

Post vom ADAC, aber halt, es scheint ein Fake zu sein.

Die Homepage lautet auf http://adac.gutschein-jaeger.com adac-1

Auf einer Internetseite muss ich meine Adresse zusammen mit dem Code abgebenadac-2

Wenn ich das Häkchen bei „ich bin einverstanden“ nicht setzte, kann ich nicht mitmachen

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Der Code ist also reiner Vorwand zum Adressen sammeln, der Absender ist gefälscht. Mehr dazu unter http://www.onlinewarnungen.de/warnungsticker/betrug-gewinnspiel-adac-herbstlotterie-ist-eine-taeuschung/