Aus die Maus

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Oder wie man sich so einen richtig schlechten Ruf verschaffen kann: Neues aus dem Kreditkarten Geschäft

Vor 2 Jahren habe ich darüber berichtet wie und warum Santander mein Kreditkartenlimit herabgesetzt hat – https://koenigskonzeptblog.wordpress.com/2016/07/28/umgang-mit-kreditkartenkunden/

Jetzt geht die Story weiter:

Im August 2018 bin ich informiert worden, dass mir meine Karte gekündigt wird, ich aber mit tollen Prämien zu einer anderen Karte von Santander wechseln kann. Ab 26. Oktober verliert meine Karte ihre Gültigkeit. Santander hat sich wohl endgültig entschlossen, die 5% Gutschrift auf Tankstellenumsätze abzuschaffen (das hat mir sicher insgesamt 1.000 Euro gebracht), stattdessen gibt es jetzt eine Visa mit 1% Gutschrift. Näheres kann ich in meiner zuständigen Filiale erfahren. Na, das wars dann wohl mit Santander, und darüber hätte ich auch kein Wort verloren, aber halt:

Anfang September schreibt mir meine zuständige Filiale unter der Überschrift „Zeit für Wünsche“, dass ich bei Santander einen Kredit von bis zu 5.000 Euro beantragen kann, um mir Wünsche zu erfüllen. Ich schicke das Formular mit Briefumschlag auf Kosten der Bank zurück mit dem Hinweis: „Mein Wunsch wäre, dass Sie mir keine Post mehr schicken“.

Firmenpolitik hat entschieden, dass es bei Santander eine Änderung im Kreditkartengeschäft geben soll, das muss man akzeptieren. Dummheit und fehlender Informationsfluss hat dafür gesorgt, dass der Graben zum ehemaligen Kunden tiefer wird. Das wäre vermeidbar gewesen und das kann man besser machen.

Übrigens: Der Briefumschlag trägt den Aufdruck: “Freimachen, falls Marke zur Hand“. Für alle, die es nicht wissen: Das ist eine Methode im Direktmarketing, um Geld zu sparen. Kleben wir eine Marke drauf, muss der Empfänger nichts bezahlen. Kleben wir nichts drauf, übernimmt er die Kosten fürs Porto. Der Brief wird auf jeden Fall zugestellt. Meine Versicherung schreibt immer auf diese Umschläge: „Gern übernehmen wir das Porto für Sie“ – Das liest sich schon ganz anders.

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Kleinigkeiten

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Marketingmaßnahmen und Marktverhalten, die ich für verbesserungswürdig halte: Teil   5 2018

Man sagt ja oft, dass Kleinigkeiten nicht so wichtig sind, aber erstens beim Essen! und zweitens, aber lesen Sie selbst.

Ich bekomme einen Newsletter des BVMW, unter anderem mit dem Hinweis: Zur Datenschutzgrundverordnung finden Sie hier bereits unsere BVMW-Checkliste. Ein sehr aktuelles Thema im Moment. Der Link führt zu einer File not found Seite. Ich würde mal sagen, das ist Datenschutz in seiner sichersten Form.

Ich habe mich beim newsletter2go angemeldet. Die Anmeldung war gekoppelt an ein Webinar, was ich belegen wollte, ein bisschen Trickserei, um Newsletterkunden zu gewinnen, aber was solls. Es gibt schlimmeres. Es ist halt nur ein kleines „Nein“ in meinem Kopf in Verbindung mit dieser Firma. Aber darum geht es gar nicht. Ich habe mich versehentlich mit dem falschen Geschlecht angemeldet, das sehe ich in der Bestätigung. Unter Newsletter ändern will ich das korrigieren, da kann ich aber nur auswählen, welchen Newsletter ich will. Kleiner aber dummer Gedankenfehler, der sicher nicht nur hier passiert. Ich werde diesen Newsletter wohl relativ schnell löschen zumal auch niemand auf meine diesbezüglichen Mails reagiert hat.

Wieder mal Bank: Ich erhalte ein Schreiben zur Aktivierung des mobilen TAN Services von der SparDaBa mit folgender Anweisung

Melden Sie sich im Online Banking an – funktioniert

Wählen Sie das Service Center aus – geht nicht, erst muss ich in das Konto Center auswählen, dann finde ich das Service Center

Klicken Sie die Schaltfläche Tan verwalten an – das ist keine Schaltfläche aber es gibt drei unterschiedliche Schaltflächen darunter, die ich anklicken kann. Die Schaltfläche Mobile Tan aktivieren funktioniert

Geben Sie den Aktivierungscode ein und bestätigen Sie mit der Aktivierung bestätigen – funktioniert

Aus Sicherheitsgründen haben wir jede zweite Ziffer Ihrer Kundennummer unkenntlich gemacht und durch ein x ersetzt – Es ist nicht meine Kundennummer, sondern meine Telefonnummer.

Mag sein, dass der ein oder andere mich jetzt für pingelig hält, aber hier sind drei Fehler, die absolut vermeidbar wären. Alles, was den Prozess zwischen Kunde und Lieferant stört, erzeugt im Kopf des Kunden ein kleines nein. Die meisten Kunden werden diese Fehler nur im Unterbewusstsein registrieren, aber sie werden sie registrieren.

Datenschutz in der Arztpraxis

dentist-1864918_1920 Datenschutz

Als bestehender Patient musste ich ein umfangreiches Formblatt bei meinem letzten Zahnarztbesuch unterschreiben. Auch hier eine Überreaktion, ich kann mit das bei bestehenden Patienten (wie auch bei bestehenden Kunden) nicht als „Muss“ vorstellen.

Allerdings habe ich im Nachhinein gelesen, dass ich auch die Einwilligung für die Zusendung von Erinnerungsservice und Informationsmaterial unterschrieben habe. Bin ich da mit einem Trick reingelegt worden? Zum Durchlesen ist ja in der Praxis nie Zeit. Ich kann die Einwilligung schriftlich oder durch E-Mail an meine Praxis wiederrufen.

Na, ob das rechtens ist, jedenfalls ist auf dem Formblatt nur eine Adresse aufgeführt, kein E-Mail. Ich bin mal auf die erste Nachricht gespannt.

eye-107474 Datenschutz

Gestern hatte ich das gleiche Erlebnis bei meinem Augenarzt. Was wohl passiert, wenn ich nicht unterschreibe? Werde ich dann wieder nach Hause geschickt?

Datenschutz vor Gesundheitsschutz – und – das wird alles händisch gemacht, die verbrannte Zeit und das vergeudete Papier ist gewaltig. Fehlt noch dazu das Nachspiel mit einer Erhöhung der Krankenkassenbeiträge, weil der Datenschutz ja so viel zusätzliche Kosten verursacht.

Dazu auch ein Link, der die Überreaktion sichtbar macht https://www.aerzteblatt.de/archiv/196629/Datenschutz-Check-2018-Was-muessen-Arztpraxen-angesichts-der-neuen-Vorschriften-zum-Datenschutz-tun