Vertrieb 2023

„wenn wir es schaffen, dass unser Außendienst zuerst sein Gehirn einschaltet, bevor er aufs Gaspedal tritt, dann haben wir gewonnen“. Dieses Zitat eines Geschäftsführers trifft es auf den Punkt: Unser Verkauf verbringt zu viel Zeit mit planlos durch die Gegend zu fahren oder zu telefonieren oder im Netz zu suchen und zu wenig Zeit mit geplanter Kundengewinnung. Ich habe versucht, dies in 2 Seminaren zusammenzufassen:

Vom Hunter zum Farmer überträgt die geschichtliche Entwicklung auf die heutige Zeit: Erst als wir uns vom Jäger zum Farmer entwickelt haben, begann die Menschheit erfolgreich zu werden. Nur wenn wir mit Marketing eine Zielgruppe vorbereitet haben, können wir mit Verkaufsgesprächen erfolgreicher sein. Beides ist Inhalt in diesem Seminar.

Kaltakquise ist die ungeliebte Tätigkeit, die zumeist mit „kalten“ Telefonanrufen in Verbindung gebracht wird. Aber Kaltakquise ist ungleich mehr, sie sorgt für die erste Kontaktaufnahme mit einem potenziellen Kunden und das manchmal auch durch ihn selbst. Beides zu nutzen zur individuellen Kundengewinnung ist Inhalt dieses Seminars.

Vom Hunter zum Farmer beschäftigt sich eher mit der Zielgruppe, Kaltakquise mit dem individuellen Kunden.

Für beide Seminarthemen stelle ich euch gern die entsprechenden Beschreibungen zur Verfügung.

Einen Überblick über die bestehenden anderen Seminarthemen gibt’s auf https://www.koenigskonzept.de/index.php/seminare  

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Das Problem aller großen Unternehmen

Die Größe macht ein Unternehmen schwerfällig und der Hang nach Perfektion führt zu Fehlern.

Adidas Mail Kommunikation vom 23.1.23

Mail 1

ADICLUB MEMBERS SIND IM VORTEIL

„Bald ist es so weit, unser adidas Vorteilsprogramm bekommt neue Features und Services. Die aktualisierten Nutzungsbedingungen und die Datenschutzrichtlinie findest du hier. Indem du den adiClub ab 07/2/2023 weiterhin nutzt, akzeptierst du die aktualisierten Nutzungsbedingungen und bestätigst, dass du die Datenschutzrichtlinie gelesen und verstanden hast“.

Ich kann mich nicht erinnern, mich je bei Adidas angemeldet zu haben, aber es gibt ein Konto und nachdem ich das Passwort zurückgesetzt habe, kann ich mich einloggen. Es muss verdammt lang her sein.

Mail 2

„Hallo Helmut,
Wolltest (nach einem Komma schreibt man bei vorheriger Anrede klein weiter, dass weiß fast jeder, nur Word nicht) du das Kennwort, das mit diesem Konto verlinkt ist, zurücksetzen? Wenn ja, bestätige bitte. Bitte beachte, dass dieser Link nur 24 Stunden lang gültig ist“.

Es funktioniert, nach langem Suchen finde ich die Abmeldefunktion von diesem Konto, mir wird eine Mail versprochen, die ich bestätigen muss, damit meine Abmeldung bearbeitet werden kann.

Mail 3

„Sehr geehrter adidas Kunde,

vielen Dank für die Anfrage zu Ihren Daten. Wir wissen es zu schätzen, dass Sie sich um Ihre Datenschutzrechte kümmern – das tun wir nämlich auch. Wir haben die Informationen, die Sie uns im Rahmen dieser Datenanfrage zur Verfügung gestellt haben, geprüft, jedoch keine gespeicherten Daten von Ihnen gefunden. Daher ist es nicht notwendig, Ihre E-Mail-Adresse zu verifizieren und wir schließen diese Anfrage“.

Mail 4

„Hallo Helmut,

Das Kennwort für dein adidas Konto wurde geändert. Klicke unten, um zu deinem Konto zu gehen, deine Präferenzen zu aktualisieren oder weiter online einzukaufen“.

Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Vereine und Unternehmen im Wandel

Vereine sind ein Kulturgut unserer Gesellschaft, dass sich jedoch stark im Wandel befindet. Während die Mitgliedschaft in der Vergangenheit als Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppierung wichtig war, sind heute andere Kommunikationsinstrumente wichtig geworden. Auch bei Unternehmen zeigt sich diese Entwicklung. Es gibt Unternehmen, die in der Vergangenheit träumen und Unternehmen, die den Zeitgeist im Auge behalten. Der Satz: „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“ passt für Vereine wie Unternehmen gleichermaßen.

Entwicklung der Vereinskultur

Interessanterweise ist es so, dass die Anzahl der eingetragenen Vereine in Deutschland steigt. So ist nach einer Broschüre des Stifterverbandes zwischen 1995 und 2022 die Anzahl der eingetragenen Vereine von ca. 400.000 auf ca. 600.000 Vereine gestiegen. Allerdings werden immer weniger Vereine angemeldet und immer mehr gelöscht. Die Analyse zeigt einen starken Zuwachs an verschiedenen Arten von Fördervereinen, während klassische Vereine mit Überalterung, Mitgliederschwund und Auflösungserscheinungen zu kämpfen haben. Nach wie vor ist die Bereitschaft, sich in der Freizeit sozial zu betätigen groß aber in immer stärkendem Maße geschieht dies nicht in einer Vereinsorganisation. Freiwilligen Dienste und spontane ungeplante Aktionen wie z.B. im Ahrtal sind ein wichtiges Standbein in der sozialen Arbeit geworden. Die meisten NGO´s sind als Vereine organisiert.

Entwicklung der Unternehmen

In den letzten 20 ist in den USA die Hälfte der großen Unternehmen verschwunden – weil die Veränderungsgeschwindigkeit dramatisch zugelegt hat. Je größer ein Unternehmen ist, desto schwieriger fällt es ihm, sich neuen Marktgegebenheiten anzupassen. Hinzu kommt noch, dass kapitalgeführte Unternehmen längere Entscheidungswege benötigen und deshalb mit Lobby Arbeit versuchen, Entscheidungen hinauszuzögern, um mehr Zeit für den Wandel zu gewinnen. Man sieht das deutlich im Moment bei der Energie- und Autoindustrie. Bei personengeführten Unternehmen gibt es dagegen 2 Tendenzen: Der eine Bereich verharrt auf seinen gewohnten Pfaden und wird irgendwann von Markt verschwinden oder verkauft und der andere passt sich der Situation an und spielt weiterhin eine wichtige Rolle im Marktgeschehen. Neckermann und Nixdorf sind Beispiele für den ersteren Bereich, Otto und Würth haben sich weiterentwickelt und sind stärker als je zuvor.

Mitglieder und Mitarbeiterkultur

Erfolgreiche Vereine und erfolgreiche Unternehmen haben eines gemeinsam: Sie haben glückliche motivierte Mitglieder bzw. Mitarbeiter. Ein Manager ist dann wirklich erfolgreich, wenn seine Mitarbeiter erfolgreich sind und das Unternehmen sich permanent in einem Veränderungsprozess befindet. Das geschieht am ehesten in einer Unternehmenskultur, in der sich alle frei entfalten können. Erfolgreiche Unternehmen folgen dem TQM-Prinzip von Toyota, das die Kundenwünsche und die Kundenzufriedenheit in den Mittelpunkt stellt. Kundenzufriedenheit ist heute die wichtigste Kenngröße, denn mehr Kundenzufriedenheit führt zu mehr Empfehlungen und mehr Empfehlungen führen zu mehr Kundenumsatz und mehr Kundenumsatz führt zu mehr Kundenzufriedenheit u.s.w. Erfolgreiche Unternehmer ziehen sich frühzeitig aus der Geschäftsführung zurück und lassen die nächste Generation ans Ruder. Interessanterweise entwickeln sich durch engagierte Mitarbeiter in Unternehmen auch freiwilligen Dienste oder Vereine innerhalb der Unternehmensstruktur.

Der Verein der Zukunft

Während das Unternehmen auf seine Mitarbeiter einen gewissen Zwang ausübt – ich muss Geld verdienen – ist die Mitgliedschaft in einem Verein vollkommen freiwillig. Ein Vereinsvorsitzender ist nur wirklich dann erfolgreich, wenn seine Vereinsmitglieder glücklich sind und sich verwirklichen können. Viele alteingesessenen Vereine sind durch fehlende Erneuerung so überaltert und unflexibel geworden, dass ihre Auflösung nur noch eine Frage der Zeit ist. Es gibt aber genauso gut Vereine, wo der Veränderungsprozess gelungen ist und die mit neuen Ideen weiter bestehen. Je mehr die Mitglieder mit ihren Interessen aktiv eingebunden werden können, je mehr Variablen es in der Art der Mitgliedschaft gibt, desto größer ist die Chance des Fortbestehens. Der Verein von gestern ist der mit einem großen Anteil an passiven Mitgliedern und einer kleinen überalterten Führungsmannschaft. Der von morgen ist der, der viele Mitglieder aktiviert, neue hinzugewinnt und eine breitgefächerte Altersstruktur in der Führungsmannschaft aufweist. Man sieht also, dass Vereine und Unternehmen, ob erfolgreich oder erfolglos, in ihrer Struktur gar nicht so weit auseinander sind.

Die etwas anderen Neujahrsgrüße

Es ist schon zur Tradition bei mir geworden, die Neujahrsgrüße etwas später und anders zu verschicken.

Charlie Chaplin lebte 88 Jahre und hat uns viele schöne Texte hinterlassen, darunter diese 4 Aussagen:.

(1) Nichts ist für immer auf dieser Welt, nicht einmal unsere Probleme.

(2) Ich liebe es, im Regen zu laufen, weil niemand meine Tränen sehen kann.

(3) Der verlorenste Tag im Leben ist der Tag, an dem wir nicht lachen.

(4) Die sechs besten Ärzte der Welt …:

  • Die Sonne
  • Ruhe
  • Übung (Sport)
  • Diät (gesunde Ernährung)
  • Selbstachtung
  • Freunde

Halte dich in allen Phasen, deines Lebens an sie und genieße ein gesundes Leben ….

Wir sind alle Touristen auf dieser Welt….

GENIESSE- das Leben.

Das LEBEN ist nur EINE REISE !

Deshalb LEBE heute!

Morgen kann NICHTS sein.

Ich ergänze: Und denke an das Pareto Prinzip: Du musst nicht immer die typisch deutschen 100% bringen, mit 20% Aufwand sind 80% Ergebnis möglich. Mit Regen, Lärm, Faulheit, ungesunder Ernährung, Ärger und scheinbaren Feinden kann man nur umgehen, wenn man ihre Existenz akzeptiert.

Ich wünsche dir und deinen Angehörigen und Freunden alles Gute für dieses Jahr und darüber hinaus, dass deine Wünsche in Erfüllung gehen. Ich freue mich auf ein nächstes Treffen.

Mit weiterhin optimistischen Grüßen

Helmut

P.S.: Hier wie immer der Link zum interkulturellen Kalender der Stadt Berlin https://www.berlin.de/lb/intmig/service/publikationen/interkultureller-kalender/

Caffè sospeso

Der Caffè sospeso (dt. schwebender Kaffee oder aufgeschobener Kaffee) ist eine lokale Besonderheit der neapolitanischen Kultur. Seit der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert etablierte sich in vielen Bars der Stadt der Brauch, außer dem eigenen Kaffee auch einen weiteren Kaffee zu bezahlen. Dieser Kaffee wird vom Barista notiert und auf Nachfrage an einen Bedürftigen ausgeschenkt. Der oder die Barista ist eine Person im Gastgewerbe, die in einer Espressobar oder einem Café für die Zubereitung des Kaffees verantwortlich ist.

Einheimische führen die Tradition darauf zurück, dass die Neapolitaner in der Geschichte oft auf sich selbst gestellt gewesen sind. In diesem Umfeld entwickelten sich Strukturen der Selbstverwaltung, um den Mangel an politischer Führung auszugleichen.

Gegenwärtige Situation

In Neapel lebt die Tradition bis heute fort. Allerdings ist sie meist nur in der Altstadt zu finden und erfüllt nur noch begrenzt eine soziale Funktion. Besonders um die Weihnachtszeit wird sie lebhaft praktiziert.

Die Euro- und Finanzkrise führte dazu, dass sich ab 2008 auch in anderen europäischen Ländern Initiativen entwickelten, diese Tradition auch in anderen Städten zu übernehmen. In Bulgarien wurden 150 Cafés dafür gewonnen. In Spanien verbreitete sich diese Aktion unter dem Namen „Café pendiente“. Viele andere europäische Länder folgten. Inzwischen bieten auch Cafés in Nord- und Südamerika und Australien die Kaffeegeschenke an. Im Internet entstanden verschiedene Seiten, die diese Cafés verzeichnen.

Die Informationen habe ich auf Wikipedia gefunden, es gibt auch Initiativen in Deutschland dazu. Vielleicht denken Sie beim nächsten Besuch eines Cafés mal daran. Es funktioniert aber sicher auch bei anderen Geschäften.

Unzufriedenheit macht krank

 

Letztens ist mir ein Artikel in die Hände gefallen, den ich im Jahr 2006 zum ersten Mal veröffentlicht habe. So viel scheint sich noch nicht geändert zu haben.

Zufriedene Mitarbeiter sind weniger krank

Wenn man manchen Nachrichten in der Tagespresse Glauben schenken darf, verzeichnen Krankenkassen immer mehr Krankschreibungen mit psychischen Diagnosen, und dies bei allgemein rückläufigen Krankenzahlen. Mittlerweile geht jeder 9. Fehltag in Unternehmen auf eine solche Diagnose zurück. Als Auslöser nennen die Betroffenen immer wieder hohes Arbeitspensum, schlechter Informationsfluss und mangelndes Feedback durch Vorgesetzte.

Psychisch ist nicht gleich psychisch

Ergänzend hierzu zeigt eine Untersuchung eines niedersächsischen Krankenkassen-Institutes, dass auch Skeletterkrankungen psychische Ursachen haben können. MitarbeiterInnen klagen zum Beispiel erheblich häufiger über Kreuz- und Nackenschmerzen, wenn sie mit einer Situation im Unternehmen unzufrieden sind.

Die Erkrankungen fallen in der Krankentagestatistik unter die Rubrik Muskel- und Skeletterkrankungen. Tatsächlich sind sie aber zum Teil auf psychische Ursachen zurückzuführen.

Zufrieden bedeutet gesünder?

In der Befragung wurde die Zufriedenheit mit KollegInnen, Vorgesetzen, der Organisation oder dem Informationsfluss überprüft. Im Vergleich der Unzufriedenen war die Zahl der kranken MitarbeiterInnen, die zufrieden mit einer Situation waren, mindestens 60 % geringer bei gleichem Beschwerdebild. Es ist anzunehmen, dass sich die Unzufriedenheit auch auf den privaten Bereich auswirkt, was zu einer Verstärkung des Problems führt. Es macht also sehr viel Sinn, an dieser Thematik zu arbeiten.

Krankenkassen gehen voran

Interessanterweise nehmen sich Krankenkassen hier eines Themas an, welches eigentlich eine klassische Managementaufgabe ist. Krankenkassen fangen an, zusätzlich zum Gesundheitsmanagement Verhaltenstrainings anzubieten, obwohl die Ursachen der Unzufriedenheit zumeist in Management, im Team- und Delegationsverhalten oder in der Motivation liegen.

Hilfestellungen kann man kombinieren

Dies liegt vor allem daran, dass es um Organisationsprobleme, gepaart mit Mitarbeiterentwicklung und Motivation geht. Diese Kombination ist leider in den Köpfen von Unternehmensleitungen und Unternehmensberatungen nur selektiv besetzt. Man findet zwar Organisationsoptimierung, Coaching, Personalentwicklung und so genannte Softskills wie Delegationsfähigkeit, Teamverhalten oder Mitarbeitermotivation vor, aber diese Maßnahmen laufen in den meisten Fällen getrennt und selten kombiniert ab.

Strukturierte Verbesserungen

Hier liegt der Schlüssel, mit dem man arbeiten kann. Eine Organisationsanalyse muss zeigen, welche Probleme im Unternehmen bestehen. Die Einbeziehung der Belegschaft in die Lösung der Probleme wird alle zufriedener, selbstbewusster und motivierter für bestehende und zukünftige Aufgaben im Unternehmen machen. Der bei diesen Analysen erkennbare Optimierungsbedarf kann durch Organisationsoptimierungen, Personalentwicklung, Softskills und/oder durch Gesundheitsmanagement befriedigt werden. Nur durch einen solchen kombinierten Ansatz wird es gelingen, die geschilderten psychischen und physischen Krankheitsursachen in den Griff zu bekommen.

Kosten sparen als wichtiger Effekt

Was in einer solchen Betrachtung für ein Unternehmen auch sehr wichtig ist, aber immer wieder vergessen wird, ist die wirtschaftliche Notwendigkeit dieser Maßnahmen. Zum einen bedeutet der Rückgang von krankheitsbedingten Fehltagen um einen Tag bei einem Unternehmen mit 100 Beschäftigten einen Gewinn von fast einem halben Jahr Arbeitszeit oder etwa 20.000 Euro. Zum anderen sind engagierte motivierte Mitarbeiter der Schlüssel zu mehr Wettbewerbsfähigkeit im heutigen schwer umkämpften Markt. Da auf der Kostenseite von Unternehmen durch eine ausgereizte Verfahrenstechnik kaum mehr Einsparungen zu realisieren sind, geben auf der Marketingseite im Kundenkontakt Service, Bereitschaft und Freundlichkeit den Ausschlag für eine Kaufentscheidung. Diese Dinge kann man keinem Kunden vorspielen, man hat sie, oder man hat sie nicht.

Es beginnt schon

Wir haben heute einen großen Nachholbedarf an diesen Dingen, weil unsere Technikgläubigkeit bisher den Blick auf die Möglichkeiten versperrt hat, die eine engagierte Belegschaft bieten kann. Aber es beginnt, man merkt es im täglichen Umgang mit Geschäftspartnern und es beginnt bei kleinen wie bei großen Firmen, wobei diese Art der Prozessoptimierung bei kleineren Firmen natürlich einfacher und schneller zu realisieren ist.

Aus dem Jahr 2009 habe ich einen aktualisierten Artikel von mir jetzt auf Channelpartner gefunden, der immer noch aktiv ist https://www.channelpartner.de/a/warum-unzufriedenheit-mitarbeiter-krank-macht,272234

Was ist Einfalt?

Wenn wir eine Überzeugung haben, erwarten wir, dass jeder unsere Überzeugung kennt und respektiert. Darüber hinaus:

Wenn wir nicht bei Amazon/im Internet kaufen, wollen wir, dass nicht bei Amazon/ im Internet gekauft wird.

Wenn wir dort kaufen, verstehen wir nicht, warum jemand nicht dort kauft.

Wenn wir kein Auto fahren, wollen wir keine Autos.

Wenn wir regional kaufen, wollen wir das alle regional kaufen.

Wenn wir nicht fliegen, wollen wir keine Flugzeuge.

Wenn wir umweltbewusst sind, wollen wir, dass alle umweltbewusst sind.

Wenn wir (nicht)religiös sind, wollen wir, dass alle (nicht)religiös sind.

Wenn wir eine politische Richtung ablehnen/unterstützen, wollen wir, dass alle diese politische Richtung ablehnen/unterstützen.

Wenn wir ein Projekt unterstützen, wollen wir, dass auch alle anderen dieses Projekt unterstützen.

Wenn wir vegan leben, wollen wir, dass andere vegan leben. Und wir erwarten, dass auf uns Rücksicht genommen wird.

Wenn wir Fleisch essen, wollen wir, dass jeder Fleisch isst. Und wir erwarten, dass auf uns Rücksicht genommen wird.

Wenn wir alles essen, erwarten wir, dass jeder alles isst. Und wir erwarten, dass auf uns Rücksicht genommen wird.

Wenn wir etwas ablehnen, wollen wir, dass alle dieses ablehnen.

Wenn wir rauchen, fordern wir Toleranz für Raucher.

Wenn wir Nichtraucher sind, erwarten wir, dass alle Raucher Rücksicht auf uns nehmen.

Wenn wir intelligent sind, verachten wir Dummheit.

Wenn wir dumm sind, verachten wir Intelligenz.

Wenn uns ein Thema antreibt, verstehen wir nicht, warum unsere Umwelt dieses Thema nicht interessiert.

Wir lehnen vor allem Dinge ab, die uns selbst in unserem Alltag nicht belasten. Wir wollen das sich andere ändern, nicht wir.

Offensichtlich glauben wir, dass unsere spezielle Meinung der Mittelpunkt der Welt ist.

Wir sollten Vorbild sein in der Überzeugung, in der wir leben, ohne sie jemand anders aufzuzwingen. Wenn dann jemand unsere Überzeugung aus freien Stücken teilt, haben wir eines unserer Ziele erreicht. Wenn nicht, sollten wir das akzeptieren. Wir leben von der Vielfalt, nicht der Einfalt. Einfalt kommt von Einfältigkeit und das ist keine naive Beschränktheit, sondern das Gegenteil von Vielfalt.

Aber bei mir ist das natürlich ganz anders, ich bin weltoffen – bloß die anderen nicht.

Der einfache Weg zum glücklich sein

Ist es wirklich so einfach? Bist du motiviert, fällt es dir leicht, Regeln zum Glück zu beachten:

Die selbst erfüllende Prophezeiung ist eine Vorhersage, die die Erfüllung selbst bewirkt.

Wenn ich gegenüber jemand anderes positiv eingestellt bin, führt das dazu, dass ich mich anders verhalte. Ich werde positiver mit ihm sprechen, ihm mehr Dinge anbieten oder vorschlagen und mich intensiver mit ihm beschäftigen. Das führt in vielen Fällen dazu, dass auch er sich positiver mit mir beschäftigen wird.

Beispiele:

Gegner und Befürworter der amerikanischen Waffengesetzgebung tauschen ihre Überzeugungen aus und verabschieden sich mit Handschlag – so gesehen in einer Fernsehreportage. Beide haben zum Schluss gelächelt.

Du bringst jemand einen Kaffee, der gerade schlecht gelaunt ist, ein Danke und ein Lächeln ist wahrscheinlich.

Beim Buchungstext auf dem Kontoauszug durch eine Lastschrift des Discounters Norma steht: Norma sagt danke.

Beim nächsten Buchungstext steht Peter Müller SEPA-BASISLAST, SCHRIFT SVWZ+ 14356812345-BD GAD

Wo habe ich wohl gelächelt?

Katja Filippenko hat mich aufgrund einer gemeinsamen Veranstaltung in ihre LinkedIn Kontakte eingeladen, ich gebe ihm einen Tipp zum netzwerken.

Meine Antwort wäre wohl gewesen: kenne ich, danke

Ihre war: Hallo lieber Helmut, ja die kenn ich sehr gut! Danke noch mal für die Erinnerung & Idee 🙏 LG, Katja

Habe ich wohl gelächelt?

Eine positive Einstellung braucht Zufriedenheit:

Habe ich alles, wenn ich zufrieden bin oder bin ich nur zufrieden, wenn ich alles habe.

Du hast die Wahl.

Und ja, ich weiß, es wird immer etwas geben, dass du nicht ändern kannst, aber dafür gibt es ein Rezept vom Dalai Lama: „Wenn dich etwas ärgert, entziehe ihm seine einzige Kraft: Deine Aufmerksamkeit“.

Motivation, ein Rezept zum glücklich sein

Ein Erfahrungsbericht: Es ist immer wieder traumhaft zu erleben, wenn Teams gut zusammenarbeiten. Im Frühjahr war ich anlässlich eines Seminars im Holiday Inn am Frankfurter Flughafen und da ich dort übernachtet habe, konnte ich am Abend das Team im Restaurant und hinter der Bar erleben. Um es vorwegzunehmen, nein, das Bild ist nicht aus dieser Bar.

Es ist schon toll, das Zusammenspiel der MitarbeiterInnen einschließlich des Chefs zu erleben, ihren Spaß untereinander zu spüren, die Bereitwilligkeit zur Unterstützung von Kollegen und Kolleginnen zu sehen und wie die Gäste spielerisch in diesen Prozess einbezogen werden. Das ganze Restaurant wirkte glücklich. Ich war unwillkürlich an meinen Blogbeitrag aus Mai dieses Jahres erinnert über die Fish Philosophie, eine Motivationstechnik, die weltweit eingesetzt wird.

Der Fish Market in Seattle

John Christensen konnte 1997 bei einem zufälligen Besuch auf dem Fish Market in Seattle beobachten, wie die Verkäufer spielerisch mit ihren Kunden umgingen und so große Verkaufserfolge erzielten. Ein Jahr später veröffentlichte er zusammen mit Stephen C. Lundin und Harry Paul das Buch: Fish, ein ungewöhnliches Motivationsbuch. Mittlerweile gibt es 4 Bücher, die weltweit über 50 Millionen Mal verkauft worden sind.

Diese Strategie zeigt, dass, wenn man den schweren Beruf des Fischverkäufers attraktiv gestalten kann, dies auf jeden anderen Beruf umsetzbar sein muss. Der Schlüssel dazu liegt nicht in der Tätigkeit selbst, sondern in einer positiven Lebenseinstellung. Ist die Lebenseinstellung positiv, fällt die Aufgabe viel leichter und der Erfolg stellt sich viel schneller ein. Natürlich passt diese Technik nicht nur im Beruf, sondern auch im privaten Umfeld.

Motivation als Erfolgsrezept

Vielleicht sagt jetzt der ein oder andere, in bestimmten Berufen, z.B. als Notarzt, ist Lachen fehl am Platze, aber ich sage dazu; gerade in solchen Berufen hilft das Lachen, den nächsten Notfall mit voller Energie anzugehen. Werner Fink hat mal sinngemäß gesagt, wenn wir lachen können, wo wir eigentlich weinen müssten, beginnt das neue Leben.

Nichr reich, aber glücklich

Nicht jeder will FischverkäuferIn werden, aber es muss auch jemand geben, der diesen Job macht. Die Mannschaft vom Fish Market in Seattle wird vielleicht nicht reich, aber sie gehen gern zur Arbeit, sie gehen glücklich nach Hause und die Gefahr eines Burnouts oder eines Magengeschwürs ist gering.

Vielleicht trainiert auch das Holiday Inn die Fish Philosophie, den Erfolg haben sie aber auf jeden Fall auf ihrer Seite.

Glückspilze und Pechvögel

Glückspilze und Pechvögel

Bei meinen Gedanken zum Glück ist mir ein Text eingefallen, den ich 2017 schon mal im Januar veröffentlicht habe. Das Resultat vorweg:

„Glück ist keine magische Kraft und kein Geschenk der Götter. Es ist ein Geisteszustand, eine bestimmte Art des Denkens und Verhaltens. Menschen werden nicht unter einem glücklichen oder unglücklichen Stern geboren; sie sind ihres eigenen Glückes – oder Peches – Schmied, und ihre Gedanken, Gefühle und Taten sind ihr Werkzeug.“*

Richard Wisemann hat über 8 Jahre in wissenschaftlichen Versuchen Glückspilze und Pechvögel untersucht und diese Ergebnisse in einem Buch und in einigen Grundsätzen zusammengefasst.

Glückspilze generieren Zufallschancen

Glückspilze sind offen, neigen wenig zu Stress und ziehen dadurch andere Menschen an. Durch diese vielen Kontakte verfügen sie über mehr Informationen, die sie nutzen können, ehe sie wichtige Entscheidungen treffen.

Glückspilze folgen ihren Eingebungen

Glückspilze bedienen sich ihres bewussten und unbewussten Wissens. Dies betrifft sowohl das Verschieben einer Problemlösung auf einen späteren richtigeren Zeitpunkt als auch die Fähigkeit, sich zurückziehen zu können, um nachzudenken.

Glückspilze rechnen mit einer positiven Zukunft

Die Erwartung, dass die Zukunft positiv sein wird, führt dazu, dass eine andere Einstellung zu Ereignissen besteht, die auf uns zukommen. Das Prinzip der sich selbst erfüllenden Prophezeiungen sagt in diesem Zusammenhang, dass durch diese Ausstrahlung auch mehr positive Ereignisse wahrgenommen werden.

Glückspilze erkennen das Glück im Unglück

Glückspilze vergleichen sich in unglücklichen Situationen mit Personen, die noch mehr Pech hatten, während Pechvögel sich mit Personen vergleichen, die mehr Glück als sie selbst hatten. Glückspilze grübeln nicht unablässig über vergangenes Unheil nach und sind überzeugt, dass sich auch Pech auf lange Sicht positiv auswirken wird.

Es gibt Chancen für Pechvögel

Pechvögel, die eine Zeitlang nach Glückspilzgrundsätzen gelebt haben, geben zu 80% an, dass sie in dieser Zeit glücklicher und entspannter gelebt haben.

*Zitat sinngemäß Richard Wiseman, The Luck Factor 3. Teil, Kapitel 1; Übersetzung Till R. Lohmeyer und Christel Rost

Hier steht mehr zum durchgeführten Versuch: https://de.wikipedia.org/wiki/So_machen_Sie_Ihr_Gl%C3%BCck