Das StartUp Projekt

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Am stärksten in Erinnerung vom Ressourceneffizienz Kongress in Mannheim mit dem Schwerpunkt Digitalisierung ist mir die StartUp Variante geblieben.

Projekte werden in Form von StarUps durchgeführt, die sich losgelöst vom Tagesgeschäft bewegen und verschiedene Teammitglieder aus internen und externen Quellen einsetzen. Dies zielt vor allem auf freies Denken, nicht an Unternehmensstrukturen gebunden sein und die Förderung einer bewussten Fehlerkultur, um daraus zu lernen.

Einige innovative Firmen machen das natürlich schon, aber es wird sicher dauern, bis diese Vorgehensweise bei der Masse der Unternehmen angekommen ist. Für solche Projekte muss man loslassen können und Zeit einplanen, und das fällt vielen Geschäftsführern schwer. Ich denke, das wird ganz besonders im Vertrieb, der ja gerne seine gewohnten Strukturen geht, auf Widerstände treffen.

Mehre digitale Projekte wurden vorgestellt, bei denen Kunden über dafür entwickelte Apps und Marktplätze die Planung ihrer Produkte selbst übernehmen. Die Rahmenbedingungen der Planung sorgen für die Qualitätssicherheit in der Produktion, die geplanten Aufträge gehen direkt vom Kunden an die Maschine. Im Fall von einem Unternehmen wird dadurch die Bearbeitungszeit für ein Projekt von 6 Wochen auf 5 Tage reduziert und die Kosten um 75% gesenkt. Das erschließt völlig neue Märkte, denn Einzelfertigungen werden dann auch für den Privatgebrauch finanzierbar.

Das wird besonders von Firmen genutzt, die zwar zum einen Marktführer, aber zum anderen durch ihre relativ einfachen Produktionsvorgänge leicht zu kopieren sind. Die Digitalisierung schafft ihnen Zeit- und Kostenvorteile vor ihren kleineren Wettbewerbern.

In einem Nebenschauplatz tauchen die neuen Konstruktionsmodelle der großen Autobauer auf. Ziel ist es, in jedem Werk jedes Modell produzieren zu können. Dies kann bedeuten, dass in einer Fertigungshalle 200 Prozesse vorhanden sein müssen, um alle Typen teilweise parallel bauen zu können. Die Maschinen entscheiden aufgrund ihrer Programmierung, wann welches Auto zu welchem Prozess überführt wird, um die Fertigung voranzutreiben. Autohersteller gehen davon aus, dass durch dieses Konzept 20% Platz, 25% Personal und 40% Planungsaufwand eingespart werden können.

Mal schauen, wann bei Mercedes der erste BMW gebaut wird. Das hört sich lustig an, aber wenn Autohersteller sich vielleicht irgendwann auf die Entwicklung und den Verkauf von Autos konzentrieren und die Fertigung auslagern, wird das Realität.

Ein Tag, bei dem die meisten bis zum Schluss geblieben sind und wer auf Kongresse geht, kennt die normale Fahnenflucht der Teilnehmer spätestens nach der nachmittags Kaffeepause.

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