Da brennt der Baum,

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Jedes Jahr ein neues interessantes Forum bei Mplus in St. Augustin. Jetzt komme ich endlich dazu, die Inhalte zu verarbeiten: brandsicher, erfolgreich und gesund. Beginnen wir mit brandsicher, das passt ja gerade jetzt zur beginnenden Weihnachtszeit:

Der Referent Herr Engels spielt mit dem Feuer und startet mit einer ganz alten Brandmeldung:

Läutordnung der Kirche bei Feuergefahr; es wird bekanntgegeben, dass

Die kleine Glocke genutzt wird, wenn es außerhalb der Pfarrei brennt,

Die Mittlere, wenn es innerhalb der Pfarrei brennt und die Große, wenn es im Ort selbst brennt.

Aber jetzt zum Thema

Man braucht Zündtemperatur, Sauerstoff und einen brennbaren Stoff, fehlt davon einer, brennts nicht.

Jährlich gibt es in Deutschland etwa 200.000 Brände.

Die größten Brocken dabei sind

Elektrizität, Sonstige Ursachen (was auch immer das sein mag), menschliches Fehlverhalten, Überhitzung und Brandstiftung. Zusammen sind das 89%.

Wie verläuft ein Brand?

Phase 1: Initial-oder Schwelbrand

Phase 2: Lokaler Brand Temperaturanstieg Gaskonzentration,

ab 3. Minute: Einschränkung der Handlungsfähigkeit.

Ab 5 Minuten: lebensbedrohliche Gaskonzentration

Phase 3: Raumtemperatur > Zündtemperatur der im Raum befindlichen Gegenstände: schlagartige Brandausbreitung (Flash-Over) Temperaturen 1.000 °C und mehr

Und einige schöne Aussagen:

Es entspricht der Lebenserfahrung, dass mit der Entstehung eines Brandes praktisch jederzeit gerechnet werden muss. Der Umstand, dass in vielen Gebäuden Jahrzehnte lang kein Brand ausbricht, beweist nicht, dass keine Gefahr besteht, sondern stellt für die Betroffenen einen Glücksfall dar, mit dessen Ende jederzeit gerechnet werden muss! (OVG Münster 10 A 363 86)

Durch einen guten vorbeugenden Brandschutz und entsprechende Brandschutzaufklärung kann davon ausgegangen werden, dass mehr Menschenleben und Sachwerte bewahrt werden können, als durch alle Einsatzleistungen und Bemühungen im Ernstfall zusammen. (Simon Schmeisser, 2010, Fachzeitschrift Feuerwehr)

Durch einen baulichen, technischen und vor allem organisatorischen Brandschutz (wissen, was im Ernstfall unternommen werden muss und wer dafür zuständig ist) kann man eine Menge erreichen.

Nicht wir beherrschen das Feuer, das Feuer beherrscht uns

Mein Kommentar: Ich glaube, in unserem typisch deutschen Perfektionismus konzentrieren wir uns zu stark auf Bau und Technik und zu wenig auf Menschen und Organisation.

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