Unzufriedenheit ist heilbar

Seit 2004 kennt man den besten Witz der Welt. Dabei kam auch heraus, dass Deutsche im Gegensatz zu z.B. Kanadiern über fast alles lachen können. Kanadier gelten gemeinhin eher als zufrieden, Deutsche eher als unzufrieden. Ob zu viel lachen ein Ausdruck für Unzufriedenheit ist? Hier der Link, falls Sie mehr wissen möchten.

Aus diesem Anlass ist der Artikel Unzufriedenheit im Unternehmen entstanden.

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Unzufriedene Mitarbeiter in Unternehmen kosten einen Haufen Geld. Es gilt dabei die Regel, je größer das Unternehmen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Mitarbeiter unzufrieden sind. Dabei äußert sich dies oft nicht in konkreten Aussagen, sondern in schwer fassbaren Beschwerden. Durch die Arbeit an aktuellen Problemstellungen kann sich dies erheblich verbessern.

Probleme mit der Unternehmenskultur  

Dass erhöhte Krankheitsraten und mangelnde Motivation in Unternehmen eine Ursache in beruflicher Überlastung haben, wird jedes Jahr durch neue Studien belegt. Was diese Spirale oft hervorruft oder weiter nach oben treibt, ist die mangelnde Identifikation von Menschen mit ihrem Betrieb. Stress wird als viel störender empfunden, wenn die Unternehmenskultur scheinbar brach liegt. So motivierend ein gutes soziales Umfeld im Beruf ist, so demotivierend ist, wenn man mit Vorgesetzen, Kollegen oder Mitarbeitern nicht zurechtkommt. Probleme dieser Art sind jedoch schwer zu fassen, weil die Beschwerden oft diffus und nicht direkt greifbar sind.

Lösungsansatz Gemeinsamkeit 

Ein Lösungsansatz ist, nicht fassbare Probleme mit fassbaren zu lösen. Dafür muss ein Ventil im Unternehmen geschaffen werden, in dem Mitarbeiter die Möglichkeit haben, ihre Beschwerden frei zu formulieren, ohne dafür kritisiert zu werden. Die international erprobte Managementmethode von Prof. Adizes schlägt hier z.B. einen Rahmen vor, bei dem in festgelegten Zeitabständen solche Möglichkeiten geschaffen werden. Alle Mitarbeiter einer Organisationseinheit können dabei alles sagen, was sie stört, ohne dafür belangt oder kritisiert zu werden. Auch Diskussionen finden in der ersten Phase noch nicht statt, die Punkte werden gesammelt, priorisiert und zu einem späteren Zeitpunkt gelöst. Alle genannten Punkte werden in 6 Kategorien aufgeteilt. 

6 Stufen der Unzufriedenheit

Drei Kategorien befassen sich mit der Unternehmenskultur: Kategorie 1 betrifft Unstimmigkeiten mit dem Unternehmen, Nr. 2 Probleme mit Vorgesetzen und 3 Störungen im Verhältnis mit Kollegen und Mitarbeitern. Klassische Beispiele sind „Ich glaube nicht, dass ich morgen meinen Arbeitsplatz noch habe“ oder „Mein Chef übergeht mich“ oder „Die Kollegen schneiden mich“. Dies sind alles Aussagen, die keinen konkreten Bezugspunkt haben und deshalb schwer zu lösen sind. Die Kategorien 4, 5 und 6 dagegen befassen sich mit praktischen Verbesserungspotentialen.

Sie gehen von internen Beschwerden über Schwierigkeiten mit Geschäftspartnern bis hin zu Problemen im persönlichen Umfeld. Beispiele dafür sind „Unser Lager ist nicht aufgeräumt“ „Wir liefern dauernd falsche Ware aus“ bis zu „Ich schaffe meine Arbeit nicht mehr“. Wenn bei einem Treffen der Mitarbeiter alle diese Punkte gesammelt und eingestuft sind, werden sie zusammengefasst und von allen in ihrer Bedeutung gewichtet und anschließend geklastert.

Aufbau eines Verbesserungssystems 

Die gesammelten Punkte sind nun die Basis für den Aufbau eines Verbesserungssystems. Ausgewählte Mitarbeiter aus allen Abteilungen arbeiten in regelmäßigen Treffs die Punkte ab. Man beginnt mit Kategorie 6, weil hier am schnellsten Verbesserungen wirksam werden und arbeitet sich systematisch vor.

80% der Lösungen sind dabei mit gesundem Menschenverstand machbar, nur bei wenigen Projekten braucht man externe Spezialisten.

Der Lösungsfortschritt wird so dokumentiert, dass alle Mitarbeiter jederzeit sehen können, wie sich das Verbesserungssystem entwickelt. Die Punkte werden solange bearbeitet, bis das nächste Treffen aller Mitarbeiter stattfindet. Dann entsteht durch Aussagen der Mitarbeiter eine neue Liste, die die Grundlage für die zukünftige Arbeit bildet. Die alte Liste wird jetzt nicht mehr benötigt. Ist das Problem aus dem Vorjahr gelöst, wird es nicht wiederauftauchen. Ist es nicht gelöst, ist der Punkt wieder dabei oder er war nicht wichtig.

Jährlich meckern 

So ein System schafft ein Ventil für Mitarbeiterbeschwerden. Durch die gemeinsame Arbeit an den „fassbaren“ Problemen steigt das Vertrauen in Kollegen, Chefs und das Unternehmen selbst und die Unternehmenskultur verbessert sich. Beschwerden in diesem Zusammenhang werden zurückgehen. Auch permanente Meckerei wird zurückgehen, weil es eine systematische Vorgehensweise gibt, um Probleme im Unternehmen zu besprechen.

Natürlich kostet eine solche Lösung Zeit, aber das wird durch eine zukünftig bessere Zusammenarbeit mehr als wieder hereingeholt. Das Resultat ist Vertrauen in Kollegen und Vorgesetzte, ein besseres Miteinander und mehr Zufriedenheit für den einzelnen Mitarbeiter. Diese Zufriedenheit führt zu mehr Spaß an der täglichen Arbeit, weniger Stress und damit verbundene Krankheiten und nicht zu vergessen zu mehr Effektivität fürs Unternehmen.

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Eine gute Idee zur Kundengewinnung

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Ein Tagungszentrum sucht immer neue Kunden, um seine Raumangebote vorstellen zu können. Dazu hatte das Gemeindezentrum St. Martin in Biberach eine gute Idee. Alle Anbieter von Weiterbildungsmaßnahmen in der Region wurden eingeladen, das Zentrum kennen zu lernen. Als Bonbon gab es dabei einen Vortrag zum Thema Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Tagungen und Besprechungen, den ich halten durfte. Das Thema ist Teil meiner Tätigkeit als Lehrbeauftragter für Zeitmanagement an der Technischen Hochschule Mittelhessen. 45 Teilnehmer inklusive Pfarrer sorgten dafür, dass die Veranstaltung zu einem Erfolg wurde.

Unterstützung bekam der Veranstalter vom Regionalbüro Ulm. In Baden-Württemberg haben sich schon teilweise seit vielen Jahren die Weiterbildungsanbieter der verschiedenen Regionen zusammengeschlossen und tauschen sich aus. Das Land fördert diese Netzwerke, das Büro Ulm hat die Einladung zu dieser Veranstaltung an die Weiterbilder der Region unterstützt, mit organisiert und mit finanziert.

Das Tagungszentrum selbst bestand ursprünglich aus 2 Gebäuden. Es ist ein historischer Bau, entstanden im 12. bzw. 13. Jahrhundert als Mesner bzw. Pfarrhaus. 2009 und 2010 aufwändig saniert, bietet es heute alle Möglichkeiten in einem tollen historischen Ambiente, die ein Tagungszentrum anbieten muss. Dazu kommt die gute Lage im Herzen von Biberach.

Wenn Sie Tagungsmöglichkeiten suchen, bietet sich hier eine Möglichkeit, die lange positiv im Gedächtnis der Teilnehmer haften bleiben wird.

Link zum Gemeindezentrum Biberach http://www.gemeindezentrum-st-martin-biberach.de/

Link zu den Regionalbüros Ulm http://www.regionalbuero-bw.de/cms/index.php/ueber-uns/ulm

Mission Auftrag für Schreiner

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Im Rahmen des Meisterprogramms von Würth haben die Teilnehmer des Meisterlehrgangs der Schreinermeisterschule Schwäbisch Hall an einem Verkaufstechniken-Seminar bei der Würth Akademie in Künzelsau teilgenommen. Ich durfte dieses Seminar durchführen. “Mission Auftrag“ ist ein Angebot der Würth Akademie, das an vielen Standorten in Deutschland für Würth Kunden regelmäßig durchgeführt wird. Es beschäftigt sich mit dem Ablauf eines Verkaufsgespräches und den Möglichkeiten, durch gezielte Vorbereitung mehr Gespräche in Aufträge umzuwandeln.

Eine fitte Truppe, der die Veranstaltung viel Freude gemacht hat. Eingebunden war eine Besichtigung des Logistikzentrums von Würth mit den Robotern Anna (unten rechts im Bild zwischen zwei angehenden Schreinermeistern) und Tom, die alle sehr überrascht und begeistert haben. Dazu das „Fit mit Würth“-Programm, bei dem die Teilnehmer von einer angehenden Sporttherapeutin mithilfe von Meterstäben einige Ausgleichsübungen absolvieren konnten. Einige Meterstäbe haben diesen Programmpunkt nicht überlebt.

Dank an Kathrin Stockert (Akademie Würth Handwerkerzentrum) und Jan Müller (Meisterschule Schwäbisch Hall) für die gute Organisation und Betreuung.

Informationen zum Meisterprogramm bei Würth finden sich unter http://www.wuerth.de/seminare

Informationen zur Meisterschule Schwäbisch Hall und dem Schreinermeister Lehrgang unter http://www.schreinermeisterschule.de.

Als eine der wenigen Schulen in Deutschland bietet diese Schule den Schreinermeister Lehrgang noch kostenlos an. Lediglich die Materialgebühren müssen erstattet werden.

Wieder eine der Veranstaltungen, wo man hinterher sagen kann: Das hat allen Spaß gemacht

4 Hotels, 4 Meinungen: Der Mystery Shopper war wieder unterwegs

Manchmal drängeln die Termine ja so, dass das passiert: 4 Hotels in Deutschland innerhalb von einer Woche für 4 Seminare bzw. Tagungen. Zum Glück eher selten, aber es gab natürlich die unterschiedlichsten Eindrücke:

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Europa-Park Rust – Hotel Colosseo: Was ein toller optischer Eindruck und was eine Qualität in Einrichtung und Service. Zum ersten Mal sagt ein Mitarbeiter an der Rezeption zu mir: Darf ich Ihr Anmeldeformular für Sie ausfüllen. Eine entspannte Ruhe – was in der Freizeitpark Saison sicher nicht so der Fall sein wird und eine große Auswahl beim Frühstück inkl. einem veganen Buffet. Das Hotel liegt nicht in einem Zentrum von Deutschland, ist auch nicht unbedingt kostengünstig (bis auf die Angebote in der Nebensaison), hat aber eine Auslastung von 94%. Das spricht für sich. Der Tagungsraum ist wie eine Bücherei gestaltet mit Bildern von vielen amerikanischen Präsidenten – Trump war nicht dabei, wird dort wohl auch keinen Platz bekommen. Obama ist natürlich schon dabei.

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Das 3 Linden in Leipzig ist ein Mittelklassehotel, in dem ich zum 2. Mal übernachte. Es ist einfacher, aber gut, hat mit dem Pferdestall ein gutes rustikales Restaurant mit regionaler Küche. Es ist günstig, ganz klar bei dem starken Wettbewerb in Leipzig. Zum ersten Mal sehe ich, dass ein Hotel gegen die großen Hotelportale agiert: „Wir garantieren Ihnen, dass Sie auf keiner Hotelbuchungsplattform günstiger buchen können als bei uns direkt auf unserer Homepage“. Nächstes Mal buche ich direkt beim Hotel.

Hotel Anne-Sophie in Künzelsau, das Hotel gehört zur Würth Gruppe. Das Hotel ist behindertengerecht eingerichtet, im ersten Moment muss ich mich an die Schalter gewöhnen, die etwas tiefer angebracht sind. Es sind auch behinderte Mitarbeiter im Hotel eingesetzt, das Restaurant heißt bezeichnender Weise handicap. Die Mitarbeiter wirken ein wenig selbstbewusst und stolz auf das, was sie machen. Das ist mir erst ein paar Tage später im Nachhinein aufgefallen, habe ich aber auch schon bei anderen Bereichen von Würth erlebt. Hier aber besonders. Das Essen hat die ungewöhnliche Kombination von optisch ansprechend, lecker und bezahlbar. Der Speiseraum ist toll mit einem fast haushohem Wintergarten Ich habe mich nicht getraut zu fotografieren, hier als Ersatz ein Link http://bit.ly/2rQ5qoC.

Es gibt sogar im Nachhinein per Mail eine Befragung zur Zufriedenheit. Eine gute Idee, leider ist sie zu umfangreich, mehr wie 5 oder 6 Fragen sollte man nicht stellen, wenn man eine hohe Antwortquote haben will.

sdr

Hotel Hohenrodt in Loßburg, eher ein einfaches Urlaubshotel, aber es ist ok. Man merkt am Personaleinsatz, dass das Hotel knapp kalkulieren muss, aber ich komme gut damit zurecht. Das besondere hier ist der Tagungsraum, der Saal der Gemeinde Loßburg. Ein toller Raum mit einem tollen Blick und eine gute Idee, um zusätzlich Einnahmen für die Gemeinde zu generieren.

Im Vergleich:

Überall waren die Mitarbeiter freundlich und zuvorkommend, am professionellsten im Colosseo.

Bei der Optik schneiden Colosseo und Anne-Sophie am besten ab.

Beim Preis 3-Linden und Hohenrodt.

Beim Essen Anne-Sophie und 3-Linden.

Beim Tagungsraum Gemeinde Loßburg und Colosseo.

Bei der Region: Ansichtssache, Loßburg im Schwarzwald profitiert natürlich von der Gegend, aber Leipzig mit seiner Seenplatte ist auch ein attraktiver Anziehungspunkt. Rust hat seinen Freizeitparkt und Künzelsau hat mich mit seiner wunderschönen Innenstadt mehr als überrascht.

Es kommt also immer darauf an, was man vorhat.

 

Tolle Ideen

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Gründer 2017, gestern in Darmstadt, das waren tolle Ideen

Gastromatic aus Darmstadt, entstanden durch einen der Gründer, der die Schwierigkeiten der Personalplanung in Restaurants am eigenen Leib erfahren hat. Daraus ist eine Software entstanden, die im Kern die Personalplanung im Restaurant vereinfacht und darüber hinaus entweder Schnittstellen oder zusätzliche Tools für den Gastwirt zur Verfügung stellt.

Das große Gasthaussterben auf dem Lande ist vorbei: Die Leidenschaft für Gasthäuser hat Howa aus Gersfeld dazu geführt, mittlerweile 7 Wirtshäuser zu übernehmen, neu auszurichten und neu am Markt zu etablieren. Das Geschäft ist erfolgreich, denn jetzt wird das Angebot professionell aufgebaut (ein Problem vieler kleiner Betriebe, nicht nur Gasthäuser).

Celebratestreetfood.de, frisches Essen an der Pommesbude. Natürlich keine Pommes, aber aus einem Verkaufswagen hat sich mittlerweile eine Flotte von 7 Wagen entwickelt, die bis zu 2.000 Personen mit frisch hergestelltem Fastfood verköstigen kann.

Tracktics macht den Amateursport professionell. Ein bezahlbares Tracking System, mit dem Sportler für wenig Geld ihre sportliche Leistung messen können. Was bisher nur die ersten Liegen konnten, kann jetzt jeder.

Sterbenleben aus Darmstadt von Sabine Eller, ein Bestattungsinstitut, von einer Krankenpflegerin gegründet. Für die Betreuung vor, beim und nach dem Tod für den Sterbenden und für die Angehörigen auch darüber hinaus.

Wurst kann auch Spaß machen. Fleischeslust aus Bensheim macht Fleisch und Wurst wieder erlebbar, mit einer Metzgerei, einem Restaurant und mit Kursen. Achtung, Kochen für Kerle ist schon bis 2018 ausgebucht.

Optocomm aus Gründau beschäftigt sich mit Schienentechnik und hat ein Konzept für Kunden wie die Deutsche Bahn entwickelt, was Wartung vereinfacht und verbilligt und gleichzeitig für weniger Störungen im Zugverkehr sorgt.

Wingcopter aus Darmstadt ist ein Drohnen Konzept, dass Drohnen bis zu 100 km weit fliegen lässt und gleichzeitig ein Gewicht von bis zu 6 kg transportieren kann. Die Flügel können vertikal und horizontal gestellt werden, eigentlich ist es mehr ein Flugzeug.

Last but not least Nähkraft aus Marburg, bei dem ein ehemaliger Mitarbeiter den Betrieb, der in unruhiges Fahrwasser gekommen war, übernommen hat. Der Betrieb ist jetzt wieder gut ausgelastet. Ein gutes Beispiel dafür, dass oft Qualität und Kreativität bei der Arbeit nicht ausreichend sind, wenn es an der Organisation fehlt.

Es gab auch in den einzelnen Rubriken Preisträger, aber die Wahl war schwer, deshalb verzichte ich hier auf die Nennung der Gewinner. Sie waren alle gut.

Schwierige Telefonakquise:

Kommunikation klein

Es gibt ja immer wieder so einige Allerweltsprodukte oder Dienstleistungen, die übers Telefon verkauft werden und auf die der Angerufene oft schon fast allergisch z.B. wie folgt reagiert „Mein Gott, der 17. Zeitarbeitsanbieter heute“.

Ausgelöst durch ein Telefontraining, das ich durchgeführt habe, sind mir einige Ideen eingefallen, wie man diese Mauer durchbrechen könnte:

Kaffeeautomaten: Darf ich Ihnen eine Kanne Kaffee vorbeibringen

Catering: x Essen für Sie kostenlos nach Wahl mit der Bitte um Bewertung

Bürobedarf: Ich möchte Ihnen einen Katalog mit einem Gutschein schicken (für McDonald oder Wertgutschein ohne Mindestbestellwert)

Kopierpapier oder Druckerpatronen: Ein Paket oder 5 Patronen nach Wahl

Lebensmitteleinzelhandel: Ich bringe Ihnen mal einen Obstkorb vorbei

Personalvermittlung: Ich möchte mal gern Ihren Hof fegen, es kostet Sie auch nichts (Schnee schüppen im Winter geht sicher noch besser).

Toilettenpapier: Ich möchte Sie zu einem Zartheitstest bei Toilettenpapier einladen.

Jetzt kommt der übliche Spruch: Kostenlos kann jeder, das kostet doch alles Geld. Meine übliche Antwort: genau, wie auf dem Wochenmarkt, verschenke einen Apfel um eine Kiste zu verkaufen. Eine der ältesten Verkäuferregeln der Welt. Übrigens, was kostet ein Telefonanruf im Telefonmarketing, wenn Sie ein Callcenter beauftragen. Kalkulieren Sie mal, was es mehr kostet, die Kanne Kaffee oder ähnlich vorbeizubringen und ein kurzes Gespräch zu führen. Bei kostenlosen Lieferungen haben Sie Einfluss auf den Lieferzeitpunkt.

Der nächste übliche Spruch: Das machen meine Mitarbeiter, wenn sie Zeit haben. Meine übliche Antwort: Wie hoch ist da die Erfolgsquote? Die übliche Antwort: Ja schlecht. Meine übliche Antwort: Und, sollte man mal was anderes probieren. Übliche Antwort: Wir haben schon alles versucht. Meine übliche Antwort: Wenn Sie wirklich schon alles versucht haben, sollten Sie nicht weiter über Telefonmarketing nachdenken. Übrigens:

Unternehmer unternehmen etwas

Unterlasser unterlassen etwas, die bauen keine Halle, die könnte ja in 10 Jahren zu klein sein

Profis haben alles schon mal gemacht

Wer der Überzeugung ist, alles versucht zu haben, hört auf zu denken. Die Aussage „geht nicht“ schaltet das Gehirn aus, die Aussagen „Ich weiß noch nicht, ob es geht“ oder „Es geht im Moment noch nicht“ lässt das Gehirn weiterarbeiten.

Meist versucht man durch Schulung die Erfolgsquote der Telefongespräche zu verbessern. Man sollte aber eher die Strategie der Kundengewinnung überdenken und das mit Marketingaspekten und Telefonschulung verbinden.

Bei den Nervensägen der Gold und Aktien Angebote ist mir nicht wirklich etwas eingefallen, vielleicht muss man da mit dem Sicherheitsaspekt ein wenig spielen. Aber das ist auch nicht meine Welt.

Welche kreative Idee, Allerweltsprodukte zu verkaufen, fällt Ihnen noch ein?

Marketing ist das Gebot der Stunde, so heißt es oft in aller Munde

Doch ist es nur das Werbegeld, das die Welt zusammenhält?

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Motivation statt Marketing, mein aktueller Presseartikel aus September

Motivierte Mitarbeiter

Bei manchen Unternehmen ruft man gerne an. Die Stimme am Telefon ist immer freundlich, man hat das Gefühl, das einem hier geholfen wird. Auch hier klappt nicht immer alles sofort, sind nicht immer alle Ansprechpartner erreichbar, kann nicht alles sofort erledigt werden. Man erkennt aber, dass der Gegenüber ein wirkliches Interesse daran hat, zu helfen. Solche Unternehmen findet man nicht über Werbeanzeigen, man findet sie über Empfehlungen.

Lügenbold Marketing

Marketing kann uns den Himmel auf Erden versprechen. Je übertriebener es gemacht wird, desto höher ist der Aufmerksamkeitswert. Bei Produkten, die keinen Service benötigen wie Schokolade, Bier oder Fertigsuppen führt diese Art der Kundenansprache auch zum gewünschten Erfolg. Service erfährt man hier nur durch die Betreuung im Einzelhandel oder Internetshop. Wenn die schlecht ist, wechselt man das Geschäft aber nicht die Marke. Der Focus des Herstellers liegt hier eher auf der Erfüllung des Werbeversprechens als auf Service, denn Abweichungen davon werden durch Verbraucherverbände und -sendungen gern dokumentiert. Selbst beim Autokauf ist heute durch die Internetpräsenz der Hersteller die Entscheidung für die Automarke in den meisten Fällen gefallen, bevor man ein Autohaus aufsucht. Ist da der Service schlecht, geht man zum nächsten Händler.

Wenn’s mehr sein muss

Bei erklärungsbedürftigen Produkten und Dienstleistungen verhält es sich anders. Sobald telefonische oder persönliche Betreuung wichtig für die Kaufentscheidung wird, rückt Service sehr stark in den Vordergrund. Wenn dann vollmundige Werbeversprechen gegeben werden, der Service aber enttäuscht, geht die Kaufentscheidung in eine andere Richtung. Endlose Telefonhotlines, unmotivierte persönliche Beratung im Geschäft und mangelnde Servicebereitschaft bieten gute Möglichkeiten, Kunden zu ärgern oder zu verlieren. Hier setzen heute schon viele große Unternehmen an, weil sie die Chancen von gutem Service erkannt haben. Aber viele Mitarbeiter sind viel schwieriger zu motivieren als wenige.

Motivation ins Marketingbudget

Marketing hat mit der Außendarstellung eines Unternehmens und seiner Produkte zu tun. Da ein Unternehmen durch seine Mitarbeiter wirkt, sollte Personalentwicklung Teil eines erfolgreichen Marketings sein. Motivation fängt beim Kopf des Unternehmens an und hört bei den Füßen auf. Motivation kann man nicht verordnen und auch nicht kaufen. Motivation erlebt man und gibt man weiter, egal ob als Chef, Abteilungsleiter oder Mitarbeiter. Einen Teil des Marketingbudgets in Personalentwicklung zu verlagern, wäre eine gute Investition. Teambildung ist dabei ein wichtiger aber oft vernachlässigter Teil von Personalentwicklung.

Personalentwicklung leichtgemacht

Viele kleine Inseln in dem Meer der Unternehmen erproben Konzepte der Personalentwicklung. Immer dabei ist eine stärkere Einbindung aller Mitarbeiter in Unternehmensentscheidungen. Übergreifendes Wissen und Kommunikation gehört genauso dazu wie feste Regeln, die von allen beschlossen und von allen, auch von den Vorgesetzen, eingehalten werden. Einen guten Chef spürt man nicht ist eine alte Regel. Wenn Aufgaben und Verantwortlichkeiten nachvollziehbar gerecht verteilt werden, ändert sich der Umgang mit Kontrolle und Fehlern und Mitarbeiter werden freier. Dazu gehören natürlich auch Angebote und Förderung von zwischenmenschlicher Kommunikation. Nur, wer sich wirklich gut kennt und versteht, kann auch gut miteinander das tägliche Geschäft bewältigen.

Marketing ist nach wie vor wichtig aber es braucht in vielen Bereichen die Komponente Mensch für den richtigen Erfolg. Eine gute Kundenbetreuung schafft mehr Kundenempfehlungen. Sogar im Einzelhandel bekommt ein Unternehmen dann mehr Chancen, den Blick seiner Kunden bei Schokolade, Bier oder Fertigsuppen und selbst beim Autokauf auf Alternativen zu lenken.