Gute Beispiele, um Menschen für sich zu gewinnen

Hannah vom gutefrage Team bedankt sich bei mir für meine langjährige Mitgliedschaft, eine gute Idee zur Kundenbindung.

Union-investment informiert mich, dass meine Frage nicht so schnell beantwortet werden kann und bittet um Geduld. Gleichzeitig bietet man mit eine Tel. Nr. an, wenn es eilig ist.

Ein gutes Beispiel für Guerilla Marketing vom Miniatur Wunderland, die ihre Modelleisenbahnen Musik machen lassen. Dabei fahren die Züge an allen Attraktionen des Wunderlandes vorbei. Mittlerweile sind sie bei 1,7 Millionen Video Aufrufen, was für eine tolle Werbeidee. https://www.youtube.com/watch?v=aBNHmUT3GPg&list=RDaBNHmUT3GPg&start_radio=1&rv=aBNHmUT3GPg&t=0

Eine gute Idee von Fridays for Future und Luisa Neubauer: Phone Banking. Zitat: „Dort tun wir uns alle zusammen und rufen gemeinsam hunderte, tausende Freund:innen, Eltern, Großeltern an und sprechen mit ihnen über unsere Zukunft und über die Bundestagswahl“.

Ein interessantes Angebot, das ich wahrgenommen habe: 1 Teil kostet 3 Euro Versand, 3 Teile 7 Euro. Ich habe mich ein bisschen geärgert aber als die Rechnung kam und nur 5 Euro auf der Rechnung standen, habe ich mich gefreut.

Das nennt man Ankertechnik, wenn ein Wert in meinem Kopf verankert ist, das Resultat aber hinterher günstiger, freue ich mich. Anderes Beispiel, wenn der Kostenvoranschlag fürs Auto 500 Euro ist und ich anschließend eine Rechnung über 450 Euro bekomme, freue ich mich. Kommt die Rechnung über 550 Euro, ärgere ich mich. Trotzdem trauen sich viele Unternehmen nicht, einen höheren Preis zu schätzen weil sie der Meinung sind, dass man dann nicht mehr wettbewerbsfähig ist.

#gute-frage #union-investment #miniatur-wunderland #Friday#for-future #ankertechnik #königskonzept #königskonzeptblog

Die Firmen dieser Welt, von Elefanten, Eichhörnchen und Einhörnern

Ein sehr interessanter Vortrag von Friedrich Schwandt, dem CEO von Statista, der sich die Mühe gemacht hat, die Firmen dieser Welt zusammenzustellen. Statista hat über 1.000 Mitarbeiter, davon ca. 800 am Hauptstandort Hamburg (also ein Elefant).

In der Vorstellung bezeichnet er die großen Firmen (mehr als 250 Mitarbeiter) als Elefanten, die kleinen als Eichhörnchen und die wertvollen (high value companies) als Einhörner.

Die zur Verfügung stehenden Informationsressourcen sind speziell in Entwicklungsländern unzureichend, dazu hat Statista aufbauend auf der Zusammenstellung der vorhanden Zahlen ein Schätzmodell entwickelt. Die Vergleichszahlen beziehen sich auf den Zeitraum 2000 – 2020.

In der Welt existieren 214.000.000 Firmen, davon

132 Millionen im Asiatischen,

57 Millionen im Europäischen und

24 Millionen im amerikanischen Raum

In den letzten 20 Jahren ist der Europäische und amerikanische Raum etwa gleichgeblieben und der asiatische Raum stark gewachsen.

Es gibt ca. 3,3 Mrd. Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen, mit einer Wachstumsrate von ca. 1,5%, das durchschnittliche Bruttosozialprodukt pro Unternehmen liegt bei knapp unter 400 Tsd. Dollar mit einer Wachstumsrate von 2,5%. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter pro Unternehmen ist von 21 auf 15 gesunken.

Die größten Branchen sind Handel mit 28% und Bau mit 12%. Danach folgen Metall und Elektronik, Finanz und Versicherung und Waren des täglichen Bedarfs.

Elefanten stellen 0,3% aller Firmen, Eichhörnchen 99,7%. Die Zahl der Elefanten ist in den letzten 20 Jahren um ca. 40% zurückgegangen.

Es sind mehr Elefanten in den letzten Jahren entstanden, aber ihre Lebensdauer hat sich verkürzt (Ich nenne das das Nokia Syndrom, Elefanten sind nicht so anpassungsfähig gegenüber den schnellen Wandlungen unserer Zeit). 1965 lag die Lebensspanne bei im Schnitt 34 Jahren, heute liegt sie bei 20 Jahren.

Der größte Elefant ist Walmarkt, der älteste (ca. 1400 Jahre, unvorstellbar) ein Bau-Unternehmen aus Japan. Das älteste Unternehmen aus Deutschland ist der Staffelte Hof auf Platz 7 mit 1150 Jahren.

Einhörner verdrängen Elefanten aus dem S&P 500 Index. In den letzten 5 Jahren hat sich die Zahl der Einhörner verdoppelt.

Von 600 Einhörnern befinden sich ca.

300 in Nord Amerika

200 in China und

70 in Europa

Die größte davon ist die ANT Group aus China.

Die stärksten Branchen der Einhörner sind Technologie und Telekomunikation sowie Finanz und Versicherung. Danach kommt Logistik, Internet, E-commerce und Gesundheit. Hier sind Bau- und Handel weit abgeschlagen.

Wofür können solche Daten wichtig sein?

Als Input für globale Geschäftsstrategien

Zur globalen Ausrichtung auf B2B Aktivitäten

Um festzustellen, wo Wachstum und wo Innovation passiert

Für Anbieter von Produkt- und Service Angeboten

#elefanten #eichhörnchen #einhörner #königskonzept #königskonzeptblog #firmen #b2b

Zurück ins Büro?

Die einen werden krank, die anderen wollen gar nicht mehr zurück. Die Arbeitslandschaft hat sich durch die Homeoffice Entwicklung der vergangenen 12 Monate um einige Komponenten erweitert.

Warum eigentlich nicht

Manche Geschäftsführung streift im Moment im Büro durch verlassene Räume. Als ob es in dieser Position nicht schon einsam genug wäre. Auf einmal morgens der erste im Büro, manchmal den ganzen Tag fast allein und der Kontakt und die Anregungen der Belegschaft fehlen. Es gibt wenig zwischenmenschliche Informationen, dabei unverändert die Kreativität einzelner, in diesem Fall durch mehr Digitalisierung das Homeoffice noch weiter auszudehnen. Ein ganz neuer Antriebsmotor. Wenn aber das Geschäft kontinuierlich gut weiterläuft, stellt sich die berechtigte Frage, warum nicht einfach alles so weitergehen kann. Bei vielen Menschen besteht offensichtlich der Wunsch, dieses Konzept beizubehalten. Manche der Belegschaft fehlen für den persönlichen Austausch, bei einigen ist die Abwesenheit aber auch ein Gewinn für Nerven und Betriebsklima. Der ständige Giftstachel bleibt zu Hause, die notwenigen Ergebnisse werden digital geliefert.

Keine Erfindung von heute

Homeoffice hat es immer schon gegeben. Gerade im Außendienst oder bei kleinen weiter entfernten Außenstellen eines Unternehmens gibt es immer schon die Notwendigkeit, von zu Hause zu arbeiten. Solche Dinge sind dann in Arbeitsverträgen beschrieben, damit Unternehmen und Belegschaft Sicherheit in ihrer täglichen Arbeit bekommen oder behalten. Durch die in den vergangenen 12 Monaten entstandene Situation bekommt auch das Konzept des temporären Arbeitsplatzes neue Bedeutung. Dieses Konzept bedeutet, dass im Office keine festen Arbeitsplätze mehr vorgehalten werden. Der Hauptarbeitsplatz ist zu Hause, kommt jemand ausnahmeweise ins Büro, wird ihm ein temporärer Arbeitsplatz zugewiesen. Dieses Konzept ist vor einigen Jahren in vielen Unternehmen gescheitert, weil viele Menschen der Meinung waren, dass man an einem temporären Arbeitsplatz nicht so gut arbeiten kann. Die gerade entstandene Situation zeigt, dass ein fester Arbeitsplatz im Office in vielen Fällen überflüssig geworden ist. Auch um die passenden Unterlagen zu finden, wird heute das Regal im Büro nicht mehr benötigt.

Pro Homeoffice

In gut funktionierenden Betrieben ist das Kerngeschäft ein standardisierter Prozess. Alle wissen genau, was sie machen müssen, alle sind für ihren Bereich gut ausgebildet, Fehler und Rückfragen sind selten. Kleine Innovationen innerhalb dieser Prozesse zur Optimierung können diskutiert und eingeführt werden, Abstimmungsprozesse macht man digital. Fürs Kerngeschäft und damit für einen Großteil der Belegschaft ist das Homeoffice somit eine sehr gute Lösung. Es wird darüber hinaus Zeit durch wegfallende Anfahrt zum Büro eingespart und der psychologische Druck, immer mit wichtigen Dingen beschäftigt sein zu müssen, falls der Chef vorbeikommt, fällt weg. Zu Hause kann man auch mal eine Pause machen, ohne erst zu fragen oder sich zu rechtfertigen und man kann seine Arbeitszeit frei planen. Das Ergebnis ist wichtig, nicht, wie es zustande gekommen ist. Nicht zu verachten ist auch der Zeitgewinn durch Wegfall der Gespräche mit Mitgliedern der Belegschaft, die tagein tagaus verkünden müssen, warum sie so viel zu tun haben und warum sie ihre Arbeit nicht bewältigen können.

Contra Homeoffice

Wenn viele Menschen nicht wieder zurück ins Büro wollen, kann es auch ein Zeichen dafür sein, dass das angeblich gute Betriebsklima nur eine Fassade gewesen ist. Normalerweise bemüht sich fast jeder in einem Unternehmen um ein höfliches oder freundliches Miteinander, weil das ein verträgliches Auskommen bedeutet. Familie und Belegschaft kann man sich nicht aussuchen, man versucht aber trotzdem damit auskommen. Die Steigerung von Freundlichkeit ist Zuvorkommenheit, das passiert im Unternehmen eher selten. Durch Homeoffice sinkt die Identifikation mit dem Unternehmen, die Teeküche ist verlassen, der Kontakt mit anderen geht verloren. Zwischenmenschliche Beziehungen verkümmern, obwohl viele Menschen zur Selbstentfaltung und zur Alltagsbewältigung andere brauchen, mit denen sie sich austauschen können. Das sind andere als die, die uns von der Arbeit abhalten. Dieser wie auch immer geartete Coachingprozess fällt zu großen Teilen weg.

Die kreative neue Generation findet kein richtiges Betätigungsfeld und kann keine Beziehung zum Unternehmen aufbauen. Der Aufstieg innerhalb des Unternehmens wird erschwert, weil es digital nicht so einfach ist, Führungskompetenzen zu erkennen. Menschen wandern leichter in andere Unternehmen ab, wenn sie sich weiter entwickeln wollen. Für die generelle Aufgabe einer Geschäftsführung, neues Geschäft zu generieren, fehlt das Team, diese Aufgabe lässt sich nur zum Teil digitalisieren. Die langfristige Sicherung eines Unternehmens durch Weiterentwicklung wird dadurch komplizierter.

Wie umgehen mit Homeoffice?

Viele Möglichkeiten bieten sich an, vorab muss die Geschäftsführung prüfen, ob für die wichtigen Prozesse im Unternehmen Homeoffice ein geeignetes Instrument ist. Es können Frühindikatoren definiert werden, damit man rechtzeitig merkt, wenn ein Prozess nicht mehr richtig funktioniert. Wenn das realisiert ist, müssen die Arbeitsverträge entsprechend angepasst werden, denn ohne Anpassung tritt automatisch nach einer bestimmten Zeit das Gewohnheitsrecht in Kraft. Wer die Vorteile des Homeoffice nutzen will, wird auch mit dem temporären Arbeitsplatz leben müssen. Zur zukünftigen Zusammenarbeit braucht es Einzelgespräche, in denen auch die Controllinginstrumente abgestimmt werden. Die zukünftige Arbeitsplanung kann dabei von individuellen Treffen im Büro, über alle Personen bzw. alle Personen einer Abteilung an einem bestimmten Tag im Büro bis hin zu häufigeren Treffen besonderer Kreativteams erfolgen, die entweder in Stabsfunktion oder als Vertreter der verschiedenen Bereiche helfen, das Unternehmen weiterzuentwickeln. Wenn solche Konzepte umgesetzt werden, funktioniert Homeoffice, schafft Freiräume für alle Beteiligten und hilft, die angespannte Situation der knappen teuren Büroflächen abzubauen.

Schlagworte zum Artikel #Verkaufsgespräche #Homeoffice #Belegschaft  #Strategie #königskonzept #königskonzeptblog

Kundenprozesse überprüfen und verbessern

building-2665812 Projekt mittel

Im Beitrag von letzter Woche ging es um die Überprüfung der kundenspezifischen Prozesse im Hinblick auf Maßnahmen, mit denen man Kunden begeistern kann, um so eine engere Kundenbeziehung und eine höhere Empfehlungsrate zu bekommen. Die neue Unternehmensgeneration spricht in diesem Zusammenhang vom uxflywheel, dem Nutzer-Erfahrungs-Schwungrad, das ein Unternehmen antreibt. Positive User Erfahrungen führen zu mehr Empfehlungen und damit zu mehr Kunden, die wiederum positive User Erfahrungen machen u.s.w.

Bei der Überprüfung der userspezifischen Abläufe gibt es drei Unterscheidungen:

  1. Suboptimale Prozesse, die den Arbeitsablauf oder die Qualität eines Produktes betreffen, aber vom Kunden noch nicht bemerkt worden sind.
  2. Prozesse, die den Arbeitsablauf oder die Qualität eines Produktes betreffen und beim Kunden zu Reklamationen führen und
  3. Mitarbeiter, die mit ihrer Arbeit überfordert sind.

Da der 1. und 2. Bereich eng mit dem 3. verknüpft sind, macht es zunächst Sinn, das Problem der Überforderung zu lösen, bevor man an die Überprüfung der eigentlichen Abläufe geht. Manchmal liegt aber auch die Überforderung im ineffektiven Prozess.

Dazu mehr im nächsten Blog Beitrag

#uxflyweel, #nutzer-erfahrungs-schwungrad, #prozesse, #königskonzept, #königskonzeptblog

Kommunikation im hier und jetzt

Kommunikation Giraffe

Letze Woche habe ich über Bestandsaufnahme, Existenzsicherung und Planung während einer Krise geschrieben. Es fehlen noch die Punkte Kundenkommunikation, Prozesse und soziale Projekte.

Den Kontakt zum Kunden zu halten ist immer wichtig, wird aber leicht in Krisenzeiten vernachlässigt. Kontakt heißt aber nicht auf die Nerven gehen mit blödsinnigen Newslettern, sondern unterstützend tätig sein mit Informationen, die für den Kunden wichtig sind.

Unsere wichtigste Existenzsicherung ist dadurch gegeben, dass unsere Kunden mit unserem Angebot zufrieden sind.

Eigene Recherchen zu Kunden relevanten Themen, die dann in Form von Newslettern oder Webinaren dem Kunden angeboten werden, zeigen, dass man aktiv ist und den Markt im Auge behält.

Allgemeine Informationen (die neuesten Fallzahlen) oder Klagen (der Staat hilft zu wenig) oder noch schlimmer (mir geht es so schlecht) sind dabei der falsche Ansatz. Für den ersteren Fall gibt es offizielle Stellen, für den Zweiten Verbände und für den Dritten Coaches, soziale Organisationen, das Sorgentelefon oder den Lebenspartner.

Besser ist:

Wenn eine Messegesellschaft über die Veränderung der Messe Termine (verschieben) oder der Struktur (digitale Messe) informiert. Zum Beispiel die Aufschwung Messe in Frankfurt.

Wenn ein Unternehmen über neue Angebote (Krisen relevante Produkte oder Angebote) informiert. Zum Beispiel bietet OKE Automotive Mund Nasen Masken an.

Wenn ein Unternehmen für seine Kunden die Zahlungsziele verlängert. Zum Beispiel verlängert Groupon die Einlösefrist seiner Gutscheine.

Wenn ein Informationsdienstleister oder Businessanalyst über relevante Änderungen in den Märkten informiert. Zum Beispiel informiert die Agrar-Informationsgesellschaft ihre Kunden in kostenlosen Webinaren über die Entwicklung in den verschiedenen Märkten.

Und das alles nicht jeden Tag, denn es passiert nicht jeden Tag etwas Neues. Vielleicht im Wochen- oder Zweiwochen Rhythmus. Wenn es wirklich relevante Informationen sind, sind Kunden dankbar für diese Angebote.

Wichtig sind natürlich auch die Informationen zu Marktveränderungen und Marktöffnungen aber dazu kommen wir noch in einem späteren Blog Beitrag.

Nächste Woche mache wir weiter mit dem Thema Prozesse im Unternehmen, da geht es nicht nur um Kosteneinsparung, sondern auch um den Faktor Kundenbegeisterung.

Hier und jetzt in der Krise

Plan 3

Was tun, um einer Krise ihren Schrecken zu nehmen? Die Blockierung des Gehirns hebt man am besten mit einem Plan auf.

Schritt 1 ist die Bestandsaufnahme:

Ist mein Umsatz aufgehoben oder aufgeschoben? Ein Frisör oder ein Erdöllieferant kann nur einen kleinen Teil des verlorenen Umsatzes zurückholen und muss deshalb finanziell anders planen. Ein Werkzeugmaschinenbauer oder ein Softwareanbieter wird eher mit verschobenen Aufträgen zu tun haben. Da ist eine Chance, dass ein großer Teil der Aufträge, wenn auch später, noch ausgeführt werden kann. Es geht jetzt nicht mehr darum möglichst viel Geld zu verdienen sondern so gut wie möglich über diese schwierige Phase hinweg zu kommen.

Kann ich meine geplanten Investitionen noch verschieben oder über einen größeren Zeitraum verteilen, um Liquidität zu behalten. Mit wem muss ich sprechen, um eine laufende Finanzierung zu verändern. Was mache ich mit meinen Mitarbeitern, die ich im Moment nicht beschäftigen bzw. finanzieren kann.

Wenn ich in einer Unternehmensgründungsphase bin, wo steht meine Unternehmensgründung im Moment. Kann ich die Gründung verschieben, kann ich geplante Einstellungen von Mitarbeitern verschieben.

Für Gründer und für Einzelunternehmer ist es gut, wenn sie ein Haushaltsbuch und ein Rechnungseingangs und -ausgangsbuch führen. Das geht beides bequem in Excel und schafft Überblicke, die ein Steuerberater so schnell nicht liefern kann. Ich mache das seit dem Beginn meiner Selbstständigkeit. So weiß ich sehr genau, welche Einnahmen und Ausgaben geschäftlich oder privat wann auf mich zukommen. Schwarze Zahlen sind super aber Ringeltauben. Rote Zahlen sind wahrscheinlich, tief rote Zahlen brauchen Hilfe.

Erst wenn ich einen Überblick bekommen habe, kann ich über meine Existenzsicherung nachdenken. Vorher weiß ich noch gar nicht, was ich sichern kann oder soll. Wie komme ich an Finanzierungsinstrumente, damit ich eine Krise überleben kann. Welche anderen Hilfsmittel gibt es, um Geld zu verdienen. Welche Hilfsmittel stellt der Staat zur Verfügung.

Firmen können ihre Produktpalette krisengerecht umstellen, im Corona Fall mit der Produktion oder dem Verkauf von Masken oder dem Lieferservice von Restaurants. McDonald Mitarbeiter finden Arbeit bei Aldi, Mitarbeiter von Eventagenturen arbeiten auf dem Spargelfeld, es besteht ein weites Feld für Kreativität. Die laufende Krise hat fantastische Ergebnisse in Bezug auf neue Geschäftsideen hervorgebracht. Aber Vorsicht: denkt beim Thema Kreativität an meinen Blogbeitrag von letzter Woche.

Die Unternehmen, die den Schrecken schnell im Griff haben, sind da erfolgreicher als die, die erstmal im Sumpf des Selbstmitleids versinken.

All das, was ich jetzt beschließe zu tun, packe ich in einen Zeit- und Maßnahmenplan. Bei Plänen gilt: kein Plan ist so schlecht, dass man in permanent umschmeißen müsste und kein Plan ist so gut, dass man ihn nicht ändern darf.

Was noch ins Hier und Jetzt gehört, dazu mehr in der nächsten Woche.

Ach, ist das schrecklich

Corona schrecklich

Kundenbeziehungen und Ansprachen in Krisenzeiten

Nach dem Auftakt von letzter Woche nun Teil 1

Wichtigste Regel: Cool bleiben, sonst kann man nicht überlegen.

Es gibt ein englisches Sprichwort das frei übersetzt heißt: Für Vorsorge gibt es keinen Ruhm

Das gilt auch für die Gesundheitsvorsorge, wobei wir im Vergleich zu vielen anderen Ländern sicher noch gut abschneiden. Geht also Vorsorge nur über staatliche Regelungen?

Beim Brandschutz funktioniert das; jeder freut sich, dass es so wenig brennt aber keiner beschwert sich über die Kosten, die das verursacht.

Beim Umweltschutz ist das auch so, da wird sogar die Umwelt sauberer, obwohl sich einige über die Kosten und Reglementierungen beschweren, die die Umweltschutzgesetze verursachen.

Aber zurück zur Überschrift:

Mein letzter Auftrag war am 12. März, der nächste kommt hoffentlich bald. Der meiner Frau war ebenfalls Mitte März, aber sie kann jetzt wieder sein Montag arbeiten (Ich mache Training und Beratung im Bereich Vertrieb, sie hat ein Wellness Studio).

Der Emotionsausbruch von Bäcker Bosselmann mit all seinen Folgen für ihn (siehe Beitrag von letzter Woche) hilft nicht

Über fehlende Vorsorge oder die Unfähigkeit der Politiker oder der Wirtschaft oder die meines Nachbarn oder meines Ehepartners zu schimpfen, hilft überhaupt nicht.

Einstein hat mal gesagt:  „Wenn ich einmal getötet werden sollte und ich nur noch eine Stunde Zeit hätte, um herauszufinden, wie ich mein Leben retten könnte, würde ich die ersten 55 Minuten darauf verwenden, nach der richtigen Frage zu suchen. Hätte ich diese Frage gefunden, bräuchte ich nur 5 Minuten, um die passende Antwort aufzuspüren.“

Es kann sein, dass die offiziellen Entscheidungen nicht immer stimmig sind, aber die Alternative der Heilsbringer und Verschwörungstheoretiker ist schlechter. Im Gegensatz zu Wikipedia ist YouTube kein Anzeichen von Schwarmintelligenz. Das liegt daran, dass viele Menschen Wikipedia überwachen. Bei YouTube, Facebook oder Instagram macht das nur Mark Zuckerberg. Wenn jeder unzensiert schreiben kann, was er will, ist das keine Schwarmintelligenz.

China trifft diktatorische Entscheidungen, wir demokratische, aber wir haben in Deutschland manchmal den Vorteil – oder Nachteil, dass wir alles gern perfekt machen. Ich glaube, in diesem Moment ist es ein Vorteil. Obwohl es manchmal durch unseren Perfektionswahn zu lange dauert.

Helmut Schmidt hat mal fast diktatorisch gehandelt aber dadurch bei der Flutkatastrophe in Norddeutschland viel Schaden abwenden können (das ist schon eine Ewigkeit her).

Die offiziellen Entscheidungen sind das Beste, was wir haben, nicht unbedingt die Richtigsten, das werden wir erst hinterher sehen. Sie sind es auch dann, wenn manchmal der Profilierungswahn der einzelnen Bundesländer und ihrer Minister durchbricht.

Der zweite Schritt nach Cool bleiben ist unsortiert Ideen sammeln, am besten auf einem großen Blatt an der Wand oder in einem Programm oder App wie Trello. Nicht nachdenken über eine Idee, sondern Ideen sammeln. Neue Ideen kommen dazu, das Blatt füllt sich. Was wir damit machen kommt demnächst auf diesem Blog. Ideen sammeln ist nicht nur in Krisenzeiten ein permanenter Prozess.

Wie es weitergeht mit der Serie Kundenbeziehungen, dazu nächste Woche

#corona #krise #schrecken #bosselmann #cool #königskonzept #königskonzepotblog

People make the Difference

Unterschied

Diesen Artikel habe ich 2013 veröffentlicht, vielleicht passt er auch gerade in die heutige Zeit 

Umsatz, Absatz, Verkauf, Gewinn sind die Leuchttürme unserer Zeit. Nur wer Umsatz macht, wird gewinnen, nur wessen Verkaufszahlen nach oben zeigen, wird anerkannt. Wer aber nur Absatz in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen stellt, hat die Zukunft nicht im Griff. Wirklicher Umsatz, wirkliche Neukundengewinnung kommt aus der Leidenschaft für das Unternehmen, fast wie von selbst.

Alles schreit nach Umsatz 

Tageszeitungen, Wirtschaftsnachrichten und Führungsetagen beherrscht ein Thema; Umsatz und Gewinn über alles. Milliarden werden vernichtet, weil die Quartalsprognose eines Unternehmens nicht den Planungen entspricht. Wir stellen zumeist die kurzfristigen Verkaufs- und Gewinnzahlen so in den Mittelpunkt unserer Unternehmenspolitik, dass dabei alles andere nachrangig ist. Der schnelle Euro soll unsere Unternehmen nach vorn bringen, ohne Rücksicht auf Verluste. Unternehmen werden dabei von innovativen Köpfen gemacht, von organisatorischen weiterentwickelt und von Bürokraten zerstört. Der schnelle Euro jedoch ist nicht von Dauer, er ist kurzfristig ausgelegt und nicht auf nachhaltigen Unternehmenserfolg ausgerichtet. Im Wort Kundenbeziehungen steckt nicht umsonst das Teilwort Beziehungen, und die sollten eine andere, viel persönlichere Grundlage haben. 

Verkaufen ist persönlich 

Produkte zu verkaufen, ist ein sehr persönlicher Prozess. Selbst ein Internetkauf braucht eine Vertrauensbasis, es muss der Beginn zum Aufbau einer Kundenbeziehung erfolgt sein. Um wie viel mehr ist dieser Kontakt wichtig, wenn es um hochwertige oder sensible Güter geht, die über den persönlichen Kontakt beim Kunden angeboten werden. Und um wie viel mehr ist dieser Kontakt in Gefahr, wenn der Kunde vom Produkt, vom Lieferanten enttäuscht wird. Kundenbeziehungen scheinen doch etwas mehr zu sein als der bloße Austausch von Ware und Geld.

Außen hui, Innen pfui

Während nach draußen zum Kunden hin oft alles eitel Sonnenschein ist und ein Unternehmen sich häufig als perfekt, umweltbewusst und wettbewerbsfähig darstellt, kriselt es häufig im Innern. Mitarbeiter stehen unter starkem Erfolgszwang, Abteilungen arbeiten nicht zusammen. Es wird unnötiger Druck auf die Belegschaft ausgeübt, oft genug ergießt sich momentaner privater Frust des Vorgesetzten ungerechtfertigt auf Kollegen und Mitarbeiter. Benötigtes Fachwissen oder Produktideen werden auf dem freien Markt eingekauft und ins Unternehmen einsortiert, nicht integriert. In solchen Betrieben ist die Leidenschaft längst erloschen und nur die Bequemlichkeit oder die Angst, keinen neuen Job zu finden, hält die Mitarbeiter im Betrieb. Der Motivationsfaktor, sich mit seinem eigenen Unternehmen, seinen Produkten und seinen Kunden positiv auseinanderzusetzen, ist entsprechend niedrig oder gar nicht vorhanden. 

Menschen machen den Unterschied

Wenn ein Unternehmen im Inneren gesund ist, strahlt es nach außen. Wenn Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen zufrieden sind, sind sie motiviert und daraus kann sich Leidenschaft entwickeln. Motivierte Mitarbeiter denken mit und haben Spaß daran, ihre eigenen Fertigkeiten zu entwickeln. Sie denken über das Unternehmen nach, haben Ideen für neue Produkte und Einkaufsmöglichkeiten und vertreten ihr Unternehmen gegenüber Geschäftspartnern. Natürlich gibt es in vielen Betrieben auch die sogenannten „Stinkstiefel (mal der Chef, mal der Mitarbeiter), aber die große Masse der Mitarbeiter möchte in der Regel Spaß an dem haben, was sie macht. Wenn man Ihnen jedoch den Spaß verdirbt und diesen Motivationsschub nicht nutzt, wird ohne Sinn und Verstand Potential und Geld vernichtet.

Ohne Plan kein Plan

Unternehmen mit motivierten Mitarbeitern werden von potenziellen Kunden leichter wahrgenommen. So gut Motivation aber auch ist, so gefährlich ist Übermotivation oder Selbstüberschätzung, denn das verschleiert den Blick auf die Realität. Ohne Organisationsinstrumente kann so ein Spaß dann leicht zur Selbstbeweihräucherung werden, man sieht dies manchmal in Unternehmen mit sehr sicheren Absatzmärkten und einer beamtenähnlichen Struktur. Bei aller Leidenschaft funktioniert in einem normalen Unternehmen Neukundengewinnung, Kundenbindung oder Zusatzverkauf ungeplant eher nach dem Zufallsprinzip. Sowie man Konzepte braucht, um eine Produktionsanlage oder ein Projekt durchzuführen, braucht es Organisation, um Kunden zu finden, zu gewinnen und bestehende Beziehungen zu festigen. Der Plan hilft, den Kunden zu finden, der motivierte Mitarbeiter, ihn zu gewinnen. Solche Pläne wie auch andere Instrumente aus IT oder Marketing sind aber nichts weiter als Hilfsmittel dazu.

Anleitung zum Glücklich sein

Motivierte Mitarbeiter brauchen Erfolgserlebnisse. Solche Erfolge erlebt man in einem Unternehmen nach innen und nach außen, wobei die inneren Erfolge leichter zu erreichen sind. Übermotivierte Mitarbeiter versuchen, dieses Konzept nach außen zu übertragen und sind persönlich enttäuscht, wenn Kunden, Lieferanten oder Geschäftspartner nicht verstehen wollen, warum das gerade von uns angebotene Produkt nicht „das Beste“ auf der Welt ist. Hier helfen die vielfältigen Möglichkeiten von Vertriebs-, Organisations- oder Kommunikationskonzepten, Kontakt zum Kunden aufzubauen, Prozessabläufe in einem guten Kunden- und Unternehmensverhältnis abzuwickeln und verstehen zu lernen, dass nicht jedes Nein eines Kunden eine Abstrafung des eigenen Unternehmens ist. Das schafft die Ruhe für den nächsten Kontakt und dadurch vielleicht auch die Basis für den nächsten Geschäftserfolg beim Kunden.

Und vielleicht auch die Ruhe, um mit der momentanen Situation besser fertig zu werden.

 

Hackathon, aber was kommt dabei raus?

Bildung Internet pixabay

Im Rahmen des Hackathons, den ich letzte Woche miterleben durfte, sind über 1.500 Ideen von mehr als 27.000 Freiwilligen entstanden. 20 von diesen Lösungen hat die Jury nun als die vielversprechendsten Projekte ausgezeichnet. Die meisten Lösungen sind per App, online über den PC oder per telefonische Anfragen möglich. Hier ein paar Beispiele:

Ein Buchungssystem für potenziellen Corona Virus Patienten, der mit bestehenden Systemen verknüpft werden kann.

Das digitale Wartezimmer, das selbstständig eine Risikoabschätzung erstellen kann, ob ein Corona Verdacht besteht und dann eine Testmöglichkeit vermittelt.

Eine Möglichkeit, die 3-D Drucker von Industrie und Gewerbe verknüpft, um dezentral Elemente „drucken“ zu lassen, die zur Herstellung von Schutzsystemen benötigt werden.

Eine Plattform, die sammelt, wo Bestände an Schutzmasken etc. bestehen und diese an Organisationen vermittelt kann, die diese Dinge brauchen.

Ein System, um barrierefrei in verständlichen Worten Informationen rund um Corona zur Verfügung zu stellen und in das auch regionale Nachrichten eingebunden werden können.

Ein internationaler permanenter Austausch von Information zwischen Fachleuten rund um eine Pandemie.

Eine Möglichkeit für Deutsche im Ausland, um sich mit notwendigen Kontaktstellen wie Botschaften auszutauschen und Vorgänge abzuwickeln, wie z.B. die Rückholung aus dem Ausland. Besonders interessant für Deutsche, die über einen längeren Zeitraum im Ausland leben.

Ein System, was verlässlich Menschen, die Dinge benötigen und Menschen, die diese Dinge besorgen können, zusammenbringt.

Eine einfache Möglichkeit, damit jedermann ohne Schwierigkeiten Dinge wie Kurzarbeitergeld beantragen kann.

Das gleiche für Fördermaßnahmen und finanzielle Unterstützung.

Und und und

Die 20 ausgewählten findet Ihr hier

https://www.youtube.com/playlist?list=PLYGe9q9_Jo3BxoLFeuKeVMtZDtKNVeXlM

Und die erweiterte Auswahl hier

https://www.youtube.com/watch?v=DU3mTJjJHpo&list=PLYGe9q9_Jo3CAiufkVFqHj0yKrWrW7uVq

Auf in die Umsetzung – das #WirVsVirus Umsetzungsprogramm

Alles dazu hier https://wirvsvirushackathon.org/weiterfuehrung-2/

#corona #hackathon #WirVsVirus #Slack #königskonzept #königskonzeptblog

Die, die im Park die Corona Warnungen ignoriert haben

corona park

Während sich ein paar Besserwisser in den sozialen Medien über die Jugendlichen (immer diese Jugendlichen) aufgeregt haben, die die Corona Warnungen ignoriert haben, haben unglaublich viele Menschen (überwiegend Jugendliche) am Wochenende versucht,  In Zusammenarbeit mit der Bundesregierung Lösungen für diese Krise zu finden. Hier die Zusammenfassung, die mich dazu erreicht hat, ich war einer der Mentoren:

„WOW! Was für ein Wochenende! Was wir gemeinsam beim #WirVsVirus-Hackathon bewegt haben ist unglaublich!

Helge Braun hat es gesagt – das war der größte Hackathon aller Zeiten und ihr wart dabei!

  • 43.000 Anmeldungen
  • 1900 Pat:innen für Herausforderungen
  • 2900 Mentor:innen
  • 27.000 aktive Nutzer:innen auf der Plattform
  • 13.000 Profile bei Devpost
  • 1.500 eingereichte Projekte
  • 100 Projekte aus den Ministerien
  • 464.866 Slacknachrichten (and counting…)

Wir haben zusammen in 1500 Teams gemeinsam an den 800 ausgewählten Herausforderungen gearbeitet. Mit den Ergebnissen geben wir vielen Menschen Hoffnung und haben gemeinsam viele konkrete Lösungsbausteine für unsere gesellschaftlichen Herausforderungen in Zeiten der Corona-Krise auf den Weg gebracht!„

Die Ergebnisse werden jetzt ausgewertet.

Nun weiß man nicht, was bei so einer Veranstaltung herauskommt, das ist wie beim Brainstorming. Aber das sich über 40.000 Menschen digital mit einem Problem aktiv auseinandersetzen ist erheblich besser als sich im Netz über die anderen zu beschweren, die immer alles falsch machen.