Mein Gott, was für ein trockenes Thema

euro-870758_1280 steuer cco– habe ich gedacht.

„Aktuelle Änderungen im Steuerrecht 2015/2016“

Aber es kam ganz anderes: Ein gelernter Steuerberater, der heute in der Weiterbildung arbeitet; ein unüberhörbarer Kölner mit einem Vortrag, der Spaß gemacht hat.

Was mir an ungewöhnlichen Einfällen in Erinnerung geblieben ist:

Rückstellungsbilanzierung muss nicht unbedingt als Anhang bei einer Kapitalgesellschaft ausgewiesen werden:

Der Steuerberater empfiehlt, mach einen Anhang, da bekommt er 30.000 Euro für.

Sag ihm, er soll bei der Bilanz einmal die Enter Taste drücken, und die Rückstellung darunterschreiben, dann bekommt er 5 Euro, weil er die Enter Taste gefunden hat.

Pensionsrückstellungen, da gibt es die Möglichkeit, dies über Pensionsfonds abzuwickeln, die man bedenken kann, aber durchrechnen sollte. Da gibt es aber drei Herren, die Geld an dir verdienen wollen und die der Vortragende auf einer internen Veranstaltung für Steuerberater kennen gelernt hat.

Herr Kaiser von der Versicherung hat da einen tollen todsicheren Fond für dich (Herr Kaiser war sein Synonym für Versicherung).

Der Banker bietet dir da ein Schnäppchen mit einem minimalen Ausgabenaufschlag von 0,01 %, womit er bei einem 500 Millionen Fond sein Betriebsergebnis erheblich aufgepäppelt hat.

Und ein Anwalt entwickelt gern dazu für 50.000 Euro eine kleine vertragliche Regelung.

Fortwährend war im Vortrag von Wolfgang die Rede, der immer wieder alles ändert. Irgendwann habe ich begriffen, dass unser Finanzminister damit gemeint ist.

Die Möglichkeit (oder Nichtmöglichkeit), einen Firmenmantel mit einem Verlustvortrag zu erwerben (Biete Firmenmantel bei Ebay für 100.000 Euro mit einem Verlustvortrag von 2 Millionen), um Steuern zu sparen.

Beispiel dafür war eine große deutsche Bank: „kaufen Sie doch einfach diesen Firmenmantel – ach nein, vielleicht machen die ja in ein paar Jahren wieder Gewinn oder vielleicht gibt es die ja in ein paar Jahren nicht mehr“.

Es war also, was ich bei einem solchen Termin nicht erwartet hätte, eine vergnügliche Veranstaltung.

Fazit: Steuer geht auch lustig, ich habe auch bei internen Seminaren schon einige lustige kreative Mitarbeiter aus dem Finanzbereich kennen gelernt.

Aber manchmal kann der Buchhalter nicht aus seiner Haut; der zweimalige Hinweis, dass die Namensschilder bitte am Schluss der Veranstaltung wieder abzugeben sind verhindert, dass sich die Teilnehmer über das Schild als günstigem Werbeträger die nächsten Wochen noch an die Veranstaltung erinnern. Geschätzt 3.000 Euro Veranstaltungskosten bei ca. 150 Teilnehmern (ohne Personal), 150 Euro für die Schilder, die man zurückbekommt. Verlust an Marketingpräsenz bei 150 Kunden…….. Ich hätte jedem noch eine Steuerberechnungsschablone mitgegeben, die wäre noch länger präsent gewesen. Aber ich bin ja auch kein Buchalter, sondern ein Marketingmann.

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