Community Management: Kunden wie von selbst

CommunitieErfolg durch Gemeinschaft 

Automatisiert neue Kontakte oder Kunden wie von selbst oder 100 neue Kontakte in einer Woche oder so bin ich ohne Arbeit reich geworden sind Angebote, die immer wieder in den digitalen Kanälen auftauchen. Reich ohne Arbeit wird man durch Erbschaft oder Lotto spielen, jeder kann sich selbst ausrechnen, wie hoch seine persönliche Erfolgsquote in diesem Bereich sein wird. Automatisiert neue Kontakte oder Kunden ist schon eine realistische Möglichkeit, die aber wie auch andere erfolgreiche Systeme mit Arbeit verbunden ist. Eine Möglichkeit dazu ist Community Management. 

Gleichgesinnte arbeiten gern zusammen 

Eine Community ist eine Gemeinschaft zu einem bestimmten Thema, Community Management bezeichnet den Aufbau und die Führung einer solchen Gemeinschaft. Der Begriff leitet sich ab von den vielen Interessengruppen, die in den sozialen Medien entstehen und entstanden sind, kommt aber auch im täglichen realen Leben vor. Eine Community kann rein privat ausgerichtet sein, etwa bei einem Fußballverein oder auch Geschäftsinteressen, direkt – bei Verbänden – oder indirekt – bei Interessengemeinschaften wie dem Kuratorium Gutes Sehen verfolgen.

Manche dieser Gemeinschaften sind sowohl physisch als digital, manche bewegen sich nur in einer der beiden Kommunikationskanäle. Einige Communities wie Golf oder Jagdgesellschaften verfolgen vorrangig ganz andere Zwecke als die Geschäfte, die dabei so nebenbei vereinbart werden. Eine gute Community ist neutral, hat ein übergreifendes Thema und bietet den Mitgliedern die Möglichkeit der Diskussion und des freien Erfahrungsaustausches.

Community für Unternehmen 

Man liegt nun näher, als für ein Unternehmen eine Community aufzubauen, um so neue Kunden zu gewinnen? Das Konzept ist relativ unkompliziert: man definiert seine Zielgruppe, schaut nach, in welchen Bereichen diese Zielgruppe anzutreffen ist und etabliert eine Community, die von einem Community Manager vorangetrieben wird. Er lädt mehr und mehr Teilnehmer in diese Gruppe ein und so wächst die Gemeinschaft. Die Probleme des Betriebs solcher Gemeinschaften liegen vor allem im übergreifenden Thema, das etabliert werden muss. Autositzbezüge sind nicht so gut für eine Community geeignet wie die Zukunft des Autos. Lebensmittel Rohstoffe sind nicht so interessant wie moderne Ernährung, energieeffiziente Lichtsysteme nicht so prickelnd wie Energieeffizienz, Klimaschutz oder Gesundheit am Arbeitsplatz. Für Autositzbezüge interessieren sich vielleicht 1.000 Menschen, für Autos Millionen. Will ich also viele Menschen für Autositzbezüge interessieren, muss ich eine größere Community schaffen. So stoßen auch Menschen auf mein Thema, die sich vielleicht zuerst für einen völlig anderen Bereich beim Auto interessiert haben. Für diese Art der Kontaktaufnahme ist das Internet und seine sozialen Netzwerke mehr als geeignet.

Der Community Manager

Um übergreifende Themen zu bewegen, braucht man Gemeinschaften von Anbietern. Das ist eine neue Aufgabe der Marketingkooperation, bei der verschiedene Unternehmen zusammen einen Markt bearbeiten. Bei der Koordination hilft ein Community Manager, der in der Regel bei dem Gründer der Community arbeitet oder von der Gemeinschaft, etwa bei Verbänden, finanziert wird. Im ersteren Falle ist der Einfluss des Unternehmens auf die Entwicklung dieses Netzwerkes größer. Die Community lebt erst dann, wenn sie regelmäßig wie bei einem Blog oder Newsletter interessante Themen veröffentlicht und wenn laufend neue Interessenten in die Gruppe eingeladen werden. Das geschieht durch die Gemeinschaft der Anbieter und durch externe Dienstleister. Soll sie erfolgreich sein muss sie genau wie bei Umsatzplänen mit Vorgaben versehen werden, die zu erfüllen sind.

Chancen und Risiken 

Menschen mögen keine langweilige Werbung mehr, Menschen mögen interessante Inhalte und wollen mitreden. Was mit den Rezeptbüchern von Maggi und Co. begonnen hat und heute von den vielen Themenheften des Lebensmittel Einzelhandels weitergeführt wird, mündet in den Communities. Die Informationen werden dabei immer neutraler, der Leser soll selbst auf die Idee kommen, nach einem bestimmten Produkt oder Anbieter zu suchen. Das verschafft automatisiert neue Kontakte und Kunden, ist aber auch mit viel Arbeit verbunden. Communities wirken schneller im B2B Markt, weil dort die Anzahl der Interessenten nicht so groß ist und somit leichter erreicht werden kann. Eine offene Community birgt immer die Gefahr der kritischen Kommentare bis hin zum Shitstorm. Kritische Kommentare sind gut, Shitstorms sind selten. Wenn der Sturm toben sollte, ist es gut, wenn man weiß, wo er sich befindet, damit man reagieren kann. Stellung beziehen dazu kann man in der Gruppe selbst und auf der eigenen Website. Dabei hat die Website zusätzlich den Vorteil, dass ein Unternehmen dort allein bestimmt, was veröffentlicht wird. Bei einer Community kann der Community Manager zwar Shit Storm Kommentare entfernen, aber kritische Kommentare unterdrücken wird eine Community schnell sterben lassen.

 

Alles Schlechte zum neuen Jahr

neues wagen

Für alle Pessimisten auf dieser Welt: Das Internet ist so schlecht für die Wirtschaft und wird den stationären Markt verdrängen und wir werden alle arbeitslos.

Für alle anderen ein paar Beispiele:

Mir wurde von einem Frisör erzählt, der mittlerweile 60% seines Umsatzes mit dem Verkauf von Haarpflegeprodukten macht. Das liegt daran, dass für bestimmte Frisuren bestimmte Mittel benötigt werden. Und die gibt es nur beim Frisör meines Vertrauens.

Der Teleshopping Markt wächst weiter lese ich heute in der Zeitung. Offensichtlich gibt es noch andere Motive für Kunden als nur den einfachen Kauf im Internet.

Die Musikindustrie boomt trotz Musik Streaming im Internet, im letzten Jahr um 10%.

Der Tante Emma Laden von heute heißt Tankstelle, da gibt es fast alles, aber nicht billig. Und er läuft.

Reisebüros machen Geschäfte, weil sie sich auf die Internetpreise eingestellt haben und zusätzlich Beratung bieten.

Der Regionalmarkt wächst in allen Bereichen.

Als der Versandhandel in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg wieder begann, gab es einen Aufschrei, dass alle stationären Geschäfte kaputt gemacht würden. Internet ist wie Versandhandel, nur, das heute jeder ein Versandhändler, zusätzlich zu seinem stationären Geschäft, sein kann.

Das führt auch dazu, dass Geschäfte wie Schuster oder Bäcker mit neuen Konzepten und neuen Inhabern wieder öffnen, die in den vergangenen 30 Jahren schließen mussten.

Geschäfte, die sich anpassen, werden sich weiterentwickeln. Geschäfte, die keinen Mehrwert bieten und sich auch nicht ändern wollen, werden schließen. Auch das ist kein Unterschied zur Einführung des Versandhandels. Übrigens gilt das auch für den klassischen Versandhandel, ein paar davon haben die Kurve auch zum Internethandel gekriegt. Der Rest hat zugemacht. Und wenn Kataloge im Versandhandel überflüssig sind, müssen Strauss und Pearl irgendetwas falsch machen.

Also, heulen hilft nicht. Was hilft ist raus aus dem gewohnten Umfeld schauen, wo ist mein Kunde, wie erreiche ich ihn und wie kann ich ihm mehr bieten als mein Wettbewerb. Und dann tun – Tatkraft, Unternehmergeist, Neues anfangen. Aber auch das ist nichts Neues und war immer schon so.

Erfahrungen mit Foto Kalendern

Kalender 2020Rechtzeitig zur Weihnachtszeit:

Albelli: Ich möchte online gestalten – ganz einfach, pro Blatt ein Foto. Das Februar Blatt hat keine Monatsbezeichnung, ich versuche den Monat manuell einzufügen. Das geht nur in Schwarz, die anderen Monatsbezeichnungen sind in Weiß. Die anderen sind in Schriftgröße 55, die kann man bei der manuellen Eingabe nicht auswählen. Die Aufteilung in ein oder verschiedene Bilder pro Seite wird je nach Monat unterschiedlich vorgeschlagen, auch das lässt sich nur mit Aufwand ändern. Die FAQ Seite scheint diesen Themen nicht zu kennen. Nach einigen Stunden gebe ich genervt auf. Ich hätte gern bestellt, denn ich wollte 10 Kalender bestellen und da gab es Mengenrabatt.

Aldi, ich muss eine Software runterladen, die Software bleibt beim Download hängen, ich breche ab.

Rossmann, auch mit Software, ich versuche es erst gar nicht.

DM, ich kann online gestalten, nach etwa 20 Minuten bin ich fertig inklusive individueller Beschriftung und ich kann bestellen. Die Kalender werden an meinen nächsten DM geliefert, ich werde informiert, wenn sie da sind. Lieferzeit etwa eine Woche.

Schade, dass es bei DM keinen Mengenrabatt gab, dann hätte ich noch mehr bestellt.

Sicher kann man jedes dieser Kalenderprogramme gut benutzen, wenn man sich intensiv einarbeitet. Für alle, die das nicht wollen, empfehle ich DM.

Datensicherheit ist nicht schwer

Sicherheit

Der Weiterbildungserver des Landes Baden-Württemberg schickt mir einmal im Jahr eine Nachricht, indem ich aufgefordert werde, meine eingetragenen Daten zu überprüfen. Wenn ich die Überprüfung nicht wahrnehme, wird mein Account gelöscht.

Die THM in Gießen bittet mich regelmäßig, mein Passwort zu ändern.

Bei der Mercedes me App kann ich selbst entscheiden, ob ich regelmäßig eine Erinnerung  zur Passwortänderung erhalten möchte.

Wenn das alle Portale machen würden, am besten noch mit einer Pflicht zur Änderung des Passwortes, wären wir einen großen Haufen Karteileichen los und die Sicherheitssysteme hätten sich entscheidend verbessert.

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Bitcoins und andere interessante Gegebenheiten

Bitcoin

In Gießen sind auf einem Parkplatz einem Mann 9.000 Euro entrissen worden. Er hatte sich mit einem Mann getroffen, um Bitcoins zu kaufen. Vermutlich gab es zusätzlich auch ein paar Meter WLan Kabel. Um Bitcoins gibt es mittlerweile einen richtigen Abzocker-Hype – also Vorsicht. Wenn Ihnen jemand das Blaue vom Himmel verspricht, fordern Sie eine durch Bankbürgschaft abgesicherte Garantie.

In Lumbdatal war autofreier Sonntag – au fein, da sind sicher viele Besucher hingefahren.

Ich habe bei Amazon Clown Nasen bestellt, bei einer Bestelleinheit von 25 Stück fällt kein Porto an. Bestelle ich 4 Einheiten, also 100 Stück, beträgt das Porto ca. 16. Euro. Ich habe 4 mal eine Einheit bestellt.

Ich schicke eine E-Mail an die Info Adresse von Expert Klein. Es kommt eine Abwesenheitsmeldung einer Mitarbeiterin zurück, die mir mitteilt, dass sie für 2 Wochen nicht da ist und ich mich bitte an jemand anders wenden soll. Zwei Namen sind genannt, leider ohne Kontaktdaten. Die Weiterleitung auf jemand anderes umzustellen wäre die bessere Alternative gewesen.

Übrigens, eine Antwort habe ich bis heute nicht bekommen.

Interessant die Variante, die Mercedes seinen Mitarbeitern anbietet: „Ich bin im Urlaub, meine Vertretung ist … (mit Kontaktdaten natürlich), diese E-Mail wird gelöscht“. Das führt dazu, dass wichtige E-Mails sofort weiter gehen. Aus Insider Kreisen weiß ich allerdings, dass viele Mitarbeiter diese Methode nicht anwenden und skeptisch sehen, weil sie glauben, dass sie dadurch wichtige Dinge verpassen.

Wurfsendung in meiner Post: „An alle Anpacker und Teamplayer des Hauses…“, Sie kennen diese Adressmöglichkeit der Post sicher. Die Postkarte ist von der Bahn und gesucht werden Mitarbeiter. So eng ist es mittlerweile schon mit Fachkräften, dass man per Wurfsendung Mitarbeiter sucht. Radiowerbung dazu habe ich auch schon erlebt, speziell in Baden Württemberg. Mal schauen, inwieweit hier in Zukunft weitere Massenmedien eingesetzt werden.

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Internet Kapriolen

Bildung Internet pixabay

Ihre Jahresverbrauchsrechnung für das Vertragskonto 123456789 wurde erstellt und ist im Onlineportal für Sie hinterlegt. Bitte rufen Sie diese zeitnah ab. Warum zeitnah?

Nach einem Kauf im Internet werde ich von ShopVote.de zu einer Bewertung aufgefordert. Nachdem ich die Bewertung abgegeben habe, bekomme ich die Bitte zur Bestätigung mit dem Hinweis, dass die Bewertung innerhalb von 48 Stunden geprüft und freigegeben wird. Die Freigabe dauert etwa 1 Sekunde. Wenn ich schon automatisiert freigebe, sollte ich zumindest den Anschein erwecken, dass der Eintrag geprüft worden ist. Wenn Sie einem Kunden gleich absagen, glaubt er auch nicht, dass Sie sich Mühe mit seiner Anfrage gemacht haben. Also lieber Anfrage aufnehmen, prüfen und dann ggf. absagen. Ist Ihnen dabei schon mal aufgefallen, dass es dann manchmal doch klappt?

Facebook Angebot: Umfrage brillen.de mit dem Hinweis auf ein Geschäft in meiner Nähe und dem Angebot für einen Gutschein über 180 Euro. Das hört sich interessant an, ich klicke auf weiter: Man möchte meine Telefonnummer, um mir die Gewinnnachricht überbringen zu können. E-Mail scheint nicht zu reichen. Außerdem ist nicht klar, ob der Gutschein nur für eine neue Brillentechnologie aus Japan gilt – zu der es keine Preis info gibt, oder auch allgemein gültig ist. Man kann auch nicht direkt der Zusendung von Werbung widersprechen, sondern muss es getrennt über eine E-Mail machen. Keine Empfehlung von mir, hier mitzumachen.

Weiß jemand, warum es so ist, dass die Facebook Start Seite immer wieder anders aussieht, wenn man kurz gewechselt hat? Oft will ich nochmal auf eine bestimmte Seite zurück und ich finde sie nicht mehr wieder. Das passiert auch bei Seiten, die mich geschäftlich interessieren. Es geht also so Geschäft verloren.

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Diese dummen automatischen E-Mail Antworten gehen mir mittlerweile so auf den Senkel

Stroh Pixabay cco Dumm

„vielen Dank für Ihre Nachricht. Uns ist es besonders wichtig, Ihr Anliegen schnellstmöglich zu bearbeiten“. Das finde ich toll.

„Aufgrund eines hohen E-Mail Aufkommens kann es jedoch derzeit zu Verzögerungen bei der Beantwortung von Kundenanfragen kommen“ (Na, ob das wohl gelogen ist? Wenn immer hohes E-Mail Aufkommen besteht, sollte man sonst mal mehr MitarbeiterInnen einstellen). Jetzt ist es nicht mehr so toll.

„Eins garantieren wir Ihnen gern: Sobald wir Rückfragen an Sie haben, setzen wir uns selbstverständlich sofort mit Ihnen in Verbindung“. Alles andere wäre auch Blödsinn bis hin zur Geschäftsschädigung.

Apropos Geschäftsschädigung: Bei einem Unternehmen habe ich letzte Woche mit Fristsetzung angedroht, meinen Kauf zu wiederrufen. Anschließend habe ich, nachdem die Frist verstrichen war, wiederrufen. Das scheint aber nicht so wichtig zu sein, zumindest hat sich niemand mit mir letzte Woche, sofort oder überhaupt in Verbindung gesetzt.

Bei mehrfachem Kontakt kommt oft diese Standard Mail dann immer wieder, in obigem Fall bisher ca. 10-mal. Was wäre da wohl intelligenter? Zum Beispiel eine Zeitvorgabe? „Wir antworten innerhalb von 24 Stunden“ oder „Vielen Dank, wir bestätigen den Eingang Ihrer Mail, bei Fragen werden wir kurzfristig Kontakt aufnehmen“ oder ein „intelligentes“ System, das erkennt, dass ich schon mal in Kontakt gewesen bin und eine andere automatisierte Antwort auswählt?

Für weitere Fragen Ihrerseits steht Ihnen unser Beraterteam in der Zeit von Montag bis Samstag zu den bekannten Öffnungszeiten persönlich zur Verfügung. Interessant, da scheint es genug Personal zu geben. Ich habe nicht versucht anzurufen, aber ich tippe mal auf Warteschleife.

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