Mission Auftrag für Schreiner

Würth Schreiner 2

Im Rahmen des Meisterprogramms von Würth haben die Teilnehmer des Meisterlehrgangs der Schreinermeisterschule Schwäbisch Hall an einem Verkaufstechniken-Seminar bei der Würth Akademie in Künzelsau teilgenommen. Ich durfte dieses Seminar durchführen. “Mission Auftrag“ ist ein Angebot der Würth Akademie, das an vielen Standorten in Deutschland für Würth Kunden regelmäßig durchgeführt wird. Es beschäftigt sich mit dem Ablauf eines Verkaufsgespräches und den Möglichkeiten, durch gezielte Vorbereitung mehr Gespräche in Aufträge umzuwandeln.

Eine fitte Truppe, der die Veranstaltung viel Freude gemacht hat. Eingebunden war eine Besichtigung des Logistikzentrums von Würth mit den Robotern Anna (unten rechts im Bild zwischen zwei angehenden Schreinermeistern) und Tom, die alle sehr überrascht und begeistert haben. Dazu das „Fit mit Würth“-Programm, bei dem die Teilnehmer von einer angehenden Sporttherapeutin mithilfe von Meterstäben einige Ausgleichsübungen absolvieren konnten. Einige Meterstäbe haben diesen Programmpunkt nicht überlebt.

Dank an Kathrin Stockert (Akademie Würth Handwerkerzentrum) und Jan Müller (Meisterschule Schwäbisch Hall) für die gute Organisation und Betreuung.

Informationen zum Meisterprogramm bei Würth finden sich unter http://www.wuerth.de/seminare

Informationen zur Meisterschule Schwäbisch Hall und dem Schreinermeister Lehrgang unter http://www.schreinermeisterschule.de.

Als eine der wenigen Schulen in Deutschland bietet diese Schule den Schreinermeister Lehrgang noch kostenlos an. Lediglich die Materialgebühren müssen erstattet werden.

Wieder eine der Veranstaltungen, wo man hinterher sagen kann: Das hat allen Spaß gemacht

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Neue Kräfte braucht das Land

Arbeit -95311_1280 PersonalSolche Arbeitsplätze machen keine Lust auf neue Arbeitgeber, Bildhinweis Pixabay cco Lizenz

Arbeitskräfte sind rar und werden noch viel rarer werden. Imagebildung ist ein Mittel, um auf sich aufmerksam zu machen.

Früher war aber mehr Lametta

Dieser Satz von Loriot lässt sich in vielen Bereichen anwenden; früher war einfach alles besser. Kunden kamen um zu kaufen und mussten nicht umworben werden, die Luft war noch sauber – wobei man da weit zurückgehen muss – und der Schreibtisch hat sich unter der Last der Bewerbungen gebogen. Heute muss hart um Kunden gekämpft werden, für die Luftreinhaltung gibt es Auflagen und der Stapel der Bewerbungen ist verschwunden.

Mehr gut ausgebildete Arbeitskräfte

Die Verluste an Arbeitsplätzen, die uns von Schwarzmalern der Digitalisierung angedroht werden, sind bei der Erfindung des mechanischen Webstuhls und den darauffolgenden Industrierevolutionen schon einmal angekündigt worden. Sie stimmen auch alle, vergessen aber die mehr als Millionen, die gleichzeitig neu entstanden sind. Alle diese Industrie Stufen zeigen, wie wichtig Qualifizierung ist und welche Möglichkeiten sich auftun, wenn man gut ausgebildet ist. So schön es ist, dass wir viele neue Menschen ins Land bekommen haben, so groß ist die Herausforderung, diese entsprechend zu qualifizieren um sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Das unterscheidet die heutigen Zuwanderer von den Ruhrpolen Ende des 19. Jahrhunderts, den Gastarbeitern Anfang der 60er Jahre und den Flüchtlingen aus dem ehemaligen Jugoslawien in den 90er Jahren. 

Neue Wege zur Mitarbeiter Bindung

Unternehmen müssen sich heute intensiver um neue Mitarbeiter kümmern, als das früher der Fall gewesen ist. Wer glaubt, dies über Auszubildende realisieren zu können, wird feststellen, dass auch dieser Markt stark geschrumpft ist. Es wird immer wichtiger, als attraktiver Arbeitsgeber zu gelten, um Abwerbeversuchen der eigenen Mitarbeiter von anderen Unternehmen entgegenwirken zu können und um neue Mitarbeiter zu interessieren. Die soziale Verantwortung eines Unternehmens, kurz CSR genannt, hat sich heute dadurch auf neue Bereiche ausgedehnt. Neben sozialen Projekten, wie sie von Krombacher mit der Regenwald-Aktion bekannt geworden ist, kommen jetzt die Bereiche Personal, Produktion und Umfeld hinzu. Soziale Verantwortung bedeutet hier, dass Mitarbeiter sich im Unternehmen entfalten können, dass die Unternehmensabläufe nachhaltig organisiert sind und der Betrieb von seinem regionalen Umfeld als verantwortungsbewusst anerkannt ist.

Nur wissen muss man es

Unternehmen, die so gut aufgestellt sind, stehen dann noch von einer weiteren Hürde. Es nützt nichts, ein „gutes“ Unternehmen zu sein, wenn niemand über den eigenen Dunstkreis hinaus davon Kenntnis nehmen kann. So wie ein gutes Produkt erst durch Marketing erfolgreich wird, wird auch ein guter Arbeitgeber erst durch Öffentlichkeitsarbeit bei potentiellen Mitarbeitern bekannt. Allerdings sind die Marketingregeln bei Kunden und Mitarbeitern heute gleich. Es geht um zielgerichtete Ansprache mit wenig Werbeeffekten und viel Inhalt. Dazu die Ansprache über die Kanäle, die die Zielgruppe zur Informationsbeschaffung nutzt. Was sich stark unterscheidet ist der Inhalt der Botschaft: Während für Kunden eher über Produktvorteile und Nutzen informiert wird, steht bei der Werbung um Mitarbeiter eher die Entwicklungsmöglichkeit im Unternehmen, die Nachhaltigkeit der Produktion, die Freude am Arbeitsplatz im Vordergrund.

Flexibilität und Perspektive ist auch für Unternehmen im ländlichen Raum ein interessanter Aspekt der Mitarbeiter Gewinnung. Junge Menschen können durch die Digitalisierung Arbeitgeber im ländlichen Raum mit dem Abenteuer einer Metropole zum Beispiel durch Home-Office verbinden. Entwickeln sich daraus junge Familien, bietet dann der gleiche Arbeitgeber auf dem Land ein günstiges und gesundes Wohnumfeld. Man darf also gespannt sein, wie sich der Personalmarkt weiter entwickeln wird und wie Unternehmen dieser Aufgabe angehen werden.

Gibt es ein Leben nach der Geburt?

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Es ist schon fast zur Tradition bei mir geworden, die Neujahrsgrüße etwas später und anders zu verschicken. In diesem Jahr ist mir eine Geschichte nach Henry Nouwen, einem Priester, aufgefallen, die von der Zukunft handelt.

Gibt es ein Leben nach der Geburt?

Ein ungeborenes Zwillingspärchen unterhält sich im Bauch seiner Mutter.

„Sag mal, glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?“ fragt der eine Zwilling.

„Ja auf jeden Fall! Hier drinnen wachsen wir und werden stark für das was draußen kommen wird.“ antwortet der andere Zwilling.

„Ich glaube, das ist Blödsinn!“ sagt der erste. „Es kann kein Leben nach der Geburt geben – wie sollte das denn bitteschön aussehen?“

„So ganz genau weiß ich das auch nicht. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen?“

„So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört! Mit dem Mund essen, was für eine verrückte Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Und wie willst du herumlaufen? Dafür ist die Nabelschnur viel zu kurz.“

„Doch, es geht ganz bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders.“

„Du spinnst! Es ist noch nie einer zurückgekommen von ’nach der Geburt‘. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Punktum.“

„Ich gebe ja zu, dass keiner weiß, wie das Leben nach der Geburt aussehen wird. Aber ich weiß, dass wir dann unsere Mutter sehen werden und sie wird für uns sorgen.“

„Mutter??? Du glaubst doch wohl nicht an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?“

„Na hier – überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein!“

„Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht.“

„Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt….“

„Ich freue mich auf das, was danach kommt“

Ich wünsche euch, euren Angehörigen und Freunden alles Gute für dieses Jahr und darüber hinaus, dass eure Wünsche in Erfüllung gehen. Ich freue mich auf einen nächsten Kontakt.

Liebe Grüße

Helmut

P.S.: Hier wie immer der Link zum interkulturellen Kalender der Stadt Berlin https://www.berlin.de/lb/intmig/service/interkultureller-kalender/

Kommunikation mit meinem Trockner

davWir haben einen neuen Wäschetrockner, er ist WLAN fähig. Die ersten Wochen haben wir ihn ganz normal genutzt, mit Aus- und einschalten durch ziehen des Netzsteckers (Angeblich verbraucht er weiter Strom, wenn man das nicht macht).

Jetzt habe ich endlich einen Nachmittag gehabt, wo ich ganz allein zu Hause bin und nichts zu tun habe. Also die App installiert und eine WLAN Verbindung nach Gebrauchsanleitung erstellt, das dauert etwa 1 ½ Stunden. Immer wieder die gleichen Prozesse durchspielen, lt. Anleitung ist das die beste Möglichkeit und dann: Ich bin drin!

Da ich gerade nicht trockne, ist das ziemlich langweilig, es passiert ja nichts. Aber ich finde eine Funktion: „Trockner endgültig ausschalten“, die ich nutze. Vielleicht kann ich mir damit das ziehen des Netzsteckers sparen. Der Hinweis in der App sagt, dass der Trockner jetzt nur am Gerät wieder eingeschaltet werden kann. Ich suche die Taste zum Einschalten.

Nun gehöre ich zu den Menschen, die in solchen Fällen nach einer Taste suchen, die mit „Ein“ oder „on“ beschriftet ist. Eine solche Taste gibt es aber an diesem Gerät nicht. Ich brauche eine ganze Zeit und einige Seiten der Gebrauchsanleitung, bis ich herausgefunden habe, dass der runde Knopf in der Mitte der Ein- und Ausschaltknopf ist. Man könnte den senkrechten Strich in der Mitte des Knopfes eventuell als Hinweis interpretieren aber wenn man weiß, dass es der runde Knopf ist, braucht man ja auch den Hinweis nicht mehr.

Ich schalte ein und versuche erneut, mich einzuloggen. Es kommt der Hinweis, dass ich nicht verbunden bin und den Anmeldeprozess erneut starten soll. Ich glaube, so wichtig ist eine WLAN Verbindung zu meinem Trockner nun auch wieder nicht.

Vielleicht sind manche Dinge im Kundenservice so selbstverständlich, das man sie einfach vergisst.

Positive Bewertungen gratis bekommen

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Letztens flattert mir doch eine E-Mail Werbung ins Haus, in der mir positive Bewertungen für viele Portale, unter anderem Google, angeboten werden. Angeboten wird ein Versuch mit einer kostenlosen 5 Sterne Bewertung bei Google.

So etwas zu glauben, für sinnvoll zu halten oder zu nutzen, mag jeder halten wie er will. Mich interessiert eher die generelle Wirkung dieser Mail auf mich. Wirkt sie vertrauensvoll oder nicht? Werde ich reagieren oder nicht? Analysieren werde ich auf jeden Fall:

  • Der Absender ist eine T-Online Adresse, die Signierung ist ein anderer Name als der Absender. So etwas wirkt nicht wie eine Geschäftsadresse.
  • Die Adresse hat keinen Homepage- oder E-Mail Hinweis bzw. Link, wohl aber sonst komplette Adressdaten aus Frankfurt. Das ist ungewöhnlich.
  • Über den Namen „Bewertungs-Fabrik“ finde ich die Homepage, wo mir viele andere Portale angeboten werden und ein Hinweis, warum diese Art der Bewertung so legal ist und nicht gegen das Wettbewerbsrecht verstößt. Dazu Hinweise zu Kosten und woher die Bewerter kommen. Da finde ich zumindest viele Informationen.
  • Qualifizierte Produkttester machen das lt. Website freiwillig. Es taucht die Frage auf, ob dann immer positive Bewertungen garantiert sind.
  • Im Impressum sehe ich, dass die Frankfurter Adresse eine Niederlassung ist, die Hauptadresse mit Steuernummer sitzt auf Zypern. Bei solchen Adressen bin ich immer skeptisch.
  • Bei der Adresssuche über Google Map finde ich die Strasse, aber keinen Eintrag dieser Firma. Sie erinnern sich, mir wurde eine Google Bewertung angeboten. Das wirkt nicht besonders professionell.
  • Die Adresse gibt es auch auf Facebook, immerhin folgen ca. 2.000 Profile dieser Seite. Die letzte Eintragung ist allerdings von September 2017. Das wirkt vernachlässigt.

Um Vertrauen zu einem potentiellen Kunden aufzubauen, könnte man hier einiges besser machen.

Um darüber hinaus positive Bewertungen gratis zu bekommen, gibt es auch noch eine andere Methode; gute Arbeit.

Noch eine ganz andere Anmerkung bei dieser Gelegenheit: Ob man heute, irgendwann oder in der Zukunft noch weiß, was „flattert ins Haus“ bedeutet?

Feuer und Flamme,

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Jedes Jahr ein neues interessantes Forum bei Mplus in St. Augustin.

Teil 2 des Forums,  Feuer und Flamme, passt ja auch noch zu Weihnachten

Motivation ist, wenn man trotzdem siegt von Alexander Kuhnert, ehemaliger Vizemeister in der 400 m Staffel und Athletiktrainer des Nachwuchses beim 1 FC Köln.

Aber jetzt zum Thema, Feuer und Flamme ist ein guter Motivationsratgeber 

Ein Top Athlet ist ein Wettkämpfer, der durch seine Leistungen alle anderen guten Athleten dazu zwingt, sich ständig zu verbessern.

Kriterien von Topathleten   

  1. Sie haben eine überragende Karriere und gehen in die Sportgeschichte ein.
  2. Sie fürchten keine Gegner, weil sie wissen, dass sie jeden schlagen können. (Ich denke aber, sie studieren ihre Gegner genau)
  3. Sie müssen nicht über ihre Stärke nachdenken, Stärke ist da.
  4. Sie verschwenden keine Gedanken daran, wie man unangenehme Aufgaben umgehen kann. Sie führen sie direkt aus.
  5. Sie haben nie das Gefühl, am Ziel zu sein, es gibt immer noch eine weitere Stufe. (manchmal wissen sie aber auch nicht, wann ihre Zeit vorbei ist)

Wenn du ein Top Mann oder eine Frau bist, nicht nur im Sport

  • Hast du eine extrem hohe Eigenmotivation
  • Weißt du genau, wer du bist, was du kannst und was du willst.
  • Verbesserst du dich weiter, wenn andere aufhören!
  • Kannst du alles um dich herum ausblenden und deine Aufgabe kontrollieren.
  • Führen Drucksituationen nicht zu Einschüchterung sondern zu neuen Lösungen
  • Kannst du Entscheidungen treffen.
  • Arbeitest du immer für deinen Erfolg.
  • Ist ein Erfolg von dir die Stufe zum nächsten Erfolg und nicht das Sofa zum Innehalten.
  • Analysierst du jede Aktion von dir, egal ob erfolgreich oder nicht erfolgreich, um daraus zu lernen

Wie hilft ein Trainer dabei? 

  • Der Trainer fördert und fordert Motivation seiner Spieler.
  • Spieler sollen gern ins Training gehen und Spaß haben
  • Trainer müssen die Fähigkeiten ihrer Spieler richtig einschätzen können und darauf das Training aufbauen.
  • Dazu gehört positives Feedback, bzw. eine konstruktive Fehleranalyse
  • Dazu gehören Aufgaben, die sie fordern aber nicht überfordern.
  • Kontraproduktiv bzw. demotivierend erweist sich hingegen psychischer Druck in der Androhung negativer Konsequenzen:
  • „Der Spieler muss auf die Bank, der Mitarbeiter im Unternehmenstraining wird vom Trainer bloßgestellt“.

Mein Kommentar:  

Es kann nicht nur Spitzenleistungen geben, für die meisten Menschen ist die Anstrengung zu groß. Aber die Erfolgsfaktoren von Spitzenleistungen anzuschauen und davon Elemente einzusetzen, bringt uns ein gutes Stück voran.

Wenn Spitzenleistungen mit Überlastung zu tun haben, sind sie endlich, man sieht das im Sport und auch häufig im Management. In anderen Bereichen wie Musik oder Geisteswissenschaften sind Spitzenleistungen über Jahrzehnte möglich. Vielleicht liegt es an den Unterschieden in der Art und Weise der geistigen oder körperlichen Belastung.

Ein Fußballer ist mit 60 nicht mehr Fußballer, sondern Trainer. Ein Geigenspieler spielt mit 60 immer noch Geige. Erfolgreiche Manager, die mit 60 ein Burnout Syndrom bekommen, landen im Krankenhaus. Es gibt aber auch erfolgreiche Manager mit 60 ohne Burnout. Ich glaube, ein Geigenspieler, der permanent psychischen Belastungen ausgesetzt ist, kann mit 60 auch nicht mehr spielen.

Das Niedermachen von Mitarbeitern wird gerade in Verkaufstrainings immer wieder eingesetzt, die Kuschel Variante ist aber auch nicht richtig. Die Wahrheit liegt durch die Steigerung der Motivation irgendwo dazwischen.

Das richtige Verhältnis von Belastung und Erholung darf man nicht vergessen, hier ein Link auf einen Beitrag, den ich vor drei Jahren zum Vortrag von Carsten Arriens geschrieben habe https://koenigskonzeptblog.wordpress.com/2015/04/28/spitzenleistung-erhalten-und-gestalten/ .

 

Da brennt der Baum,

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Jedes Jahr ein neues interessantes Forum bei Mplus in St. Augustin. Jetzt komme ich endlich dazu, die Inhalte zu verarbeiten: brandsicher, erfolgreich und gesund. Beginnen wir mit brandsicher, das passt ja gerade jetzt zur beginnenden Weihnachtszeit:

Der Referent Herr Engels spielt mit dem Feuer und startet mit einer ganz alten Brandmeldung:

Läutordnung der Kirche bei Feuergefahr; es wird bekanntgegeben, dass

Die kleine Glocke genutzt wird, wenn es außerhalb der Pfarrei brennt,

Die Mittlere, wenn es innerhalb der Pfarrei brennt und die Große, wenn es im Ort selbst brennt.

Aber jetzt zum Thema

Man braucht Zündtemperatur, Sauerstoff und einen brennbaren Stoff, fehlt davon einer, brennts nicht.

Jährlich gibt es in Deutschland etwa 200.000 Brände.

Die größten Brocken dabei sind

Elektrizität, Sonstige Ursachen (was auch immer das sein mag), menschliches Fehlverhalten, Überhitzung und Brandstiftung. Zusammen sind das 89%.

Wie verläuft ein Brand?

Phase 1: Initial-oder Schwelbrand

Phase 2: Lokaler Brand Temperaturanstieg Gaskonzentration,

ab 3. Minute: Einschränkung der Handlungsfähigkeit.

Ab 5 Minuten: lebensbedrohliche Gaskonzentration

Phase 3: Raumtemperatur > Zündtemperatur der im Raum befindlichen Gegenstände: schlagartige Brandausbreitung (Flash-Over) Temperaturen 1.000 °C und mehr

Und einige schöne Aussagen:

Es entspricht der Lebenserfahrung, dass mit der Entstehung eines Brandes praktisch jederzeit gerechnet werden muss. Der Umstand, dass in vielen Gebäuden Jahrzehnte lang kein Brand ausbricht, beweist nicht, dass keine Gefahr besteht, sondern stellt für die Betroffenen einen Glücksfall dar, mit dessen Ende jederzeit gerechnet werden muss! (OVG Münster 10 A 363 86)

Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. (Simon Schmeisser, 2010, Fachzeitschrift Feuerwehr)

Durch einen baulichen, technischen und vor allem organisatorischen Brandschutz (wissen, was im Ernstfall unternommen werden muss und wer dafür zuständig ist) kann man eine Menge erreichen.

Nicht wir beherrschen das Feuer, das Feuer beherrscht uns

Mein Kommentar: Ich glaube, in unserem typisch deutschen Perfektionismus konzentrieren wir uns zu stark auf Bau und Technik und zu wenig auf Menschen und Organisation.