Bankensterben hausgemacht

Manchmal werden vorschnell Entscheidungen gefällt, deren Auswirkungen erst dann bemerkt werden, wenn es zu spät ist. Das fällt auf, wenn andere Geschäfte wegbrechen, die man gar nicht im Fokus hatte. Wenn dieser Prozess einmal läuft, ist es schwer, das Rad zurück zu drehen. Ein schönes Beispiel dafür ist die im Moment laufende Konzentration im Bankgewerbe, besonders bei den Sparkassen und Genossenschaftsbanken.

Banken und Digitalisierung

Banken haben mit dem Problem der Digitalisierung zu kämpfen. Mehr und mehr Kunden wickeln ihre Bankgeschäfte über das Internet ab und haben dadurch weniger Kontakt zu ihrer Bank vor Ort. Das führt zu geringer physischer Kundenfrequenz und zu höheren Kosten pro Bankbesucher. Banken versuchen das auszugleichen, indem Filialen kleiner werden, vielleicht sogar schließen und indem Gebühren für defizitäre Bereiche wie der Bargeldverkehr erhöht werden. Das Ergebnis ist weniger Kundenverkehr in der Bank, mehr Vergleichbarkeit mit Internetbanken und führt so zu einem Kreislauf mit immer weiteren Einschränkungen.

Neue Wettbeweber

Gleichzeitig sieht man in der letzten Zeit mehr und mehr Geschäfte in kleinen Läden in weniger attraktiven Lagen, die vorher im Hintergrund in Büros agiert haben. Es handelt sich neben den Handyshops oder Massagestudios auch um Versicherungen, Immobilienbüros oder Finanzierer. Die Geschäfte dieser Unternehmen sind gewachsen, gleichzeitig sind die Mieten durch Leerstand günstiger geworden und man hat eine gute Gelegenheit für mehr Möglichkeiten, Kunden persönlich zu empfangen. So entstehen neues Geschäft und die Kundenbindung wird verbessert. Selbst klassische Internetunternehmen wie Zalando oder Mister Spex haben diesen Trend schon erkannt.

Der Teufelskreis der Kostenspirale

Die meisten Banken haben neben 1000 anderen Aktivitäten auch Versicherungen, Immobilienverwaltung und natürlich Finanzierung. Sie sind aber immer noch in den Büros irgendwo im Hintergrund der Bank oder der Zentrale. Die Kunden wurden bisher über die Mitarbeiter im klassischen Bankgeschäft in die Büros weitervermittelt. Das Vertrauen zu diesen Mitarbeitern wird dabei auf die anderen Bereiche übertragen und muss nicht neu erarbeitet werden.

Wenn nun aber diese Weiterleitung durch verringerte Besucherfrequenz abnimmt, sinkt auch das Geschäft dieser Abteilungen. Hier bestehen dann Defizite zu den neu entstandenen kleinen Servicebüros und man kommt auch hier in den reinen Direktanbieter Wettbewerb im Internet. Es brechen neben dem reinen Bankgeschäft andere Bereiche weg, was zu neuen Rationalisierungen, Kostenerhöhungen und Zusammenschlüssen führt.

Die Alternative

Um so etwas zu vermeiden, kann eine Bank sich zu einem Servicezentrum zu entwickeln. Hier stehen alle relevanten Bereiche dem Kunden direkt zur Verfügung. Der gewohnte Mitarbeiter ist dann der Ansprechpartner für alle Basis Tätigkeiten aus allen Bereichen. Vielleicht sogar in einem integrierten Café. Die Betreuung betrifft nicht nur die klassischen Bankgeschäfte oder Infos zur Finanzierung, sondern auch die Aufnahme einer Schadensmeldungen, die Annahme eines Mietvertrages oder einer Krankmeldung für die Krankenversicherung. Die Attraktivität der Bank vor Ort steigt erheblich, was zu positiven Auswirkungen auf Kundenfrequenz und Umsatz führen wird.

Nicht nur für Banken

Was sind nun die Lehren, die andere Unternehmen aus einer solchen Situation ziehen können? Nicht jedes Produkt, was defizitär oder uninteressant ist, ist schlecht fürs Unternehmen. Geschäfte, die wenig Publikumsverkehr haben, brauchen die Hilfe anderer Abteilungen. Man muss nicht immer A Lieferant sein, auch als B Lieferant kann man gutes Geld verdienen. Und es gibt noch viele Geschäftsbereiche, wo der persönliche Kontakt entscheidend sein kann. Dieser Artikel ist kein Plädoyer gegen das Internet, denn das Internet ist wichtig und nicht wegzudenken. Er ist aber ein Plädoyer für den persönlichen Kundenkontakt, denn der ist nach wie vor in vielen Fällen der Ausschlag für eine langfristige Geschäftsbeziehung.

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Chance verpasst

Eines unserer Notebooks ist kaputt, Scharnier abgebrochen, ein Jahr alt. Bei HP erscheint die Info: „für dieses Notebook wird kein Support gewährt“ Das hatte ich auch noch nicht. Das Notebook wurde im Internet gekauft, wir gehen zu unserem örtlichen IT-Händler (dort kaufe ich meine Geschäfts Notebooks). Er bietet eine Untersuchung für eine Pauschale von 50 Euro an und bezweifelt gleich, dass HP-Garantie gewähren wird und sich auf einen Bedienungsfehler zurückziehen wird.

Nach 2 Tagen gibt er uns Bescheid, dass die Liefersituation durch Corona im Moment schwierig ist und das Ersatzteil teuer sein wird (50% des Neupreises des Notebooks). Er wird sich melden. Er hat das Notebook provisorisch geklebt, sodass wir es nutzen können. Er berechnet 25 Euro und bietet noch an, dass mit der späteren Reparatur zu verrechnen.

Wir überlegen jetzt ein neues Notebook bei diesem Händler zu kaufen. Manche Händler heulen über das Internet als Wettbewerber. Er bietet einfach gute Arbeit an und holt so Kunden zurück in sein Geschäft. Leider ist die telefonische Beratung am nächsten Tag so katastrophal, dass wir da nicht weiterkommen. Vielleicht habe ich mit jemand telefoniert, der keine Ahnung von Kundenkommunikation hat oder der noch sehr frisch im Unternehmen ist. Aber so jemand darf nicht ans Telefon oder braucht ganz klare Regeln, wie er vorgehen muss. So wird Gutes zunichte gemacht.

Nichts Unnormales in Deutschland: Geniale Techniker mit gutem Service aber katastrophale Kundenkommunikation.

Der Händler hat sich übrigens nicht mehr gemeldet.

Zeitungs-Abo – wieder mal eine schöne Geschichte

Seit über 20 Jahren bin ich Abonnent der Gießener Zeitung, die zur VRM Gruppe gehört. Zufällig habe ich gesehen, dass diese Zeitung zu den Unternehmen gehört, die sich still und heimlich die Mehrwertsteuersenkung in die eigene Tasche stecken wollen. Da mich so etwas prinzipiell ärgert, habe ich mit Bezug auf diese Maßnahme gekündigt. Das zu Vorgeschichte, aber jetzt geht es erst richtig los:

Keine Reaktion der Zeitung, nach einer Woche frage ich nach. Nach 2 Wochen kommt die Bestätigung mit einem Standardschreiben, indem mir angeboten wird, wenn ich ein spezielles Problem habe, freut man sich auf meine Rückmeldung (Offenbar hat man meine Kündigung nicht gelesen).

Einige Zeit kommt ein Mail mit einer Kundenrückgewinnungsaktion. Als ich auf einen Link klicke, meldet mein Virenschutzprogramm einen Trojaner.

Ich schreibe die Zeitung an und weise darauf hin. Es kommt eine Antwort, sinngemäß: Ich sollte man die Einstellungen in meinem Browser überprüfen. Gnädigerweise gibt es einen interessanterweise trojanerfreien Link auf die Seite der Zeitung.

Unter dem Link kommt ein Cookie Hinweis, der 90% des Bildschirmes ausfüllt. Ich muss alle Cookies akzeptieren, ohne zu wissen, was ich alles akzeptiere.

Ich schreibe die Zeitung an und weise darauf hin, dass ich mein Abo wieder aufnehmen will, allerdings möchte ich nicht alle Cookies akzeptieren.

Es kommt keine Antwort

Kurze Zeit später kommt ein 2. Schreiben mit einer anderen Kunden-Rück -Gewinnungs-Aktion. Ich frage nach, ob meine Bestellung angekommen ist.

Keine Antwort

Da ich das Abo wahrnehmen will suche ich eine andere Möglichkeit und finde die Firefox Ergänzung Cookie Auto delete (kann ich nur empfehlen). Ich akzeptiere alle Cookies (anschließend werden sie sofort wieder automatisch gelöscht) und bestelle ein 12 Monats Abo kostenpflichtig.

Es kommt eine automatische Bestätigung für ein kostenloses Probeabonnement. Danach kommen erst die normale Auftragsbestätigung und dann die Rechnung.

Zu Ende? Noch nicht ganz; jetzt kommt nacheinander per Mail und per Zeitung ein neues Angebot, andere Leser zu werben mit einer Prämie, wobei die Werbung per Zeitung mit einem Klebezettel pfiffig gemacht ist.

Fazit: Da sitzt jemand in diesem Unternehmen, der pfiffige Ideen zur Kundengewinnung hat. Leider sind diese Ideen nicht zu Ende gedacht, vielleicht liegt es an zu wenigen oder an unmotivierten Mitarbeitern oder an den Tücken der Digitalisierung.

Ich habe ein tolles Tool kennen gelernt, was jetzt immer automatisch alle Cookies löscht (beim ersten Mal waren es fast 3.000). Die Cookies, die ich akzeptieren will, kann ich freischalten.

Ich habe eine Möglichkeit gefunden, 20% meiner Zeitungskosten zu sparen, denn das werde ich natürlich ab jetzt jedes Jahr machen. Damit hat sich die nicht weitergegebene Mehrwertsteuersenkung für mich mehr als rentiert.

Die Aktion war aufwändig, hat aber Spaß gemacht.

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Gerade heute kommt eine Umfrage der VRM zur Kundenzufriedenheit. Nachdem ich Ort und Geschlecht ausgefüllt habe, kommt folgender Hinweis: „Vielen Dank, für Ihre Bereitschaft an dieser Befragung teilzunehmen. Leider gehören Sie dieses Mal nicht zu der Zielgruppe, die wir suchen“.

Ich glaube, Arroganz geht genau so.

Community Management, das am meisten missachtete Tool unserer Zeit

community

Einen interessanten Artikel dazu habe ich heute gelesen von Alina Ludwig https://plus.marketing-boerse.de/fachartikel/details/2035-Communities-sind-die-neuen-Influencer/170665 Sie beschreibt darin den Zusammenhang von Marke, Influencer und Community und die Abgrenzung zu Followern.

Ich glaube allerdings, dass Marke allein nicht ausreicht. Es geht im Community-Management eher um ein Marktsegment. Man darf dabei nicht an ein Produkt denken, sondern an eine Anschauung, ein Segment, was immer verschiedene Dinge aus verschiedenen Interessengruppen enthalten kann.

Eine Weber Grill, iPhone oder eine Bayern München Gruppe ist etwas für Fans. Eine Community würde sich mit grillen, telefonieren oder Fußball beschäftigen. Innerhalb dieser Community geht es dann natürlich auch um Weber, Bayern München und das iPhone, neben anderen. Das ist dann für diese Unternehmen eine Möglichkeit, neue Kontakte zu generieren, die sie über ihre eigenen Plattformen nicht erreichen.

Dazu müssen aber Unternehmen mit anderen zusammenarbeiten und das haben nach wie vor noch zu wenig Unternehmen im Blick.

Ergänzend dazu ist bei der Fachhochschule Jena eine Veröffentlichung zum Thema „Rechtliche Herausforderungen im Social Media Marketing unter besonderer Betrachtung der sogenannten „Influencer“  von Josefin Schmidt erschienen, was im wesentlichen ihrer Master-Thesis entspricht.

Ich habe das Thema hier in diesem Blog schon mal vorgestellt https://koenigskonzeptblog.wordpress.com/2020/01/23/community-management-kunden-wie-von-selbst/

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Mehrwertsteuersenkung für die Katz?

Konsum

Dauernd wird uns von großflächigen Unternehmensschließungen berichtet. Gerade gestern lese ich dazu in der Zeitung, dass die Mehrwertsteuersenkung verpufft und keinen nennenswerten Effekt bringt.

Ich vermute diese Botschaft kommt hauptsächlich von Unternehmen, die die Mehrwertsteuersenkung nicht an ihre Kunden weitergegeben haben, weil das zu viel bürokratischer Aufwand ist. Die wundern sich jetzt, warum die Kunden nicht mehr kaufen, das muss man erstmal sacken lassen. Dabei ist doch gespartes Urlaubsgeld da, was man ausgeben kann oder will, es herrscht scheinbar Konsumstau.

Dazu eine Momentaufnahme in meinem Umfeld und aus den Nachrichten: E-Bikes sind ausverkauft, Nähmaschinen auch, Möbelgeschäfte boomen, Porsche schreibt sehr gute Zahlen. Restaurants machen mit Abholservice mehr Umsatz als mit Besuchern obwohl sie sinnvollerweise ihre Mehrwertsteuersenkungen nicht an die Kunden weitergeben, aber wo sind wohl diese großflächigen Unternehmensschließungen. Ach ja, alles verzögert wegen dem verlängerten Insolvenzrecht. Dabei wird das Kurzarbeitergeld wohl auf 24 Monate verlängert.

Nennen wir es mal Zweckpessimismus oder Verschwörungstheorie light.  Ein bisschen mehr Optimismus wäre angebracht. Aber Optimismus und deutsch passt häufig genug nicht gut zusammen.

Heutige Momentaufnahme Google Suchanfragen zu diesem Thema: Erst auf Seite 2 kommen positive Meldungen, die die Wirksamkeit bestätigen. Immerhin ist die Inflationsrate im Juli ins Negative gerutscht.

Ich glaube, wenn wir jetzt verhungern, werden wir mit einer Goldmünze auf den Augenliedern begraben.

Die FAZ Umfrage von heute liegt bei ca. 9.000 Beteiligten genau in der Mitte zwischen „Ja, die Senkung hilft mir sehr“ und „nein, ich merke keinen Unterschied“ Ich denke, da ist auch der richtige Punkt, da sollte auch das Ergebnis liegen.

Noch ein kleines Zitat aus der arg gebeutelten Event-Branche: Warum dürfen keine Events stattfinden, es gibt entsprechende Sicherheitskonzepte. Das ist viel besser als die wilden Partys in den großen Städten. Das stimmt, darüber haben wohl bisher zu wenig Politiker nachgedacht.

#mehrwertsteuer #konjunktur #konsumstau #unternehmensschließungen #königskonzept #königskonzeptblog

Übrigens: https://www.deutschlandfunkkultur.de/fuer-die-katz.1306.de.html?dram:article_id=193516

 

Homeoffice überwachen

Überwachung

Die Nachricht ging durch die Medien: Ein Detektivbüro weist darauf hin, dass sich bei Stichproben herausgestellt hat, dass Home-Office Mitarbeiter nicht an ihrem Arbeitsplatz waren bzw. Kurzarbeiter schwarz nebenbei gearbeitet haben.

Schwarzarbeit war immer schon strafbar, aber feste Arbeitszeiten haben nichts mit Arbeiten zu tun, das ist eher ein Relikt aus der Vergangenheit. Mitarbeiter werden in modernen Unternehmen über Arbeitsvorgaben geführt, nicht über Zeitfenster. Wenn die Arbeit erledigt ist, sollte niemand an seinem Arbeitsplatz sitzen müssen und die Zeit totschlagen. Es sollte auch niemand vorgeschrieben werden, wann er seine Arbeit macht, es sei denn, er muss auf Arbeitszeiten von Kollegen oder Geschäftspartnern Rücksicht nehmen. Auch das muss nicht vorgeschrieben werden, denn, wer seine Kollegen zur Unterstützung braucht, nimmt automatisch Rücksicht (Wer hierbei an die E-mails am Wochenende denkt, die er von Chefs oder Kollegen bekommt, muss jetzt unwillkürlich lachen. Das Thema dazu ist nicht neu, ich habe es 2016 hier in einem Blog beschrieben https://koenigskonzeptblog.wordpress.com/2016/06/23/wochenendarbeit-oder-sie-haben-post/) .

Mitarbeiter führen durch Zielvorgaben ist speziell bei jungen Menschen stark verbreitet. Ein IT-Programmierer z.B. braucht für ein optimales Ergebnis seinen persönlichen Arbeitsrhythmus und ein Umfeld, das im zusagt. Dann arbeitet er, wenn er eine Idee hat und Ideen haben nicht die Eigenschaft, ausschließlich zwischen 8 und 17.00 Uhr aufzutauchen.

Aber die Meldung ist ein Beispiel für gute Öffentlichkeitsarbeit des Detektivbüros, mit dem es in die Medien gekommen ist und auch bestimmt den ein oder anderen Auftrag an Land gezogen hat.

Unternehmen müssen aufpassen, dass sie mit übertriebener Reglementierung die Effektivität ihrer Mitarbeiter nicht unterdrücken. Wenn vereinzelt Mitarbeiter solche Regelungen ausnutzen, sollte das ein Unternehmen schnell durch die Arbeitsergebnisse in Erfahrung bringen.

In einem mir bekannten Unternehmen ist für einen ganzen Bereich das Homeoffice aufgehoben worden, weil ein Mitarbeiter offensichtlich nicht gearbeitet hat. Kollektivbestrafung führt definitiv nicht zu besseren Ergebnissen.

Mittlerweile ist die Diskussion zur Überwachung verstummt, es war wohl doch eher ein publikumswirksamer PR Gag.

 

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Die schlechteste Beratung seit langem

Bildung Internet pixabay

Telekom, die schlechteste Beratung seit langem. Gefühlte 10 Gesprächspartner, nur der letzte war einigermaßen kompetent. Meine Frage drehte sich um die Voice-Mail App, da wusste selbst der letzte Ansprechpartner nicht weiter (zumindest hatte er einen Tipp für mich). Einer kannte die App überhaupt nicht. Gefühlt 10 mal habe ich meine Kundennummer und meine Adresse sagen müssen. Ich sollte mit einem Spezialisten verbunden werden. Die erste Spezialnummer war die Nummer, mit der ich meine Einstellungen in der Sprachbox ändern konnte, die Zweite lies mich wieder bei einem Standard Ansprechpartner landen (Das Telefon war wohl umgestellt). Da hat die Reputation der Telekom aber bei mir wohl echt Federn lassen müssen.

Funktioniert hat dann der Tipp, einfach über die App Bewertung die Beschwerde zu schicken. Da kam sofort Resonanz, auch mit der richtigen Lösung, wenn auch in etwas unwirschem Ton (Hat da jemand gewagt, die App zu kritisieren oder ist der zu blöd, die App zu bedienen?).

Anschließend kam natürlich die Bewertungs-SMS, bezogen aber auf eine Person, was so gar nicht zu bewerten ist. Dafür gab es aber ein kleines Schmankerl. Ich nutze Signal und über Signal lese ich auch meine SMS. Die Kurzwahlnummer, die mir die Telekom für die Bewertung geschickt hat, funktioniert natürlich nicht in Signal, weshalb die von mir verschickte SMS zurückkam. Eine normale Telefonnummer hätte wohl eher funktioniert. Ob das wohl schon jemand bei der Telekom realisiert hat?

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Umgang mit ungeduldigen Kunden

Ungeduld einkaufswagen drohne

Das braucht man nicht nur in Krisenzeiten.

Das Wichtigste ist: Verständnis für Kunden, auch wenn es manchmal weh tut. Wenn es zu weh tut zwischendurch und kurz bevor Sie in die Luft gehen: ab aufs Klo und Tür abschließen und dann schreien – und dann weiter machen.

Das Zweitwichtigste, wenn er anruft: den Kunden ausreden lassen, zuhören, Verständnis zeigen, eine Lösung suchen, auch wenn Ihr Kopf sagt, es gibt keine. Suchen Sie trotzdem, manchmal geht eine Tür da auf, wo Sie sie nicht erwartet haben.

Wenn Sie anrufen müssen, weil etwas nicht klappt: Eine Lösung haben, Eine Teil-, Mittel-, Sonderlösung aber eine Lösung. „Ich rufe Sie an, aber ich weiß auch nicht, was ich machen soll“ ist der falsche Weg.

Alles, was Sie vorher gut geplant oder organisiert haben, führt zu mehr Lieferqualität und zu weniger ungeduldigen Kunden.

Stellen Sie sich vor

Sie können nicht liefern

Und Ihre Arbeitsprozesse sind schlecht

Und Ihre Kundenkommunikation ist schlecht

Und sie verlieren auch noch die Nerven

Das verschlimmert Ihre Situation auch bei ihren anderen Kunden

Und wenn es Ihnen leidtut und es tut Ihnen leid, dass Sie gerade nicht liefern können, können Sie das Ihrem Kunden auch sagen. Wen es Ihnen nicht leidtut, schließen Sie Ihr Geschäft am besten, Sie werden keinen Bestand haben.

Alles komplett wie immer auf dem Königskonzeptblog https://koenigskonzeptblog.wordpress.com/2020/07/22/endlich-tag-x-ist-da/

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Endlich Tag X ist da

Kind aufschwung

Wir kommen langsam zum Ende der Krisenabläufe

Der Tag x ist da, die Phase, wo wir (fast) uneingeschränkt wieder arbeiten können. Die Phase ist im Moment bei 30 – 50% Aktivität je nach Branche und wird sich langsam steigern. Von 0 auf Hundert wird nicht praktikabel sein, das müssen wir uns wohl abschminken.

Der Kundenstrom verstärkt sich, jetzt glaubt man keine Zeit zu haben, aber Zeit kann man planen.

Verfügbare Arbeitszeit kann für einen überschaubaren Zeitraum ausgedehnt werden (Frisöre machen Montag auf), längere Tagesarbeitszeiten in kundenrelevanten Abteilungen, mehr Unterstützer (Familie, Aushilfskräfte, andere Abteilungen) oder eine 7 Tage Woche.

Die in der Krise entwickelten Geschäftsmodelle müssen integriert werden (wenn im Restaurantbereich viel außer Haus geliefert wird und jetzt der eigentliche Restaurantbereich hinzukommt, kann es Engpässe geben). Engpässe sind nicht schlimm, solange der Kunde es nicht merkt. Vielleicht ist auch das in der Krise aus der Not entwickelte Modell das Bessere, dann heißt es behutsam wechseln.

Nicht den zuerst liefern, der zuerst bestellt hat, sondern den, der es zuerst braucht. Nicht jeder braucht Ware sofort, einfaches Nachfragen kann die Liefersituation entspannen helfen.

Nicht gleich ablehnen, wenn man meint, nicht liefern zu können. Erst Auftrag annehmen, dann prüfen, dann zurückrufen und ggf. Alternativ Termin vorschlagen und oh Wunder, manchmal klappt der Kundenwunschtermin überraschend doch.

Beil Lieferschwierigkeiten Kleinmengen vorab liefern ohne Mehrkosten, Hauptsache der Kunde kann arbeiten/verkaufen. Eine Apotheke, bei der wir selbst etwas für unser Geschäft bestellt haben, hat nur einen Teil geliefert und den Rest storniert mit dem Hinweis, dass wir neu bestellen können. Das ist die falsche Vorgehensweise. Das sollte automatisch nachgeliefert werden.

Und: Wenn eine Mehrwertsteuer Reduzierung an den Kunden weitergegeben wird, hat das für den B2C Kunden auf jeden Fall einen symbolischen Effekt.

 

Der Tag X ist in Sicht

x start

Bei der Serie Kundenbeziehungen und Ansprachen in Krisenzeiten, die am 30 April (mit einer kleinen Unterbrechung) gestartet ist, sind wir jetzt in der Phase, in der Normalität sich ankündigt (also ungefähr da, wo wir zum Teil noch heute sind)

Die Kundenkommunikation, die wir in Zeiten des Stillstands oder Fast-Stillstands geplant haben, können wir jetzt umsetzen. Manchmal wissen die Kunden sogar eher als wir, dass wir unser Geschäft wieder öffnen können, also Augen aufhalten. Kunden sind schlauer, als man oft denkt und die Buschtrommel Facebook sorgt für eine schnelle Verbreitung. Anfang Mai haben in Hessen die Frisöre wieder geöffnet. Eigentlich sollten da die Wellness-Massage Betriebe noch geschlossen bleiben aber 3 Tage vor Beginn hat man sich in der Politik umentschieden. Da heißt es dann schnell zu reagieren, wenn man in diesem Bereich arbeitet.

Jetzt ist die Zeit für die Planung und Bekanntgabe von Sonderangeboten, Lagerverkäufen und Frühdispositionsrabatten. Dabei ist wichtig, dass die B2B Lieferung früher erfolgen muss als die B2C Lieferung. Unsere Geschäftskunden brauchen Vorlauf, damit sie zum Zeitpunkt X liefern können. Das gilt es bei Kundengesprächen zu beachten.

Jetzt ist auch die Zeit der Vordisposition von Ware oder Vorproduktion bei uns, damit wir keine Engpässe bekommen.

Auch jetzt lassen sich auf einem Blog Geschichten rund um dieses Thema erzählen, Sie wissen, Geschichten ziehen immer.

Von all diesen Dingen kann der Großteil bereits vorgeplant sein und muss nur noch abgearbeitet werden. Wer jetzt erst anfängt zu überlegen, verpasst eine Menge Geschäft.

Da meine eigenen Kundenaufträge erst wieder in 2 Wochen anstehen, ist für mich jetzt eine gute Zeit für einen kurzen Urlaub, denn alles ist vorbereitet. Trotzdem kommt mein PC mit in den Urlaub, man weiß ja nie.

Der nächste Blog Beitrag kommt dann in der 30. KW., dann wird’s ernst.