Neue Kräfte braucht das Land

Arbeit -95311_1280 PersonalSolche Arbeitsplätze machen keine Lust auf neue Arbeitgeber, Bildhinweis Pixabay cco Lizenz

Arbeitskräfte sind rar und werden noch viel rarer werden. Imagebildung ist ein Mittel, um auf sich aufmerksam zu machen.

Früher war aber mehr Lametta

Dieser Satz von Loriot lässt sich in vielen Bereichen anwenden; früher war einfach alles besser. Kunden kamen um zu kaufen und mussten nicht umworben werden, die Luft war noch sauber – wobei man da weit zurückgehen muss – und der Schreibtisch hat sich unter der Last der Bewerbungen gebogen. Heute muss hart um Kunden gekämpft werden, für die Luftreinhaltung gibt es Auflagen und der Stapel der Bewerbungen ist verschwunden.

Mehr gut ausgebildete Arbeitskräfte

Die Verluste an Arbeitsplätzen, die uns von Schwarzmalern der Digitalisierung angedroht werden, sind bei der Erfindung des mechanischen Webstuhls und den darauffolgenden Industrierevolutionen schon einmal angekündigt worden. Sie stimmen auch alle, vergessen aber die mehr als Millionen, die gleichzeitig neu entstanden sind. Alle diese Industrie Stufen zeigen, wie wichtig Qualifizierung ist und welche Möglichkeiten sich auftun, wenn man gut ausgebildet ist. So schön es ist, dass wir viele neue Menschen ins Land bekommen haben, so groß ist die Herausforderung, diese entsprechend zu qualifizieren um sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Das unterscheidet die heutigen Zuwanderer von den Ruhrpolen Ende des 19. Jahrhunderts, den Gastarbeitern Anfang der 60er Jahre und den Flüchtlingen aus dem ehemaligen Jugoslawien in den 90er Jahren. 

Neue Wege zur Mitarbeiter Bindung

Unternehmen müssen sich heute intensiver um neue Mitarbeiter kümmern, als das früher der Fall gewesen ist. Wer glaubt, dies über Auszubildende realisieren zu können, wird feststellen, dass auch dieser Markt stark geschrumpft ist. Es wird immer wichtiger, als attraktiver Arbeitsgeber zu gelten, um Abwerbeversuchen der eigenen Mitarbeiter von anderen Unternehmen entgegenwirken zu können und um neue Mitarbeiter zu interessieren. Die soziale Verantwortung eines Unternehmens, kurz CSR genannt, hat sich heute dadurch auf neue Bereiche ausgedehnt. Neben sozialen Projekten, wie sie von Krombacher mit der Regenwald-Aktion bekannt geworden ist, kommen jetzt die Bereiche Personal, Produktion und Umfeld hinzu. Soziale Verantwortung bedeutet hier, dass Mitarbeiter sich im Unternehmen entfalten können, dass die Unternehmensabläufe nachhaltig organisiert sind und der Betrieb von seinem regionalen Umfeld als verantwortungsbewusst anerkannt ist.

Nur wissen muss man es

Unternehmen, die so gut aufgestellt sind, stehen dann noch von einer weiteren Hürde. Es nützt nichts, ein „gutes“ Unternehmen zu sein, wenn niemand über den eigenen Dunstkreis hinaus davon Kenntnis nehmen kann. So wie ein gutes Produkt erst durch Marketing erfolgreich wird, wird auch ein guter Arbeitgeber erst durch Öffentlichkeitsarbeit bei potentiellen Mitarbeitern bekannt. Allerdings sind die Marketingregeln bei Kunden und Mitarbeitern heute gleich. Es geht um zielgerichtete Ansprache mit wenig Werbeeffekten und viel Inhalt. Dazu die Ansprache über die Kanäle, die die Zielgruppe zur Informationsbeschaffung nutzt. Was sich stark unterscheidet ist der Inhalt der Botschaft: Während für Kunden eher über Produktvorteile und Nutzen informiert wird, steht bei der Werbung um Mitarbeiter eher die Entwicklungsmöglichkeit im Unternehmen, die Nachhaltigkeit der Produktion, die Freude am Arbeitsplatz im Vordergrund.

Flexibilität und Perspektive ist auch für Unternehmen im ländlichen Raum ein interessanter Aspekt der Mitarbeiter Gewinnung. Junge Menschen können durch die Digitalisierung Arbeitgeber im ländlichen Raum mit dem Abenteuer einer Metropole zum Beispiel durch Home-Office verbinden. Entwickeln sich daraus junge Familien, bietet dann der gleiche Arbeitgeber auf dem Land ein günstiges und gesundes Wohnumfeld. Man darf also gespannt sein, wie sich der Personalmarkt weiter entwickeln wird und wie Unternehmen dieser Aufgabe angehen werden.

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Gibt es ein Leben nach der Geburt?

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Es ist schon fast zur Tradition bei mir geworden, die Neujahrsgrüße etwas später und anders zu verschicken. In diesem Jahr ist mir eine Geschichte nach Henry Nouwen, einem Priester, aufgefallen, die von der Zukunft handelt.

Gibt es ein Leben nach der Geburt?

Ein ungeborenes Zwillingspärchen unterhält sich im Bauch seiner Mutter.

„Sag mal, glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?“ fragt der eine Zwilling.

„Ja auf jeden Fall! Hier drinnen wachsen wir und werden stark für das was draußen kommen wird.“ antwortet der andere Zwilling.

„Ich glaube, das ist Blödsinn!“ sagt der erste. „Es kann kein Leben nach der Geburt geben – wie sollte das denn bitteschön aussehen?“

„So ganz genau weiß ich das auch nicht. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen?“

„So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört! Mit dem Mund essen, was für eine verrückte Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Und wie willst du herumlaufen? Dafür ist die Nabelschnur viel zu kurz.“

„Doch, es geht ganz bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders.“

„Du spinnst! Es ist noch nie einer zurückgekommen von ’nach der Geburt‘. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Punktum.“

„Ich gebe ja zu, dass keiner weiß, wie das Leben nach der Geburt aussehen wird. Aber ich weiß, dass wir dann unsere Mutter sehen werden und sie wird für uns sorgen.“

„Mutter??? Du glaubst doch wohl nicht an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?“

„Na hier – überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein!“

„Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht.“

„Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt….“

„Ich freue mich auf das, was danach kommt“

Ich wünsche euch, euren Angehörigen und Freunden alles Gute für dieses Jahr und darüber hinaus, dass eure Wünsche in Erfüllung gehen. Ich freue mich auf einen nächsten Kontakt.

Liebe Grüße

Helmut

P.S.: Hier wie immer der Link zum interkulturellen Kalender der Stadt Berlin https://www.berlin.de/lb/intmig/service/interkultureller-kalender/

Feuer und Flamme,

action-2962594_1920 cco spitzenleistungen

Jedes Jahr ein neues interessantes Forum bei Mplus in St. Augustin.

Teil 2 des Forums,  Feuer und Flamme, passt ja auch noch zu Weihnachten

Motivation ist, wenn man trotzdem siegt von Alexander Kuhnert, ehemaliger Vizemeister in der 400 m Staffel und Athletiktrainer des Nachwuchses beim 1 FC Köln.

Aber jetzt zum Thema, Feuer und Flamme ist ein guter Motivationsratgeber 

Ein Top Athlet ist ein Wettkämpfer, der durch seine Leistungen alle anderen guten Athleten dazu zwingt, sich ständig zu verbessern.

Kriterien von Topathleten   

  1. Sie haben eine überragende Karriere und gehen in die Sportgeschichte ein.
  2. Sie fürchten keine Gegner, weil sie wissen, dass sie jeden schlagen können. (Ich denke aber, sie studieren ihre Gegner genau)
  3. Sie müssen nicht über ihre Stärke nachdenken, Stärke ist da.
  4. Sie verschwenden keine Gedanken daran, wie man unangenehme Aufgaben umgehen kann. Sie führen sie direkt aus.
  5. Sie haben nie das Gefühl, am Ziel zu sein, es gibt immer noch eine weitere Stufe. (manchmal wissen sie aber auch nicht, wann ihre Zeit vorbei ist)

Wenn du ein Top Mann oder eine Frau bist, nicht nur im Sport

  • Hast du eine extrem hohe Eigenmotivation
  • Weißt du genau, wer du bist, was du kannst und was du willst.
  • Verbesserst du dich weiter, wenn andere aufhören!
  • Kannst du alles um dich herum ausblenden und deine Aufgabe kontrollieren.
  • Führen Drucksituationen nicht zu Einschüchterung sondern zu neuen Lösungen
  • Kannst du Entscheidungen treffen.
  • Arbeitest du immer für deinen Erfolg.
  • Ist ein Erfolg von dir die Stufe zum nächsten Erfolg und nicht das Sofa zum Innehalten.
  • Analysierst du jede Aktion von dir, egal ob erfolgreich oder nicht erfolgreich, um daraus zu lernen

Wie hilft ein Trainer dabei? 

  • Der Trainer fördert und fordert Motivation seiner Spieler.
  • Spieler sollen gern ins Training gehen und Spaß haben
  • Trainer müssen die Fähigkeiten ihrer Spieler richtig einschätzen können und darauf das Training aufbauen.
  • Dazu gehört positives Feedback, bzw. eine konstruktive Fehleranalyse
  • Dazu gehören Aufgaben, die sie fordern aber nicht überfordern.
  • Kontraproduktiv bzw. demotivierend erweist sich hingegen psychischer Druck in der Androhung negativer Konsequenzen:
  • „Der Spieler muss auf die Bank, der Mitarbeiter im Unternehmenstraining wird vom Trainer bloßgestellt“.

Mein Kommentar:  

Es kann nicht nur Spitzenleistungen geben, für die meisten Menschen ist die Anstrengung zu groß. Aber die Erfolgsfaktoren von Spitzenleistungen anzuschauen und davon Elemente einzusetzen, bringt uns ein gutes Stück voran.

Wenn Spitzenleistungen mit Überlastung zu tun haben, sind sie endlich, man sieht das im Sport und auch häufig im Management. In anderen Bereichen wie Musik oder Geisteswissenschaften sind Spitzenleistungen über Jahrzehnte möglich. Vielleicht liegt es an den Unterschieden in der Art und Weise der geistigen oder körperlichen Belastung.

Ein Fußballer ist mit 60 nicht mehr Fußballer, sondern Trainer. Ein Geigenspieler spielt mit 60 immer noch Geige. Erfolgreiche Manager, die mit 60 ein Burnout Syndrom bekommen, landen im Krankenhaus. Es gibt aber auch erfolgreiche Manager mit 60 ohne Burnout. Ich glaube, ein Geigenspieler, der permanent psychischen Belastungen ausgesetzt ist, kann mit 60 auch nicht mehr spielen.

Das Niedermachen von Mitarbeitern wird gerade in Verkaufstrainings immer wieder eingesetzt, die Kuschel Variante ist aber auch nicht richtig. Die Wahrheit liegt durch die Steigerung der Motivation irgendwo dazwischen.

Das richtige Verhältnis von Belastung und Erholung darf man nicht vergessen, hier ein Link auf einen Beitrag, den ich vor drei Jahren zum Vortrag von Carsten Arriens geschrieben habe https://koenigskonzeptblog.wordpress.com/2015/04/28/spitzenleistung-erhalten-und-gestalten/ .

 

Da brennt der Baum,

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Jedes Jahr ein neues interessantes Forum bei Mplus in St. Augustin. Jetzt komme ich endlich dazu, die Inhalte zu verarbeiten: brandsicher, erfolgreich und gesund. Beginnen wir mit brandsicher, das passt ja gerade jetzt zur beginnenden Weihnachtszeit:

Der Referent Herr Engels spielt mit dem Feuer und startet mit einer ganz alten Brandmeldung:

Läutordnung der Kirche bei Feuergefahr; es wird bekanntgegeben, dass

Die kleine Glocke genutzt wird, wenn es außerhalb der Pfarrei brennt,

Die Mittlere, wenn es innerhalb der Pfarrei brennt und die Große, wenn es im Ort selbst brennt.

Aber jetzt zum Thema

Man braucht Zündtemperatur, Sauerstoff und einen brennbaren Stoff, fehlt davon einer, brennts nicht.

Jährlich gibt es in Deutschland etwa 200.000 Brände.

Die größten Brocken dabei sind

Elektrizität, Sonstige Ursachen (was auch immer das sein mag), menschliches Fehlverhalten, Überhitzung und Brandstiftung. Zusammen sind das 89%.

Wie verläuft ein Brand?

Phase 1: Initial-oder Schwelbrand

Phase 2: Lokaler Brand Temperaturanstieg Gaskonzentration,

ab 3. Minute: Einschränkung der Handlungsfähigkeit.

Ab 5 Minuten: lebensbedrohliche Gaskonzentration

Phase 3: Raumtemperatur > Zündtemperatur der im Raum befindlichen Gegenstände: schlagartige Brandausbreitung (Flash-Over) Temperaturen 1.000 °C und mehr

Und einige schöne Aussagen:

Es entspricht der Lebenserfahrung, dass mit der Entstehung eines Brandes praktisch jederzeit gerechnet werden muss. Der Umstand, dass in vielen Gebäuden Jahrzehnte lang kein Brand ausbricht, beweist nicht, dass keine Gefahr besteht, sondern stellt für die Betroffenen einen Glücksfall dar, mit dessen Ende jederzeit gerechnet werden muss! (OVG Münster 10 A 363 86)

Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. (Simon Schmeisser, 2010, Fachzeitschrift Feuerwehr)

Durch einen baulichen, technischen und vor allem organisatorischen Brandschutz (wissen, was im Ernstfall unternommen werden muss und wer dafür zuständig ist) kann man eine Menge erreichen.

Nicht wir beherrschen das Feuer, das Feuer beherrscht uns

Mein Kommentar: Ich glaube, in unserem typisch deutschen Perfektionismus konzentrieren wir uns zu stark auf Bau und Technik und zu wenig auf Menschen und Organisation.

Portale, Essen und soziale Netzwerke

french-fries-2762014_1280 cco essenMarketingmaßnahmen und Marktverhalten, das ich als positiv bewerte

Bei Check24 kann man für Buchungen Punkte sammeln. Ich war angemeldet, hatte es aber total vergessen. Jetzt kam der Hinweis, das Punkte verfallen, wenn ich sie nicht einlöse. Ich kann sie aber spenden und Check24 packt die gleiche Summe nochmal drauf. Das habe ich gemacht und das ist eine gute Aktion.

Besser wäre es allerdings noch, wenn ich ab und zu wie bei Payback eine Information über mein Kundenkonto bekommen würde, damit ich meinen Punkte Stand kenne bzw. an ihn erinnert werde.

Die Pizzeria Trattoria Milano ist aus dem Urlaub zurück, zeigt eine Anzeige in der Tageszeitung. „in den nächsten 5 Tagen bekommen Sie unter Vorlage der Anzeige die zweite Kugel Eis, den zweiten Eisbecher, die zweite Pizza oder das zweite Pasta Gericht umsonst“. Eine gute Idee, um das Geschäft schnell wieder anzukurbeln.

Gegen die Lebensmittelverschwendung– und für zusätzlichen Umsatz: Ab 22 Uhr erhalten Sie 50 Prozent auf alle fertig produzierten Speisen des Tages – ein guter Hinweis in einem Schnellimbiss, damit die restlichen Speisen noch verkauft werden – viel besser, als wenn sie weggeschmissen werden. Und es bringt auch noch Geld, wegschmeißen kostet Geld. Jetzt mag der ein oder andere Schlaufuchs sagen: „Was, wenn nun jemand auch Getränke zum halben Preis haben will, weil er das auch als fertige Speisen interpretiert?“ Ja wie schrecklich, wenn dann statt 400 nur 200% an den Getränken verdient werden.

Der Hinner Bäcker bei uns im Ort ist auch dabei, ab 17.00 Uhr alle Waren um 50% reduziert. Da ist manchmal richtig Stau an der Ladentheke und die Regale sind hinterher leer.

Die nächste Info sollte zuerst in die Rubrik: Es gibt noch viel zu tun

„Das Guthaben deines Werbekontos Koenigskonzept ist aufgebraucht (Schreibt mir Facebook). Aus diesem Grund wurden alle deine aktiven Werbeanzeigen deaktiviert. Füge deinem Konto Geld hinzu, um die Werbeanzeigen zu aktivieren oder um neue Werbeanzeigen zu erstellen“.

Gut, dass ich keine Werbeanzeigen bei Facebook eingestellt habe. Dann kam eine neue Nachricht und jetzt gehört es in diese Rubrik.

„Anfang dieser Woche haben wir dir versehentlich in einer E-Mail mitgeteilt, dass dein Werbekonto leer sei. Bitte beachte diese E-Mail nicht, sie wurde aus Versehen versendet.

Es tut uns leid, dass wir dir falsche Informationen gesendet haben. Wir haben die Ursache mittlerweile gefunden und das Problem behoben“.

Es ist nicht schlimm, einen Fehler einzugestehen, eher im Gegenteil.

 

 

Ausprobieren

noodles-2150272_1280 cco gutscheinbuch

Wir waren mit dem Gutscheinbuch oder Schlemmerblock beim Griechen in Butzbach essen. Das Lokal ziemlich leer, die offensichtlich deutsche Chefin (?) etwas steif aber bemüht, aber das Essen war gut. Wir geben einen Tipp weiter an unsere Tochter, die mit ihrem Mann dort Essen gegangen ist.

Sein Essen war gut, ihres nicht. Dazu die Bemerkung der Chefin in die Küche (die die Gäste hören konnten) über die Gutscheinbuch-Kunden, die wieder keinen Umsatz bringen. Nun wir gehen da nicht mehr hin. Chance vertan.

Mehrblick in Wettenberg, auch mit einem Gutschein. Es gab Büffet, lt. Bedingungen eigentlich ausgeschlossen aber dort trotzdem möglich. Ein wirklich tolles Essen, mit sehr freundlicher und zuvorkommender Bedienung. Das Buffet war auch nur ansatzweise nicht zu schaffen, um alles zu probieren, müssen wir da unbedingt nochmal hin. Und das Beste: Bei diesem Buffet bekommen Gäste, die in Gummistiefeln kommen, einen Liter Bier auf Kosten des Hauses. Ich habe es nicht gewusst, meine Familie hat es mir verschwiegen (warum wohl?), aber meine Stiefel sind schon für den nächsten Besuch geputzt. Chance genutzt. Gefühlt die Hälfte der Gäste waren in Gummistiefeln da.

Ein Gutscheinbuch oder Schlemmerblock oder ein Deal im Internet wie bei Couponteria sind nicht zum Geld verdienen, sondern um neue Kunden kennen zu lernen. Wenn man dann gut ist, kommen sie wieder, lt. Untersuchung der KPMG sagen dies über 70% der Nutzer. Alle, die anderes von einen solchen System erwarten, sollten da nicht mitmachen, es ist raus geschmissenes Geld.

Über Deals habe ich von 2 Jahren hier schon mal berichtet https://koenigskonzeptblog.wordpress.com/2015/04/28/deals-im-internet/

Nichts geht mehr

building-2665812 Projekt mittelSchlechte Geschäfte sind oft hausgemacht, aufgeben ist der erste und gleichzeitig letzte Schritt zum Misserfolg. Ungeplantes Vorgehen führt dabei selten zum Ziel.

Projekte scheitern nicht an der Idee

Eine Redewendung sagt: die meisten Projekte scheitern nicht an der Idee, sondern daran, dass man zu früh aufgegeben hat. Ein deutscher Kaiser soll einmal gesagt haben: „Ich halte das Auto für eine vorübergehende Erscheinung, ich setzte auf das Pferd“. Die Äußerung, ich habe doch schon alles versucht, ist der Anfang vom Ende. Sich für etwas anzustrengen, was nach der eigenen Überzeugung nicht möglich wäre, ist gegen sich selbst zu arbeiten. Viele Projekte in Unternehmen können ein Lied davon singen. Viel besser wären Gedankengänge wie „Es geht im Moment nicht“ oder „Ich weiß noch nicht, ob oder wie oder wann es geht“. Das sind Aussagen, die unser Gehirn offenhalten und nach weiteren Möglichkeiten suchen lassen.

Systematisches Arbeiten

Projektarbeit von bestehenden Unternehmen und von Gründern unterscheidet sich in den meisten Fällen. Bestehende Unternehmen arbeiten oft nach dem PDCA Zyklus: planen, durchführen, kontrollieren und agieren. Gründer entwickeln dagegen oft vollkommen Neues, das lässt sich nicht so gut planen. Dementsprechend heißt der Zyklus bei Gründern eher BML: entwickeln, messen und lernen. Beide Zyklen funktionieren, wenn sie systematisch durchgeführt werden.

Plan – do – control – act

Beim PDCA Zyklus kommt zur Projektidee oder Projektnotwendigkeit zuerst der Plan. Projekte sind oft mit hohen Risiken verbunden, die kalkuliert werden müssen. Der Plan analysiert, trägt Zahlen zusammen, schätzt Risiken ein, setzt Mile Stones und bildet den organisatorischen Rahmen für das Projekt. Die für das Projekt ausgewählten Mitarbeiter führen den Plan aus und treiben die Idee voran. Die richtigen Teams sind hierbei wichtige Voraussetzungen für die Durchführung, der Teamleiter hält dem Team den Rücken frei und sorgt für die richtigen Kompetenzen im Team. An den Mile Stones wird kontrolliert, wie weit das Projekt ist, wie sinnvoll und was unternommen werden muss, um das Projekt weiter voran zu treiben. Agieren schließlich als viertes Element des PDCA Zyklus sorgt für die notwendige Veränderung im Projekt, um auf neue Gegebenheiten reagieren zu können. Oft schließt sich dann ein weiterer Zyklus an. Der Erfolg eines Projektes kann man so permanent verfolgen, was ein Vor- aber auch ein Nachteil sein kann.

build – measure – learn

Gründer gehen von anderen Voraussetzungen aus. Hier ist es oft eine Idee einer Einzelperson oder eines kleinen Teams, was zu einem neuen Unternehmen führt. In der frühen Phase der Gründung ist das Risiko gering. Da meist keine Erfahrungen zu Märkten existieren, ist der Bereich der Planung oft aus der Luft gegriffen. Ein Graus für jeden Banker und wer schon einmal einen Businessplan zusammengelogen hat, weiß, um was es hier geht. Build bedeutet hier einfach das Ausprobieren der Idee mit in der ersten Phase kleinem Kapital, wenig Risiko und viel persönlichem Engagement. Teams sind oft willkürlich zusammengewürfelt, Teamentscheidungen werden in demokratischen Prozessen getroffen. Wenig erfolgreiche Gründer vergessen oft die Kontrolle, gemessen wird of nicht, so wichtig es ist. Das Produkt oder die Idee entwickelt sich eher zufällig durch Kundenanforderungen weiter, wodurch der learn Effekt entsteht. Irgendwann kann dieser Zyklus in einen PDCA Zyklus übergehen.

Den Erfolg einer Gründungsidee sieht man erst dann wirklich, wenn der Umsatz in wirtschaftliche Bereiche expandiert. Das kann manchmal Jahre dauern, da ist Ausdauer gefragt Da, wo es nicht funktioniert hat, wird man es oft nicht erfahren.

Entwicklung der Projektarbeit

So gut der PDCA Zyklus ist, so steif ist er leider auch. Organisatorische Kettenpanzer bedeuten immer einen Verlust an Kreativität. Unternehmen versuchen dies auszugleichen, indem sie ungewohnte Teams bilden, neue Anregungen über externe Mitarbeiter mit ungewöhnlichen Lebensprofilen ins Boot holen oder dem Projektteam wenig Vorgaben in Bezug auf Zeit, Ressourcen und Thema machen. Andere Unternehmen bilden kleine neue rechtlich unabhängige Unternehmenseinheiten, um die Möglichkeiten der Gründer so weit als möglich nachzuahmen.

Erfolg ist bei neuen Ideen oft trotz großem Einsatz oft nicht vergönnt, wir sehen immer die Gewinner, selten die Verlierer. Ein Misserfolg kann aber auch eine wertvolle Erfahrung sein, wie sagt Reinhold Messner so schön: “Wer nichts versucht, kann noch nicht mal scheitern“.