1,9 Mrd. für die Bildung

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Es geht auch anders Teil 1 2019 – Marketingmaßnahmen und Marktverhalten, das ich als positiv bewerte

Kürzlich hat in den USA eine Universität von dem ehemaligen Bürgermeister von New York 1,9 Mrd. Dollar bekommen. Unsere Universitäten sind anders finanziert, trotzdem ist Hochschulmarketing wichtig. Die Akademie der Hochschule Biberach hält schon seit langen Jahren Kontakt zu ehemaligen Studenten und bietet Weiterbildungen an. Dies wird von vielen Studenten als positiv bewertet, weil so auch immer noch ein Kontakt zur ehemaligen Hochschule besteht. Das wirkt sich nicht nur in zusätzlichen Einnahmen aus, sondern auch in Empfehlungen für zukünftige Studenten, gerade so, wie es jedes gute Unternehmen mit seinen Kunden machen sollte.

Der Dekan einer anderen Hochschule in Deutschland ist von einem Absolventen gefragt worden, warum die Hochschule nicht weiterhin nach dem Studium Kontakt zu ihren Studenten aufrecht hält. Seine Antwort war, warum sollte man sich noch weiter um die ehemaligen Studenten kümmern, wenn sie fertig sind. Einige haben es also noch nicht verstanden.

Beim Kinopolis in Gießen kann ich im Netz Karten bestellen – das geht woanders auch. Ich kann mir die Plätze aussuchen, die verfügbar sind und reservieren – das geht woanders auch. Ich kann bis 1 Stunde vor Filmbeginn stornieren. Das ist sehr kundenfreundlich. Es führt aber auch dazu, dass Menschen, die noch unsicher sind, ob sie ins Kino gehen, erstmal kaufen und reservieren, weil sie ja zurücktreten können. Wenn ich reserviert habe, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ich auch hingehe.

Von einer guten Marketing Idee berichtet Jochen Rumohr, der vor langen Jahren in einem Dale Carnegie Kurs gewesen ist. Dort war das Ziel, eine Zauber-Formel Rede zu halten und als Belohnung gab es eine schriftliche Erinnerung mit der positiven Anerkennung aller Teilnehmer. Er hat diese Erinnerung heute noch.

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Was beim Schriftverkehr nicht so alles schief gehen kann

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Marketingmaßnahmen und Marktverhalten, das ich für verbesserungswürdig halte: Teil   1 2019

Und mal wieder Versicherungen, diesmal meine Krankenversicherung R+V. Mein Einkommenssteuerbescheid ist da. Ich schicke ihn an die R+V, denn danach wird mein Krankenkassenbeitrag berechnet (Ich bin freiwillig gesetzlich versichert). Zwei Tage später kommt ein Schreiben der R+V, indem ich um Auskunft meines Einkommens gebeten werde, um meine Beiträge neu zu berechnen. Ich schicke das Formular mit dem Hinweis zurück, dass mein neuer Steuerbescheid der R+V bereits vorliegt. Zwei Tage später kommt ein Schreiben, indem mir meine neue Beitragshöhe mitgeteilt wird. Zwei Tage später kommt ein Schreiben, dass aufgrund meiner Angaben sich die Beitragshöhe nicht ändert. Ich werde nicht antworten, dass wäre mir dann doch zu albern.

Post vom RKW Sachsen. Da mich die Informationen nicht mehr interessieren, möchte ich abbestellen. Der Link führt zu einer Seite, wo ich auswählen kann, welche Infos ich haben will. Alle löschen geht nicht, es gibt da ein Sternchen, eines muss ich ankreuzen. Zum Glück gibt es darunter einen Link, wenn ich meine Daten komplett löschen will (was ich eigentlich nicht wollte, aber was solls). Es kommt der Hinweis, dass meine Adresse im System unbekannt ist, beim 2. Mal scheint es zu klappen. Zumindest habe ich keine Mail mehr bekommen.

Und wiedermal habe ich mich zu einer Veranstaltung angemeldet und bekomme die automatische Nachricht, dass man zurzeit im Urlaub ist. Auch wenn die Veranstaltung erst danach ist, sieht es nicht gut aus.

Haustechnik Dialog schickt mir die Mediadaten 2019 zweimal. An die Adresse König, zu Händen Frau Blechmann, und an die Adresse Helmut König zu Händen Herrn Kroll. Sie vermuten richtig, weder Blechmann noch Kroll arbeiten bei mir.

Potenzpillen, Online abnehmen und Human Resources

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Neues aus der Eingangspost:

Man sagt ja immer, bei einer E-Mail sind Absender und Betreff die wichtigsten Garanten dafür, dass die E-Mail gelesen wird. Heute Morgen bekomme ich zwei E-Mails, die als Absender einmal Bitcoin Investor und einmal Potenzpillen ausweisen. Der Betreff ist Trade now bzw. Potenzpillen. Schnell in den Papierkorb – aber die verdeckte Empfänger Adresse lautet Simone Ratz.ma03@bundestag.de. Diese Bundestagsabgeordnete gibt es wirklich. Die Verlockung ist groß aber ich mache die Mails trotzdem nicht auf. Also: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste

Online Abnehmen, eine Einladung zu einem Seminar. Na, da bin ich gespannt, ob das klappt.

Bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle schreibt ein Absender an die Adresse Human Resources, Firma ABZ in XYZ. Anrede, sehr geehrter Herr Resources, wie süß.

Es gibt dazu eine schöne Geschichte von einem Mitarbeiter der Zeche Minister Stein, die zu den großen Steinkohlezeiten sehr bekannt war. Dieser Mitarbeiter hat an die Schule seines Kindes eine angebliche Freistellung der Zeche geschickt, damit das Kind früher die Sommerferien antreten konnte. Unterschrieben war die Freistellung mit Herr Stein.

#potenzpillen #Abnehmen #Personal #Minister-Stein #human-resources #königskonzept #königskonzeptblog

Rabatt mal anders

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Eine gute Idee, um Kunden auf ein Sonderangebot aufmerksam zu machen, zeigt uns das Modehaus Beppler aus Langgöns in Mittelhessen.

Nicht alles mit dem Einheitsrabatt, sondern gestaffelt nach Anzahl der gekauften Objekte. So bekommen 20% eine ganz andere Wertigkeit und der Zusatzkauf wird angeregt.

Nun wird der ein oder andere sagen: Aber das muss man doch reglementieren nach dem Motto – Das günstigere bekommt den höheren Rabatt, ähnlich wie das Konzept beim Schlemmerblock.

Aber ich glaube, genau das ist das Prinzip: gib dem Kunden die Möglichkeit, den für ihn optimalen Rabatt in einem gesetzten Rahmen selbst zu bestimmen. Netto versucht das ja auch mit seinen Rabattaufklebern, aber nicht in dieser konsequenten Form.

Und der Satz: „Gilt nicht für..(Tiernahrung, das verstehen nur Eingeweihte)“ ist auch sinnvollerweise weggelassen worden.

Versicherungsangebote und andere positiven Erlebnisse

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Marketingmaßnahmen und Marktverhalten, das ich überwiegend als positiv bewerte

Ich bekomme ein Versicherungsangebot über einen Xing Kontakt zugeschickt. Ich lehne ab, weil ich mich gut versichert fühle. Ich bekomme trotzdem ein freundliches Danke, dass ich mich gemeldet habe. Er bleibt zumindest positiv in meinem Gedächtnis. Vergessen habe ich alle, die mich angeschrieben haben und nicht nachgefasst haben. Auch alle, bei denen ich abgesagt habe und nichts mehr gehört habe. Auch die, die ein Telefongespräch abrupt abgebrochen haben und dann sehr wahrscheinlich frustriert vor ihrem Telefon sitzen. Es gab aber auch ein paar Callcenter Mitarbeiter, die das Gespräch ruhig und freundlich zu Ende geführt haben. Das ist dann für beide ein positives Element. Auch, wenn kein Geschäft zustande gekommen ist, kann man darauf seinen weiteren Arbeitstag aufbauen.

Gerade ruft mich jemand am Sonntagabend an um mit etwas über den Platin-Coin zu erzählen. Er arbeitet auch am Sonntag, um seinen nächsten Rang zu erreichen. Das hört sich ein wenig nach Multilevel-Marketing an. Als ich mein Desinteresse bekunde, geht das Gespräch zumindest freundlich zu Ende.

Zum wiederholten Mal nervt mich Payback mit missverständlichen Überschriften im Newsletter und Aktionen, die nicht funktionieren. Ich melde mich vom Newsletter ab. Zumindest kommt eine hübsche Bestätigung:

Schön war’s

Schön war’s

Lieber Herr Koenig,

aber wohl nur für mich. Mit wem teile ich denn jetzt meine vielen tollen Einkaufstipps, Rabatt-Aktionen und Coupons?

Hiermit bestätige ich also, dass Sie mit Ihrer Abmeldung erfolgreich mit mir Schluss gemacht haben und nichts mehr von mir hören werden.

Die Abmeldung wird binnen einer Woche wirksam. Ich hatte nämlich schon weitere tolle Coupon-Angebote für Sie vorbereitet.

Bis ich allerdings darüber hinweg komme, wird es noch eine Weile dauern.

Wenn Sie doch zu mir zurückwollen:

Unter http://www.payback.de/vorteile warte ich sehnsüchtig darauf, dass wir unsere Leidenschaft fürs Shoppen wieder gemeinsam ausleben.

Bis dahin sage ich leise Servus.

Ihre PAYBACK Coupon-Mail

Offensichtlich gibt es zufällig jemand bei Payback, der „Payback Coupon-Mail“ heißt 😊, alternativ könnte es personalisiert z.B. heißen

Bis dahin sage ich leise Servus

Ihre Susanne – das hört sich ganz anders an

Fazit: Organisation und Inhalte von Newslettern könnten verbessert werden, kreative Ideen aber gibt es genug.

Beschwerdestelle DSGVO

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Verschiedene Anbieter haben natürlich die DSGVO schon für ihre Angebote erkannt.

Derzeit verschickt nach Angaben der IHK Frankfurt eine angebliche „DSGVO Beschwerdestelle Münster“ Emails bezüglich einer Verletzung des Datenschutzes nach DSGVO, wobei der Städtename jeweils an den Adressaten angepasst wird.

Die Unternehmen werden über eine angebliche Beschwerde eines Mitbewerbers wegen eines Verstoßes gegen die DSGVO informiert. Die in der E-Mail gemachten Angaben sind offensichtlich falsch, denn es gibt die darin genannte „DSGVO Beschwerdestelle …“ nicht. Unternehmen, die eine solche Mail erhalten, können diese ignorieren oder allenfalls nochmal zum Anlass nehmen zu prüfen, ob sie die notwendigen Anpassungen in Bezug auf die DSGVO vorgenommen haben. Reaktion auf diese Mail ist jedenfalls nicht erforderlich.

Der Versender selbst bietet kostenlose Erstberatungen zur DSVGO an; Fake oder Trick, um Kunden zu generieren? Man müsste in diesem Zusammenhang noch klären, ob der Absender vorher die Einwilligung der Empfänger zum Erhalt dieses Mails gemäß DSGVO eingeholt hat.

Interessanterweise fand ich bei dem Versender das Impressum nicht, obwohl darauf hingewiesen wird. Das ist sicher abmahnfähig. Auch bei Denic komme ich nicht weiter, vielleicht ist das auch der Grund für das fehlende Impressum. Man möchte geheim bleiben.

Außerdem in ganz kleiner Schrift ganz viele verschiedene Orte; das sieht zwar blöd aus, macht man aber, damit man bei diesen Orten in den Suchmaschinen gefunden wird. Das geht aber auch intelligenter.

Momentan ist die Seite des Anbieters übrigens nicht erreichbar.

Ausführliches dazu kann man beim Datenschutz-Guru nachlesen https://www.datenschutz-guru.de/digitaler-ablasshandel-in-zeiten-der-dsgvo-die-vermeintliche-beschwerdestelle/

Kundenservice: Ich brauche ein Hörgerät und andere kleine Stories

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Marketingmaßnahmen und Marktverhalten, die ich für verbesserungswürdig halte: Teil   6 2018

Ich brauche ein Hörgerät. Ich besuche einen Hörgeräteakustiker, der einen ersten Test mit mir macht. Ich erzähle ihm vom Hörgerät meiner Schwiegermutter, das ich „geerbt“ habe. Er bittet mich, das Gerät bei Gelegenheit vorbei zu bringen, damit er es untersuchen kann. Die Reaktion freut mich. Nach meinem ersten Besuch beim Arzt bringe ich dem Hörgeräteakustiker anschließend das Gerät vorbei. Nach einem kurzen Blick auf das Gerät und der Aussage „Veraltete Technik“ möchte er das Gerät jetzt doch nicht vorab prüfen. Ich soll es mitbringen, wenn ich die „Ohrenärztliche Verordnung“ habe. Die Reaktion kränkt mich, ich werde mich für ein anderes Fachgeschäft entscheiden, das Vertrauen ist verspielt. Beim Arzt habe ich auch gleich eine Broschüre eines anderen Geschäftes mit eingelegter Visitenkarte bekommen, ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Aber da werde ich auch nicht hingehen. Mit Hörgeräten scheint eine Menge Geld zu verdienen zu sein, Werbung kann man auch intelligenter lösen.

Als ich dann endlich jemand gefunden habe bringen die Tests mit verschiedenen Geräten keine Verbesserung. Erst ein dritter Anbieter teilt mir mit, dass es vielleicht noch ein bisschen früh für ein Gerät ist. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass ich da wieder zu meinem nächsten Hörtest hingehe. Wer einen Kunden nicht mit Gewalt zum Kauf überredet, sondern gut berät, profitiert am Ende.

Daniel Weinstock schreibt mir, dass er ein super Angebot für mich hat, dass aber nur einer begrenzten Zahl von Empfängern angeboten wird. Ihr habt vielleicht schon ähnliche Schreiben von ihm oder anderen bekommen. Ich schreibe zurück, er soll einen der Anderen nehmen, er bedankt sich für meine Antwort. Soweit, so gut, gut reagiert von Daniel. Ca. 4 Wochen später bekomme ich ein sehr ähnliches Schreiben, wenn nicht sogar identisch. Peinlich, peinlich,  jetzt habe ich seine Informationen mit einem entsprechenden Vermerk abbestellt, er hat auch nicht noch mal geantwortet. Seine Datenbank sollte man immer uptodate halten, dann bleiben Peinlichkeiten erspart.

Ich bekomme beim Tanken einen Gutscheincode von Deutschlandcard. Zuhause an meinem Smartphone probiere ich ihn aus, es geht nicht. Dann versuche ich es über die App, Sie ahnen sicher schon. Am nächsten Tag an meinem Notebook geht es, ich gewinne Extra Punkte bei einem Geschäft, bei dem ich nie einkaufe, weil es nicht in meinem Einzugsbereich liegt. Den nächsten Gutscheincode habe ich liegenlassen, die Tankstellenmitarbeiterin war mehr als entsetzt „Aber das ist doch ein Gutschein“. Die App habe ich bei der Gelegenheit gleich mit gelöscht. Im Rahmen der Digitalisierung kann heute jedes Unternehmen sehr genau erkennen, was einen Kunden interessiert und ihm diesbezügliche Angebote machen. In kleinerem Rahmen kann man das auch mit purem Nachdenken erreichen.