E-Mail und Briefe

Brief

Tipps für die tägliche Korrespondenz -Duden direkt.

Als Ausdruck höflicher Zurückhalteung wurden über Jahrhunderte Satzaussagen um mögen, würden oder dürfen erweitert, z.B. „Ich würde Ihnen gern ein Angebot zukommen lassen“

Diese Satzstellung ist altmodisch und führt oft beim Leser zu der Frage: Warum tust du es dann nicht. Der Satz „Ich lasse Ihnen ein Angebot zukommen“ wirkt da einfacher und direkter. Das betrifft auch andere Formulierungen:

Wir möchten Sie bitten, den Termin einzuhalten – Bitte halten Sie den Termin ein

Wir würden uns freuen, Sie begrüßen zu dürfen – Wir freuen uns auf Sie

Wir würden Ihnen einen Kompromiss vorschlagen – Wir schlagen Ihnen einen…..

Das könnten wir übernehmen – Das können wir übernehmen

Das könnten wir verwirklichen – Das können wir verwirklichen

Wir wären erfreut, bald von Ihnen zu hören – Wir freuen uns, bald von Ihnen..

Aber Vorsicht: Manchmal wirken zurückhaltende Formulierungen passender. „Bitte halten Sie den Termin ein“ ist beim Kunden noch gefährlicher als „Wir möchten Sie bitten, den Termin einzuhalten“ Beim Mitarbeiter geht das schon. Vielleicht wäre beim Kunden die Formulierung: „Welche Muster soll ich für unseren Termin am … um … vorbereiten?“ besser.

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2 Gedanken zu “E-Mail und Briefe

  1. Diese Formulierungen erscheinen heute unpassend. Das ist aber nicht in allen Fällen der Fall.

    Das kommt in der Non-direktiven Gesprächsführung zum Ausdruck. In Verhandlungen, Diskussionen, Mitarbeitergesprächen ist es oft besser, die direkte harte Aussage oder Forderung zu vermeiden.

    Wenn der Gesprächspartner einen Satz hört, der ihn in Wut bringt, hat man schon verloren. Eine Fortsetzung des Gespräches ist auf rationaler Ebene nicht mehr möglich, das läuft über die emotionale Ebene. Einen Kompromiss kann man unter diesen Bedingungen nicht mehr erzielen.

    Man kann dem Gegenüber etwas aufzwingen, ihn zu einem Einlenken zwingen, aber seine Rache ist gewiss, wenn er Gelegenheit dazu bekommt. Das kann fehlende Loyalität sein, wenn der Überlegene bzw. der Vorgesetzte selber in Schwierigkeiten kommt.

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    • Das ist wahr, man sollte schon vorsichtig sein, aber nicht heuchlerisch. Was für Briefe gilt, gilt da auch für die persönliche Kommunikation. Aber alles, wsas man aufzwingt, ist mit Problemen verbunden. Mir ist ein Kompromiss lieber als mit Gewalt meine Meinung durchzusetzen. Beim Kompromiss arbeiten beide mit, bei aufgezwungenen Aktionen arbeitet einer und der andere tut so.

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