4 Hotels, 4 Meinungen: Der Mystery Shopper war wieder unterwegs

Manchmal drängeln die Termine ja so, dass das passiert: 4 Hotels in Deutschland innerhalb von einer Woche für 4 Seminare bzw. Tagungen. Zum Glück eher selten, aber es gab natürlich die unterschiedlichsten Eindrücke:

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Europa-Park Rust – Hotel Colosseo: Was ein toller optischer Eindruck und was eine Qualität in Einrichtung und Service. Zum ersten Mal sagt ein Mitarbeiter an der Rezeption zu mir: Darf ich Ihr Anmeldeformular für Sie ausfüllen. Eine entspannte Ruhe – was in der Freizeitpark Saison sicher nicht so der Fall sein wird und eine große Auswahl beim Frühstück inkl. einem veganen Buffet. Das Hotel liegt nicht in einem Zentrum von Deutschland, ist auch nicht unbedingt kostengünstig (bis auf die Angebote in der Nebensaison), hat aber eine Auslastung von 94%. Das spricht für sich. Der Tagungsraum ist wie eine Bücherei gestaltet mit Bildern von vielen amerikanischen Präsidenten – Trump war nicht dabei, wird dort wohl auch keinen Platz bekommen. Obama ist natürlich schon dabei.

Hotel 2

Das 3 Linden in Leipzig ist ein Mittelklassehotel, in dem ich zum 2. Mal übernachte. Es ist einfacher, aber gut, hat mit dem Pferdestall ein gutes rustikales Restaurant mit regionaler Küche. Es ist günstig, ganz klar bei dem starken Wettbewerb in Leipzig. Zum ersten Mal sehe ich, dass ein Hotel gegen die großen Hotelportale agiert: „Wir garantieren Ihnen, dass Sie auf keiner Hotelbuchungsplattform günstiger buchen können als bei uns direkt auf unserer Homepage“. Nächstes Mal buche ich direkt beim Hotel.

Hotel Anne-Sophie in Künzelsau, das Hotel gehört zur Würth Gruppe. Das Hotel ist behindertengerecht eingerichtet, im ersten Moment muss ich mich an die Schalter gewöhnen, die etwas tiefer angebracht sind. Es sind auch behinderte Mitarbeiter im Hotel eingesetzt, das Restaurant heißt bezeichnender Weise handicap. Die Mitarbeiter wirken ein wenig selbstbewusst und stolz auf das, was sie machen. Das ist mir erst ein paar Tage später im Nachhinein aufgefallen, habe ich aber auch schon bei anderen Bereichen von Würth erlebt. Hier aber besonders. Das Essen hat die ungewöhnliche Kombination von optisch ansprechend, lecker und bezahlbar. Der Speiseraum ist toll mit einem fast haushohem Wintergarten Ich habe mich nicht getraut zu fotografieren, hier als Ersatz ein Link http://bit.ly/2rQ5qoC.

Es gibt sogar im Nachhinein per Mail eine Befragung zur Zufriedenheit. Eine gute Idee, leider ist sie zu umfangreich, mehr wie 5 oder 6 Fragen sollte man nicht stellen, wenn man eine hohe Antwortquote haben will.

sdr

Hotel Hohenrodt in Loßburg, eher ein einfaches Urlaubshotel, aber es ist ok. Man merkt am Personaleinsatz, dass das Hotel knapp kalkulieren muss, aber ich komme gut damit zurecht. Das besondere hier ist der Tagungsraum, der Saal der Gemeinde Loßburg. Ein toller Raum mit einem tollen Blick und eine gute Idee, um zusätzlich Einnahmen für die Gemeinde zu generieren.

Im Vergleich:

Überall waren die Mitarbeiter freundlich und zuvorkommend, am professionellsten im Colosseo.

Bei der Optik schneiden Colosseo und Anne-Sophie am besten ab.

Beim Preis 3-Linden und Hohenrodt.

Beim Essen Anne-Sophie und 3-Linden.

Beim Tagungsraum Gemeinde Loßburg und Colosseo.

Bei der Region: Ansichtssache, Loßburg im Schwarzwald profitiert natürlich von der Gegend, aber Leipzig mit seiner Seenplatte ist auch ein attraktiver Anziehungspunkt. Rust hat seinen Freizeitparkt und Künzelsau hat mich mit seiner wunderschönen Innenstadt mehr als überrascht.

Es kommt also immer darauf an, was man vorhat.

 

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Neue Kräfte braucht das Land

Arbeit -95311_1280 PersonalSolche Arbeitsplätze machen keine Lust auf neue Arbeitgeber, Bildhinweis Pixabay cco Lizenz

Arbeitskräfte sind rar und werden noch viel rarer werden. Imagebildung ist ein Mittel, um auf sich aufmerksam zu machen.

Früher war aber mehr Lametta

Dieser Satz von Loriot lässt sich in vielen Bereichen anwenden; früher war einfach alles besser. Kunden kamen um zu kaufen und mussten nicht umworben werden, die Luft war noch sauber – wobei man da weit zurückgehen muss – und der Schreibtisch hat sich unter der Last der Bewerbungen gebogen. Heute muss hart um Kunden gekämpft werden, für die Luftreinhaltung gibt es Auflagen und der Stapel der Bewerbungen ist verschwunden.

Mehr gut ausgebildete Arbeitskräfte

Die Verluste an Arbeitsplätzen, die uns von Schwarzmalern der Digitalisierung angedroht werden, sind bei der Erfindung des mechanischen Webstuhls und den darauffolgenden Industrierevolutionen schon einmal angekündigt worden. Sie stimmen auch alle, vergessen aber die mehr als Millionen, die gleichzeitig neu entstanden sind. Alle diese Industrie Stufen zeigen, wie wichtig Qualifizierung ist und welche Möglichkeiten sich auftun, wenn man gut ausgebildet ist. So schön es ist, dass wir viele neue Menschen ins Land bekommen haben, so groß ist die Herausforderung, diese entsprechend zu qualifizieren um sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Das unterscheidet die heutigen Zuwanderer von den Ruhrpolen Ende des 19. Jahrhunderts, den Gastarbeitern Anfang der 60er Jahre und den Flüchtlingen aus dem ehemaligen Jugoslawien in den 90er Jahren. 

Neue Wege zur Mitarbeiter Bindung

Unternehmen müssen sich heute intensiver um neue Mitarbeiter kümmern, als das früher der Fall gewesen ist. Wer glaubt, dies über Auszubildende realisieren zu können, wird feststellen, dass auch dieser Markt stark geschrumpft ist. Es wird immer wichtiger, als attraktiver Arbeitsgeber zu gelten, um Abwerbeversuchen der eigenen Mitarbeiter von anderen Unternehmen entgegenwirken zu können und um neue Mitarbeiter zu interessieren. Die soziale Verantwortung eines Unternehmens, kurz CSR genannt, hat sich heute dadurch auf neue Bereiche ausgedehnt. Neben sozialen Projekten, wie sie von Krombacher mit der Regenwald-Aktion bekannt geworden ist, kommen jetzt die Bereiche Personal, Produktion und Umfeld hinzu. Soziale Verantwortung bedeutet hier, dass Mitarbeiter sich im Unternehmen entfalten können, dass die Unternehmensabläufe nachhaltig organisiert sind und der Betrieb von seinem regionalen Umfeld als verantwortungsbewusst anerkannt ist.

Nur wissen muss man es

Unternehmen, die so gut aufgestellt sind, stehen dann noch von einer weiteren Hürde. Es nützt nichts, ein „gutes“ Unternehmen zu sein, wenn niemand über den eigenen Dunstkreis hinaus davon Kenntnis nehmen kann. So wie ein gutes Produkt erst durch Marketing erfolgreich wird, wird auch ein guter Arbeitgeber erst durch Öffentlichkeitsarbeit bei potentiellen Mitarbeitern bekannt. Allerdings sind die Marketingregeln bei Kunden und Mitarbeitern heute gleich. Es geht um zielgerichtete Ansprache mit wenig Werbeeffekten und viel Inhalt. Dazu die Ansprache über die Kanäle, die die Zielgruppe zur Informationsbeschaffung nutzt. Was sich stark unterscheidet ist der Inhalt der Botschaft: Während für Kunden eher über Produktvorteile und Nutzen informiert wird, steht bei der Werbung um Mitarbeiter eher die Entwicklungsmöglichkeit im Unternehmen, die Nachhaltigkeit der Produktion, die Freude am Arbeitsplatz im Vordergrund.

Flexibilität und Perspektive ist auch für Unternehmen im ländlichen Raum ein interessanter Aspekt der Mitarbeiter Gewinnung. Junge Menschen können durch die Digitalisierung Arbeitgeber im ländlichen Raum mit dem Abenteuer einer Metropole zum Beispiel durch Home-Office verbinden. Entwickeln sich daraus junge Familien, bietet dann der gleiche Arbeitgeber auf dem Land ein günstiges und gesundes Wohnumfeld. Man darf also gespannt sein, wie sich der Personalmarkt weiter entwickeln wird und wie Unternehmen dieser Aufgabe angehen werden.

Is there life after birth?

It is almost a tradition to send my New Year greetings a little bit later and in a different form. This year a Priest, Henry Nouwen, has caught my eye. He is writing about hereafter.

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An unborn twin couple is talking in the belly of its mother.

„Say, do you really believe in a life after birth?“ one of them asks.

„Of course, here we will grow and get strong for what’s coming outside.“ the other twin answers.

„I think that’s nonsense!“ says the first. „There can be no life after birth – how is that supposed to look like?“

„I really do not know that either, but it will be certainly much brighter than here, and maybe we’ll even walk around and eat with our mouths?“

„I’ve never heard such nonsense! Eat with your mouth, what a crazy idea! There’s the umbilical cord that nourishes us, and how are you going to walk around? The umbilical cord is far too short for that. “

„Sure, it is certainly going to work. It is just going to be a little different.“

„You’re crazy! There’s never been someone to return from after birth. At birth, life is over.“

„I admit that nobody knows what life will look like after birth, but I know that we will see our mother and she will take care of us.“

„Mother, do you really believe there is a mother? If so, where is she?“

„Well, here – all around us. We are and live in and through her, we could not be without her!“

„Nonsense! I’ve never noticed anything about a mother before, therefore she does not exist.“

„But sometimes, when we are very quiet, you can hear her singing, or feel it when she is caressing our world ….“

„I’m looking happy forward to what comes next“

I wish you, your family and friends all the best for this year and that your wishes become true. I am looking forward to seeing you again.

Kind regards and best wishes

Helmut

Gibt es ein Leben nach der Geburt?

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Es ist schon fast zur Tradition bei mir geworden, die Neujahrsgrüße etwas später und anders zu verschicken. In diesem Jahr ist mir eine Geschichte nach Henry Nouwen, einem Priester, aufgefallen, die von der Zukunft handelt.

Gibt es ein Leben nach der Geburt?

Ein ungeborenes Zwillingspärchen unterhält sich im Bauch seiner Mutter.

„Sag mal, glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?“ fragt der eine Zwilling.

„Ja auf jeden Fall! Hier drinnen wachsen wir und werden stark für das was draußen kommen wird.“ antwortet der andere Zwilling.

„Ich glaube, das ist Blödsinn!“ sagt der erste. „Es kann kein Leben nach der Geburt geben – wie sollte das denn bitteschön aussehen?“

„So ganz genau weiß ich das auch nicht. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen?“

„So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört! Mit dem Mund essen, was für eine verrückte Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Und wie willst du herumlaufen? Dafür ist die Nabelschnur viel zu kurz.“

„Doch, es geht ganz bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders.“

„Du spinnst! Es ist noch nie einer zurückgekommen von ’nach der Geburt‘. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Punktum.“

„Ich gebe ja zu, dass keiner weiß, wie das Leben nach der Geburt aussehen wird. Aber ich weiß, dass wir dann unsere Mutter sehen werden und sie wird für uns sorgen.“

„Mutter??? Du glaubst doch wohl nicht an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?“

„Na hier – überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein!“

„Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht.“

„Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt….“

„Ich freue mich auf das, was danach kommt“

Ich wünsche euch, euren Angehörigen und Freunden alles Gute für dieses Jahr und darüber hinaus, dass eure Wünsche in Erfüllung gehen. Ich freue mich auf einen nächsten Kontakt.

Liebe Grüße

Helmut

P.S.: Hier wie immer der Link zum interkulturellen Kalender der Stadt Berlin https://www.berlin.de/lb/intmig/service/interkultureller-kalender/

Kommunikation mit meinem Trockner

davWir haben einen neuen Wäschetrockner, er ist WLAN fähig. Die ersten Wochen haben wir ihn ganz normal genutzt, mit Aus- und einschalten durch ziehen des Netzsteckers (Angeblich verbraucht er weiter Strom, wenn man das nicht macht).

Jetzt habe ich endlich einen Nachmittag gehabt, wo ich ganz allein zu Hause bin und nichts zu tun habe. Also die App installiert und eine WLAN Verbindung nach Gebrauchsanleitung erstellt, das dauert etwa 1 ½ Stunden. Immer wieder die gleichen Prozesse durchspielen, lt. Anleitung ist das die beste Möglichkeit und dann: Ich bin drin!

Da ich gerade nicht trockne, ist das ziemlich langweilig, es passiert ja nichts. Aber ich finde eine Funktion: „Trockner endgültig ausschalten“, die ich nutze. Vielleicht kann ich mir damit das ziehen des Netzsteckers sparen. Der Hinweis in der App sagt, dass der Trockner jetzt nur am Gerät wieder eingeschaltet werden kann. Ich suche die Taste zum Einschalten.

Nun gehöre ich zu den Menschen, die in solchen Fällen nach einer Taste suchen, die mit „Ein“ oder „on“ beschriftet ist. Eine solche Taste gibt es aber an diesem Gerät nicht. Ich brauche eine ganze Zeit und einige Seiten der Gebrauchsanleitung, bis ich herausgefunden habe, dass der runde Knopf in der Mitte der Ein- und Ausschaltknopf ist. Man könnte den senkrechten Strich in der Mitte des Knopfes eventuell als Hinweis interpretieren aber wenn man weiß, dass es der runde Knopf ist, braucht man ja auch den Hinweis nicht mehr.

Ich schalte ein und versuche erneut, mich einzuloggen. Es kommt der Hinweis, dass ich nicht verbunden bin und den Anmeldeprozess erneut starten soll. Ich glaube, so wichtig ist eine WLAN Verbindung zu meinem Trockner nun auch wieder nicht.

Vielleicht sind manche Dinge im Kundenservice so selbstverständlich, das man sie einfach vergisst.