Datensicherheit ist nicht schwer

Sicherheit

Der Weiterbildungserver des Landes Baden-Württemberg schickt mir einmal im Jahr eine Nachricht, indem ich aufgefordert werde, meine eingetragenen Daten zu überprüfen. Wenn ich die Überprüfung nicht wahrnehme, wird mein Account gelöscht.

Die THM in Gießen bittet mich regelmäßig, mein Passwort zu ändern.

Bei der Mercedes me App kann ich selbst entscheiden, ob ich regelmäßig eine Erinnerung  zur Passwortänderung erhalten möchte.

Wenn das alle Portale machen würden, am besten noch mit einer Pflicht zur Änderung des Passwortes, wären wir einen großen Haufen Karteileichen los und die Sicherheitssysteme hätten sich entscheidend verbessert.

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Sustainable & Biobased

Käfer Burger

Eine tolle Veranstaltung vom Technologieland Hessen zum Thema innovative Konsumgüter und nachhaltige Geschäftsmodelle:

Julian Reitze von Rezemo mit, wenn schon Kaffeekapseln, dann aus Holz.

Martin Weiß von Backwood beweist, dass man Surfboards auch oder wieder oder immer noch aus Holz machen kann.

Svenja Bickert-Appleby von Solostücke arbeitet an zirkulärer Mode, dem Pullover mit 7 Leben.

Fabiola Neitzel von SWAP macht aus Seidenraupen in Indien Protein für Tiernahrung.

Marlo Kockerols und Federico Krader von Bold Foods haben uns den Käfer Burger schmecken lassen. Es hat gar nicht im Mund gekrabbelt.

 

Tolle neue Ideen

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Was für ein Team

Sales Manager 2019 Weingarten

Schon der dritte Sales Manager Lehrgang in diesem Jahr, nach Darmstadt und Mannheim jetzt bei der IHK in Weingarten. Die unglaubliche Harmonie der Teilnehmer untereinander und das konstruktive Miteinander ist etwas, was mir bei diesen Lehrgängen allgemein und bei diesem Lehrgang besonders auffällt. So eine Harmonie wünscht man sich in vielen Vertriebsmannschaften. Dieses Mal haben wir Teilnehmer von großen Pharma- und Lebensmittel Unternehmen, Spezialisten aus dem Maschinenbau, aus dem Bausektor und Marktführer aus dem Bereich Modell Eisenbahn. Die Absolventen erfahren Gemeinsamkeiten und lernen voreinander.

Besonders die Feedback Runden im Anschluss an die Simulation von Verkaufsgesprächen waren sehr intensiv. Intensiv war auch die eigenständige Vorbereitung der Teilnehmer auf die schriftliche Prüfung, was zu sehr guten Ergebnissen geführt hat. Am Freitag ist die mündliche Prüfung, ich bin sehr gespannt. Wir hatten schon mal eine Runde mit nur „Sehr Gut“ Ergebnissen.

Zum Verständnis: Ziel dieses Lehrgangs ist nicht zu bestehen, das ist relativ einfach für jemand, der im Verkauf arbeitet. Ziel ist es, mit einem Ergebnis über 90 Punkte zu bestehen.

Nachstehend die Adressen der Teilnehmer und deren Firmen, die ich immer nur auf ausdrücklichen Wunsch veröffentliche. Es sind halt alles Sales Manager durch und durch.

Elisabeth Geiger, Key Account Manager, Omega Pharma Deutschland GmbH, https://omega-pharma.de/

Katharina Krebs, Verkauf & Assistenz der Geschäftsleitung, NOCH GmbH & Co. KG, www.noch.de

Jan Weber, Key Account Manager, Omega Pharma Deutschland GmbH, https://omega-pharma.de/

Jochen Metzger, Bautechniker/Bauberater, Ziegelwerk Arnach, www.zwa.de

Sven Reutter, Regional Manager, Salomon -FoodWorld / https://www.salomon-foodworld.com/home.html

Yannick Geisinger, Trainee Vertrieb DACH, Vollmer Werke Maschinenfabrik GmbH, www.vollmer-group.com

Die nächsten Lehrgänge sind

Ab September 2019 und 2020 sowie März 2020 in Mannheim https://www.rhein-neckar.ihk24.de/System/Veranstaltungen/Sales-Manager/1348130

Der Termin September 2019 Mannheim ist bereits bestätigt, es bsteht im begrenztem Maße noch die Möglichkeit der Teilnahme.

Ab Oktober 2019 und September 2020 in Darmstadt https://www.darmstadt.ihk.de/System/Veranstaltungen/sales-manager-ihk/3863376

Ab Mai 2020 wiederum im Weingarten https://www.unikam.de/eventmanager/weingarten.ihk.de/veranstaltung/19/1/Z8932016#Z893.18.1

Alle Artikel wie immer auf dem Königskonzeptblog

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Nachtrag 20.07.2019 Wie ich mir gedacht habe, nur sehr gute Noten

Konferenzen live

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Was man auf Konferenzen so alles erlebt

Einen sehr schönen Satz, den ich letztens gehört habe: Mitarbeiter suchen nicht mehr Unternehmen, sie suchen Unternehmenskulturen.

Aus einem Kongress zum Thema Werte und Ethik in Oberursel ein Vortrag zum Thema Veränderungen der Firma Arnold. Ein faszinierendes Geschäft mit faszinierenden Produkten und Kontakten aber der Vortrag war eine reine Unternehmenspräsentation. Vielleicht sollte er seinen Vortrag mal verändern.

Anschließend ein Vortrag eines Künstlers. Einer der Sorte, die immer Geldprobleme haben werden, es aber nicht als Problem ansehen und glücklicher sterben werden als der größere Teil der Welt. Ich mache hiermit Werbung für sein Projekt  http://nevereverforsale.com/ mit dem er Regenwald in Costa Rica rettet.

Von einer Konferenz zu Beginn: Ich kann natürlich in 20 Minuten nicht alles erzählen; er spricht 40 Minuten; ich komme zum Ende ich hoffe, ich bin noch in der Zeit. Geistiges Kopfschütteln meinerseits.

Für Gottes Segen

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Aus einer Konferenz zum Thema Mieterstrom. Zur Erklärung: Mieterstrom ist eine Aktion, um Mieter von Wohnungen Strom aus erneuerbaren Energien zur Verfügung zu stellen, der auf oder am Gebäude, in dem sie wohnen, produziert wird. Die Erfolge bisher sind gering, die Ertragsaussichten für die Vermieter mehr als dürftig. Man will jetzt eine umfangreiche Kampagne starten, um mehr Mieter für das Thema zu interessieren, denn der Mieter hat einen Vorteil davon.

Aber hallo, was passiert, wenn der Mieter interessiert ist? Läuft er zum Vermieter und sagt, ich will Mieterstrom, investier mal gefälligst, auch wenn es dir nichts bringt? Na klar, der Vermieter wird sagen, für Gottes Segen mach ich alles?

Stellen Sie sich vor, Sie machen eine Kampagne für ein neues Produkt, das aber dem Verkäufer des Produktes keinen Vorteil bringt. Es können noch so viel Kunden danach fragen, sie werden es nicht bekommen. Es gibt zwar heute mehr und mehr Unternehmen, die auch als Social-Entrepreneurship bezeichnet werden. Sie bringen soziale Verantwortung und unternehmerische Aktion wirtschaftlich miteinander in Verbindung, aber auch die leben nicht allein vom Geld wechseln.

Beim Mieterstrom fehlen eindeutig die Vorteile für den Vermieter und solange die nicht greifbar sind, wird beim Mieterstrom auch nichts passieren. Der Spruch „Der Vermieter erreicht dadurch eine bessere Mieterbindung“ ist angesichts der Wohnungsknappheit schon fast sarkastisch. Ob man damit einige heruntergekommene Wohnungen vermieten kann, ist ebenso zweifelhaft und sehr wahrscheinlich auch nicht wirklich gewollt.

#mieterstrom #erneuerbare-Energien #Photovoltaik #kwk #königskonzept #königskonzeptblog

MBA Internationales Immobilien Management

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Ein wichtiger Lehrgang an der Hochschule Biberach, international besetzt und international durchgeführt. Ich durfte innerhalb dieses Lehrgangs das Thema Stress- und Zeitmanagement vorstellen. Während die produktiven Arbeitsabläufe innerhalb einer Organisation oder eines Betriebes zumeist gut zeitoptimiert sind, besteht in der Verwaltung und im Backoffice noch Potential, seine Arbeitszeit besser zu planen und Stressfallen zu vermeiden. Zustande gekommen ist diese Vorlesung durch meine langjährige Tätigkeit als Dozent an der Technischen Hochschule Mittelhessen und als Dozent an der Akademie der Hochschule Biberach zum Thema Zeitmanagement. Eigentlich liegt mein Schwerpunkt im strategischen Vertrieb aber durch mein Engagement in diesem Thema ist so ein weiteres Geschäftsfeld für mich entstanden.

Neben dem Studium in Biberach finden die Vorlesungen in Zürich und in London statt. Die Teilnehmer kommen aus Deutschland und der Schweiz. Die Gebühr für das Masterstudium liegt bei 19.900 Euro, mittlerweile haben über 400 Studenten diesen Kurs absolviert und die Prüfung bestanden. Für den neuen Kurs können schon Anmeldungen entgegengenommen werden. Weitere Informationen unter 0 73 51 / 5 82 – 5 51 oder kontakt@akademie-biberach.de oder unter https://www.akademie-biberach.de/web/akademie/master/immobilienmanagement

Wie entstehen neue Märkte

banner-4056457_1920 neue MärkteNeue Märkte und Kunden zu gewinnen, ist speziell im Bereich der erklärungsbedürftigen Produkte und Dienstleistungen eine vielschichtige Angelegenheit. Generell ist dabei die Bündelung von Fachwissen von Vorteil, weil so mehr Kompetenz ausgestrahlt wird. Große Firmen ziehen diese Kompetenz innerhalb des Unternehmens zusammen oder komplettieren sich durch Zukäufe, kleine Firmen bilden Kooperationen mit definierten Themenschwerpunkten, wie Digitalisierung, Talententwicklung oder Energie- und Ressourceneffizienz.

Je kleiner das Unternehmen, desto öfter findet das Prinzip der zufälligen Kundengewinnung Anwendung. Je größer ein Unternehmen, desto ausgeprägter ist die strategische Neukunden Akquise. Aber was ist Zufall und was ist Strategie? Nachstehend ein paar Beispiel dazu:

Der Zufallsmarkt

Ein Unternehmen stößt zufällig auf einen Markt und bedient diesen Markt. Ein Beispiel könnte die Iris Photographie sein, ein ungewöhnliches Fotomotiv, vielleicht sogar aus der Hobby Fotografie entstanden. Zufällig entdeckt, von der Presse aufgenommen und verbreitet entsteht ein Markt, der solange bedient werden kann, wie die Nachfrage wächst und das Angebot nicht durch zu viele Anbieter verwässert wird. Der Produktlebenszyklus ist nicht lang, die Suche nach Nachfolgeprodukten ist wichtig. Alternativ kann aber auch ein neuer Markt künstlich geschaffen werden, indem ein neues Produkt entwickelt und mit Werbedruck vermarktet wird. Dazu gibt es vielfältige Beispiele bei sogenannten Trendprodukten, die Einführung ist mit hohen Werbekosten verbunden, weil erst künstlich Nachfrage geschaffen werden muss. Diese Produkte sind häufig über Patente oder Gebrauchsmuster abgesichert.

Lernen durch ausprobieren

Die Verbreitung einer neuen Idee, die z.B. von einem Startup entwickelt worden ist und vor allem über soziale Medien in die Öffentlichkeit gegeben wird, geschieht oft nach dem Zufallsprinzip. Der Gründer misst die Resonanz, findet relevante Zielgruppen, entwickelt weiter und schaut, ob sich daraus ein Markt entwickelt. Sehr populär, wenn man die Erfolgsgeschichten von Startups liest, aber nur einer von 10 Gründern schafft den Durchbruch, von den anderen steht leider nichts in der Zeitung. Scheitern kann dabei viele Gründe haben, nur Zufall ist aber besser als gar nichts unternehmen. Die Methodik wird auch mit create measure learn bezeichnet.

Netzwerken – Zufall oder Strategie

Die zufällige Ansprache von scheinbar potenziellen Kunden ist eine weitere Möglichkeit, man denke an die unzähligen Xing Treffen. Sie kann aktiv durch den Besuch von Veranstaltungen und passiv durch aussagekräftige Profile in den sozialen Netzwerken entstehen. Das Ergebnis ist schwer beeinflussbar aber „Kontakte schaden ja nur dem, der sie nicht hat“. Strategisch dagegen wäre der Besuch von Fachmessen und Kongressen, die zum Angebot des Unternehmens passen. Hier kann gezielt mit Ausstellern und Besuchern gesprochen und neue Geschäftskontakte geknüpft werden.

Post an Unbekannt

Zufällige Ansprache von potenziellen Kunden in schriftlicher Form, die zuvor im Internet recherchiert worden sind, ist eine weitere Methode. Dabei gilt, je ungewöhnlicher, desto besser. Als Beispiel sei die handschriftliche Ansprache an Kunden einer digital orientierten Designagentur genannt, die mit einem zweiseitigen Brief Neukunden angesprochen hat. Die Art der Ansprache ist für einen solchen Anbieter ungewöhnlich, eine Reaktionsquote von 50% zeigt jedoch, dass so etwas gut funktionieren kann.

Netzwerke zur Kundengewinnung

Immer wieder wird auch versucht aus einem zufälligen Netzwerk von Unternehmen ein Produkt oder eine Dienstleistung zu kreieren und dafür einen Markt zu finden. Eine Methode, die nur sehr selten Erfolg verspricht, weil auch das Produkt ein Zufallsprodukt ist. Anders ist eine gezielte Vorgehensweise erfolgreich: Man bestimmt einen Markt, der im Fokus steht, kreiert dafür ggf. mit Partnern ein Produkt oder eine Dienstleistung und versucht dieses Produkt zu vermarkten. Akute Themen dafür sind im Moment Digitalisierung, Agilität, erneuerbare Energien, DSVGO oder Fachkräftemangel. Häufig wird der PDCA Zyklus eingesetzt, der sich aus den Schritten plan – do – check – act zusammensetzt.

Nicht vergessen sollte man die EKS Strategie, die von Wolfgang Mewes entwickelt wurde. Hierbei werden gezielt Marktsegmente bestimmt, die der Fachkompetenz des Anbieters entsprechen. Das Unternehmen erkundet diese Segmente und entwicklt dafür allein oder mit Partnern neue Produkte und Dienstleistungen, um Probleme in diesen Märkten zu lösen. Die Engpass-Konzentrierte-Strategie ist dann am erfolgreichsten, wenn sie gezielt angewandt wird.

Methoden und Ansätze

Welche Methode ist nun die Richtige? Junge Unternehmen mit viel Ideen und wenig Kunden werden sich im ersten Schritt auf den Zufall konzentrieren. Erst die Erfahrung mit Kunden und Produkten führt im zweiten Schritt zu einer Produktweiterentwicklung und zu einer strategischen Vorgehensweise.

Erfahrene Unternehmen setzen auf Strategie, wobei Kundenpflege der wichtigste, leichteste und der am meisten vergessene Schritt ist. Gute Kundenpflege führt zu Empfehlungen und zu neuen Kunden. Allzu häufig aber kommen Kundenbindungskonzepte in strategischen Überlegungen gar nicht vor. Zumeist werden andere Kundengewinnungskonzepte eingesetzt.

Neben der Strategie sollen Unternehmen aber Freiräume für Zufallskontakte und -märkte schaffen, damit unternehmerische Chancen nicht verloren gehen. Dazu haben große Unternehmen Startups ausgegliedert oder spezielle Innovatoren bestimmt, die branchenübergreifend nach neuen Märkten und Ideen suchen. Solche Innovatoren gibt es in klein- und mittelständischen Betrieben nicht. Hier ist der Chef gefordert, seinen Betrieb so zu organisieren, dass ihm Zeit bleibt, diese Aufgabe zu übernehmen. Auch dafür gibt es viele erfolgreiche Beispiele. Betriebe, die diese Möglichkeit nicht wahrnehmen, werden irgendwann auf der Strecke bleiben.

Erster Sales Manager Lehrgang bei der IHK Darmstadt

Sales Manager Darmstadt nach der mündlichen Prüfung

Erst wird gelernt, dann geprüft und dann gefeiert.

Wieder hat ein Lehrgang direkt zu messbaren Ergebnissen geführt, weil ein Teilnehmer eine Maßnahme direkt umsetzen konnte – einfach mal fragen, ob man statt einem zweiten Angebot auch gleich die Auftragsbestätigung schicken kann. Und siehe da – es funktioniert.

Bericht zum gerade zu Ende gehenden Sales Manager Lehrgang, der zum ersten Mal bei der IHK in Darmstadt durchgeführt wird. 7 motivierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den verschiedensten Branchen, die Zeit ist wie im Flug vergangen. Umsatzgröße der Unternehmen von 100.000 Euro bis 44 Mrd. US Dollar, Größe vom Einzelunternehmen bis zum internationalen Großkonzern, Funktion vom Verkaufsmitarbeiter bis zum Geschäftsführer. Die Ergebnisse der schriftlichen Prüfung lassen für die mündliche Prüfung am 11. März Großes erwarten. In der mündlichen Prüfung wurde ein Verkaufsgespräch simuliert. Die Ergebnisse liegen zwischen 93 und 99 Punkte. Der nächste Lehrgang in Darmstadt startet im Herbst 2019.

Die Teilnehmer

Uwe Eichhorn von Produkt Service Erdt aus Viernheim

Patrick Houstecky von Beltron aus Rödermark

Sarah Rettig von Infectopharm Arzneimittel aus Heppenheim

Patrick Rüb von Suffel Fördertechnik aus Aschaffenburg

Steffen Seidel, ebenfalls von Suffel Fördertechnik

Joon-Sik Shin von GS Global aus Eschborn

Ute Spinke von MorkoM aus Darmstadt

Und noch eine schöne Anekdote am Rande: Joon, der zuletzt etwas krank geworden ist, hat von seiner Frau Hustensaft mit ins Seminar bekommen, Saft, der für die eigenen Kinder gekauft worden war und ihm natürlich auch helfen sollte. Der Saft war von der Firma, bei der Sarah arbeitet, was ein toller Zufall.

Nachtrag: Vieln Dank für die Bewertung der Teilnehmer mit der Durchschittsnote von 1,2. Kommentare zur Bewertung waren:

Trainer immer pünktlich, die Kommunikation war gut, kein Ausfall.
Know-How der Dozenten, die berufsbezogen die Fragen gut beantwortet haben, sowie den Aufbau des Unterrichts mit praktischen Gesprächssituationen.

 

Hart am Limit

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Seit 10 Jahren wächst die Wirtschaft in Deutschland ununterbrochen. Während die Politik sich optimistisch zu den Konjunkturaussichten 2019 äußert, wächst die Zahl der Mahner, dass eine Entwicklung der Wirtschaft je nach Quelle von Tempoverlust bis hin zum Abschwung zu erwarten ist. Noch nie seit der Wiedervereinigung haben im vergangenen Jahr so viele Menschen gearbeitet. Darüber hinaus besteht ein teilweise existenzielles Problem für viele Unternehmen in der Gewinnung von qualifizierten Arbeitskräften. Nicht besetzte Arbeitsplätze, Auftragsverluste und damit verbundene Abschwung Indikatoren sind eine Größe, die bisher noch nicht einheitlich bewertet worden ist.

Abschwung als Erfolgschance

Ist denn nun ein sinkendes Wirtschaftswachstum von 1,5% für 2019 etwas Unabänderliches, dem ein Unternehmen nicht entkommen kann? In der Betriebswirtschaft wird gelehrt, dass Produkte, Unternehmen und Konjunkturen Lebenslinien haben. Diese bestehen im Prinzip aus Aufschwung, Höhepunkt und Abschwung. Die meisten Betriebe gehen diesen Weg. Es wird darüber hinaus das Ziel eines jeden Unternehmens sein, Aufschwung und Höhepunkt zu nutzen um den Abschwung abzumildern und ihn gleich in den nächsten Aufschwung zu überführen. Warum haben so viele Betriebe damit keinen Erfolg?

Anders als die anderen

Die Verhinderung einer aktiven Zukunftsplanung liegt in der Fokussierung der Betriebe. Was macht ein Unternehmen normalerweise, wenn der Absatz steigt? Es fährt seine Produktion hoch, aktiviert stillgelegte Anlagen, stellt Produktions- und Servicepersonal ein. Es produziert oder erbringt Serviceleistungen, um den Absatz zu befriedigen. Damit reagiert es auf den sich öffnenden Markt aber es agiert nicht. Agieren bedeutet, dass jetzt in einer Hochphase Mitarbeiter eingesetzt werden, um neue Kunden zu finden, neue Märkte oder Produkte zu entwickeln oder bestehende Märkte auszubauen. So helfen neue Umsätze, den nächsten Abschwung auf höherem Niveau zu erleben. Dies ist eine ganz normale betriebswirtschaftliche Vorgehensweise, die aber viel zu wenig genutzt wird.

Verhinderer im eigenen Unternehmen

Es sind mehrere Faktoren, die verhindern, dass ein Unternehmen in der geschilderten Weise agiert. Zum einen ist da das bekannte Produktionsthema, bei dem wir uns nur auf die Befriedigung der bestehenden Nachfrage konzentrieren und keine Zeit für neue Projekte haben. Zum anderen fehlt die bedingungslose Freistellung von Zeit, Material und Personal für neue Konzepte, Kunden und Märkte. Es braucht Zeit für neue Märkte und dies findet häufig in Unternehmen wenig Anklang: „Der Betrieb“ schuftet und die Produktentwickler, Verkäufer und Produktmanager lassen es ruhig angehen nach dem Motto „Mach dir ein paar schöne Stunden, fahr zu einem Kunden“. Gerade im Gegenteil muss jetzt die Zeit dieser Mitarbeiter dafür genutzt werden, Mitstreiter zu finden, die gleichfalls Energie investieren werden, um neue Märkte und Anwendungen zu entwickeln.

Lösungsansätze

Welche Möglichkeiten bestehen, um dem Abschwung auszuweichen? Sicher kann ein Unternehmen nicht nur auf den momentanen Absatz konzentriert ein. Ein Auftrag eines Verlegenheitskunden zu schlechten Preisen, der in einem Konjunkturtief immer mitgenommen wird, kann in einer Aufschwung Phase auch mal liegen gelassen werden. Er kauft sowieso nur, weil der Wettbewerb ausgelastet ist und schadet damit letztendlich unseren treuen Kunden.

Freistellung von Personal und Zeit für Projekte ist Chefsache, gerade weil es weh tut und die Kollegen dringend in der Produktion gebraucht werden. Die übrigen Mitarbeiter müssen den Grund für die Freistellung erkennen, das verhindert Unzufriedenheit und Missgunst im Unternehmen. Das Suchen nach neuen Märkten und Kunden ist eine Grundphilosophie, die jedem Unternehmen zu eigen ist. Vielleicht liegt die einfachste Lösung darin, dass diese Philosophie in Aufschwung Zeiten einfach konsequent beibehalten wird.

Es kann immer genug Zeit für neue Projekte vorhanden sein, um so den nächsten Abschwung zu mildern. Erfolg misst sich dann daran, dass die Umsatznadel im eigenen Unternehmen im nächsten Konjunkturtief viel weniger nach unten ausschlägt als die Meldungen der allgemeinen Wirtschaftslage.

 

Stichpunkte zum Artikel: Aufschwung, Abschwung, Kunden, Verkauf, Planung, Strategie, Königskonzept, Königskonzeptblog