Barcamp, neue Ideen oder Subkultur?

Der Begriff geistert durch die Medien für früher analoge und heute vermehrt digitale Treffen. Aber was ist ein Barcamp?

Wikipedia beschreibt ein Barcamp (häufig auch BarCamp, Unkonferenz, Ad-hoc-Nicht-Konferenz genannt) als eine offene Tagung mit offenen Workshops, deren Inhalte und Ablauf von den Teilnehmern zu Beginn der Tagung selbst entwickelt und im weiteren Verlauf gestaltet werden. Barcamps dienen dem inhaltlichen Austausch und der Diskussion, können aber auch bereits am Ende der Veranstaltung konkrete Ergebnisse vorweisen. Barcamps können ein zentrales Thema haben, müssen es aber nicht. Es handelt sich hier um Kreativitätstechnik wie Open Source oder Brainstorming in einer anderen Form.

Ich habe bisher an einem analogen Barcamp von Facebook teilgenommen und jetzt zum 2. Mal an einem digitalen zum Thema Entwicklung der Weiterbildung.

Etwa 200 Teilnehmer, jeder konnte ein Thema oder eine Fragestellung bestimmen und über separate digitale Konferenzräume mit anderen Teilnehmern diskutieren. Ich habe das Thema Zukunft der Weiterbildung im Handwerk mit verschiedenen Partnern und Teilnehmern diskutiert. Insgesamt ca. 40 verschiedene Themen mit unterschiedlichen Konferenzsystemen. Zentral auf einem Google Docs Dokument waren alle Beschreibungen und alle Links verfügbar.

Der Hauptmoderator hat zu Beginn das Konzept vorgestellt und abgefragt, wer schon mal auf einem Barcamp gewesen ist. Meldungen zwischen 0 und 135 Barcamp besuchen zeigen, dass sich hier wohl auch eine Subkultur entwickelt, wo das Barcamp wichtiger als das Thema wird – was aber natürlich legitim und gewollt ist. Bei 135 besuchten Barcamps frage ich mich natürlich, ob Zeitaufwand und Nutzen im richtigen Verhältnis stehen, aber das wird jeder für sich entscheiden. Diesen Marathon gibt es sicher auch im Konferenzbereich, ich selbst halte meine Quote von 1 – 2 im Monat schon für viel.

Die Kommunikation der Teilnehmer zwischen den Sessions erfolgte über Wonder, einer Plattform, mit der man eine Art von Business Speed Dating in digitaler Form machen kann. Hier habe ich auch 2 Teilnehmer getroffen, die eindeutig der Subkultur zugeordnet werden konnten, Barcamp als Prinzip. Beide interessanterweise eher als Session Teilnehmer denn als Sessiongeber.

Ich finde, diese Konferenzform ist eine interessante Möglichkeit der Entwicklung neuer Möglichkeiten, die ich bestimmt demnächst ausprobieren werde. Da ich aber vom Typ her ein zielgerichteter Mensch bin, werde ich eher ein Barcamp mit einem zentralen Thema wählen als die freie Variante.

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