Was für eine seltsame Mail, die ich da bekommen habe

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Einen wunderschönen guten Morgen,

ich möchte mich von Ihnen verabschieden da wir beide auf LinkedIn vernetzt sind. Ich werde meinen Account jetzt schließen und komplett zu Facebook wechseln. Der Grund dafür ist die folgende Pressemitteilung die ich kürzlich über das soziale Netzwerk Facebook erhalten habe. (Der eingefügte Bild Link der Mail führt zu folgender Seite)

https://nebenberuflich-selbststaendig-machen.leadpages.co/fb-webinar-lp-und-webinar-eigene/  (das ist übrigens keine Pressemitteilung)

Ich danke Ihnen für den interessanten Austausch und wünsche Ihnen weiterhin alles Gute und viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen

Mein Kommentar dazu:

Ich hatte keinen Austausch mit diesem Absender. Es gibt eine Facebook Seite von einem Herrn Radseck mit dem angezeigten Bild/Link.

Ab und zu werden Mitglieder in sozialen Netzwerken benutzt, um vorgeschobene Empfehlungen auszusprechen. Ich hatte schon mal einen solchen Fall. Aber schon der Begriff „Latest Tricks“ bei der Link Adresse sollte jemand misstrauisch machen.

Interessanterweise ist Herr Radseck auf LinkedIn vertreten. Ein weiterer Herr Radseck (jünger) auf Xing, der eine ähnliche Veranstaltung bewirbt. Frau Zappe/Radseck ist im Impressum des oben aufgeführten Links zu finden.

Aber Sie können natürlich über den Link das Video anschauen und sich selbst ein Bild machen.

Ich habe zumindest die 2 Radsecks und dem Absender der Mail aus meinen Kontaktlisten entfernt.

Eines hat diese Mail aber erreicht: Ich habe mich intensiv mit Inhalt und Absender beschäftigt. Sicher intensiver als andere potentielle Empfänger. Aber das liegt wohl an meinem Beruf.

Pressebewertungen

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Eine interessante – (Neue ?) Aktion des Portals der Wirtschaft, aus der mich mehrere Bewertungen in den letzten Tagen erreicht haben. Dabei sind die Artikel schon mehrere Jahre alt:

Ihre Pressemitteilung „Alles schreit nach Umsatz“ wurde mit 5 Sternen bewertet.
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Zu Ihrer Pressemitteilung gelangen Sie hier:
http://www.portalderwirtschaft.de/pressemitteilung/103882/alles-schreit-nach-umsatz.html

Ihre Pressemitteilung „Der Elevator Pitch“ wurde mit 4 Sternen bewertet.
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Zu Ihrer Pressemitteilung gelangen Sie hier:
http://www.portalderwirtschaft.de/pressemitteilung/32847/der-elevator-pitch.html

Ihre Pressemitteilung „Vorfahrt für Gesundheit im Handwerk“ wurde mit 4 Sternen bewertet.
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Zu Ihrer Pressemitteilung gelangen Sie hier:
http://www.portalderwirtschaft.de/pressemitteilung/112352/vorfahrt-fuer-gesundheit-im-handwerk.html

Vielen Dank dafür und klar, dass ich die Links zurückgebe http://www.koenigskonzept.de/index.php/aktuell/presse

 

Wochenendarbeit oder Sie haben Post

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Das Wochenende und die Freizeit sind die Bereiche, an denen wir beruflich nicht gestört werden wollen und das ist auch gut so. Das gilt für uns und für unsere Mitarbeiter. Leitende Angestellte großer Unternehmen haben sich mittlerweile verpflichtet, ihre Mitarbeiter am Wochenende nicht mehr anzusprechen. Aber solche Ansprachen können neutral, destruktiv oder positiv sein:

Destruktiv könnte bedeuten: „Ich habe Ihren Vorschlag bekommen, ich bin überhaupt nicht einverstanden und habe ihn mit Anmerkungen auf Ihren Schreibtisch gelegt und wir müssen gleich Montag früh darüber sprechen“. Das Wochenende ist definitiv im Eimer, hier muss sich ein Chef nicht über demotivierte Mitarbeiter wundern. Verschlechternd kommt hinzu, dass der Mitarbeiter nicht reagieren kann, weil die Änderungen ja auf seinem Schreibtisch liegen.

Neutral könnte bedeuten: „Ich habe Ihre Nachricht erhalten“, „Ich habe Ihr Projekt erhalten und werde es die nächsten Tage anschauen“, „Danke für Ihren Hinweis“, „Der Termin ist bestätigt“. Solche Botschaften sind für uns neutral, die meisten von uns nehmen Sie neutral oder leicht positiv zu Kenntnis, sie stören unseren Freizeitfrieden nicht.

Positiv könnte bedeuten: „Ein schöner Auftrag, den Sie da noch kurz vor dem Wochenende bekommen haben“, oder „Ein guter Vorschlag, den Sie da gemacht haben, ich komme nächste Woche mit einem Terminvorschlag auf Sie zu, um ihn weiter zu diskutieren“. Solche Botschaften sind positiv abgefasst, und sie machen unser Leben schöner. Das ist gut für uns, unsere Mitarbeiter und fürs Geschäft.

Warum stören gerade destruktive Nachrichten den Freizeitfrieden so enorm? Der Absender der Nachricht beschreibt ein Thema, an dem er gerade arbeitet und möchte gern sein Arbeitsergebnis bekannt geben. Der Empfänger bekommt ein Thema, das ihn unerwartet trifft und auf das er nicht vorbereitet ist.

Wir sollten Nachrichten in der Freizeit nur versenden, wenn sie positiv sind und der Empfänger nicht mit Arbeit belastet wird. Alles andere gehört in die nächste Arbeitsperiode und gerade bei Kritik nicht in eine Mail, sondern in ein persönliches Gespräch.

Eine schöne störungsarme Freizeit wünsche ich Ihnen.

Und da sind da noch Manager, die das destruktiv Beispiel auf die Spitze treiben, indem Sie schreiben. „Ich habe Ihnen die Änderungen nicht mitgeschickt, weil ich Ihr Wochenende nicht stören wollte“. Die sterben hoffentlich mittelfristig aus.

Und natürlich ist alles Schall und Rauch – gerade letztes Wochenende habe ich mich erwischt, wie ich einen Kollegen angeschrieben habe zu einer Arbeit, die ich fertig gestellt habe. Aber es war zumindest eine neutrale Information.

Hier ein Interview wie Telekom mit ihren Mitarbeitern kommunizieren will: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/sendepause-fuer-telekom-mitarbeiter-machen-sie-jetzt-ihr-handy-aus-a-708104.html

Das könnte man auch noch automatisieren, indem Mails und Anrufe bis zu einer gewissen Prioritätsstufe automatisiert in der Zustellung zeitlich versetzt oder auf Anrufbeantworter umgeleitet werden. Das würde auch die Workaholics ausbremsen.

Und hier ein Beispiel von Mercedes, was etwas gelockerter ist: http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/daimler-vorstand-porth-e-mails-zu-loeschen-ist-emotionale-entlastung-a-955638.html

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie von ihren Emails aufgefressen werden oder nicht, hier der dazugehörige Test  http://www.spiegel.de/quiztool/quiztool-60122.html

Und die dazugehörige Bildstrecke http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-zehn-tipps-gegen-das-mail-dauerfeuer-fotostrecke-80637.html

Der richtige Zeitpunkt

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Regelmäßig bekomme ich am Wochenende und am Montagmorgen Einladungen zu Veranstaltungen, diverse Angebote und Newsletter. Das sind aber bei geschäftlichen Informationen schlechte Zeitpunkte. Mails vom Wochenende finden sich am Montagmorgen im E-Mail Eingang. Der ist dann voll und die Löschrate der ungelesenen Mails steigt erheblich.

Nach einer Untersuchung von Riek direkt Marketing, Bad Homburg, die ich interessanterweise im Direktmarketing-Newsletter der Schweizer Post gefunden habe, sind Dienstag bis Donnerstag die besten Tage für das Empfangen einer Nachricht, beginnend am späten Vormittag.  Das gilt übrigens auch für Bewerbungen.

Die Löschrate steigt übrigens auch am Freitag, denn da haben viele Menschen nicht mehr viel Lust, sich mit neuen Dingen im Beruf zu beschäftigen.

Beim Geschäft mit dem Endverbraucher gelten andere Regeln. Hier ist der beste Zeitpunkt abends und zum Ende der Woche, denn da ist man offener für private Dinge. Am Wochenende sind in den meisten Fällen private Dinge angesagt und wenn Grillen geplant ist, kommt ein passender Newsletter oder ein entsprechendes Angebot gerade recht. Das gilt natürlich nicht für Studenten und Schüler, da ist der Zeitpunkt nicht so wichtig, Hauptsache die Nachricht kommt nach Mittag :-).

Ich glaube, der Versand von geschäftlichen Briefen und Mails zum Wochenende hin ist psychologisch bedingt; wir schließen gern Arbeiten zum Wochenende ab (gehen gern mit einem leeren Schreibtisch in die Freizeit und machen damit unbewusst den Schreibtisch des Empfängers voll), bedenken dabei nicht die Bedürfnisse der Empfänger, die eigentlich genau wie wir denken. Auch wir möchten am Montagmorgen keinen vollen Schreibtisch oder Posteingang haben.

Wenn Sie also die Öffnungsrate Ihrer geschäftlichen Mails und Briefe steigern wollen, versenden Sie so, dass die Nachricht zwischen Dienstag später Vormittag und Donnerstag früher Nachmittag eintrifft.

Und bei dieser Gelegenheit noch ein meiner Meinung nach krimineller Versuch in meinem Posteingang von einer GMX Adresse, die ich nicht kenne:

Hey,

As I understood from your last message you were looking for some information, I think this is it http:/dashospucb.greatcubehomes.com/aealcjka (Adresse wir immer verfälscht)

Best Wishes, Jan Hartmann

Gnadenloses löschen solcher Nachrichten und ggf. sperren des Absenders ist die einzig richtige Lösung für dieses Problem.

 

Genug ist genug

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Irgendwann in den letzten Wochen habe ich angefangen alles, was ich an Newslettern oder E-Mails bekomme und wo irgendetwas zum Thema Fußball in der Headline stand (und zumeist nichts in der vermittelten Botschaft damit zu tun hatte), ungelesen wegzuklicken. Nicht, dass ich missverstanden werde, ich mag Fußball aber diese penetrante Einbeziehung in alle Bereiche des Lebens zu Dingen, zu denen Fußball eigentlich nicht gehört und nur als Medium benutzt wird, ging mir irgendwann auf den Wecker (Ich könnte auch sicher so 30 verschiedene Spielpläne mein eigen nennen).

Wenn man ein solches Medium wie Fußball braucht, um auf sich aufmerksam zu machen, sollte man vielleicht mal überlegen, ob das eigene Angebot stimmt. Unser Angebot ist in der Regel für uns erheblich wichtiger als für unseren Kunden. Angebote müssen aber Kunden- und nicht Unternehmensorientiert sein. Gerade habe ich wieder zwei Beispiele bekommen, wo der Absender genau weiß, worum es geht. Ich als Empfänger dagegen frage mich, was diese Botschaften wohl bedeuten könnten.

Direkte Werbung im Umfeld des Fußballs ist etwas anderes und geht zumeist in zwei Richtungen:

Die große Öffentlichkeit nutzen, um einen neuen Namen bekannt zu machen (bei der derzeitigen Bandenwerbung fallen mir einige Namen auf, die für mich noch ungewohnt klingen und die ich dann im Internet recherchiert habe).

Produkte, die sich immer im Umfeld von Fußball präsentieren, Bier und Autos scheinen da typische Vertreter zu sein, aber es gibt auch einige andere.

Beide bewegen sich aber in der öffentlichen Werbung und nicht in den Mails und Newslettern, die mich erreichen. Da weiß ich was mich erwartet, die Werbung versucht mir nichts vorzuspielen und kann bestimmten Bereichen durch Verzicht entgehen. Zumindest bilde ich mir das ein.

Allerdings bemerke ich doch, dass mich der Fußball beeinflusst: Gestern habe ich vor einer Packung Hanuta gestanden, auf die ich Lust gehabt hätte. Da sie aber in Fußballverpackung angeboten wurde, habe ich sie nicht gekauft.

Es geht auch anders Teil 2 – 2016

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American Express schreibt mir (physisch, nicht digital), dass ich 150 Payback Punkte bekomme, wenn ich an einer kurzen Befragung teilnehme (1 kostenfreier Anruf, 2 Minuten, 3 Fragen). Das Trüffelschwein in mir sagt: Ich nehme teil. Der Vertriebsmann in mir auch: Was wollen sie wissen, warum wollen sie es wissen und halten sie ihr Versprechen.

Überraschung: Die Befragung war wirklich kurz. Den bei der Gelegenheit empfohlenen Newsletter habe ich genommen. Das Angebot, das ich wieder angerufen werden kann, abgelehnt. Zum Schluss gab es noch eine kleine Belohnung.

Meiner Meinung nach eine gute Möglichkeit, um mit folgenden Schritten mit bestehenden Kunden ins Gespräch zu kommen:

Ansprache per Mail oder Brief

Kleines Geschenk als Anreiz

Was versprochen wird, wird eingehalten (z. B. kurze Befragung)

Der Anrufer bekommt nur das, was er will (sollte ja eigentlich selbstverständlich sein, ist es aber nicht).

Der Anrufer bekommt nicht das Gefühl, dass man ihm etwas verkaufen will und man den Anreiz nur als Trick benutzt hat (Das erwarten wir in den meisten Fällen).

Kleine unerwartete Belohnung zum Schluss (die ersten 500 Anrufer bekommen….)

Eine runde Sache, beim Neukunden wird es nicht so gut klappen, weil noch keine Basis vorhanden ist.

 Auch schön dieser Hinweis nach einer Bestellung:

Danke für Deinen Einkauf. Wie ein schüchternes Gespenst oder eine SMS im Jahre 1997 dauert es einige Minuten, bis der Gutschein auftaucht, aber wir senden Dir eine E-Mail, sobald er bereit ist.

Der Erfolg einer solchen Botschaft: Ein kleines Lächeln, was will man mehr.

Es gibt noch viel zu tun Teil 3

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Auf einmal bekomme ich den Newsletter von Traumbootbook.de, ich bin mir nicht sicher, warum. Weil er mich nicht wirklich interessiert, melde ich mich ab. Die Adresse, die dazu von Traumbootbook verwendet wird, kommt als nicht zustellbar zurück. Auch eine Möglichkeit, Abmeldungen zu verhindern :-).

Ich habe verschiedene Geldanlagen und Versicherungen bei der RUV. Geldanlagen und Krankenversicherung sind dort getrennte Geschäftsbereiche. Die Bereiche sind so getrennt, dass man es offensichtlich nicht schafft, Informationen von mir an den jeweils anderen Bereich weiter zu leiten. Ich bekomme zumindest den Hinweis, dass man nicht zuständig ist und ich mich an den anderen Bereich wenden soll.

Rita Fitzi, FB Profil aus Bremen, ein neues Synonym für Spam. In ca. 150 Kommentaren auf meiner Facebook Seite immer das gleiche Kreditangebot in schlechtem Deutsch. Wer kommt da wohl nur auf die Idee, dass so etwas Erfolg haben könnte? Es gibt zwar den Spruch „viel hilft viel“, aber viel Schlechtes macht eine Sache nicht besser.

Und da bin ich noch zu einem fantastischen Webinar bei abc eingeladen. Dazu muss ich aber zuerst eine wichtige, eine strategische Frage beantworten:  Wie kann ich über das Internet 1000, 10.000 oder sogar 40 000 targetierte (neue Wortschöpfung, das Wort gibt es nicht) Leads für meine E-Mail-Liste gewinnen?

Nach einigem Bla bla bla soll ich mich zum zum Webinar anmelden, wobei wie immer die Teilnehmerzahl begrenzt ist (ich vermute auf 1.000, 10.000 oder 40.000 Teilnehmer).

Nach weiteren Bla Bla Bla kann der Absender selbst kaum glauben, wie einfach es ist.
und ich soll mir versuchen vorzustellen, wie ich monatlich vollautomatisch und kostenlos 1000, 10 000 der sogar 40 000 Adressen für meine E-Mail Datenbank bekommen kann,

ohne KOSTEN – was würde das für mich bedeuten? (Ich schaffe es nicht, mir das vorzustellen) Unterschrieben vom Experten für die Gewinnung von Idealkunden.

Mich würde wirklich mal interessieren, wer auf so etwas reagiert und das Webinar anschaut. Zumindest hat die Abmeldung von weitern Mails geklappt.

Zum unguten Schluss kommt noch die eilige Mitteilung zur Zentralisierung gewerblicher Daten ins Haus geflattert. Graues Papier mit dem Absender Zentrale Postverteilstelle Gerichtsweg, Leipzig. Man muss schon sehr lange suchen, um den Preis zu finden, die Beschreibung dazu ist, so schätze ich, in 6 Punkt Schriftgröße geschrieben. Auch da würde mich interessieren, bei wieviel Unternehmen dieses Formular wohl durchrutscht und der kostenpflichtige Eintrag bestellt wird. Es scheinen aber einige zu machen, sonst würde sich der Aufwand des Postversandes wohl nicht lohnen. Neu ist der Titel: Muenzenberg.Gewerbe-meldung.de, wir wohnen in Münzenberg. Da macht man sich mittlerweile etwas mehr Mühe mit der Einrichtung der entsprechenden Unterdomän und der Individualisierung der Werbebriefe. Es ist aber für mich nach wie vor ein Versuch der Täuschung.