Beschwerdestelle DSGVO

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Verschiedene Anbieter haben natürlich die DSGVO schon für ihre Angebote erkannt.

Derzeit verschickt nach Angaben der IHK Frankfurt eine angebliche „DSGVO Beschwerdestelle Münster“ Emails bezüglich einer Verletzung des Datenschutzes nach DSGVO, wobei der Städtename jeweils an den Adressaten angepasst wird.

Die Unternehmen werden über eine angebliche Beschwerde eines Mitbewerbers wegen eines Verstoßes gegen die DSGVO informiert. Die in der E-Mail gemachten Angaben sind offensichtlich falsch, denn es gibt die darin genannte „DSGVO Beschwerdestelle …“ nicht. Unternehmen, die eine solche Mail erhalten, können diese ignorieren oder allenfalls nochmal zum Anlass nehmen zu prüfen, ob sie die notwendigen Anpassungen in Bezug auf die DSGVO vorgenommen haben. Reaktion auf diese Mail ist jedenfalls nicht erforderlich.

Der Versender selbst bietet kostenlose Erstberatungen zur DSVGO an; Fake oder Trick, um Kunden zu generieren? Man müsste in diesem Zusammenhang noch klären, ob der Absender vorher die Einwilligung der Empfänger zum Erhalt dieses Mails gemäß DSGVO eingeholt hat.

Interessanterweise fand ich bei dem Versender das Impressum nicht, obwohl darauf hingewiesen wird. Das ist sicher abmahnfähig. Auch bei Denic komme ich nicht weiter, vielleicht ist das auch der Grund für das fehlende Impressum. Man möchte geheim bleiben.

Außerdem in ganz kleiner Schrift ganz viele verschiedene Orte; das sieht zwar blöd aus, macht man aber, damit man bei diesen Orten in den Suchmaschinen gefunden wird. Das geht aber auch intelligenter.

Momentan ist die Seite des Anbieters übrigens nicht erreichbar.

Ausführliches dazu kann man beim Datenschutz-Guru nachlesen https://www.datenschutz-guru.de/digitaler-ablasshandel-in-zeiten-der-dsgvo-die-vermeintliche-beschwerdestelle/

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Kundenservice: Ich brauche ein Hörgerät und andere kleine Stories

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Marketingmaßnahmen und Marktverhalten, die ich für verbesserungswürdig halte: Teil   6 2018

Ich brauche ein Hörgerät. Ich besuche einen Hörgeräteakustiker, der einen ersten Test mit mir macht. Ich erzähle ihm vom Hörgerät meiner Schwiegermutter, das ich „geerbt“ habe. Er bittet mich, das Gerät bei Gelegenheit vorbei zu bringen, damit er es untersuchen kann. Die Reaktion freut mich. Nach meinem ersten Besuch beim Arzt bringe ich dem Hörgeräteakustiker anschließend das Gerät vorbei. Nach einem kurzen Blick auf das Gerät und der Aussage „Veraltete Technik“ möchte er das Gerät jetzt doch nicht vorab prüfen. Ich soll es mitbringen, wenn ich die „Ohrenärztliche Verordnung“ habe. Die Reaktion kränkt mich, ich werde mich für ein anderes Fachgeschäft entscheiden, das Vertrauen ist verspielt. Beim Arzt habe ich auch gleich eine Broschüre eines anderen Geschäftes mit eingelegter Visitenkarte bekommen, ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Aber da werde ich auch nicht hingehen. Mit Hörgeräten scheint eine Menge Geld zu verdienen zu sein, Werbung kann man auch intelligenter lösen.

Als ich dann endlich jemand gefunden habe bringen die Tests mit verschiedenen Geräten keine Verbesserung. Erst ein dritter Anbieter teilt mir mit, dass es vielleicht noch ein bisschen früh für ein Gerät ist. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass ich da wieder zu meinem nächsten Hörtest hingehe. Wer einen Kunden nicht mit Gewalt zum Kauf überredet, sondern gut berät, profitiert am Ende.

Daniel Weinstock schreibt mir, dass er ein super Angebot für mich hat, dass aber nur einer begrenzten Zahl von Empfängern angeboten wird. Ihr habt vielleicht schon ähnliche Schreiben von ihm oder anderen bekommen. Ich schreibe zurück, er soll einen der Anderen nehmen, er bedankt sich für meine Antwort. Soweit, so gut, gut reagiert von Daniel. Ca. 4 Wochen später bekomme ich ein sehr ähnliches Schreiben, wenn nicht sogar identisch. Peinlich, peinlich,  jetzt habe ich seine Informationen mit einem entsprechenden Vermerk abbestellt, er hat auch nicht noch mal geantwortet. Seine Datenbank sollte man immer uptodate halten, dann bleiben Peinlichkeiten erspart.

Ich bekomme beim Tanken einen Gutscheincode von Deutschlandcard. Zuhause an meinem Smartphone probiere ich ihn aus, es geht nicht. Dann versuche ich es über die App, Sie ahnen sicher schon. Am nächsten Tag an meinem Notebook geht es, ich gewinne Extra Punkte bei einem Geschäft, bei dem ich nie einkaufe, weil es nicht in meinem Einzugsbereich liegt. Den nächsten Gutscheincode habe ich liegenlassen, die Tankstellenmitarbeiterin war mehr als entsetzt „Aber das ist doch ein Gutschein“. Die App habe ich bei der Gelegenheit gleich mit gelöscht. Im Rahmen der Digitalisierung kann heute jedes Unternehmen sehr genau erkennen, was einen Kunden interessiert und ihm diesbezügliche Angebote machen. In kleinerem Rahmen kann man das auch mit purem Nachdenken erreichen.

Gelebt oder abgeheftet

stamp-114353_1280 cco Bürokratie

Kaizen, auch häufig bei uns als kontinuierlicher Verbesserungsprozess bezeichnet, führt unter anderem zu einer besseren Produktion. Auch Verkaufsaktivitäten führen durch Kaizen zu verbesserten Prozessen im Bereich Kundengewinnung und Kundenpflege.

Um Prozesse zu verbessern, müssen sie untersucht und beschrieben sein, damit eine Grundlage für die weitere Vorgehensweise besteht.

Nun ist Beschreibung und Überprüfung speziell in Deutschland etwas, was unserem Ordnungs- und Perfektionssinn stark entgegenkommt. Überspitzt gesagt beschreiben wir einen Prozess, lassen das Schriftstück anschließend von möglichst vielen wichtigen Menschen unterschreiben, kopieren und verteilen es und heften es, heute natürlich digital, ab. Um dazu Thorsten Dierks zu zitieren: „Wenn sie einen Scheißprozess digitalisieren, dann haben sie einen scheiß digitalen Prozess.“

Wo der Prozess Segen und Fluch herkommt und wie man daran arbeiten kann, ist im Artikel „Gelebt oder abgeheftet“ beschrieben, der im August in der Fachzeitschrift Draht erschienen ist.

Hier geht’s zum Artikel: https://www.drahtmagazin.de/draht-fachartikel/gelebt-oder-schon-abgeheftet-_35386_de/

#kaizen #kvp #Qualitätsmanagement #kundengewinnung #kundenpflege #königskonzept #königskonzeptblog

Interessante Apps for a better live

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Eine Übersicht für mich interessanter Android App’s die ich nutze, es ist schon erstaunlich, was alles entwickelt wird.

Angefangen hat es bei mir mit Katwarn vom Fraunhofer Institut, eine App, die dich informiert, wenn in deiner Nähe oder an anderen von dir definierbaren Orten Unwetter angekündigt sind. Wer also wissen will, wann es bei der Oma knallt, da wird er automatisch informiert.

Dann kam HealthMap, 2006 am Bosten Children’s Hosptial gegründet, die vor Gesundheitsgefahren in deiner Nähe warnt, besonders interessant bei ansteckenden Krankheiten.

Dann die Lebensmittelwarnung vom BVL, wo Produktrückrufaktionen aufgelistet sind. Wenns also mal komisch schmeckt, schnell nachschauen.

Danach Regenradar von Wetter online und der Blitzortung Gewitter Monitor, einem freien Netzwerk, damit ich weiß, wie sich das Wetter entwickelt. Gut vor dem nächsten Spaziergang mit der Liebsten, damit der nicht ins Wasser fällt. Liebling, mir wird gerade so heiß. Das war nicht ich, das war ein Blitz.

ReplacePlastic vom Bündnis Küste gegen Plastik ist eine App, mit der man herausfinden kann, wo eine Plastikverpackung hergestellt worden ist. Man kann dem Hersteller dann eine Mail schicken mit der Bitte, doch auch Mehrwegverpackungen anzubieten. Es haben schon Hersteller darauf reagiert und ihre Verpackung umgestellt. Was für eine tolle Idee.

NiNa ist eine Notfall Informations- und Nachrichten App vom BBK, die aber noch Serverprobleme hat (beim kürzlichen Versuch kombiniert mit einem Probe-Sirenen Alarm in NRW hat sie nur zum Teil funktioniert).

ToxFox vom BUND und Codecheck, einer unabhängigen Plattform aus der Schweiz schließlich sind zwei Apps, die herausfinden, welche Zutaten in Lebensmitteln und Kosmetika vorhanden sind und welche davon schädlich sein können. Bei ToxFox kann man ebenfalls eine Mail an den Hersteller schicken mit der Bitte, doch zukünftig andere Zusatzstoffe zu verwenden. Codecheck bietet ausführlichere Informationen einschließlich Preise und Alternativprodukte. ToxFox hat dazu geführt, dass ich meinen Shampoo Anbieter wechseln werde. Und ich dachte immer, Veränderungen, die ich spüre, liegen am Alter. Nein es liegt an den Zusatzstoffen im Shampoo.

Es gibt sicher noch viel mehr andere interessante Apps, wenn Ihr welche kennt, schreibt sie in den Kommentar.

Facebook Conference in Frankfurt

 

 

2 Tage, ein Tag für die kleinen Unternehmen, ein Tag für NGO’s, am ersten Tag war ich dabei. Was ist mir aufgefallen:

Generell: natürlich habe ich eine voll digitalisierte Veranstaltung erwartet, aber hier wird auch nur mit Wasser gekocht:

Personalausweis, um sich anzumelden statt App.

Zu Beginn gab es 6 Accounts zum registrieren (super) und einen für Probleme bei der Anmeldung (das konnte man allerdings erst lesen, wenn man sich in der Schlange bis nach vorne durchgearbeitet hatte). Also zweimal anstellen.

Probleme mit den Mitarbeitern an der Anmeldung, lieb aber nicht genug vertraut mit der Technik, zu wenig Einarbeitung. Einem hilflosen Lächeln kann man nicht böse sein.

Die Anmeldungen, die man vorher für die Workshops machen konnte, waren für die Katz – jeder konnte hin, wo er wollte. Die Workshop Übersicht gab es auf kleinen gedruckten Unterlagen zum Mitnehmen (immerhin). Dafür wäre eine App auch gut gewesen.

Die Mikrofonanlage ging bei der Diskussion nicht.

Es war also wie auf anderen Konferenzen auch, irgendwas geht immer nicht. Vielleicht hatte ich idealisiert nur etwas anderes erwartet.

Dazu eine brave Konferenz, keine heftigen Diskussionen, keine Überraschungen. Die Datenkrake wurde nicht erwähnt. Eine kontroverse Diskussion hätte der Veranstaltung sicher gutgetan.

Eine offene sehr lebendige unkonventionelle Teilnehmerschar.

Die Kaffeebecher waren aus recyclebarem Material gefertigt

Wenig Neues, aber das Ziel der Veranstaltung ist auch mehr die Vernetzung der Akteure untereinander.

Ein Foto zum Weiterreichen mit all den Apps, die helfen, Fotos und Videos kreativ zu bearbeiten.

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Zwei Fotos vom Marktplatz (siehe oben zu Beginn), eines von einer Diskussion mit Startups und eines von der Begrüßung vom Regionalmanagement Mittelhessen (Respekt, Begrüßungen aus Frankfurt oder Wiesbaden gab es nicht)

 

 

Zum Zielgruppenmarketing bei Anzeigen unterscheidet Facebook jetzt drei Möglichkeiten:

Core Audiences: Was man bisher schon kannte, auswählen nach Alter, Geschlecht, Region, Vorlieben

Custom Audiences: Speziell Kontakte und Kunden, die schon bekannt sind (gut für Kundenbindung)

Lookalike Audiences: Neue potentielle Kontakte, die den bisherigen Kunden ähneln (faszinierend)

Und dann sind mir noch 2 Dinge vom Workshop Create the Future in Erinnerung geblieben:

Innovation ist zumeist Gewinn orientiert und schafft Milliarden.

Invention verändert zumeist unsere Umwelt in signifikanter Weise und schafft Billionen.

Das wichtigste Hard Skill für Erfolg in der Zukunft ist Ausbildung in dem Beruf, den zu liebst.

Das wichtigste Soft Skill dafür ist die absolute Gleichberechtigung der Geschlechter.

Lt. Duden kann man auch bei Hard oder Soft Skills statt Das auch Der verwenden aber das Das ist auch ein kleiner Schritt.

Ich würde/werde wieder hingehen.

Hier das Programm https://www.facebook.com/business/m/digitaldurchstarten/frankfurt

Kaufprozess abgeschlossen?

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Diese Umfragen habe ich bei Unternehmer.de gefunden, die Kommentare (K) sind natürlich von mir.

57% des Kaufprozesses sind bereits abgeschlossen, bevor ein Kunde mit dem Vertrieb überhaupt in Berührung kommt. (K) Das hört kein Verkaufstrainer gern. Da nützt auch das beste Motivationsseminar nicht mehr, wenn ich niemand habe, an dem ich meine Motivation ausleben lassen kann. Der öffentliche Auftritt eines Unternehmens und sein Image müssen die Brücke zum Vertrieb schlagen – wenn es denn überhaupt gewollt ist. Der Autohersteller freut sich über diese 57%, Coca Cola auch, der Auto- oder Einzelhändler würde gern noch ein wenig mehr Einfluss nehmen.

66% der Konsumenten verlassen trotz fester Kaufabsicht ohne Kauf den Laden, weil das von ihnen gewünschte nicht verfügbar ist. (K) Da liegt großes Potential. Wie sagt Limbeck doch so schön: Nicht gekauft hat er schon. Um das zu verbessern, braucht man gute Organisation und Logistik und vor allem gut geschulte Mitarbeiter.

38% geben in einer Untersuchung zum Thema Messenger Dienste an, dass Sie über solche Dienste auch einkaufen würden. (K) Ein Wink für die Ausweitung des Multi Channel Angebotes?

Bei 41% von unter 30-Jährigen wird das Kaufverhalten stark durch YouTube beeinflusst. (K) Positiv wie negativ – interessant oder langweilig. Ein Image Film, der zeigt, wie toll das Unternehmen ist, interessiert nur das Unternehmen. Ein Film, der zeigt, wieviel Spaß oder Erfolg ein Käufer mit dem Produkt hat, interessiert den Käufer.

43% der Befragten einer Studie kaufen wöchentlich über ihr Smartphone ein. (K) Überall, wo es schnell gehen soll, das gilt für b2c und auch b2b, auch z.B. bei Handwerkern auf der Baustelle. Vor allem aber bedienerfreundlich muss es sein.

2/3 der Befragten einer Studie geben an, dass sie Produkte eines Unternehmens, dass viel für seine Mitarbeiter tut, eher kaufen würden. (K) Wer viel für seine Mitarbeiter tut, sollte es auch seinem Umfeld kundtun, damit Kunden ein gutes Gefühl bekommen, wenn sie bei einem solchen Unternehmen einkaufen. Aber nicht übertreiben, euphorisch kann ein Mitarbeiter sein, bei einem Geschäftsführer oder Manager wirkt es eher befremdlich (z.B. bei dem Kommentar: Wir tun jetzt viel für unsere Mitarbeiter, wir haben sogar die Ketten gelockert und zahlen fast immer Mindestlohn :-)).

Übrigens, Unternehmen, die viel für ihre Mitarbeiter tun, haben es auch leichter mit der Gewinnung von neuen Mitarbeitern.

Gelesen bei Unternehmer.de, wo man sich auf die Quellen von Etailment.de – Handelsjournal.de – Hubspot.de und Presseportal.de bezieht.