Was für ein Dilettantismus

Von der Computerwoche kommt eine Empfehlung per Mail unter dem Motto:

Ein Jahr der ständigen Disruption – ziehen Sie die richtigen Schlüsse für Ihre Digitalstrategie.

Ich bin interessiert und klicke die erste Empfehlung an. Es erscheint eine Seite von Adobe und ein Kontaktformular, das mir Löcher in den Bauch fragt, ich muss alle Felder ausfüllen. Dinge die ich unzureichend ausgefüllt oder vergessen habe, werden durch Infos angezeigt, die aber auch gleichzeitig verhindern, dass ich diese Feldinhalte korrigieren kann. Erst nach endlosen Versuchen klappt es mit sinnlosen Eingaben, die aber der normalen Form des entsprechenden Feldes entsprechen. Danach kann ich das Whitepaper direkt downloaden.

Ich klicke danach die 2. und 3. Empfehlung an und es kommt mit anderen Begleittexten wieder das gleiche Formular von Adobe, was ich wieder jeweils komplett ausfüllen soll.

Ich breche ab.

Was könnte hier besser gemacht werden:

Nur die notwendigen Felder müssen ausgefüllt werden – Name, Vorname, E-Mail-Adresse

Die Felder sind nicht ausreichend getestet worden, sonst hätten die Fehlermeldungen besser funktioniert.

Es gibt keine Logikprüfung der Felder.

Es gibt nur einen Hinweis auf eine Vorführung, der aber sehr schwach ausgelobt worden ist.

Es gibt keinen Hinweis auf einen Newsletter mit mehr Themen zum Thema Digitalisierung (Halt nein, 6 stunden später bekomme ich eine Mail, in der mir mitgeteilt wird, dass ich mich für den Newsletter registriert habe und nur noch bestätigen muss, damit ich irgendwelche neue Informationen von Adobe bekomme. Nach einiger Suche finde ich das tatsächlich im Kleingedruckten).

Ich korrigiere mich: Der Hinweis auf den Newsletter ist noch erheblich schlechter ausgelobt als der Hinweis auf die Vorführung. Das hat eher etwas mit unterjubeln als mit Angebot zu tun.

Eine Freigabe für ein Whitepaper macht man per E-Mail-Zusendung, das zeigt auch gleich, ob eine richtige E-Mail-Adresse angegeben worden ist.

Die anderen zwei Empfehlungen müssen über das gleiche Formular abrufbar sein, damit der Empfänger nicht die Lust verliert, so wie in meinem Fall:

Fazit: Nicht viel Ahnung von Digitalisierung. Die Empfehlungen packt man besser unter Marketinggeck, die geeignet sind, den Ruf von Adobe zu verschlechtern.

Der Computer-Woche würde es helfen, solche Artikel vor Versand selbst auf Funktionsfähigkeit zu testen.

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