Sales Manager in der Metropolregion

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Über 10.000 Sales Manager werden in Deutschland in Jobportalen gesucht, über 10.000 Mitglieder in Xing haben diesen Begriff in ihrem Profil hinterlegt. Ausbildungsgänge dazu gibt es nicht viele, einen aber zum Glück in der Metropolregion.

Der gerade zu Ende gehende Sales Manager Lehrgang, der zum wiederholten Male bei der IHK in Mannheim durchgeführt wird. 10 motivierte Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus den verschiedensten Branchen, die Zeit ist wie im Flug vergangen. Unternehmensgröße von 1 – 14.000 Mitarbeiter mit Positionen vom Verkäufer bis zum Geschäftsführer. Die Ergebnisse der schriftlichen Prüfung lassen für die mündliche Prüfung am 26. Oktober wiederum großes erwarten. In der mündlichen Prüfung wird ein Verkaufsgespräch simuliert. Für den nächsten Start im März liegen schon die ersten Anmeldungen vor.

Interessant der Unterschied bei win – lost und win – win Gesprächen. Zweites kam besonders in den Rollenspielen zum Vorschein, bei denen beide Positionen von Frauen besetzt waren. Aber auch Männer können lernen: Bei einer Feedback Runde nach einem sehr konstruktiven reinen Männergespräch bemerkte ein weiblicher Teilnehmer: „Das war wohl gerade ein Frauengespräch“. Das könnte ein Synonym für win – win Gespräche werden.

Auf ausdrücklichen Wunsch der Teilnehmer (Der Sales Manager denkt halt auch immer ans Geschäft) nachstehend die Adressen und Firmen der Teilnehmer:

Andre Risto EGO Dichtstoffwerke

Martin Zalewski FITSEVENELEVEN GmbH Fitness -und Gesundheitsbranche

Nicolas Wild Wi3 consulting e.V. Studentische Unternehmensberatung

Christopher Müller Xylem Incoporation Umwelttechnik

Marcel Hasübert Top Carcare Autopflegeprodukte

Cornelia Tagscherer Pflegeportal Süd GbR Personaldienstleister

Markus Kauf Pflegeportal Süd GbR Personaldienstleister

Hanna Petri Laufer Zahntechnik GmbH Zahntechnik-Meister-Labor

Michael Peschel KMW Parth GmbH Werkzeugbau für Stanz- und Biegeteile

Hanna Bodó Spargelhof Schulze

 

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Versicherungsangebote und andere positiven Erlebnisse

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Marketingmaßnahmen und Marktverhalten, das ich überwiegend als positiv bewerte

Ich bekomme ein Versicherungsangebot über einen Xing Kontakt zugeschickt. Ich lehne ab, weil ich mich gut versichert fühle. Ich bekomme trotzdem ein freundliches Danke, dass ich mich gemeldet habe. Er bleibt zumindest positiv in meinem Gedächtnis. Vergessen habe ich alle, die mich angeschrieben haben und nicht nachgefasst haben. Auch alle, bei denen ich abgesagt habe und nichts mehr gehört habe. Auch die, die ein Telefongespräch abrupt abgebrochen haben und dann sehr wahrscheinlich frustriert vor ihrem Telefon sitzen. Es gab aber auch ein paar Callcenter Mitarbeiter, die das Gespräch ruhig und freundlich zu Ende geführt haben. Das ist dann für beide ein positives Element. Auch, wenn kein Geschäft zustande gekommen ist, kann man darauf seinen weiteren Arbeitstag aufbauen.

Gerade ruft mich jemand am Sonntagabend an um mit etwas über den Platin-Coin zu erzählen. Er arbeitet auch am Sonntag, um seinen nächsten Rang zu erreichen. Das hört sich ein wenig nach Multilevel-Marketing an. Als ich mein Desinteresse bekunde, geht das Gespräch zumindest freundlich zu Ende.

Zum wiederholten Mal nervt mich Payback mit missverständlichen Überschriften im Newsletter und Aktionen, die nicht funktionieren. Ich melde mich vom Newsletter ab. Zumindest kommt eine hübsche Bestätigung:

Schön war’s

Schön war’s

Lieber Herr Koenig,

aber wohl nur für mich. Mit wem teile ich denn jetzt meine vielen tollen Einkaufstipps, Rabatt-Aktionen und Coupons?

Hiermit bestätige ich also, dass Sie mit Ihrer Abmeldung erfolgreich mit mir Schluss gemacht haben und nichts mehr von mir hören werden.

Die Abmeldung wird binnen einer Woche wirksam. Ich hatte nämlich schon weitere tolle Coupon-Angebote für Sie vorbereitet.

Bis ich allerdings darüber hinweg komme, wird es noch eine Weile dauern.

Wenn Sie doch zu mir zurückwollen:

Unter http://www.payback.de/vorteile warte ich sehnsüchtig darauf, dass wir unsere Leidenschaft fürs Shoppen wieder gemeinsam ausleben.

Bis dahin sage ich leise Servus.

Ihre PAYBACK Coupon-Mail

Offensichtlich gibt es zufällig jemand bei Payback, der „Payback Coupon-Mail“ heißt 😊, alternativ könnte es personalisiert z.B. heißen

Bis dahin sage ich leise Servus

Ihre Susanne – das hört sich ganz anders an

Fazit: Organisation und Inhalte von Newslettern könnten verbessert werden, kreative Ideen aber gibt es genug.

Beschwerdestelle DSGVO

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Verschiedene Anbieter haben natürlich die DSGVO schon für ihre Angebote erkannt.

Derzeit verschickt nach Angaben der IHK Frankfurt eine angebliche „DSGVO Beschwerdestelle Münster“ Emails bezüglich einer Verletzung des Datenschutzes nach DSGVO, wobei der Städtename jeweils an den Adressaten angepasst wird.

Die Unternehmen werden über eine angebliche Beschwerde eines Mitbewerbers wegen eines Verstoßes gegen die DSGVO informiert. Die in der E-Mail gemachten Angaben sind offensichtlich falsch, denn es gibt die darin genannte „DSGVO Beschwerdestelle …“ nicht. Unternehmen, die eine solche Mail erhalten, können diese ignorieren oder allenfalls nochmal zum Anlass nehmen zu prüfen, ob sie die notwendigen Anpassungen in Bezug auf die DSGVO vorgenommen haben. Reaktion auf diese Mail ist jedenfalls nicht erforderlich.

Der Versender selbst bietet kostenlose Erstberatungen zur DSVGO an; Fake oder Trick, um Kunden zu generieren? Man müsste in diesem Zusammenhang noch klären, ob der Absender vorher die Einwilligung der Empfänger zum Erhalt dieses Mails gemäß DSGVO eingeholt hat.

Interessanterweise fand ich bei dem Versender das Impressum nicht, obwohl darauf hingewiesen wird. Das ist sicher abmahnfähig. Auch bei Denic komme ich nicht weiter, vielleicht ist das auch der Grund für das fehlende Impressum. Man möchte geheim bleiben.

Außerdem in ganz kleiner Schrift ganz viele verschiedene Orte; das sieht zwar blöd aus, macht man aber, damit man bei diesen Orten in den Suchmaschinen gefunden wird. Das geht aber auch intelligenter.

Momentan ist die Seite des Anbieters übrigens nicht erreichbar.

Ausführliches dazu kann man beim Datenschutz-Guru nachlesen https://www.datenschutz-guru.de/digitaler-ablasshandel-in-zeiten-der-dsgvo-die-vermeintliche-beschwerdestelle/

Kundenservice: Ich brauche ein Hörgerät und andere kleine Stories

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Marketingmaßnahmen und Marktverhalten, die ich für verbesserungswürdig halte: Teil   6 2018

Ich brauche ein Hörgerät. Ich besuche einen Hörgeräteakustiker, der einen ersten Test mit mir macht. Ich erzähle ihm vom Hörgerät meiner Schwiegermutter, das ich „geerbt“ habe. Er bittet mich, das Gerät bei Gelegenheit vorbei zu bringen, damit er es untersuchen kann. Die Reaktion freut mich. Nach meinem ersten Besuch beim Arzt bringe ich dem Hörgeräteakustiker anschließend das Gerät vorbei. Nach einem kurzen Blick auf das Gerät und der Aussage „Veraltete Technik“ möchte er das Gerät jetzt doch nicht vorab prüfen. Ich soll es mitbringen, wenn ich die „Ohrenärztliche Verordnung“ habe. Die Reaktion kränkt mich, ich werde mich für ein anderes Fachgeschäft entscheiden, das Vertrauen ist verspielt. Beim Arzt habe ich auch gleich eine Broschüre eines anderen Geschäftes mit eingelegter Visitenkarte bekommen, ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Aber da werde ich auch nicht hingehen. Mit Hörgeräten scheint eine Menge Geld zu verdienen zu sein, Werbung kann man auch intelligenter lösen.

Als ich dann endlich jemand gefunden habe bringen die Tests mit verschiedenen Geräten keine Verbesserung. Erst ein dritter Anbieter teilt mir mit, dass es vielleicht noch ein bisschen früh für ein Gerät ist. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass ich da wieder zu meinem nächsten Hörtest hingehe. Wer einen Kunden nicht mit Gewalt zum Kauf überredet, sondern gut berät, profitiert am Ende.

Daniel Weinstock schreibt mir, dass er ein super Angebot für mich hat, dass aber nur einer begrenzten Zahl von Empfängern angeboten wird. Ihr habt vielleicht schon ähnliche Schreiben von ihm oder anderen bekommen. Ich schreibe zurück, er soll einen der Anderen nehmen, er bedankt sich für meine Antwort. Soweit, so gut, gut reagiert von Daniel. Ca. 4 Wochen später bekomme ich ein sehr ähnliches Schreiben, wenn nicht sogar identisch. Peinlich, peinlich,  jetzt habe ich seine Informationen mit einem entsprechenden Vermerk abbestellt, er hat auch nicht noch mal geantwortet. Seine Datenbank sollte man immer uptodate halten, dann bleiben Peinlichkeiten erspart.

Ich bekomme beim Tanken einen Gutscheincode von Deutschlandcard. Zuhause an meinem Smartphone probiere ich ihn aus, es geht nicht. Dann versuche ich es über die App, Sie ahnen sicher schon. Am nächsten Tag an meinem Notebook geht es, ich gewinne Extra Punkte bei einem Geschäft, bei dem ich nie einkaufe, weil es nicht in meinem Einzugsbereich liegt. Den nächsten Gutscheincode habe ich liegenlassen, die Tankstellenmitarbeiterin war mehr als entsetzt „Aber das ist doch ein Gutschein“. Die App habe ich bei der Gelegenheit gleich mit gelöscht. Im Rahmen der Digitalisierung kann heute jedes Unternehmen sehr genau erkennen, was einen Kunden interessiert und ihm diesbezügliche Angebote machen. In kleinerem Rahmen kann man das auch mit purem Nachdenken erreichen.

Gelebt oder abgeheftet

stamp-114353_1280 cco Bürokratie

Kaizen, auch häufig bei uns als kontinuierlicher Verbesserungsprozess bezeichnet, führt unter anderem zu einer besseren Produktion. Auch Verkaufsaktivitäten führen durch Kaizen zu verbesserten Prozessen im Bereich Kundengewinnung und Kundenpflege.

Um Prozesse zu verbessern, müssen sie untersucht und beschrieben sein, damit eine Grundlage für die weitere Vorgehensweise besteht.

Nun ist Beschreibung und Überprüfung speziell in Deutschland etwas, was unserem Ordnungs- und Perfektionssinn stark entgegenkommt. Überspitzt gesagt beschreiben wir einen Prozess, lassen das Schriftstück anschließend von möglichst vielen wichtigen Menschen unterschreiben, kopieren und verteilen es und heften es, heute natürlich digital, ab. Um dazu Thorsten Dierks zu zitieren: „Wenn sie einen Scheißprozess digitalisieren, dann haben sie einen scheiß digitalen Prozess.“

Wo der Prozess Segen und Fluch herkommt und wie man daran arbeiten kann, ist im Artikel „Gelebt oder abgeheftet“ beschrieben, der im August in der Fachzeitschrift Draht erschienen ist.

Hier geht’s zum Artikel: https://www.drahtmagazin.de/draht-fachartikel/gelebt-oder-schon-abgeheftet-_35386_de/

#kaizen #kvp #Qualitätsmanagement #kundengewinnung #kundenpflege #königskonzept #königskonzeptblog

Interessante Apps for a better live

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Eine Übersicht für mich interessanter Android App’s die ich nutze, es ist schon erstaunlich, was alles entwickelt wird.

Angefangen hat es bei mir mit Katwarn vom Fraunhofer Institut, eine App, die dich informiert, wenn in deiner Nähe oder an anderen von dir definierbaren Orten Unwetter angekündigt sind. Wer also wissen will, wann es bei der Oma knallt, da wird er automatisch informiert.

Dann kam HealthMap, 2006 am Bosten Children’s Hosptial gegründet, die vor Gesundheitsgefahren in deiner Nähe warnt, besonders interessant bei ansteckenden Krankheiten.

Dann die Lebensmittelwarnung vom BVL, wo Produktrückrufaktionen aufgelistet sind. Wenns also mal komisch schmeckt, schnell nachschauen.

Danach Regenradar von Wetter online und der Blitzortung Gewitter Monitor, einem freien Netzwerk, damit ich weiß, wie sich das Wetter entwickelt. Gut vor dem nächsten Spaziergang mit der Liebsten, damit der nicht ins Wasser fällt. Liebling, mir wird gerade so heiß. Das war nicht ich, das war ein Blitz.

ReplacePlastic vom Bündnis Küste gegen Plastik ist eine App, mit der man herausfinden kann, wo eine Plastikverpackung hergestellt worden ist. Man kann dem Hersteller dann eine Mail schicken mit der Bitte, doch auch Mehrwegverpackungen anzubieten. Es haben schon Hersteller darauf reagiert und ihre Verpackung umgestellt. Was für eine tolle Idee.

NiNa ist eine Notfall Informations- und Nachrichten App vom BBK, die aber noch Serverprobleme hat (beim kürzlichen Versuch kombiniert mit einem Probe-Sirenen Alarm in NRW hat sie nur zum Teil funktioniert).

ToxFox vom BUND und Codecheck, einer unabhängigen Plattform aus der Schweiz schließlich sind zwei Apps, die herausfinden, welche Zutaten in Lebensmitteln und Kosmetika vorhanden sind und welche davon schädlich sein können. Bei ToxFox kann man ebenfalls eine Mail an den Hersteller schicken mit der Bitte, doch zukünftig andere Zusatzstoffe zu verwenden. Codecheck bietet ausführlichere Informationen einschließlich Preise und Alternativprodukte. ToxFox hat dazu geführt, dass ich meinen Shampoo Anbieter wechseln werde. Und ich dachte immer, Veränderungen, die ich spüre, liegen am Alter. Nein es liegt an den Zusatzstoffen im Shampoo.

Es gibt sicher noch viel mehr andere interessante Apps, wenn Ihr welche kennt, schreibt sie in den Kommentar.

Aus die Maus

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Oder wie man sich so einen richtig schlechten Ruf verschaffen kann: Neues aus dem Kreditkarten Geschäft

Vor 2 Jahren habe ich darüber berichtet wie und warum Santander mein Kreditkartenlimit herabgesetzt hat – https://koenigskonzeptblog.wordpress.com/2016/07/28/umgang-mit-kreditkartenkunden/

Jetzt geht die Story weiter:

Im August 2018 bin ich informiert worden, dass mir meine Karte gekündigt wird, ich aber mit tollen Prämien zu einer anderen Karte von Santander wechseln kann. Ab 26. Oktober verliert meine Karte ihre Gültigkeit. Santander hat sich wohl endgültig entschlossen, die 5% Gutschrift auf Tankstellenumsätze abzuschaffen (das hat mir sicher insgesamt 1.000 Euro gebracht), stattdessen gibt es jetzt eine Visa mit 1% Gutschrift. Näheres kann ich in meiner zuständigen Filiale erfahren. Na, das wars dann wohl mit Santander, und darüber hätte ich auch kein Wort verloren, aber halt:

Anfang September schreibt mir meine zuständige Filiale unter der Überschrift „Zeit für Wünsche“, dass ich bei Santander einen Kredit von bis zu 5.000 Euro beantragen kann, um mir Wünsche zu erfüllen. Ich schicke das Formular mit Briefumschlag auf Kosten der Bank zurück mit dem Hinweis: „Mein Wunsch wäre, dass Sie mir keine Post mehr schicken“.

Firmenpolitik hat entschieden, dass es bei Santander eine Änderung im Kreditkartengeschäft geben soll, das muss man akzeptieren. Dummheit und fehlender Informationsfluss hat dafür gesorgt, dass der Graben zum ehemaligen Kunden tiefer wird. Das wäre vermeidbar gewesen und das kann man besser machen.

Übrigens: Der Briefumschlag trägt den Aufdruck: “Freimachen, falls Marke zur Hand“. Für alle, die es nicht wissen: Das ist eine Methode im Direktmarketing, um Geld zu sparen. Kleben wir eine Marke drauf, muss der Empfänger nichts bezahlen. Kleben wir nichts drauf, übernimmt er die Kosten fürs Porto. Der Brief wird auf jeden Fall zugestellt. Meine Versicherung schreibt immer auf diese Umschläge: „Gern übernehmen wir das Porto für Sie“ – Das liest sich schon ganz anders.