Murks nein danke und andere Stichpunkte

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Ressourceneffizienzkongress BW, immer wieder ein positives Erlebnis, ein paar Gedankenfetzen dazu, es sind genug Fetzen für 2 Beiträge hier kommt Beitrag 1:

Es gibt drei Leben einer Autobatterie: 6 – 8 Jahre im Auto, ca. 100 Jahre als Speichermedium und dann das Recycling. Die Amsterdam Arena betreibt ihre Notstromversorgung mit 280 gebrauchten Autobatterien.

In China fahren jeden Tag 250 Millionen Menschen in individuellen Elektrofahrzeugen zur Arbeit.

Murks nein danke, eine Plattform, die sich mit der absichtlichen oder fahrlässigen vorzeitigen Alterung von Gebrauchsgütern beschäftigt. Schuhe bekannter Sportschuhhersteller kosten in der Herstellung in China 3 Euro und werden bei uns um die 170 Euro verkauft. In Berlin bekommt man handgearbeiteter Lederschuhe fürs gleiche Geld. Das probiere ich aus – nein, nicht das Angebot des Sportschuhherstellers.

Zahnpastatuben haben heute eine viel größere Öffnung als früher, so verbraucht man mehr Material. Das wurde erfunden in den 80er Jahren, um den Umsatz zu steigern. Die Werbung zeigt nur klassische Bürsten, denn da passt mehr Zahnpasta drauf als auf Elektrozahnbürsten. Außerdem bleibt im Schnitt durch die Plastiktuben 14% in der Tube, die man nur schwer herausbekommt. Man nennt das auch Verbrauchsbeschleuniger.

Ein Professor der Uni Karlsruhe berichtet von seiner Zeit bei Google in Silicon Valley. Im Schnitt bleiben Mitarbeiter 1,9 Jahre bei Google. Er hat Praktikanten u.a. 240.000 Dollar pro Jahr bezahlt, weil er sie sonst nicht bekommen hätte. Die Armutsgrenze in SV liegt bei 118.000 Dollar.

Die normalerweise erste Frage, die man jemand stellt, den man in dieser Region auf einer Party trifft ist: „Welche Programmiersprache kannst du“. Arbeitszeit ist eigentlich immer, außer zwischen Weihnachten und Neujahr. 85% des Venture Kapitals der Welt konzentrieren sich als Adresse auf eine Straße im SV.

Er berichtet von einem Internet Angebot mit dem Hinweis: „ich habe nichts besonders, bitte investiert nicht bei mir, es bringt nichts investiert nicht“, mit dem innerhalb weniger Wochen 212.000 Dollar eingesammelt wurden.

Ich werde nächstes Jahr wieder hingehen, Teil 2 nächste Woche

 

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Sales Manager in der Metropolregion

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Über 10.000 Sales Manager werden in Deutschland in Jobportalen gesucht, über 10.000 Mitglieder in Xing haben diesen Begriff in ihrem Profil hinterlegt. Ausbildungsgänge dazu gibt es nicht viele, einen aber zum Glück in der Metropolregion.

Der gerade zu Ende gehende Sales Manager Lehrgang, der zum wiederholten Male bei der IHK in Mannheim durchgeführt wird. 10 motivierte Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus den verschiedensten Branchen, die Zeit ist wie im Flug vergangen. Unternehmensgröße von 1 – 14.000 Mitarbeiter mit Positionen vom Verkäufer bis zum Geschäftsführer. Die Ergebnisse der schriftlichen Prüfung lassen für die mündliche Prüfung am 26. Oktober wiederum großes erwarten. In der mündlichen Prüfung wird ein Verkaufsgespräch simuliert. Für den nächsten Start im März liegen schon die ersten Anmeldungen vor.

Interessant der Unterschied bei win – lost und win – win Gesprächen. Zweites kam besonders in den Rollenspielen zum Vorschein, bei denen beide Positionen von Frauen besetzt waren. Aber auch Männer können lernen: Bei einer Feedback Runde nach einem sehr konstruktiven reinen Männergespräch bemerkte ein weiblicher Teilnehmer: „Das war wohl gerade ein Frauengespräch“. Das könnte ein Synonym für win – win Gespräche werden.

Auf ausdrücklichen Wunsch der Teilnehmer (Der Sales Manager denkt halt auch immer ans Geschäft) nachstehend die Adressen und Firmen der Teilnehmer:

Andre Risto EGO Dichtstoffwerke

Martin Zalewski FITSEVENELEVEN GmbH Fitness -und Gesundheitsbranche

Nicolas Wild Wi3 consulting e.V. Studentische Unternehmensberatung

Christopher Müller Xylem Incoporation Umwelttechnik

Marcel Hasübert Top Carcare Autopflegeprodukte

Cornelia Tagscherer Pflegeportal Süd GbR Personaldienstleister

Markus Kauf Pflegeportal Süd GbR Personaldienstleister

Hanna Petri Laufer Zahntechnik GmbH Zahntechnik-Meister-Labor

Michael Peschel KMW Parth GmbH Werkzeugbau für Stanz- und Biegeteile

Hanna Bodó Spargelhof Schulze

 

Versicherungsangebote und andere positiven Erlebnisse

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Marketingmaßnahmen und Marktverhalten, das ich überwiegend als positiv bewerte

Ich bekomme ein Versicherungsangebot über einen Xing Kontakt zugeschickt. Ich lehne ab, weil ich mich gut versichert fühle. Ich bekomme trotzdem ein freundliches Danke, dass ich mich gemeldet habe. Er bleibt zumindest positiv in meinem Gedächtnis. Vergessen habe ich alle, die mich angeschrieben haben und nicht nachgefasst haben. Auch alle, bei denen ich abgesagt habe und nichts mehr gehört habe. Auch die, die ein Telefongespräch abrupt abgebrochen haben und dann sehr wahrscheinlich frustriert vor ihrem Telefon sitzen. Es gab aber auch ein paar Callcenter Mitarbeiter, die das Gespräch ruhig und freundlich zu Ende geführt haben. Das ist dann für beide ein positives Element. Auch, wenn kein Geschäft zustande gekommen ist, kann man darauf seinen weiteren Arbeitstag aufbauen.

Gerade ruft mich jemand am Sonntagabend an um mit etwas über den Platin-Coin zu erzählen. Er arbeitet auch am Sonntag, um seinen nächsten Rang zu erreichen. Das hört sich ein wenig nach Multilevel-Marketing an. Als ich mein Desinteresse bekunde, geht das Gespräch zumindest freundlich zu Ende.

Zum wiederholten Mal nervt mich Payback mit missverständlichen Überschriften im Newsletter und Aktionen, die nicht funktionieren. Ich melde mich vom Newsletter ab. Zumindest kommt eine hübsche Bestätigung:

Schön war’s

Schön war’s

Lieber Herr Koenig,

aber wohl nur für mich. Mit wem teile ich denn jetzt meine vielen tollen Einkaufstipps, Rabatt-Aktionen und Coupons?

Hiermit bestätige ich also, dass Sie mit Ihrer Abmeldung erfolgreich mit mir Schluss gemacht haben und nichts mehr von mir hören werden.

Die Abmeldung wird binnen einer Woche wirksam. Ich hatte nämlich schon weitere tolle Coupon-Angebote für Sie vorbereitet.

Bis ich allerdings darüber hinweg komme, wird es noch eine Weile dauern.

Wenn Sie doch zu mir zurückwollen:

Unter http://www.payback.de/vorteile warte ich sehnsüchtig darauf, dass wir unsere Leidenschaft fürs Shoppen wieder gemeinsam ausleben.

Bis dahin sage ich leise Servus.

Ihre PAYBACK Coupon-Mail

Offensichtlich gibt es zufällig jemand bei Payback, der „Payback Coupon-Mail“ heißt 😊, alternativ könnte es personalisiert z.B. heißen

Bis dahin sage ich leise Servus

Ihre Susanne – das hört sich ganz anders an

Fazit: Organisation und Inhalte von Newslettern könnten verbessert werden, kreative Ideen aber gibt es genug.

Beschwerdestelle DSGVO

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Verschiedene Anbieter haben natürlich die DSGVO schon für ihre Angebote erkannt.

Derzeit verschickt nach Angaben der IHK Frankfurt eine angebliche „DSGVO Beschwerdestelle Münster“ Emails bezüglich einer Verletzung des Datenschutzes nach DSGVO, wobei der Städtename jeweils an den Adressaten angepasst wird.

Die Unternehmen werden über eine angebliche Beschwerde eines Mitbewerbers wegen eines Verstoßes gegen die DSGVO informiert. Die in der E-Mail gemachten Angaben sind offensichtlich falsch, denn es gibt die darin genannte „DSGVO Beschwerdestelle …“ nicht. Unternehmen, die eine solche Mail erhalten, können diese ignorieren oder allenfalls nochmal zum Anlass nehmen zu prüfen, ob sie die notwendigen Anpassungen in Bezug auf die DSGVO vorgenommen haben. Reaktion auf diese Mail ist jedenfalls nicht erforderlich.

Der Versender selbst bietet kostenlose Erstberatungen zur DSVGO an; Fake oder Trick, um Kunden zu generieren? Man müsste in diesem Zusammenhang noch klären, ob der Absender vorher die Einwilligung der Empfänger zum Erhalt dieses Mails gemäß DSGVO eingeholt hat.

Interessanterweise fand ich bei dem Versender das Impressum nicht, obwohl darauf hingewiesen wird. Das ist sicher abmahnfähig. Auch bei Denic komme ich nicht weiter, vielleicht ist das auch der Grund für das fehlende Impressum. Man möchte geheim bleiben.

Außerdem in ganz kleiner Schrift ganz viele verschiedene Orte; das sieht zwar blöd aus, macht man aber, damit man bei diesen Orten in den Suchmaschinen gefunden wird. Das geht aber auch intelligenter.

Momentan ist die Seite des Anbieters übrigens nicht erreichbar.

Ausführliches dazu kann man beim Datenschutz-Guru nachlesen https://www.datenschutz-guru.de/digitaler-ablasshandel-in-zeiten-der-dsgvo-die-vermeintliche-beschwerdestelle/

Kundenservice: Ich brauche ein Hörgerät und andere kleine Stories

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Marketingmaßnahmen und Marktverhalten, die ich für verbesserungswürdig halte: Teil   6 2018

Ich brauche ein Hörgerät. Ich besuche einen Hörgeräteakustiker, der einen ersten Test mit mir macht. Ich erzähle ihm vom Hörgerät meiner Schwiegermutter, das ich „geerbt“ habe. Er bittet mich, das Gerät bei Gelegenheit vorbei zu bringen, damit er es untersuchen kann. Die Reaktion freut mich. Nach meinem ersten Besuch beim Arzt bringe ich dem Hörgeräteakustiker anschließend das Gerät vorbei. Nach einem kurzen Blick auf das Gerät und der Aussage „Veraltete Technik“ möchte er das Gerät jetzt doch nicht vorab prüfen. Ich soll es mitbringen, wenn ich die „Ohrenärztliche Verordnung“ habe. Die Reaktion kränkt mich, ich werde mich für ein anderes Fachgeschäft entscheiden, das Vertrauen ist verspielt. Beim Arzt habe ich auch gleich eine Broschüre eines anderen Geschäftes mit eingelegter Visitenkarte bekommen, ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Aber da werde ich auch nicht hingehen. Mit Hörgeräten scheint eine Menge Geld zu verdienen zu sein, Werbung kann man auch intelligenter lösen.

Als ich dann endlich jemand gefunden habe bringen die Tests mit verschiedenen Geräten keine Verbesserung. Erst ein dritter Anbieter teilt mir mit, dass es vielleicht noch ein bisschen früh für ein Gerät ist. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass ich da wieder zu meinem nächsten Hörtest hingehe. Wer einen Kunden nicht mit Gewalt zum Kauf überredet, sondern gut berät, profitiert am Ende.

Daniel Weinstock schreibt mir, dass er ein super Angebot für mich hat, dass aber nur einer begrenzten Zahl von Empfängern angeboten wird. Ihr habt vielleicht schon ähnliche Schreiben von ihm oder anderen bekommen. Ich schreibe zurück, er soll einen der Anderen nehmen, er bedankt sich für meine Antwort. Soweit, so gut, gut reagiert von Daniel. Ca. 4 Wochen später bekomme ich ein sehr ähnliches Schreiben, wenn nicht sogar identisch. Peinlich, peinlich,  jetzt habe ich seine Informationen mit einem entsprechenden Vermerk abbestellt, er hat auch nicht noch mal geantwortet. Seine Datenbank sollte man immer uptodate halten, dann bleiben Peinlichkeiten erspart.

Ich bekomme beim Tanken einen Gutscheincode von Deutschlandcard. Zuhause an meinem Smartphone probiere ich ihn aus, es geht nicht. Dann versuche ich es über die App, Sie ahnen sicher schon. Am nächsten Tag an meinem Notebook geht es, ich gewinne Extra Punkte bei einem Geschäft, bei dem ich nie einkaufe, weil es nicht in meinem Einzugsbereich liegt. Den nächsten Gutscheincode habe ich liegenlassen, die Tankstellenmitarbeiterin war mehr als entsetzt „Aber das ist doch ein Gutschein“. Die App habe ich bei der Gelegenheit gleich mit gelöscht. Im Rahmen der Digitalisierung kann heute jedes Unternehmen sehr genau erkennen, was einen Kunden interessiert und ihm diesbezügliche Angebote machen. In kleinerem Rahmen kann man das auch mit purem Nachdenken erreichen.