Der Maler, immer früh am Ball!

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Die Maler sind schon wieder aktiv. Hier ein Blick in die stark durch Krankheit dezimierte Meisterklasse der angehenden Malermeister der Handwerkskammer Wiesbaden, Bereich Wetzlar. Aber die, die da sind, sind gut drauf.

Unterrichtsfach Marketing, ich habe heute als Dozent das Thema Internet und soziale Netzwerke auf dem Plan. Dazu gehört natürlich auch ein Live Beispiel, bloggen und posten in sozialen Netzwerken.

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Zauberwort Networking

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Aus der Serie „immer noch aktuell“ eine Veröffentlichung auf Channelpartner vom 21.10.2008

Eine Untersuchung der Universität Jena über die Zukunftsfähigkeit ostdeutscher Unternehmen hat ein interessantes Ergebnis erbracht: Erfolgreiche kleine und mittlere Unternehmen sehen als einen wichtigen Faktor für die eigene Entwicklung die Bildung von Netzwerken an. Hierin sieht Helmut König, Inhaber der Agentur Königskonzept in Münzenberg, ein Zauberwort, das gegenwärtig durch die deutsche Wirtschaft geht.  Hier geht’s weiter zur Veröffentlichung

Der Originaltext von mir ist sogar schon von 2006

Wirtschaftsmotor Netzwerk?

Der Osten macht es vor

Die soeben abgeschlossene Untersuchung der Soziologen der Universität Jena über die Zukunftsfähigkeit ostdeutscher Unternehmen zeigt es auf. Erfolgreiche kleine und mittlere Unternehmen sehen als einen wichtigen Faktor für die eigene Entwicklung die Bildung von Netzwerken an. Das ist ein Zauberwort, das gegenwärtig durch die deutsche Wirtschaft geht. Das viele unsere Probleme lösen will. Wodurch neue Innovationen geschaffen und neue Märkte erschlossen werden sollen. Das im Moment die meisten offenen Türen bei der Bereitschaft zur Wirtschaftsförderung der öffentlichen Hand auslöst. Weil es auch Arbeitsplätze schaffen soll. Aber was ist eigentlich ein Netzwerk?

Netzwerken und Netzwerk

Zum einen sollte man da unterscheiden in Netzwerke, in denen sich Unternehmen zusammengeschlossen haben und in „netzwerken“, mit denen eine Kommunikationsform gemeint ist. Ein Netzwerk ist ein Zusammenschluss von Unternehmen, die ein gemeinsames Ziel haben und gemeinsam daran arbeiten wollen. Die Eigenschaft des Netzwerkens ist eher mit Kontaktpflege zu umschreiben, bei dem sich Menschen treffen, um zwanglos Informationen, Adressen oder Meinungen auszutauschen. Das Ziel hierbei ist, dass sich durch die Kontakte neue Geschäftsmöglichkeiten ergeben. Häufig haben bei diesen Veranstaltungen Teilnehmer oder eingeladene Gäste auch die Gelegenheit, sich und ihr spezielles Business vorzustellen. So etwas gibt es in kleinen kaum organisierten Veranstaltungen – zum Beispiel über die Internetplattform openBC (Heute Xing), oder in organisierten Veranstaltungen wie z.B. die der verschiedenen Marketing Clubs in Deutschland.

Wertschöpfungsnetzwerk und Organisation

Das Netzwerk als Organisation steht in einer Linie mit Verbänden, Vereinen oder Kooperationen. Während Vereine meist ein ideelles Ziel verfolgen – was auch manchmal mit Unternehmensinteressen einhergeht – arbeiten Verbände mehr in Lobbyarbeit für die angeschlossenen Mitglieder. Kooperationen sind in der Regel Zusammenschlüsse, die ein bestimmtes Ziel verfolgen. Dies kann mit Einkaufs- Rationalisierungs- oder Absatzzielen verbunden sein. In Vereinen kann normalerweise jeder Mitglied werden, in Verbänden und Kooperationen in der Regel nur Unternehmen der gleichen Art. Netzwerke schließlich verfolgen ähnliche Ziele wie Verbände und Kooperationen, aber auf einer dreidimensionalen Achse. Das Netzwerk beschränkt sich nicht nur auf gleichgeartete Unternehmen, sondern bezieht auch Lieferanten, Kunden, Hochschulen und Meinungsbildner mit ein. Dadurch arbeiten verschiedene Partner an der Wertschöpfungskette eines Produktes. Ein Netzwerk muss dabei keine feste vertragliche Bindung haben, sondern kann als loser Zusammenschluss funktionieren.

Netzwerk und KMU

Bei offenen oder themenspezifischen Treffen tauschen sich die Netzwerkpartner aus. Verschiedenen Unternehmen bringen ihre Ideen und Erfahrungen gezielt in die Prozesskette eines Produktes oder einer Dienstleistung ein. So ist eine bessere Marktentwicklung für die einzelnen angeschlossenen Unternehmen möglich. Dies ist besonders für kleine mittelständische Unternehmen interessant, da nur so für sie die Möglichkeit besteht, zu realisierbaren Kosten Marktforschung, Produktverbesserung und Absatzstrategien zu entwickeln oder durchzuführen. Auch neue Märkte werden erschlossen, weil z.B. der Zusammenschluss verschiedener KMU’s mehr Liefersicherheit für einen Großkunden bedeuten kann.

Zusammenarbeit von Netzwerken

Zusammenarbeit bietet neben der Dreidimensionalität den interessantesten Aspekt moderner Netzwerke. So ist zum Beispiel der Kontakt zwischen einem Handwerker-Netzwerk und einem Gesundheitsnetzwerk insoweit interessant, als das Gesundheitsnetzwerk angeschlossene Krankenhäuser hat, die Bauunterhaltungsmaßnahmen durchführen müssen. Andererseits bietet der Kontakt zu einer Handwerkergruppe der Gesundheitsforschung Möglichkeiten der Studien im praktischen Arbeitsleben. Oder die Zusammenarbeit eines Verpackungsnetzwerkes mit einem Maschinenbaunetzwerk bietet auf der einen Seite ein konzentriertes Wissen über die Entwicklung von Verpackungen als Unterstützung für den Maschinenbauer, auf der anderen Seite kommen technische Impulse für die Entwicklung neuer Maschinentechnik zu Herstellern von Verpackungen.

Netzwerke und Wettbewerb

Netzwerke sind eine Wettbewerbsform als Gegenentwicklung zur Konzentration in der Großindustrie und den Kapitalgesellschaften. Speziell Wertschöpfungsnetzwerke schaffen die Möglichkeit, dass kleinere oder regional aufgestellte Unternehmen bessere Möglichkeiten der Produktentwicklung oder der Erschließung neuer Absatzkanäle haben. Sie kämpfen natürlich immer noch mit der Schwierigkeit, mehrere verschiedene Unternehmen und Unternehmer auf einen gemeinsamen Weg zu bringen. So eine Weiterentwicklung wird daher in kleinen Schritten erfolgen, die Unternehmen müssen ihre eigene Identität so lange behalten, bis sie feststellen, dass gemeinsame Marktauftritte mehr Erfolg bringen. Aber die Studie in Jena hat gezeigt, dass auch in schwierigen Wirtschaftsregionen mit dem Einsatz solcher Konzepte der Erfolg wahrscheinlicher wird.

Vorsicht bei Preiserhöhungen

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Schnelle Reaktion ist angesagt, wenn die Einkaufspreise nach oben klettern.

Die Einkaufspreise in den zurückliegenden zwölf Monaten sind explodiert. Wer jetzt nicht aufpasst und schnell reagiert, ist mit seiner Gewinn-und-Verlust-Rechnung schneller im Minus, als er denkt. Trotzdem kann es leicht mehr als ein blaues Auge, kann es auch mal die ganze Firma kosten.

Dieser Artikel von mir wurde im November 2008 bei Channelpartner veröffentlicht. http://www.channelpartner.de/a/vorsicht-bei-preiserhoehungen,267760

Urteilen Sie selbst zur Aktualität.

Hier der Original Artikel

Mit dem blauen Auge davonkommen

Die Einkaufspreise in den letzten 12 Monaten sind explodiert. Wer jetzt nicht aufpasst und schnell reagiert, ist mit seiner Gewinn- und Verlustrechnung schneller im Minus, als er denkt.  Trotzdem kann es leicht mehr als ein blaues Auge, kann es auch mal die ganze Firma kosten.

Einkaufspreise explodieren

Die Preise sind in fast allen Branchen explodiert: Als ob ein Damm gebrochen wäre und der Preisverfall der letzten Jahre schnell wieder aufgefangen werden müsste. Eine, zwei oder sogar drei Erhöhungen innerhalb der letzten 12 Monate sind keine Seltenheit. Dabei erfolgt die Erhöhung in den meisten Fällen ohne verhandelbare Spielräume, teilweise sogar mit Kündigung von laufenden Verträgen nach dem Motto „Zu den alten Verträgen können wir nicht mehr liefern, wir brauchen neue höhere Preise“. Die nächsten Preiserhöhungen sind schon angekündigt, interessanterweise trotz sinkender Energiekosten. Wer soll da nur den Überblick behalten?

Preise sind Chefsache

Man kann sich das natürlich ganz einfach machen, der Chef ist wie immer Schuld. Aber die verantwortlichen Manager sind dafür da, dass ihre Abteilungen funktionieren, nicht dafür, die Arbeit ihrer Mitarbeiter zu machen. Wenn sie gut organisiert sind, haben sie bisher die Aufgaben im Team optimal vergeben und führen die Mitarbeiter an der „langen Leine“. Diese Leine wird jetzt ein wenig angezogen, durch geeignete Controlling-Maßnahmen Preise und vor allem Deckungsbeiträge kontrolliert, um schnell auf Veränderungen reagieren zu können. Wehe dem, der hier kein funktionierendes Controlling System hat. Vorgesetzte sollten jetzt auch Mitarbeiter motivieren und sensibilisieren, neben dem Tagesstress diesen Dingen eine hohe Priorität einzuräumen, um Fehlentwicklungen soweit als möglich zu vermeiden. Letztendlich müssen sie Stressbelastungen in ihren Teams erkennen und abbauen, um mit optimaler Arbeitskraft das Problem bewältigen zu können. Das ist aber nicht so einfach. Was sind aber nun die Hauptdinge, auf die geachtet werden muss

Verkaufspreise anpassen

Verkaufspreise anpassen ist leichter gesagt als getan, dass muss auch organisatorisch umgesetzt werden. Wenn ein Unternehmen mehre hundert oder tausend verschiedene Produkte einkauft, wird es jetzt sehr schnell verschiedene Dinge gleichzeitig zu erledigen haben. Es muss seine Preise neu kalkulieren. die neuen Preise ins System einpflegen, seine Kunden rechtzeitig informieren und mit allen Kunden, die Sondervereinbarungen haben, einzelne Verhandlungen durchführen und neue Konditionen vereinbaren. Dass alles passiert mit einer schlanken Unternehmensorganisation, denn alle relevanten Unternehmen haben ihre Personalstruktur verschlankt, um Kosten zu sparen. Dass alles passiert auch in Unternehmen, die in den letzten 2 Jahren mit steigender Nachfrage und steigenden Umsätzen zu tun haben, also von ihrer Mitarbeiterstruktur sowieso schon überlastet sind. Dabei wird die in vielen Unternehmen gelebte Botschaft „Auftrag geht vor“ schnell zu einem Fallstrick, weil jetzt der organisatorische Hintergrund vernachlässigt wird.

Auswirkungen falscher Priorität

Wenn ein Unternehmen etwas zu einem höheren Preis als bisher einkauft, seine Verkaufspreise aber zum Beispiel aus Überlastung noch nicht anpassen kann, sinkt sein Gewinn. So etwas sollte jedem klar sein. Da gerade die großen Kunden, die viel und oft bestellen, über Sonderkonditionen verfügen, kann der Gewinn auch leicht in die Verlustzone rutschen. Auch das ist normalerweise einleuchtend. Wenn aber neue Einkaufspreise nicht oder verspätet ins EDV-System eingepflegt werden und dadurch falsche Bewertungen von Produkten und damit Inventurdifferenzen entstehen, ist dies nicht im Focus des Tagesgeschäfts. Da wird dann Gewinn vorgegaukelt, der real gar nicht vorhanden ist und das führt zu falschen Entscheidungen. Inventurdifferenzen merkt man erst bei der nächsten Inventur, wer macht sich dazu heute schon Gedanken. Viel wichtiger ist doch, dass der aktuelle Auftrag mit den neuen Preisen rausgeht. Einpflegen kann man die Konditionen doch dann, wenn man Zeit hat. Hier das Bewusstsein beim Mitarbeiter zu wecken, ist extrem schwierig, darf aber auf keinen Fall vernachlässigt werden.

Chancen von Preiserhöhungen

Es gibt natürlich immer auch eine Schokoladenseite. Die Gelegenheit, wenn alle Unternehmen mit Preiserhöhungen rechnen, den eigenen Profit zu verbessern, ist natürlich günstig. Vielfach ist es heute so, dass die Erhöhung bereits erwartet wird, dem allgemeinen Trend folgt – nach dem Motto „Es ist ja klar, dass die Preise bei der Einkaufslage erhöht werden müssen“. Das sind völlig unbekannte Reaktionen, die da Verkäufer heute zu spüren bekommen. Solches Verhalten weckt natürlich immer auch die Gier nach mehr, eine allgemeine Erhöhung also auch dazu zu nutzen, den eigenen Profit zu verbessern. Doch Vorsicht, solche Gelüste werden leicht erkannt und führen dann zu totalen Verlust von Kunden. Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn man eine Ausgangslage wie beschrieben nutzt, um schlechte Preise bei bestimmten Kunden auf ein normaleres Niveau anzuheben. Alles andere ist gefährlich für ein Unternehmen und wird sich irgendwann rächen. So etwas kann dann von einem blauen Auge zu einem totalen Vertrauensverlust beim Kunden führen und im Extremfall auch die ganze Firma kosten.