Kundenprozesse überprüfen und verbessern

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Im Beitrag von letzter Woche ging es um die Überprüfung der kundenspezifischen Prozesse im Hinblick auf Maßnahmen, mit denen man Kunden begeistern kann, um so eine engere Kundenbeziehung und eine höhere Empfehlungsrate zu bekommen. Die neue Unternehmensgeneration spricht in diesem Zusammenhang vom uxflywheel, dem Nutzer-Erfahrungs-Schwungrad, das ein Unternehmen antreibt. Positive User Erfahrungen führen zu mehr Empfehlungen und damit zu mehr Kunden, die wiederum positive User Erfahrungen machen u.s.w.

Bei der Überprüfung der userspezifischen Abläufe gibt es drei Unterscheidungen:

  1. Suboptimale Prozesse, die den Arbeitsablauf oder die Qualität eines Produktes betreffen, aber vom Kunden noch nicht bemerkt worden sind.
  2. Prozesse, die den Arbeitsablauf oder die Qualität eines Produktes betreffen und beim Kunden zu Reklamationen führen und
  3. Mitarbeiter, die mit ihrer Arbeit überfordert sind.

Da der 1. und 2. Bereich eng mit dem 3. verknüpft sind, macht es zunächst Sinn, das Problem der Überforderung zu lösen, bevor man an die Überprüfung der eigentlichen Abläufe geht. Manchmal liegt aber auch die Überforderung im ineffektiven Prozess.

Dazu mehr im nächsten Blog Beitrag

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Kommunikation im hier und jetzt

Kommunikation Giraffe

Letze Woche habe ich über Bestandsaufnahme, Existenzsicherung und Planung während einer Krise geschrieben. Es fehlen noch die Punkte Kundenkommunikation, Prozesse und soziale Projekte.

Den Kontakt zum Kunden zu halten ist immer wichtig, wird aber leicht in Krisenzeiten vernachlässigt. Kontakt heißt aber nicht auf die Nerven gehen mit blödsinnigen Newslettern, sondern unterstützend tätig sein mit Informationen, die für den Kunden wichtig sind.

Unsere wichtigste Existenzsicherung ist dadurch gegeben, dass unsere Kunden mit unserem Angebot zufrieden sind.

Eigene Recherchen zu Kunden relevanten Themen, die dann in Form von Newslettern oder Webinaren dem Kunden angeboten werden, zeigen, dass man aktiv ist und den Markt im Auge behält.

Allgemeine Informationen (die neuesten Fallzahlen) oder Klagen (der Staat hilft zu wenig) oder noch schlimmer (mir geht es so schlecht) sind dabei der falsche Ansatz. Für den ersteren Fall gibt es offizielle Stellen, für den Zweiten Verbände und für den Dritten Coaches, soziale Organisationen, das Sorgentelefon oder den Lebenspartner.

Besser ist:

Wenn eine Messegesellschaft über die Veränderung der Messe Termine (verschieben) oder der Struktur (digitale Messe) informiert. Zum Beispiel die Aufschwung Messe in Frankfurt.

Wenn ein Unternehmen über neue Angebote (Krisen relevante Produkte oder Angebote) informiert. Zum Beispiel bietet OKE Automotive Mund Nasen Masken an.

Wenn ein Unternehmen für seine Kunden die Zahlungsziele verlängert. Zum Beispiel verlängert Groupon die Einlösefrist seiner Gutscheine.

Wenn ein Informationsdienstleister oder Businessanalyst über relevante Änderungen in den Märkten informiert. Zum Beispiel informiert die Agrar-Informationsgesellschaft ihre Kunden in kostenlosen Webinaren über die Entwicklung in den verschiedenen Märkten.

Und das alles nicht jeden Tag, denn es passiert nicht jeden Tag etwas Neues. Vielleicht im Wochen- oder Zweiwochen Rhythmus. Wenn es wirklich relevante Informationen sind, sind Kunden dankbar für diese Angebote.

Wichtig sind natürlich auch die Informationen zu Marktveränderungen und Marktöffnungen aber dazu kommen wir noch in einem späteren Blog Beitrag.

Nächste Woche mache wir weiter mit dem Thema Prozesse im Unternehmen, da geht es nicht nur um Kosteneinsparung, sondern auch um den Faktor Kundenbegeisterung.

Hier und jetzt in der Krise

Plan 3

Was tun, um einer Krise ihren Schrecken zu nehmen? Die Blockierung des Gehirns hebt man am besten mit einem Plan auf.

Schritt 1 ist die Bestandsaufnahme:

Ist mein Umsatz aufgehoben oder aufgeschoben? Ein Frisör oder ein Erdöllieferant kann nur einen kleinen Teil des verlorenen Umsatzes zurückholen und muss deshalb finanziell anders planen. Ein Werkzeugmaschinenbauer oder ein Softwareanbieter wird eher mit verschobenen Aufträgen zu tun haben. Da ist eine Chance, dass ein großer Teil der Aufträge, wenn auch später, noch ausgeführt werden kann. Es geht jetzt nicht mehr darum möglichst viel Geld zu verdienen sondern so gut wie möglich über diese schwierige Phase hinweg zu kommen.

Kann ich meine geplanten Investitionen noch verschieben oder über einen größeren Zeitraum verteilen, um Liquidität zu behalten. Mit wem muss ich sprechen, um eine laufende Finanzierung zu verändern. Was mache ich mit meinen Mitarbeitern, die ich im Moment nicht beschäftigen bzw. finanzieren kann.

Wenn ich in einer Unternehmensgründungsphase bin, wo steht meine Unternehmensgründung im Moment. Kann ich die Gründung verschieben, kann ich geplante Einstellungen von Mitarbeitern verschieben.

Für Gründer und für Einzelunternehmer ist es gut, wenn sie ein Haushaltsbuch und ein Rechnungseingangs und -ausgangsbuch führen. Das geht beides bequem in Excel und schafft Überblicke, die ein Steuerberater so schnell nicht liefern kann. Ich mache das seit dem Beginn meiner Selbstständigkeit. So weiß ich sehr genau, welche Einnahmen und Ausgaben geschäftlich oder privat wann auf mich zukommen. Schwarze Zahlen sind super aber Ringeltauben. Rote Zahlen sind wahrscheinlich, tief rote Zahlen brauchen Hilfe.

Erst wenn ich einen Überblick bekommen habe, kann ich über meine Existenzsicherung nachdenken. Vorher weiß ich noch gar nicht, was ich sichern kann oder soll. Wie komme ich an Finanzierungsinstrumente, damit ich eine Krise überleben kann. Welche anderen Hilfsmittel gibt es, um Geld zu verdienen. Welche Hilfsmittel stellt der Staat zur Verfügung.

Firmen können ihre Produktpalette krisengerecht umstellen, im Corona Fall mit der Produktion oder dem Verkauf von Masken oder dem Lieferservice von Restaurants. McDonald Mitarbeiter finden Arbeit bei Aldi, Mitarbeiter von Eventagenturen arbeiten auf dem Spargelfeld, es besteht ein weites Feld für Kreativität. Die laufende Krise hat fantastische Ergebnisse in Bezug auf neue Geschäftsideen hervorgebracht. Aber Vorsicht: denkt beim Thema Kreativität an meinen Blogbeitrag von letzter Woche.

Die Unternehmen, die den Schrecken schnell im Griff haben, sind da erfolgreicher als die, die erstmal im Sumpf des Selbstmitleids versinken.

All das, was ich jetzt beschließe zu tun, packe ich in einen Zeit- und Maßnahmenplan. Bei Plänen gilt: kein Plan ist so schlecht, dass man in permanent umschmeißen müsste und kein Plan ist so gut, dass man ihn nicht ändern darf.

Was noch ins Hier und Jetzt gehört, dazu mehr in der nächsten Woche.

Ach, ist das schrecklich

Corona schrecklich

Kundenbeziehungen und Ansprachen in Krisenzeiten

Nach dem Auftakt von letzter Woche nun Teil 1

Wichtigste Regel: Cool bleiben, sonst kann man nicht überlegen.

Es gibt ein englisches Sprichwort das frei übersetzt heißt: Für Vorsorge gibt es keinen Ruhm

Das gilt auch für die Gesundheitsvorsorge, wobei wir im Vergleich zu vielen anderen Ländern sicher noch gut abschneiden. Geht also Vorsorge nur über staatliche Regelungen?

Beim Brandschutz funktioniert das; jeder freut sich, dass es so wenig brennt aber keiner beschwert sich über die Kosten, die das verursacht.

Beim Umweltschutz ist das auch so, da wird sogar die Umwelt sauberer, obwohl sich einige über die Kosten und Reglementierungen beschweren, die die Umweltschutzgesetze verursachen.

Aber zurück zur Überschrift:

Mein letzter Auftrag war am 12. März, der nächste kommt hoffentlich bald. Der meiner Frau war ebenfalls Mitte März, aber sie kann jetzt wieder sein Montag arbeiten (Ich mache Training und Beratung im Bereich Vertrieb, sie hat ein Wellness Studio).

Der Emotionsausbruch von Bäcker Bosselmann mit all seinen Folgen für ihn (siehe Beitrag von letzter Woche) hilft nicht

Über fehlende Vorsorge oder die Unfähigkeit der Politiker oder der Wirtschaft oder die meines Nachbarn oder meines Ehepartners zu schimpfen, hilft überhaupt nicht.

Einstein hat mal gesagt:  „Wenn ich einmal getötet werden sollte und ich nur noch eine Stunde Zeit hätte, um herauszufinden, wie ich mein Leben retten könnte, würde ich die ersten 55 Minuten darauf verwenden, nach der richtigen Frage zu suchen. Hätte ich diese Frage gefunden, bräuchte ich nur 5 Minuten, um die passende Antwort aufzuspüren.“

Es kann sein, dass die offiziellen Entscheidungen nicht immer stimmig sind, aber die Alternative der Heilsbringer und Verschwörungstheoretiker ist schlechter. Im Gegensatz zu Wikipedia ist YouTube kein Anzeichen von Schwarmintelligenz. Das liegt daran, dass viele Menschen Wikipedia überwachen. Bei YouTube, Facebook oder Instagram macht das nur Mark Zuckerberg. Wenn jeder unzensiert schreiben kann, was er will, ist das keine Schwarmintelligenz.

China trifft diktatorische Entscheidungen, wir demokratische, aber wir haben in Deutschland manchmal den Vorteil – oder Nachteil, dass wir alles gern perfekt machen. Ich glaube, in diesem Moment ist es ein Vorteil. Obwohl es manchmal durch unseren Perfektionswahn zu lange dauert.

Helmut Schmidt hat mal fast diktatorisch gehandelt aber dadurch bei der Flutkatastrophe in Norddeutschland viel Schaden abwenden können (das ist schon eine Ewigkeit her).

Die offiziellen Entscheidungen sind das Beste, was wir haben, nicht unbedingt die Richtigsten, das werden wir erst hinterher sehen. Sie sind es auch dann, wenn manchmal der Profilierungswahn der einzelnen Bundesländer und ihrer Minister durchbricht.

Der zweite Schritt nach Cool bleiben ist unsortiert Ideen sammeln, am besten auf einem großen Blatt an der Wand oder in einem Programm oder App wie Trello. Nicht nachdenken über eine Idee, sondern Ideen sammeln. Neue Ideen kommen dazu, das Blatt füllt sich. Was wir damit machen kommt demnächst auf diesem Blog. Ideen sammeln ist nicht nur in Krisenzeiten ein permanenter Prozess.

Wie es weitergeht mit der Serie Kundenbeziehungen, dazu nächste Woche

#corona #krise #schrecken #bosselmann #cool #königskonzept #königskonzepotblog

People make the Difference

Unterschied

Diesen Artikel habe ich 2013 veröffentlicht, vielleicht passt er auch gerade in die heutige Zeit 

Umsatz, Absatz, Verkauf, Gewinn sind die Leuchttürme unserer Zeit. Nur wer Umsatz macht, wird gewinnen, nur wessen Verkaufszahlen nach oben zeigen, wird anerkannt. Wer aber nur Absatz in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen stellt, hat die Zukunft nicht im Griff. Wirklicher Umsatz, wirkliche Neukundengewinnung kommt aus der Leidenschaft für das Unternehmen, fast wie von selbst.

Alles schreit nach Umsatz 

Tageszeitungen, Wirtschaftsnachrichten und Führungsetagen beherrscht ein Thema; Umsatz und Gewinn über alles. Milliarden werden vernichtet, weil die Quartalsprognose eines Unternehmens nicht den Planungen entspricht. Wir stellen zumeist die kurzfristigen Verkaufs- und Gewinnzahlen so in den Mittelpunkt unserer Unternehmenspolitik, dass dabei alles andere nachrangig ist. Der schnelle Euro soll unsere Unternehmen nach vorn bringen, ohne Rücksicht auf Verluste. Unternehmen werden dabei von innovativen Köpfen gemacht, von organisatorischen weiterentwickelt und von Bürokraten zerstört. Der schnelle Euro jedoch ist nicht von Dauer, er ist kurzfristig ausgelegt und nicht auf nachhaltigen Unternehmenserfolg ausgerichtet. Im Wort Kundenbeziehungen steckt nicht umsonst das Teilwort Beziehungen, und die sollten eine andere, viel persönlichere Grundlage haben. 

Verkaufen ist persönlich 

Produkte zu verkaufen, ist ein sehr persönlicher Prozess. Selbst ein Internetkauf braucht eine Vertrauensbasis, es muss der Beginn zum Aufbau einer Kundenbeziehung erfolgt sein. Um wie viel mehr ist dieser Kontakt wichtig, wenn es um hochwertige oder sensible Güter geht, die über den persönlichen Kontakt beim Kunden angeboten werden. Und um wie viel mehr ist dieser Kontakt in Gefahr, wenn der Kunde vom Produkt, vom Lieferanten enttäuscht wird. Kundenbeziehungen scheinen doch etwas mehr zu sein als der bloße Austausch von Ware und Geld.

Außen hui, Innen pfui

Während nach draußen zum Kunden hin oft alles eitel Sonnenschein ist und ein Unternehmen sich häufig als perfekt, umweltbewusst und wettbewerbsfähig darstellt, kriselt es häufig im Innern. Mitarbeiter stehen unter starkem Erfolgszwang, Abteilungen arbeiten nicht zusammen. Es wird unnötiger Druck auf die Belegschaft ausgeübt, oft genug ergießt sich momentaner privater Frust des Vorgesetzten ungerechtfertigt auf Kollegen und Mitarbeiter. Benötigtes Fachwissen oder Produktideen werden auf dem freien Markt eingekauft und ins Unternehmen einsortiert, nicht integriert. In solchen Betrieben ist die Leidenschaft längst erloschen und nur die Bequemlichkeit oder die Angst, keinen neuen Job zu finden, hält die Mitarbeiter im Betrieb. Der Motivationsfaktor, sich mit seinem eigenen Unternehmen, seinen Produkten und seinen Kunden positiv auseinanderzusetzen, ist entsprechend niedrig oder gar nicht vorhanden. 

Menschen machen den Unterschied

Wenn ein Unternehmen im Inneren gesund ist, strahlt es nach außen. Wenn Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen zufrieden sind, sind sie motiviert und daraus kann sich Leidenschaft entwickeln. Motivierte Mitarbeiter denken mit und haben Spaß daran, ihre eigenen Fertigkeiten zu entwickeln. Sie denken über das Unternehmen nach, haben Ideen für neue Produkte und Einkaufsmöglichkeiten und vertreten ihr Unternehmen gegenüber Geschäftspartnern. Natürlich gibt es in vielen Betrieben auch die sogenannten „Stinkstiefel (mal der Chef, mal der Mitarbeiter), aber die große Masse der Mitarbeiter möchte in der Regel Spaß an dem haben, was sie macht. Wenn man Ihnen jedoch den Spaß verdirbt und diesen Motivationsschub nicht nutzt, wird ohne Sinn und Verstand Potential und Geld vernichtet.

Ohne Plan kein Plan

Unternehmen mit motivierten Mitarbeitern werden von potenziellen Kunden leichter wahrgenommen. So gut Motivation aber auch ist, so gefährlich ist Übermotivation oder Selbstüberschätzung, denn das verschleiert den Blick auf die Realität. Ohne Organisationsinstrumente kann so ein Spaß dann leicht zur Selbstbeweihräucherung werden, man sieht dies manchmal in Unternehmen mit sehr sicheren Absatzmärkten und einer beamtenähnlichen Struktur. Bei aller Leidenschaft funktioniert in einem normalen Unternehmen Neukundengewinnung, Kundenbindung oder Zusatzverkauf ungeplant eher nach dem Zufallsprinzip. Sowie man Konzepte braucht, um eine Produktionsanlage oder ein Projekt durchzuführen, braucht es Organisation, um Kunden zu finden, zu gewinnen und bestehende Beziehungen zu festigen. Der Plan hilft, den Kunden zu finden, der motivierte Mitarbeiter, ihn zu gewinnen. Solche Pläne wie auch andere Instrumente aus IT oder Marketing sind aber nichts weiter als Hilfsmittel dazu.

Anleitung zum Glücklich sein

Motivierte Mitarbeiter brauchen Erfolgserlebnisse. Solche Erfolge erlebt man in einem Unternehmen nach innen und nach außen, wobei die inneren Erfolge leichter zu erreichen sind. Übermotivierte Mitarbeiter versuchen, dieses Konzept nach außen zu übertragen und sind persönlich enttäuscht, wenn Kunden, Lieferanten oder Geschäftspartner nicht verstehen wollen, warum das gerade von uns angebotene Produkt nicht „das Beste“ auf der Welt ist. Hier helfen die vielfältigen Möglichkeiten von Vertriebs-, Organisations- oder Kommunikationskonzepten, Kontakt zum Kunden aufzubauen, Prozessabläufe in einem guten Kunden- und Unternehmensverhältnis abzuwickeln und verstehen zu lernen, dass nicht jedes Nein eines Kunden eine Abstrafung des eigenen Unternehmens ist. Das schafft die Ruhe für den nächsten Kontakt und dadurch vielleicht auch die Basis für den nächsten Geschäftserfolg beim Kunden.

Und vielleicht auch die Ruhe, um mit der momentanen Situation besser fertig zu werden.

 

Hackathon, aber was kommt dabei raus?

Bildung Internet pixabay

Im Rahmen des Hackathons, den ich letzte Woche miterleben durfte, sind über 1.500 Ideen von mehr als 27.000 Freiwilligen entstanden. 20 von diesen Lösungen hat die Jury nun als die vielversprechendsten Projekte ausgezeichnet. Die meisten Lösungen sind per App, online über den PC oder per telefonische Anfragen möglich. Hier ein paar Beispiele:

Ein Buchungssystem für potenziellen Corona Virus Patienten, der mit bestehenden Systemen verknüpft werden kann.

Das digitale Wartezimmer, das selbstständig eine Risikoabschätzung erstellen kann, ob ein Corona Verdacht besteht und dann eine Testmöglichkeit vermittelt.

Eine Möglichkeit, die 3-D Drucker von Industrie und Gewerbe verknüpft, um dezentral Elemente „drucken“ zu lassen, die zur Herstellung von Schutzsystemen benötigt werden.

Eine Plattform, die sammelt, wo Bestände an Schutzmasken etc. bestehen und diese an Organisationen vermittelt kann, die diese Dinge brauchen.

Ein System, um barrierefrei in verständlichen Worten Informationen rund um Corona zur Verfügung zu stellen und in das auch regionale Nachrichten eingebunden werden können.

Ein internationaler permanenter Austausch von Information zwischen Fachleuten rund um eine Pandemie.

Eine Möglichkeit für Deutsche im Ausland, um sich mit notwendigen Kontaktstellen wie Botschaften auszutauschen und Vorgänge abzuwickeln, wie z.B. die Rückholung aus dem Ausland. Besonders interessant für Deutsche, die über einen längeren Zeitraum im Ausland leben.

Ein System, was verlässlich Menschen, die Dinge benötigen und Menschen, die diese Dinge besorgen können, zusammenbringt.

Eine einfache Möglichkeit, damit jedermann ohne Schwierigkeiten Dinge wie Kurzarbeitergeld beantragen kann.

Das gleiche für Fördermaßnahmen und finanzielle Unterstützung.

Und und und

Die 20 ausgewählten findet Ihr hier

https://www.youtube.com/playlist?list=PLYGe9q9_Jo3BxoLFeuKeVMtZDtKNVeXlM

Und die erweiterte Auswahl hier

https://www.youtube.com/watch?v=DU3mTJjJHpo&list=PLYGe9q9_Jo3CAiufkVFqHj0yKrWrW7uVq

Auf in die Umsetzung – das #WirVsVirus Umsetzungsprogramm

Alles dazu hier https://wirvsvirushackathon.org/weiterfuehrung-2/

#corona #hackathon #WirVsVirus #Slack #königskonzept #königskonzeptblog

Die, die im Park die Corona Warnungen ignoriert haben

corona park

Während sich ein paar Besserwisser in den sozialen Medien über die Jugendlichen (immer diese Jugendlichen) aufgeregt haben, die die Corona Warnungen ignoriert haben, haben unglaublich viele Menschen (überwiegend Jugendliche) am Wochenende versucht,  In Zusammenarbeit mit der Bundesregierung Lösungen für diese Krise zu finden. Hier die Zusammenfassung, die mich dazu erreicht hat, ich war einer der Mentoren:

„WOW! Was für ein Wochenende! Was wir gemeinsam beim #WirVsVirus-Hackathon bewegt haben ist unglaublich!

Helge Braun hat es gesagt – das war der größte Hackathon aller Zeiten und ihr wart dabei!

  • 43.000 Anmeldungen
  • 1900 Pat:innen für Herausforderungen
  • 2900 Mentor:innen
  • 27.000 aktive Nutzer:innen auf der Plattform
  • 13.000 Profile bei Devpost
  • 1.500 eingereichte Projekte
  • 100 Projekte aus den Ministerien
  • 464.866 Slacknachrichten (and counting…)

Wir haben zusammen in 1500 Teams gemeinsam an den 800 ausgewählten Herausforderungen gearbeitet. Mit den Ergebnissen geben wir vielen Menschen Hoffnung und haben gemeinsam viele konkrete Lösungsbausteine für unsere gesellschaftlichen Herausforderungen in Zeiten der Corona-Krise auf den Weg gebracht!„

Die Ergebnisse werden jetzt ausgewertet.

Nun weiß man nicht, was bei so einer Veranstaltung herauskommt, das ist wie beim Brainstorming. Aber das sich über 40.000 Menschen digital mit einem Problem aktiv auseinandersetzen ist erheblich besser als sich im Netz über die anderen zu beschweren, die immer alles falsch machen.

Gute Nachrichten kommen selten

Bad Soller

Ich erwische mich selbst dabei, dass ich schlechte Nachrichten den Guten bevorzuge. Warum kommen gute Nachrichten seltener als schlechte. Vielleicht sind sie langweiliger? Eigentlich schade drum. Hier drei davon:

Eins: Übernachtung im Soller in Hallbergmoos: ein schönes Hotel, im Gewerbegebiet leider nicht so eine schöne Lage, aber ich will da eh keinen Urlaub machen. Überraschung, die Tiefgarage ist kostenlos, ich kann auch am Abreisetag den Wagen so lange in der Garage lassen, wie ich will. Super, mein Kunde ist in der Nähe und Parkplätze sind rar in diesem Gewerbegebiet. Das Personal ist professionell, freundlich und hilfsbereit. Auf eine Kleinigkeit, die zu klären ist, muss ich nicht warten, ich kann gleich einchecken und das später erledigen. Super Zimmer, der Blick ins Bad lässt auf den Rest vom Hotelzimmer schließen. Ein interessanter kleiner Effekt beim Licht: Es geht etwas zeitverzögert durch einen Dimm-Vorgang aus oder an; das ist bedeutend besser für die persönliche Wahrnehmung. Da hat jemand mitgedacht.

Naturgemäß ist das Restaurant etwas teurer, ich entscheide mich für 2 Vorspeisen, weil ich nicht so viel Geld ausgeben will. Eine hätte gereicht, um satt zu werden. Und zu guter Letzt endlich mal ein Frühstück, wo es auch mal was anderes gibt als den Standard Aufschnitt. Etwas teurer als das IBIS in Kleinmachnow aber dreimal so gut

Zwei: Ich bin im denn’s Biomarkt einkaufen, als ich zu Hause bin, vermisse ich mein Portemonnaie. Es enthält nur Geld, keine Adresse oder ähnliches. Ich rufe am nächsten Morgen an, das Portemonnaie ist abgegeben worden, ich kann es abholen, nachdem ich es beschrieben habe.

Drei: Mündliche Prüfung bei der IHK Frankfurt an drei Tagen, insgesamt 25 Prüflinge zum Energiefachwirt. Auch die, die bei den schriftlichen Prüfungen zum Teil durchgefallen sind, sind gekommen, alle wollen diese Prüfung bestehen und dann die anderen nachholen. Mündlich haben alle bestanden, drei davon mit 100 Punkten. Zwei der Prüflinge hatten ein leichtes Handicap, einer der beiden hat es uns aber erst hinterher gesagt. Eine der beiden hatte 100 Punkte. Denen, die noch schriftlich etwas nachholen müssen, drücken wir ganz fest die Daumen. Im Nachhinein hat sich ein Prüfling für die Unterstützung bedankt. Das passiert bei Seminaren oder Vorlesungen häufiger, ist aber bei Weiterbildungen extrem selten.

Irgendwo habe ich gelesen, 97% der Menschheit sind gut aber wir befassen uns meistens nur mit den anderen 3%. Was für ein Quatsch.

Warum sind wir so hektisch? Macht mehr Geld entspannter?

Zeit hektikManche Menschen halten es für ein Erfolgsprinzip: Wer keine Zeit hat, ist erfolgreich. Die Gegenthese lautet: Ist erfolgreich, wer keine Zeit hat? Oder ist er nur schlecht organisiert? Es gibt die Zeitmanagement These: Wenn du Zeit hast, tust du alles, um den Eindruck zu erwecken, dass du keine Zeit hast. Auf das es bloß keiner merkt. 

Vielleicht kommt das daher: Ein Unternehmer, der sagt, dass er Zeit hat, erweckt den Eindruck, dass sein Geschäft nicht gut läuft. Ein Mitarbeiter, der seinem Chef sagt, dass er Zeit hat, erweckt den Eindruck, dass er zu wenig Arbeit hat. Ein Monteur, der zu früh ins Büro kommt, wird nochmal mit einem neuen Auftrag rausgeschickt. Die „Keine Zeit“ Aussage ist also in vielen Fällen reine Notwehr. Notwehr deshalb, weil man sonst, wenn man erfolgreich, gut und schnell seine Arbeit erledigt, bestraft wird. 

Ich glaube, dass es sich beim Erfolgsgefühl nur bedingt um ein Geld Thema handelt. Die Zufriedenheit der Menschen steigt nicht linear zum Einkommen, die Kurve fängt irgendwann an abzuflachen. Man spricht heute nicht umsonst von new work oder der life balance. 

Unzufriedene Menschen werden in den meisten Fällen unzufrieden bleiben, denn sie schauen immer nach oben, nie in die Gegenwart: Bekommen sie 1000 Euro, schielen sie nach 1.100, bekommen sie 100.000, schielen sie nach 110.000. Kinder schauen auch oft nur nach den Mitschülern, die mehr Taschengeld bekommen, nicht nach denen, die weniger bekommen.

Im Vertrieb heißt es, man braucht 100 Kontakte für 10 Gespräche für 3 Angebote für einen Auftrag. Wer 100 Kontakte hat, geht erheblich entspannter in seine Verhandlung, denn, wenn ein Kontakt nichts wird, gibt es noch 99 andere. Es ist immer gut einen Plan b zu haben, aber auch darüber hinaus gibt es noch eine ganze Menge weiterer Buchstaben.

Nach einer Untersuchung von Richard Wiseman sind Glückspilze entspannter als Pechvögel: 

1. Glückspilze erwarten positive Erlebnisse.

Sie vertrauen auf ihr Glück, sie denken positiv. Und wenn dann ein solch positives Erlebnis eintritt, bestärkt das ihr Vertrauen in ihr Glück. Dadurch kommt es zu einem Glückskreis. Pechvögel erwarten negative Erlegnisse und bekommen sie natürlich auch.

2. Glückspilze werten Negativerlebnisse anders.

Glückspilze werden auch mit unschönen Dingen konfrontiert. Im Gegensatz zu Pechvögeln werten sie diese aber anders. Ein Glückspilz sagt beispielsweise „es hätte schlimmer sein können“ oder „beim nächsten Mal machte ich etwas anders. Mal sehen, ob es dann funktioniert“.

3. Glückspilze erkennen bzw. schaffen sich günstige Gelegenheiten.

Pechvögel sehen oft den Wald vor lauter Bäumen nicht, wie es so schön heißt. Glückspilze finden eher neue Möglichkeiten, weil sie auch aus Negativ Erlebnissen lernen.

4. Glückspilze sind entspannt.

Entspannte Menschen sind weniger verkrampft und meist aufmerksamer. Sie nehmen dadurch eher für sie positive Gelegenheiten wahr.

Und wer glaubt, als Pechvogel sterben zu müssen, irrt: 80% der Pechvögel, die im Experiment versuchten, nach Glückspilzgrundsätzen zu leben, fühlten sich zufriedener und entspannter.

Jeder hat die Wahl:

Wenn ich alles habe, bin ich zufrieden oder

wenn ich zufrieden bin, habe ich alles.

Die zweite These macht entschieden glücklicher aber entscheiden Sie selbst.