4 Hotels, 4 Meinungen: Der Mystery Shopper war wieder unterwegs

Manchmal drängeln die Termine ja so, dass das passiert: 4 Hotels in Deutschland innerhalb von einer Woche für 4 Seminare bzw. Tagungen. Zum Glück eher selten, aber es gab natürlich die unterschiedlichsten Eindrücke:

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Europa-Park Rust – Hotel Colosseo: Was ein toller optischer Eindruck und was eine Qualität in Einrichtung und Service. Zum ersten Mal sagt ein Mitarbeiter an der Rezeption zu mir: Darf ich Ihr Anmeldeformular für Sie ausfüllen. Eine entspannte Ruhe – was in der Freizeitpark Saison sicher nicht so der Fall sein wird und eine große Auswahl beim Frühstück inkl. einem veganen Buffet. Das Hotel liegt nicht in einem Zentrum von Deutschland, ist auch nicht unbedingt kostengünstig (bis auf die Angebote in der Nebensaison), hat aber eine Auslastung von 94%. Das spricht für sich. Der Tagungsraum ist wie eine Bücherei gestaltet mit Bildern von vielen amerikanischen Präsidenten – Trump war nicht dabei, wird dort wohl auch keinen Platz bekommen. Obama ist natürlich schon dabei.

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Das 3 Linden in Leipzig ist ein Mittelklassehotel, in dem ich zum 2. Mal übernachte. Es ist einfacher, aber gut, hat mit dem Pferdestall ein gutes rustikales Restaurant mit regionaler Küche. Es ist günstig, ganz klar bei dem starken Wettbewerb in Leipzig. Zum ersten Mal sehe ich, dass ein Hotel gegen die großen Hotelportale agiert: „Wir garantieren Ihnen, dass Sie auf keiner Hotelbuchungsplattform günstiger buchen können als bei uns direkt auf unserer Homepage“. Nächstes Mal buche ich direkt beim Hotel.

Hotel Anne-Sophie in Künzelsau, das Hotel gehört zur Würth Gruppe. Das Hotel ist behindertengerecht eingerichtet, im ersten Moment muss ich mich an die Schalter gewöhnen, die etwas tiefer angebracht sind. Es sind auch behinderte Mitarbeiter im Hotel eingesetzt, das Restaurant heißt bezeichnender Weise handicap. Die Mitarbeiter wirken ein wenig selbstbewusst und stolz auf das, was sie machen. Das ist mir erst ein paar Tage später im Nachhinein aufgefallen, habe ich aber auch schon bei anderen Bereichen von Würth erlebt. Hier aber besonders. Das Essen hat die ungewöhnliche Kombination von optisch ansprechend, lecker und bezahlbar. Der Speiseraum ist toll mit einem fast haushohem Wintergarten Ich habe mich nicht getraut zu fotografieren, hier als Ersatz ein Link http://bit.ly/2rQ5qoC.

Es gibt sogar im Nachhinein per Mail eine Befragung zur Zufriedenheit. Eine gute Idee, leider ist sie zu umfangreich, mehr wie 5 oder 6 Fragen sollte man nicht stellen, wenn man eine hohe Antwortquote haben will.

sdr

Hotel Hohenrodt in Loßburg, eher ein einfaches Urlaubshotel, aber es ist ok. Man merkt am Personaleinsatz, dass das Hotel knapp kalkulieren muss, aber ich komme gut damit zurecht. Das besondere hier ist der Tagungsraum, der Saal der Gemeinde Loßburg. Ein toller Raum mit einem tollen Blick und eine gute Idee, um zusätzlich Einnahmen für die Gemeinde zu generieren.

Im Vergleich:

Überall waren die Mitarbeiter freundlich und zuvorkommend, am professionellsten im Colosseo.

Bei der Optik schneiden Colosseo und Anne-Sophie am besten ab.

Beim Preis 3-Linden und Hohenrodt.

Beim Essen Anne-Sophie und 3-Linden.

Beim Tagungsraum Gemeinde Loßburg und Colosseo.

Bei der Region: Ansichtssache, Loßburg im Schwarzwald profitiert natürlich von der Gegend, aber Leipzig mit seiner Seenplatte ist auch ein attraktiver Anziehungspunkt. Rust hat seinen Freizeitparkt und Künzelsau hat mich mit seiner wunderschönen Innenstadt mehr als überrascht.

Es kommt also immer darauf an, was man vorhat.

 

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Neue Kräfte braucht das Land

Arbeit -95311_1280 PersonalSolche Arbeitsplätze machen keine Lust auf neue Arbeitgeber, Bildhinweis Pixabay cco Lizenz

Arbeitskräfte sind rar und werden noch viel rarer werden. Imagebildung ist ein Mittel, um auf sich aufmerksam zu machen.

Früher war aber mehr Lametta

Dieser Satz von Loriot lässt sich in vielen Bereichen anwenden; früher war einfach alles besser. Kunden kamen um zu kaufen und mussten nicht umworben werden, die Luft war noch sauber – wobei man da weit zurückgehen muss – und der Schreibtisch hat sich unter der Last der Bewerbungen gebogen. Heute muss hart um Kunden gekämpft werden, für die Luftreinhaltung gibt es Auflagen und der Stapel der Bewerbungen ist verschwunden.

Mehr gut ausgebildete Arbeitskräfte

Die Verluste an Arbeitsplätzen, die uns von Schwarzmalern der Digitalisierung angedroht werden, sind bei der Erfindung des mechanischen Webstuhls und den darauffolgenden Industrierevolutionen schon einmal angekündigt worden. Sie stimmen auch alle, vergessen aber die mehr als Millionen, die gleichzeitig neu entstanden sind. Alle diese Industrie Stufen zeigen, wie wichtig Qualifizierung ist und welche Möglichkeiten sich auftun, wenn man gut ausgebildet ist. So schön es ist, dass wir viele neue Menschen ins Land bekommen haben, so groß ist die Herausforderung, diese entsprechend zu qualifizieren um sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Das unterscheidet die heutigen Zuwanderer von den Ruhrpolen Ende des 19. Jahrhunderts, den Gastarbeitern Anfang der 60er Jahre und den Flüchtlingen aus dem ehemaligen Jugoslawien in den 90er Jahren. 

Neue Wege zur Mitarbeiter Bindung

Unternehmen müssen sich heute intensiver um neue Mitarbeiter kümmern, als das früher der Fall gewesen ist. Wer glaubt, dies über Auszubildende realisieren zu können, wird feststellen, dass auch dieser Markt stark geschrumpft ist. Es wird immer wichtiger, als attraktiver Arbeitsgeber zu gelten, um Abwerbeversuchen der eigenen Mitarbeiter von anderen Unternehmen entgegenwirken zu können und um neue Mitarbeiter zu interessieren. Die soziale Verantwortung eines Unternehmens, kurz CSR genannt, hat sich heute dadurch auf neue Bereiche ausgedehnt. Neben sozialen Projekten, wie sie von Krombacher mit der Regenwald-Aktion bekannt geworden ist, kommen jetzt die Bereiche Personal, Produktion und Umfeld hinzu. Soziale Verantwortung bedeutet hier, dass Mitarbeiter sich im Unternehmen entfalten können, dass die Unternehmensabläufe nachhaltig organisiert sind und der Betrieb von seinem regionalen Umfeld als verantwortungsbewusst anerkannt ist.

Nur wissen muss man es

Unternehmen, die so gut aufgestellt sind, stehen dann noch von einer weiteren Hürde. Es nützt nichts, ein „gutes“ Unternehmen zu sein, wenn niemand über den eigenen Dunstkreis hinaus davon Kenntnis nehmen kann. So wie ein gutes Produkt erst durch Marketing erfolgreich wird, wird auch ein guter Arbeitgeber erst durch Öffentlichkeitsarbeit bei potentiellen Mitarbeitern bekannt. Allerdings sind die Marketingregeln bei Kunden und Mitarbeitern heute gleich. Es geht um zielgerichtete Ansprache mit wenig Werbeeffekten und viel Inhalt. Dazu die Ansprache über die Kanäle, die die Zielgruppe zur Informationsbeschaffung nutzt. Was sich stark unterscheidet ist der Inhalt der Botschaft: Während für Kunden eher über Produktvorteile und Nutzen informiert wird, steht bei der Werbung um Mitarbeiter eher die Entwicklungsmöglichkeit im Unternehmen, die Nachhaltigkeit der Produktion, die Freude am Arbeitsplatz im Vordergrund.

Flexibilität und Perspektive ist auch für Unternehmen im ländlichen Raum ein interessanter Aspekt der Mitarbeiter Gewinnung. Junge Menschen können durch die Digitalisierung Arbeitgeber im ländlichen Raum mit dem Abenteuer einer Metropole zum Beispiel durch Home-Office verbinden. Entwickeln sich daraus junge Familien, bietet dann der gleiche Arbeitgeber auf dem Land ein günstiges und gesundes Wohnumfeld. Man darf also gespannt sein, wie sich der Personalmarkt weiter entwickeln wird und wie Unternehmen dieser Aufgabe angehen werden.

Feuer und Flamme,

action-2962594_1920 cco spitzenleistungen

Jedes Jahr ein neues interessantes Forum bei Mplus in St. Augustin.

Teil 2 des Forums,  Feuer und Flamme, passt ja auch noch zu Weihnachten

Motivation ist, wenn man trotzdem siegt von Alexander Kuhnert, ehemaliger Vizemeister in der 400 m Staffel und Athletiktrainer des Nachwuchses beim 1 FC Köln.

Aber jetzt zum Thema, Feuer und Flamme ist ein guter Motivationsratgeber 

Ein Top Athlet ist ein Wettkämpfer, der durch seine Leistungen alle anderen guten Athleten dazu zwingt, sich ständig zu verbessern.

Kriterien von Topathleten   

  1. Sie haben eine überragende Karriere und gehen in die Sportgeschichte ein.
  2. Sie fürchten keine Gegner, weil sie wissen, dass sie jeden schlagen können. (Ich denke aber, sie studieren ihre Gegner genau)
  3. Sie müssen nicht über ihre Stärke nachdenken, Stärke ist da.
  4. Sie verschwenden keine Gedanken daran, wie man unangenehme Aufgaben umgehen kann. Sie führen sie direkt aus.
  5. Sie haben nie das Gefühl, am Ziel zu sein, es gibt immer noch eine weitere Stufe. (manchmal wissen sie aber auch nicht, wann ihre Zeit vorbei ist)

Wenn du ein Top Mann oder eine Frau bist, nicht nur im Sport

  • Hast du eine extrem hohe Eigenmotivation
  • Weißt du genau, wer du bist, was du kannst und was du willst.
  • Verbesserst du dich weiter, wenn andere aufhören!
  • Kannst du alles um dich herum ausblenden und deine Aufgabe kontrollieren.
  • Führen Drucksituationen nicht zu Einschüchterung sondern zu neuen Lösungen
  • Kannst du Entscheidungen treffen.
  • Arbeitest du immer für deinen Erfolg.
  • Ist ein Erfolg von dir die Stufe zum nächsten Erfolg und nicht das Sofa zum Innehalten.
  • Analysierst du jede Aktion von dir, egal ob erfolgreich oder nicht erfolgreich, um daraus zu lernen

Wie hilft ein Trainer dabei? 

  • Der Trainer fördert und fordert Motivation seiner Spieler.
  • Spieler sollen gern ins Training gehen und Spaß haben
  • Trainer müssen die Fähigkeiten ihrer Spieler richtig einschätzen können und darauf das Training aufbauen.
  • Dazu gehört positives Feedback, bzw. eine konstruktive Fehleranalyse
  • Dazu gehören Aufgaben, die sie fordern aber nicht überfordern.
  • Kontraproduktiv bzw. demotivierend erweist sich hingegen psychischer Druck in der Androhung negativer Konsequenzen:
  • „Der Spieler muss auf die Bank, der Mitarbeiter im Unternehmenstraining wird vom Trainer bloßgestellt“.

Mein Kommentar:  

Es kann nicht nur Spitzenleistungen geben, für die meisten Menschen ist die Anstrengung zu groß. Aber die Erfolgsfaktoren von Spitzenleistungen anzuschauen und davon Elemente einzusetzen, bringt uns ein gutes Stück voran.

Wenn Spitzenleistungen mit Überlastung zu tun haben, sind sie endlich, man sieht das im Sport und auch häufig im Management. In anderen Bereichen wie Musik oder Geisteswissenschaften sind Spitzenleistungen über Jahrzehnte möglich. Vielleicht liegt es an den Unterschieden in der Art und Weise der geistigen oder körperlichen Belastung.

Ein Fußballer ist mit 60 nicht mehr Fußballer, sondern Trainer. Ein Geigenspieler spielt mit 60 immer noch Geige. Erfolgreiche Manager, die mit 60 ein Burnout Syndrom bekommen, landen im Krankenhaus. Es gibt aber auch erfolgreiche Manager mit 60 ohne Burnout. Ich glaube, ein Geigenspieler, der permanent psychischen Belastungen ausgesetzt ist, kann mit 60 auch nicht mehr spielen.

Das Niedermachen von Mitarbeitern wird gerade in Verkaufstrainings immer wieder eingesetzt, die Kuschel Variante ist aber auch nicht richtig. Die Wahrheit liegt durch die Steigerung der Motivation irgendwo dazwischen.

Das richtige Verhältnis von Belastung und Erholung darf man nicht vergessen, hier ein Link auf einen Beitrag, den ich vor drei Jahren zum Vortrag von Carsten Arriens geschrieben habe https://koenigskonzeptblog.wordpress.com/2015/04/28/spitzenleistung-erhalten-und-gestalten/ .

 

Nichts geht mehr

building-2665812 Projekt mittelSchlechte Geschäfte sind oft hausgemacht, aufgeben ist der erste und gleichzeitig letzte Schritt zum Misserfolg. Ungeplantes Vorgehen führt dabei selten zum Ziel.

Projekte scheitern nicht an der Idee

Eine Redewendung sagt: die meisten Projekte scheitern nicht an der Idee, sondern daran, dass man zu früh aufgegeben hat. Ein deutscher Kaiser soll einmal gesagt haben: „Ich halte das Auto für eine vorübergehende Erscheinung, ich setzte auf das Pferd“. Die Äußerung, ich habe doch schon alles versucht, ist der Anfang vom Ende. Sich für etwas anzustrengen, was nach der eigenen Überzeugung nicht möglich wäre, ist gegen sich selbst zu arbeiten. Viele Projekte in Unternehmen können ein Lied davon singen. Viel besser wären Gedankengänge wie „Es geht im Moment nicht“ oder „Ich weiß noch nicht, ob oder wie oder wann es geht“. Das sind Aussagen, die unser Gehirn offenhalten und nach weiteren Möglichkeiten suchen lassen.

Systematisches Arbeiten

Projektarbeit von bestehenden Unternehmen und von Gründern unterscheidet sich in den meisten Fällen. Bestehende Unternehmen arbeiten oft nach dem PDCA Zyklus: planen, durchführen, kontrollieren und agieren. Gründer entwickeln dagegen oft vollkommen Neues, das lässt sich nicht so gut planen. Dementsprechend heißt der Zyklus bei Gründern eher BML: entwickeln, messen und lernen. Beide Zyklen funktionieren, wenn sie systematisch durchgeführt werden.

Plan – do – control – act

Beim PDCA Zyklus kommt zur Projektidee oder Projektnotwendigkeit zuerst der Plan. Projekte sind oft mit hohen Risiken verbunden, die kalkuliert werden müssen. Der Plan analysiert, trägt Zahlen zusammen, schätzt Risiken ein, setzt Mile Stones und bildet den organisatorischen Rahmen für das Projekt. Die für das Projekt ausgewählten Mitarbeiter führen den Plan aus und treiben die Idee voran. Die richtigen Teams sind hierbei wichtige Voraussetzungen für die Durchführung, der Teamleiter hält dem Team den Rücken frei und sorgt für die richtigen Kompetenzen im Team. An den Mile Stones wird kontrolliert, wie weit das Projekt ist, wie sinnvoll und was unternommen werden muss, um das Projekt weiter voran zu treiben. Agieren schließlich als viertes Element des PDCA Zyklus sorgt für die notwendige Veränderung im Projekt, um auf neue Gegebenheiten reagieren zu können. Oft schließt sich dann ein weiterer Zyklus an. Der Erfolg eines Projektes kann man so permanent verfolgen, was ein Vor- aber auch ein Nachteil sein kann.

build – measure – learn

Gründer gehen von anderen Voraussetzungen aus. Hier ist es oft eine Idee einer Einzelperson oder eines kleinen Teams, was zu einem neuen Unternehmen führt. In der frühen Phase der Gründung ist das Risiko gering. Da meist keine Erfahrungen zu Märkten existieren, ist der Bereich der Planung oft aus der Luft gegriffen. Ein Graus für jeden Banker und wer schon einmal einen Businessplan zusammengelogen hat, weiß, um was es hier geht. Build bedeutet hier einfach das Ausprobieren der Idee mit in der ersten Phase kleinem Kapital, wenig Risiko und viel persönlichem Engagement. Teams sind oft willkürlich zusammengewürfelt, Teamentscheidungen werden in demokratischen Prozessen getroffen. Wenig erfolgreiche Gründer vergessen oft die Kontrolle, gemessen wird of nicht, so wichtig es ist. Das Produkt oder die Idee entwickelt sich eher zufällig durch Kundenanforderungen weiter, wodurch der learn Effekt entsteht. Irgendwann kann dieser Zyklus in einen PDCA Zyklus übergehen.

Den Erfolg einer Gründungsidee sieht man erst dann wirklich, wenn der Umsatz in wirtschaftliche Bereiche expandiert. Das kann manchmal Jahre dauern, da ist Ausdauer gefragt Da, wo es nicht funktioniert hat, wird man es oft nicht erfahren.

Entwicklung der Projektarbeit

So gut der PDCA Zyklus ist, so steif ist er leider auch. Organisatorische Kettenpanzer bedeuten immer einen Verlust an Kreativität. Unternehmen versuchen dies auszugleichen, indem sie ungewohnte Teams bilden, neue Anregungen über externe Mitarbeiter mit ungewöhnlichen Lebensprofilen ins Boot holen oder dem Projektteam wenig Vorgaben in Bezug auf Zeit, Ressourcen und Thema machen. Andere Unternehmen bilden kleine neue rechtlich unabhängige Unternehmenseinheiten, um die Möglichkeiten der Gründer so weit als möglich nachzuahmen.

Erfolg ist bei neuen Ideen oft trotz großem Einsatz oft nicht vergönnt, wir sehen immer die Gewinner, selten die Verlierer. Ein Misserfolg kann aber auch eine wertvolle Erfahrung sein, wie sagt Reinhold Messner so schön: “Wer nichts versucht, kann noch nicht mal scheitern“.

Tolle Ideen

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Gründer 2017, gestern in Darmstadt, das waren tolle Ideen

Gastromatic aus Darmstadt, entstanden durch einen der Gründer, der die Schwierigkeiten der Personalplanung in Restaurants am eigenen Leib erfahren hat. Daraus ist eine Software entstanden, die im Kern die Personalplanung im Restaurant vereinfacht und darüber hinaus entweder Schnittstellen oder zusätzliche Tools für den Gastwirt zur Verfügung stellt.

Das große Gasthaussterben auf dem Lande ist vorbei: Die Leidenschaft für Gasthäuser hat Howa aus Gersfeld dazu geführt, mittlerweile 7 Wirtshäuser zu übernehmen, neu auszurichten und neu am Markt zu etablieren. Das Geschäft ist erfolgreich, denn jetzt wird das Angebot professionell aufgebaut (ein Problem vieler kleiner Betriebe, nicht nur Gasthäuser).

Celebratestreetfood.de, frisches Essen an der Pommesbude. Natürlich keine Pommes, aber aus einem Verkaufswagen hat sich mittlerweile eine Flotte von 7 Wagen entwickelt, die bis zu 2.000 Personen mit frisch hergestelltem Fastfood verköstigen kann.

Tracktics macht den Amateursport professionell. Ein bezahlbares Tracking System, mit dem Sportler für wenig Geld ihre sportliche Leistung messen können. Was bisher nur die ersten Liegen konnten, kann jetzt jeder.

Sterbenleben aus Darmstadt von Sabine Eller, ein Bestattungsinstitut, von einer Krankenpflegerin gegründet. Für die Betreuung vor, beim und nach dem Tod für den Sterbenden und für die Angehörigen auch darüber hinaus.

Wurst kann auch Spaß machen. Fleischeslust aus Bensheim macht Fleisch und Wurst wieder erlebbar, mit einer Metzgerei, einem Restaurant und mit Kursen. Achtung, Kochen für Kerle ist schon bis 2018 ausgebucht.

Optocomm aus Gründau beschäftigt sich mit Schienentechnik und hat ein Konzept für Kunden wie die Deutsche Bahn entwickelt, was Wartung vereinfacht und verbilligt und gleichzeitig für weniger Störungen im Zugverkehr sorgt.

Wingcopter aus Darmstadt ist ein Drohnen Konzept, dass Drohnen bis zu 100 km weit fliegen lässt und gleichzeitig ein Gewicht von bis zu 6 kg transportieren kann. Die Flügel können vertikal und horizontal gestellt werden, eigentlich ist es mehr ein Flugzeug.

Last but not least Nähkraft aus Marburg, bei dem ein ehemaliger Mitarbeiter den Betrieb, der in unruhiges Fahrwasser gekommen war, übernommen hat. Der Betrieb ist jetzt wieder gut ausgelastet. Ein gutes Beispiel dafür, dass oft Qualität und Kreativität bei der Arbeit nicht ausreichend sind, wenn es an der Organisation fehlt.

Es gab auch in den einzelnen Rubriken Preisträger, aber die Wahl war schwer, deshalb verzichte ich hier auf die Nennung der Gewinner. Sie waren alle gut.

So läuft das bei IKEA

Vortrag von IKEA auf einer Einzelhandelsveranstaltung in Frankfurt im September,

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Zur Erinnerung die Geschäftsidee von IKEA: Wir bieten ein breites Sortiment formschöner und funktionsgerechter Einrichtungsgegenstände zu Preisen an, die so günstig sind, dass möglichst viele Menschen sie sich leisten können (Das erinnert an Aldi, nicht weniger erfolgreich).

Highlights:

Zahlen:

340 Einrichtungshäuser und 41 Einkaufszentren weltweit, davon 235 bzw. 24 in Europa

800 Millionen Besucher in den Einrichtungshäusern, 425 Millionen in den Einkaufszentren.

2,1 Mrd. Besucher auf IKEA.com.

IKEA Deutschland Zahlen 2016

Umsatz 4,8 Mrd. + 7%

Food 221 Millionen + 8% (das ist ein Haufen Kötbullars)

e-Commerce 233 Millionen + 22%

Mitarbeiter 18.000

Besucher 100 Millionen

Kunden 51 Millionen (Jeder 2 Besucher kauft oder sind Sie schon mal, ohne etwas zu kaufen, gegangen?)

IKEA Family Mitglieder 11 Millionen

Besucher IKEA.de 238 Millionen (Was für eine Zahl, jeder 2,4 Besucher der Homepage kommt ins Geschäft).

Strategischer Ansatz der Zukunft – Der Kunde soll über alle Kanäle, jederzeit und von jedem Ort aus bei IKEA einkaufen können dazu erfolgt

  • Die Verzahnung von On- und Offlinehandel
  • Integration von Online Angeboten in das Offline Kauferlebnis
  • Erweiterung und Verbesserung des Online Angebotes

zusätzlich

  • wird das Netzwerk der Einrichtungshäuser weiter vergrößert
  • das Logistik Netzwerk weiter verdichtet
  • Serviceleistungen ausgebaut

Dazu wird mit neuen Formaten experimentiert

Neue Store Formate

IKEA Kompakt im Shopping Center – 1.000 m2 Shop als Anlaufpunkt für Kunden im Umkreis von einer Stunde um ein Einrichtungscenter für Mitnahmeartikel.

Nachhaltigkeits-Store entwickelt in Kooperation mit dem Nabu: Tageslichtabhängige Beleuchtung, Solarthermie, Regen- und Abwasserverwertung, Blockheizkraftwerk, innovatives Abfallkonzept, Kooperation mit lokalen Anbietern und Institutionen.

IKEA City in städtebaulich integrierter Lage in der Fußgängerzone, 80% der Besucher kommen mit ÖPNV.

IKEA Mixed, Shopping Büro und Wohnen, Parkplatz für Anwohner und Mitarbeiter auf dem Dach.

Alternativ Integration von Hotel- und Studentenwohnheim mit öffentlichem Park auf dem Dach

Alternativ Fußballfelder auf dem Dach.

Sie sagen Hirngespinste – nein, das gibt es alles schon oder ist im Bau.

Der IKEA Ansatz dazu

  • Bedarfsanalyse aus Kundensicht
  • Mehrwert für Kunden, Unternehmen und Kommunen
  • Projektbetrachtung im Einzelfall statt Standard
  • Individuelle Projektansätze statt 0-8-15
  • Kreative, standortgerechte Lösungen
  • Integrative Konzepte mit Partnern
  • Projektentwicklung im Dialog
  • Schaffung von Win-Win-Situationen
  • Innovation & Nachhaltigkeit

Das ist aktive Zukunftssicherung eines Unternehmens

Marketing ist das Gebot der Stunde, so heißt es oft in aller Munde

Doch ist es nur das Werbegeld, das die Welt zusammenhält?

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Motivation statt Marketing, mein aktueller Presseartikel aus September

Motivierte Mitarbeiter

Bei manchen Unternehmen ruft man gerne an. Die Stimme am Telefon ist immer freundlich, man hat das Gefühl, das einem hier geholfen wird. Auch hier klappt nicht immer alles sofort, sind nicht immer alle Ansprechpartner erreichbar, kann nicht alles sofort erledigt werden. Man erkennt aber, dass der Gegenüber ein wirkliches Interesse daran hat, zu helfen. Solche Unternehmen findet man nicht über Werbeanzeigen, man findet sie über Empfehlungen.

Lügenbold Marketing

Marketing kann uns den Himmel auf Erden versprechen. Je übertriebener es gemacht wird, desto höher ist der Aufmerksamkeitswert. Bei Produkten, die keinen Service benötigen wie Schokolade, Bier oder Fertigsuppen führt diese Art der Kundenansprache auch zum gewünschten Erfolg. Service erfährt man hier nur durch die Betreuung im Einzelhandel oder Internetshop. Wenn die schlecht ist, wechselt man das Geschäft aber nicht die Marke. Der Focus des Herstellers liegt hier eher auf der Erfüllung des Werbeversprechens als auf Service, denn Abweichungen davon werden durch Verbraucherverbände und -sendungen gern dokumentiert. Selbst beim Autokauf ist heute durch die Internetpräsenz der Hersteller die Entscheidung für die Automarke in den meisten Fällen gefallen, bevor man ein Autohaus aufsucht. Ist da der Service schlecht, geht man zum nächsten Händler.

Wenn’s mehr sein muss

Bei erklärungsbedürftigen Produkten und Dienstleistungen verhält es sich anders. Sobald telefonische oder persönliche Betreuung wichtig für die Kaufentscheidung wird, rückt Service sehr stark in den Vordergrund. Wenn dann vollmundige Werbeversprechen gegeben werden, der Service aber enttäuscht, geht die Kaufentscheidung in eine andere Richtung. Endlose Telefonhotlines, unmotivierte persönliche Beratung im Geschäft und mangelnde Servicebereitschaft bieten gute Möglichkeiten, Kunden zu ärgern oder zu verlieren. Hier setzen heute schon viele große Unternehmen an, weil sie die Chancen von gutem Service erkannt haben. Aber viele Mitarbeiter sind viel schwieriger zu motivieren als wenige.

Motivation ins Marketingbudget

Marketing hat mit der Außendarstellung eines Unternehmens und seiner Produkte zu tun. Da ein Unternehmen durch seine Mitarbeiter wirkt, sollte Personalentwicklung Teil eines erfolgreichen Marketings sein. Motivation fängt beim Kopf des Unternehmens an und hört bei den Füßen auf. Motivation kann man nicht verordnen und auch nicht kaufen. Motivation erlebt man und gibt man weiter, egal ob als Chef, Abteilungsleiter oder Mitarbeiter. Einen Teil des Marketingbudgets in Personalentwicklung zu verlagern, wäre eine gute Investition. Teambildung ist dabei ein wichtiger aber oft vernachlässigter Teil von Personalentwicklung.

Personalentwicklung leichtgemacht

Viele kleine Inseln in dem Meer der Unternehmen erproben Konzepte der Personalentwicklung. Immer dabei ist eine stärkere Einbindung aller Mitarbeiter in Unternehmensentscheidungen. Übergreifendes Wissen und Kommunikation gehört genauso dazu wie feste Regeln, die von allen beschlossen und von allen, auch von den Vorgesetzen, eingehalten werden. Einen guten Chef spürt man nicht ist eine alte Regel. Wenn Aufgaben und Verantwortlichkeiten nachvollziehbar gerecht verteilt werden, ändert sich der Umgang mit Kontrolle und Fehlern und Mitarbeiter werden freier. Dazu gehören natürlich auch Angebote und Förderung von zwischenmenschlicher Kommunikation. Nur, wer sich wirklich gut kennt und versteht, kann auch gut miteinander das tägliche Geschäft bewältigen.

Marketing ist nach wie vor wichtig aber es braucht in vielen Bereichen die Komponente Mensch für den richtigen Erfolg. Eine gute Kundenbetreuung schafft mehr Kundenempfehlungen. Sogar im Einzelhandel bekommt ein Unternehmen dann mehr Chancen, den Blick seiner Kunden bei Schokolade, Bier oder Fertigsuppen und selbst beim Autokauf auf Alternativen zu lenken.