Das Problem aller großen Unternehmen

Die Größe macht ein Unternehmen schwerfällig und der Hang nach Perfektion führt zu Fehlern.

Adidas Mail Kommunikation vom 23.1.23

Mail 1

ADICLUB MEMBERS SIND IM VORTEIL

„Bald ist es so weit, unser adidas Vorteilsprogramm bekommt neue Features und Services. Die aktualisierten Nutzungsbedingungen und die Datenschutzrichtlinie findest du hier. Indem du den adiClub ab 07/2/2023 weiterhin nutzt, akzeptierst du die aktualisierten Nutzungsbedingungen und bestätigst, dass du die Datenschutzrichtlinie gelesen und verstanden hast“.

Ich kann mich nicht erinnern, mich je bei Adidas angemeldet zu haben, aber es gibt ein Konto und nachdem ich das Passwort zurückgesetzt habe, kann ich mich einloggen. Es muss verdammt lang her sein.

Mail 2

„Hallo Helmut,
Wolltest (nach einem Komma schreibt man bei vorheriger Anrede klein weiter, dass weiß fast jeder, nur Word nicht) du das Kennwort, das mit diesem Konto verlinkt ist, zurücksetzen? Wenn ja, bestätige bitte. Bitte beachte, dass dieser Link nur 24 Stunden lang gültig ist“.

Es funktioniert, nach langem Suchen finde ich die Abmeldefunktion von diesem Konto, mir wird eine Mail versprochen, die ich bestätigen muss, damit meine Abmeldung bearbeitet werden kann.

Mail 3

„Sehr geehrter adidas Kunde,

vielen Dank für die Anfrage zu Ihren Daten. Wir wissen es zu schätzen, dass Sie sich um Ihre Datenschutzrechte kümmern – das tun wir nämlich auch. Wir haben die Informationen, die Sie uns im Rahmen dieser Datenanfrage zur Verfügung gestellt haben, geprüft, jedoch keine gespeicherten Daten von Ihnen gefunden. Daher ist es nicht notwendig, Ihre E-Mail-Adresse zu verifizieren und wir schließen diese Anfrage“.

Mail 4

„Hallo Helmut,

Das Kennwort für dein adidas Konto wurde geändert. Klicke unten, um zu deinem Konto zu gehen, deine Präferenzen zu aktualisieren oder weiter online einzukaufen“.

Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

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Unzufriedenheit macht krank

 

Letztens ist mir ein Artikel in die Hände gefallen, den ich im Jahr 2006 zum ersten Mal veröffentlicht habe. So viel scheint sich noch nicht geändert zu haben.

Zufriedene Mitarbeiter sind weniger krank

Wenn man manchen Nachrichten in der Tagespresse Glauben schenken darf, verzeichnen Krankenkassen immer mehr Krankschreibungen mit psychischen Diagnosen, und dies bei allgemein rückläufigen Krankenzahlen. Mittlerweile geht jeder 9. Fehltag in Unternehmen auf eine solche Diagnose zurück. Als Auslöser nennen die Betroffenen immer wieder hohes Arbeitspensum, schlechter Informationsfluss und mangelndes Feedback durch Vorgesetzte.

Psychisch ist nicht gleich psychisch

Ergänzend hierzu zeigt eine Untersuchung eines niedersächsischen Krankenkassen-Institutes, dass auch Skeletterkrankungen psychische Ursachen haben können. MitarbeiterInnen klagen zum Beispiel erheblich häufiger über Kreuz- und Nackenschmerzen, wenn sie mit einer Situation im Unternehmen unzufrieden sind.

Die Erkrankungen fallen in der Krankentagestatistik unter die Rubrik Muskel- und Skeletterkrankungen. Tatsächlich sind sie aber zum Teil auf psychische Ursachen zurückzuführen.

Zufrieden bedeutet gesünder?

In der Befragung wurde die Zufriedenheit mit KollegInnen, Vorgesetzen, der Organisation oder dem Informationsfluss überprüft. Im Vergleich der Unzufriedenen war die Zahl der kranken MitarbeiterInnen, die zufrieden mit einer Situation waren, mindestens 60 % geringer bei gleichem Beschwerdebild. Es ist anzunehmen, dass sich die Unzufriedenheit auch auf den privaten Bereich auswirkt, was zu einer Verstärkung des Problems führt. Es macht also sehr viel Sinn, an dieser Thematik zu arbeiten.

Krankenkassen gehen voran

Interessanterweise nehmen sich Krankenkassen hier eines Themas an, welches eigentlich eine klassische Managementaufgabe ist. Krankenkassen fangen an, zusätzlich zum Gesundheitsmanagement Verhaltenstrainings anzubieten, obwohl die Ursachen der Unzufriedenheit zumeist in Management, im Team- und Delegationsverhalten oder in der Motivation liegen.

Hilfestellungen kann man kombinieren

Dies liegt vor allem daran, dass es um Organisationsprobleme, gepaart mit Mitarbeiterentwicklung und Motivation geht. Diese Kombination ist leider in den Köpfen von Unternehmensleitungen und Unternehmensberatungen nur selektiv besetzt. Man findet zwar Organisationsoptimierung, Coaching, Personalentwicklung und so genannte Softskills wie Delegationsfähigkeit, Teamverhalten oder Mitarbeitermotivation vor, aber diese Maßnahmen laufen in den meisten Fällen getrennt und selten kombiniert ab.

Strukturierte Verbesserungen

Hier liegt der Schlüssel, mit dem man arbeiten kann. Eine Organisationsanalyse muss zeigen, welche Probleme im Unternehmen bestehen. Die Einbeziehung der Belegschaft in die Lösung der Probleme wird alle zufriedener, selbstbewusster und motivierter für bestehende und zukünftige Aufgaben im Unternehmen machen. Der bei diesen Analysen erkennbare Optimierungsbedarf kann durch Organisationsoptimierungen, Personalentwicklung, Softskills und/oder durch Gesundheitsmanagement befriedigt werden. Nur durch einen solchen kombinierten Ansatz wird es gelingen, die geschilderten psychischen und physischen Krankheitsursachen in den Griff zu bekommen.

Kosten sparen als wichtiger Effekt

Was in einer solchen Betrachtung für ein Unternehmen auch sehr wichtig ist, aber immer wieder vergessen wird, ist die wirtschaftliche Notwendigkeit dieser Maßnahmen. Zum einen bedeutet der Rückgang von krankheitsbedingten Fehltagen um einen Tag bei einem Unternehmen mit 100 Beschäftigten einen Gewinn von fast einem halben Jahr Arbeitszeit oder etwa 20.000 Euro. Zum anderen sind engagierte motivierte Mitarbeiter der Schlüssel zu mehr Wettbewerbsfähigkeit im heutigen schwer umkämpften Markt. Da auf der Kostenseite von Unternehmen durch eine ausgereizte Verfahrenstechnik kaum mehr Einsparungen zu realisieren sind, geben auf der Marketingseite im Kundenkontakt Service, Bereitschaft und Freundlichkeit den Ausschlag für eine Kaufentscheidung. Diese Dinge kann man keinem Kunden vorspielen, man hat sie, oder man hat sie nicht.

Es beginnt schon

Wir haben heute einen großen Nachholbedarf an diesen Dingen, weil unsere Technikgläubigkeit bisher den Blick auf die Möglichkeiten versperrt hat, die eine engagierte Belegschaft bieten kann. Aber es beginnt, man merkt es im täglichen Umgang mit Geschäftspartnern und es beginnt bei kleinen wie bei großen Firmen, wobei diese Art der Prozessoptimierung bei kleineren Firmen natürlich einfacher und schneller zu realisieren ist.

Aus dem Jahr 2009 habe ich einen aktualisierten Artikel von mir jetzt auf Channelpartner gefunden, der immer noch aktiv ist https://www.channelpartner.de/a/warum-unzufriedenheit-mitarbeiter-krank-macht,272234

Was ist Einfalt?

Wenn wir eine Überzeugung haben, erwarten wir, dass jeder unsere Überzeugung kennt und respektiert. Darüber hinaus:

Wenn wir nicht bei Amazon/im Internet kaufen, wollen wir, dass nicht bei Amazon/ im Internet gekauft wird.

Wenn wir dort kaufen, verstehen wir nicht, warum jemand nicht dort kauft.

Wenn wir kein Auto fahren, wollen wir keine Autos.

Wenn wir regional kaufen, wollen wir das alle regional kaufen.

Wenn wir nicht fliegen, wollen wir keine Flugzeuge.

Wenn wir umweltbewusst sind, wollen wir, dass alle umweltbewusst sind.

Wenn wir (nicht)religiös sind, wollen wir, dass alle (nicht)religiös sind.

Wenn wir eine politische Richtung ablehnen/unterstützen, wollen wir, dass alle diese politische Richtung ablehnen/unterstützen.

Wenn wir ein Projekt unterstützen, wollen wir, dass auch alle anderen dieses Projekt unterstützen.

Wenn wir vegan leben, wollen wir, dass andere vegan leben. Und wir erwarten, dass auf uns Rücksicht genommen wird.

Wenn wir Fleisch essen, wollen wir, dass jeder Fleisch isst. Und wir erwarten, dass auf uns Rücksicht genommen wird.

Wenn wir alles essen, erwarten wir, dass jeder alles isst. Und wir erwarten, dass auf uns Rücksicht genommen wird.

Wenn wir etwas ablehnen, wollen wir, dass alle dieses ablehnen.

Wenn wir rauchen, fordern wir Toleranz für Raucher.

Wenn wir Nichtraucher sind, erwarten wir, dass alle Raucher Rücksicht auf uns nehmen.

Wenn wir intelligent sind, verachten wir Dummheit.

Wenn wir dumm sind, verachten wir Intelligenz.

Wenn uns ein Thema antreibt, verstehen wir nicht, warum unsere Umwelt dieses Thema nicht interessiert.

Wir lehnen vor allem Dinge ab, die uns selbst in unserem Alltag nicht belasten. Wir wollen das sich andere ändern, nicht wir.

Offensichtlich glauben wir, dass unsere spezielle Meinung der Mittelpunkt der Welt ist.

Wir sollten Vorbild sein in der Überzeugung, in der wir leben, ohne sie jemand anders aufzuzwingen. Wenn dann jemand unsere Überzeugung aus freien Stücken teilt, haben wir eines unserer Ziele erreicht. Wenn nicht, sollten wir das akzeptieren. Wir leben von der Vielfalt, nicht der Einfalt. Einfalt kommt von Einfältigkeit und das ist keine naive Beschränktheit, sondern das Gegenteil von Vielfalt.

Aber bei mir ist das natürlich ganz anders, ich bin weltoffen – bloß die anderen nicht.

Unsinn

Ich erhalte von der Sparkasse Oberhessen einen dicken Brief, Inhalt Allgemeine Vertragsbedingungen auf 128 Seiten in 6-8 Punkt Schriftgröße.

Ich soll diese Bedingungen unterschreiben, man bezieht sich auf eine Weisung der Europäischen Union.

Meine Antwort:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie haben an mich und meine Frau Sabine Ihre neuen Geschäftebedingungen geschickt, denen wir zustimmen sollen.

Ich teile Ihnen hiermit mit, dass wir uns intellektuell nicht in der Lage fühlen, Ihre Geschäftsbedingungen zu lesen bzw. zu verstehen. Da man nur etwas unterschreiben sollte, was man gelesen bzw. verstanden hat, werden wir Ihren Geschäftsbedingungen nicht zustimmen.

Falls wir noch ein Konto bei Ihnen unterhalten, möchten wir Sie bitten, sich mit uns in Verbindung zu setzten, damit wir das Konto auf eine andere Bank übertragen können.

Mit freundlichen Grüßen

Von den Direktbanken, bei denen ich Konten unterhalte, habe ich diesbezüglich nichts gehört. Das Sparbuch, dass ich noch bei der Sparkasse für eine Mietkaution unterhalte, kann ich nicht auf die Volksbank übertragen, weil dort erstens keine Sparbücher und zweitens keine Mietkautionskonten für Mieter mehr angeboten werden. Ich habe jetzt eine Direktbank in Norwegen gefunden, dort bekomme ich sogar 1% Zinsen.

Wenn sich also deutsche Baken und Sparkassen wundern, warum sie Kunden verlieren, sollten sie mal ihren eigenen bürokratischen Aufwand und ihre Benutzerfreundlichkeit überprüfen, anstatt über die unfairen Praktiken der Direktbanken zu schimpfen oder auf die EU als Sündenbock zu verweisen. Sie verspielen leichtfertig ihr Kundennähe und ihren Vertrauensbonus, anstatt dies für weitere zusätzliche Geschäfte zu nutzen, umso mehr Ertrag zu generieren.

Ich habe zum Bankensterben schon mal vor 2 Jahren einen anderen Post gemacht https://koenigskonzeptblog.wordpress.com/2020/09/23/bankensterben-hausgemacht/

Kundenportale haben noch mehr Potential

American Express: Meine Frage im Portal: Wie bekomme ich für meine Zweitkarte ein Passwort.

Antwort per Mail: Sie haben eine E-Mail von American Express in Ihrem Posteingang (im Portal) erhalten. Aus Sicherheitsgründen werden Sie sämtliche Antworten zu Ihren E-Mails in Ihrem Posteingang finden. Ich bekomme also eine Mail, das ich eine Mail erhalten habe.

Dort finde ich: Sehr geehrter Herr Koenig, vielen Dank für Ihre Nachricht und für Ihre Geduld. Bitte entschuldigen Sie vielmals die verspätete Antwort.

Gern möchten wir Ihr Anliegen lösen. Leider können wir aus den von Ihnen mitgeteilten Informationen nicht Ihr Anliegen erkennen.

Bitte teilen Sie uns detailliert mit, worum es geht, oder wenden Sie sich an unseren telefonischen Kundenservice unter der Rufnummer (123) 4567 – 8910.

Bitte beachten Sie, dass nicht alle Anfragen auf diesem Wege bearbeitet werden können.

Mit freundlichen Grüßen

Wenn diese Fragestellung unklar war, ist das wohl die normale Antwort auf 90% der Anfragen an dieses Unternehmen. Das hätte man auch erheblich einfacher lösen können mit: „Bitte rufen Sie dazu …… an“ oder noch besser: „Wir rufen Sie dazu an“; das wäre echter Service gewesen. Sicherheitsgründe für ein solches Mail anzuführen, ist schon ein wenig seltsam, aber da ist American Express nicht allein. Unbequemer für die Kunden aber was solls. Bei den Apps ist das anders gelöst.

Ganz anders, aber nicht unbedingt besser „funktioniert“ das Portal meiner Bank, die jetzt einen Chat Service eingerichtet hat. Von 6 Chats sind 4 mit dem Satz: “Rufen Sie dazu 12345-6789 an“ beantwortet worden. Am Telefon wurde mir sofort geholfen, den Chat werde ich wohl nicht wieder benutzen. Da sind wohl die falschen Mitarbeiter am anderen Ende der Chat-Leitung.

Angekündigt wurde mir der neue Service in Zusammenhang mit der totalen Überarbeitung des Zugangs, was erheblich moderner wirkt und intuitiver zu bedienen ist. Die Überschrift: „Aus E-Banking wird Online Banking“ ist für die Kunden dabei das Nichtssagendste, weil das wirklich niemand interessiert. Überschriften wie „Jetzt Onlinebanking Ihrer Bank noch einfacher“ oder „kundengerechter“ oder „nach Ihren Anregungen verbessert“ hätte Kunden viel mehr angesprochen.

Jetzt warte ich noch auf die Differenzierung von: was war E-Banking und was ist jetzt Online-Banking.

Zumindest ein großer Blödsinn ist abgeschafft https://koenigskonzeptblog.wordpress.com/2016/11/25/wuesten-koennen-ein-traum-sein-prozesswuesten-ein-alptraum/ gibt es im neuen Portal nicht mehr.

#portal #American-Express #bank #kundenservice #königskonzept #königskonzeptblog

Service bei WMF

Meine Tochter bestellt geprägte Messer bei WMF, guter Service bei der Bestellung aber bei der Lieferung wurde im Juli ein Messer nicht geprägt geliefert.

Jetzt geht’s los:

3 E-Mail ohne Reaktion

6- oder 7-mal angerufen „ja Ihre E-Mail habe ich gefunden, ich weiß auch nicht, warum da noch nichts passiert ist, in einer Woche bekommen Sie Bescheid“

„Ja, das kann auch schon mal 2 Wochen dauern, die Fachabteilung ist informiert“

„Sie bekommen heute auf jeden Fall einen Rückruf von mir“

„Tut mir leid, ich kann das nicht entscheiden, da muss sich die Fachabteilung drum kümmern“.

Und so weiter und so weiter und so weiter.

Jetzt im Oktober eine Beschwerde über Facebook mit sofortiger Reaktion, wir sind gespannt (Foto dazu auf meinem Blog). Zumindest gibt es seitens WMF eine Überwachung der Beiträge auf der Facebook Seite. Das sollte normal sein, ist es aber in vielen Fällen nicht.

Aber die Antwort, hier in Auszügen:

„Gerne haben wir für dich noch einmal nachgesehen“ Toller Service

„Es lag an einem technischen Fehler beim Service“ Ja, die Technik, kann ja keiner was für

„Wir empfinden das nicht als idealen Kundenservice“ Alles andere hätte mich auch überrascht

„Schnellstmöglich eine Lösung“ Nach wie vor keine Terminversprechen

Was man in solchen Fällen braucht, sind keine blumigen nichtssagenden Schreiben, sondern eine bereichsübergreifende Einzelverantwortung für ein einzelnes Thema. Dann wird das schnell gelöst.

So kann ein schlechter Service oder Reklamationsprozess den ganzen guten Vertrieb zunichtemachen. Man sagt, dass schlechter Service bis zu 10 mal weitererzählt wird, guter Service 1 mal und dass man 10 gute Services braucht, um einen schlechten auszugleichen. Also braucht 1 schlechter Service 100 gute als Ausgleich.

Sehr wahrscheinlich gibt es beim WMF überhaupt keinen Service- oder Reklamationsprozess oder er steht nur im Qualitätshandbuch und wir nicht umgesetzt.

Ich empfehle meiner Tochter, das Besteck zurückzuschicken, es gibt auch woanders Möglichkeiten, so etwas zu kaufen.

#wmf #kundenservice #reklamation #fachabteilung #messerprägung #königskonzept #königskonzeptblog

Ich hatte so etwas mal bei der Metro mit einer Superreaktion, da bin ich aber  gleich über Facebook gegangen https://koenigskonzeptblog.wordpress.com/2015/04/27/facebook-seite-von-metro-cash-carry/

Elektronische Briefankündigung

Die Post bietet die elektronische Briefankündigung und die digitale Kopie an. Im ersteren Fall bekommt soll man vorher Bescheid bekommen, dass ein Brief kommt und im zweiteren Fall eine Kopie des Inhalts (Wenn der Absender zugestimmt hat).

Ich finde das gut und probiere das aus, es läuft über GMX. Jetzt bekomme ich mit der Post für beide Bereiche je einen Willkommensgruß zugeschickt, die Bestätigung habe ich schon vor ein paar Tagen bekommen.

Mir fällt auf, dass der Willkommensgruß mit der Post kommt und weder eine digitale Briefankündigung noch eine digitale Kopie vorab zugeschickt worden sind. Vermutlich hat die Post diesem neuen Verfahren noch nicht zugestimmt.

Na, ich habe mal zur Sicherheit beide Schreiben digitalisiert, denn ich habe mir dieses Jahr borgenommen, keinen Schriftverkehr mehr physisch abzuheften. Bis jetzt habe ich durchgehalten.

Das ist jetzt 4 Wochen her, ich habe einige physische Post zwischenzeitlich bekommen aber mit der elektronischen Briefankündigung ist es wohl noch nicht so weit her. Da ist der GMX Posteingang 0.

#post #digital #briefankündigung #digitale-kopie #königskonzept #königskonzeptblog

Zurück ins Büro?

Die einen werden krank, die anderen wollen gar nicht mehr zurück. Die Arbeitslandschaft hat sich durch die Homeoffice Entwicklung der vergangenen 12 Monate um einige Komponenten erweitert.

Warum eigentlich nicht

Manche Geschäftsführung streift im Moment im Büro durch verlassene Räume. Als ob es in dieser Position nicht schon einsam genug wäre. Auf einmal morgens der erste im Büro, manchmal den ganzen Tag fast allein und der Kontakt und die Anregungen der Belegschaft fehlen. Es gibt wenig zwischenmenschliche Informationen, dabei unverändert die Kreativität einzelner, in diesem Fall durch mehr Digitalisierung das Homeoffice noch weiter auszudehnen. Ein ganz neuer Antriebsmotor. Wenn aber das Geschäft kontinuierlich gut weiterläuft, stellt sich die berechtigte Frage, warum nicht einfach alles so weitergehen kann. Bei vielen Menschen besteht offensichtlich der Wunsch, dieses Konzept beizubehalten. Manche der Belegschaft fehlen für den persönlichen Austausch, bei einigen ist die Abwesenheit aber auch ein Gewinn für Nerven und Betriebsklima. Der ständige Giftstachel bleibt zu Hause, die notwenigen Ergebnisse werden digital geliefert.

Keine Erfindung von heute

Homeoffice hat es immer schon gegeben. Gerade im Außendienst oder bei kleinen weiter entfernten Außenstellen eines Unternehmens gibt es immer schon die Notwendigkeit, von zu Hause zu arbeiten. Solche Dinge sind dann in Arbeitsverträgen beschrieben, damit Unternehmen und Belegschaft Sicherheit in ihrer täglichen Arbeit bekommen oder behalten. Durch die in den vergangenen 12 Monaten entstandene Situation bekommt auch das Konzept des temporären Arbeitsplatzes neue Bedeutung. Dieses Konzept bedeutet, dass im Office keine festen Arbeitsplätze mehr vorgehalten werden. Der Hauptarbeitsplatz ist zu Hause, kommt jemand ausnahmeweise ins Büro, wird ihm ein temporärer Arbeitsplatz zugewiesen. Dieses Konzept ist vor einigen Jahren in vielen Unternehmen gescheitert, weil viele Menschen der Meinung waren, dass man an einem temporären Arbeitsplatz nicht so gut arbeiten kann. Die gerade entstandene Situation zeigt, dass ein fester Arbeitsplatz im Office in vielen Fällen überflüssig geworden ist. Auch um die passenden Unterlagen zu finden, wird heute das Regal im Büro nicht mehr benötigt.

Pro Homeoffice

In gut funktionierenden Betrieben ist das Kerngeschäft ein standardisierter Prozess. Alle wissen genau, was sie machen müssen, alle sind für ihren Bereich gut ausgebildet, Fehler und Rückfragen sind selten. Kleine Innovationen innerhalb dieser Prozesse zur Optimierung können diskutiert und eingeführt werden, Abstimmungsprozesse macht man digital. Fürs Kerngeschäft und damit für einen Großteil der Belegschaft ist das Homeoffice somit eine sehr gute Lösung. Es wird darüber hinaus Zeit durch wegfallende Anfahrt zum Büro eingespart und der psychologische Druck, immer mit wichtigen Dingen beschäftigt sein zu müssen, falls der Chef vorbeikommt, fällt weg. Zu Hause kann man auch mal eine Pause machen, ohne erst zu fragen oder sich zu rechtfertigen und man kann seine Arbeitszeit frei planen. Das Ergebnis ist wichtig, nicht, wie es zustande gekommen ist. Nicht zu verachten ist auch der Zeitgewinn durch Wegfall der Gespräche mit Mitgliedern der Belegschaft, die tagein tagaus verkünden müssen, warum sie so viel zu tun haben und warum sie ihre Arbeit nicht bewältigen können.

Contra Homeoffice

Wenn viele Menschen nicht wieder zurück ins Büro wollen, kann es auch ein Zeichen dafür sein, dass das angeblich gute Betriebsklima nur eine Fassade gewesen ist. Normalerweise bemüht sich fast jeder in einem Unternehmen um ein höfliches oder freundliches Miteinander, weil das ein verträgliches Auskommen bedeutet. Familie und Belegschaft kann man sich nicht aussuchen, man versucht aber trotzdem damit auskommen. Die Steigerung von Freundlichkeit ist Zuvorkommenheit, das passiert im Unternehmen eher selten. Durch Homeoffice sinkt die Identifikation mit dem Unternehmen, die Teeküche ist verlassen, der Kontakt mit anderen geht verloren. Zwischenmenschliche Beziehungen verkümmern, obwohl viele Menschen zur Selbstentfaltung und zur Alltagsbewältigung andere brauchen, mit denen sie sich austauschen können. Das sind andere als die, die uns von der Arbeit abhalten. Dieser wie auch immer geartete Coachingprozess fällt zu großen Teilen weg.

Die kreative neue Generation findet kein richtiges Betätigungsfeld und kann keine Beziehung zum Unternehmen aufbauen. Der Aufstieg innerhalb des Unternehmens wird erschwert, weil es digital nicht so einfach ist, Führungskompetenzen zu erkennen. Menschen wandern leichter in andere Unternehmen ab, wenn sie sich weiter entwickeln wollen. Für die generelle Aufgabe einer Geschäftsführung, neues Geschäft zu generieren, fehlt das Team, diese Aufgabe lässt sich nur zum Teil digitalisieren. Die langfristige Sicherung eines Unternehmens durch Weiterentwicklung wird dadurch komplizierter.

Wie umgehen mit Homeoffice?

Viele Möglichkeiten bieten sich an, vorab muss die Geschäftsführung prüfen, ob für die wichtigen Prozesse im Unternehmen Homeoffice ein geeignetes Instrument ist. Es können Frühindikatoren definiert werden, damit man rechtzeitig merkt, wenn ein Prozess nicht mehr richtig funktioniert. Wenn das realisiert ist, müssen die Arbeitsverträge entsprechend angepasst werden, denn ohne Anpassung tritt automatisch nach einer bestimmten Zeit das Gewohnheitsrecht in Kraft. Wer die Vorteile des Homeoffice nutzen will, wird auch mit dem temporären Arbeitsplatz leben müssen. Zur zukünftigen Zusammenarbeit braucht es Einzelgespräche, in denen auch die Controllinginstrumente abgestimmt werden. Die zukünftige Arbeitsplanung kann dabei von individuellen Treffen im Büro, über alle Personen bzw. alle Personen einer Abteilung an einem bestimmten Tag im Büro bis hin zu häufigeren Treffen besonderer Kreativteams erfolgen, die entweder in Stabsfunktion oder als Vertreter der verschiedenen Bereiche helfen, das Unternehmen weiterzuentwickeln. Wenn solche Konzepte umgesetzt werden, funktioniert Homeoffice, schafft Freiräume für alle Beteiligten und hilft, die angespannte Situation der knappen teuren Büroflächen abzubauen.

Schlagworte zum Artikel #Verkaufsgespräche #Homeoffice #Belegschaft  #Strategie #königskonzept #königskonzeptblog

Leichtes Sommerprogramm Teil 6

2 Management Lektionen

Lektion 1

Eine Krähe saß auf einem Baum und tat den ganzen Tag nichts. Ein kleiner Hase sah die Krähe und fragte sie:

„Kann ich mich auch so hinsetzen und den ganzen Tag nichts tun?“

Die Krähe gab zur Antwort: „Sicher, warum denn nicht.“

So setzte sich der kleine Hase auf den Boden unter der Krähe und ruhte. Plötzlich kam ein Fuchs, sprang auf den kleinen Hasen und fraß ihn.

Management Lektion: Um herumzusitzen und nichts zu tun, musst du sehr, sehr weit oben sitzen!

Lektion 2

Ein Truthahn plauderte mit einem Bullen.

„Ich würde gerne auf die Spitze dieses Baumes kommen können“, meinte der Truthahn, „aber ich habe die Energie dazu nicht.“

Der Bulle gab zur Antwort: „Nun, warum isst du nicht ein wenig von meinem Dung? Da sind sehr viele Nährstoffe drin.“

Der Truthahn pickte ein wenig am Dung und siehe da, es gab ihm tatsächlich genügend Kraft, um auf den ersten Ast zu fliegen.

Am nächsten Tag, noch mehr Dung gefressen hatte, erreichte er bereits den zweiten Ast. Schlussendlich, nach vier Tagen Dung essen, erreichte er stolz die Spitze des Baumes. Aber schon bald entdeckte ihn ein Bauer, welcher ihn sogleich mit der Schrotflinte erschoß!

Management Lektion: Bullshit kann dich vielleicht zur Spitze bringen, aber es wird dich nicht für immer dort oben halten!