Graue Post

13:15, 26.5.2015

blog_229

Gewerberegistrat und und USTID-Nr

Da bin ich doch im April von zwei verlockenden Angeboten innerhalb einer Woche überrascht worden: Jeweils ein grauer Briefumschlag- au weh, das Finanzamt, was wollen die schon wieder – darin auf grauem Behördenpaper die Überprüfung meiner Adressdaten, die ich mit dem unterschriebenen Formular kostenlos – wie lieb –  per Fax zurückschicken kann (leider habe ich kein Fax). Zum Glück kein Finanzamt – ich wüsste auch nicht was ich angestellt habe, aber trotzdem erleichtert lese ich weiter.

Bei USTID-Nr. ziemlich viel Text z.B. zum Steuervereinfachungsgesetz (?) usw., der dazu geeignet ist, mich gründlich zu verwirren. Schnell gelesen könnte man meinen, da gibt es eine gesetzliche Vorgabe, da mitzumachen. Das ist natürlich nicht so, das versteht man auch wenn man eine Viertelstunde Zeit hat, das aufmerksam zu lesen. Die letzten beiden Wörter des ersten Absatzes lauten „gesetzlich erforderlich“

Beim Gewerberegistrat – was für ein wundervolles Wort – geht es darum, dass mein Unternehmen in der Region besser gefunden wird.

Das eine, ich weiß nicht mehr welches, kostet 398,88 zuzgl. Mwst. pro Jahr, das andere 588.- inkl., da wäre auch mal interessant zu wissen, warum das eine inkl. das andere exkl. ist. Vielleicht verwirrt es mich noch ein bisschen mehr. Eines kommt aus Bonn, das andere aus Berlin. Die beiden haben ischer überhaupt nichts miteinander zu tun.

Bei beiden kann man auf den entsprechenden Homepages auch schon sehen, wer dieses graupapierige Angebot in Anspruch genommen hat, suchen Sie mal nach Ihrer PLZ oder Ihrer Branche. Generell wird das Angebot wohl nicht so stark wahrgenommen, wer weiß warum. Wenn ich bei ustid meine PZL in Hessen eingebe, kommt als erstes ein Unternehmen aus Bayern. Aber sie können ja mal jemand aus Ihrer Region fragen, warum er den Eintrag bestellt hat und inwieweit es sich für ihn geschäftlich auszahlt.

Aber wenn man die Adressen sieht, die da stehen und wenn die alle bezahlen, versteht man, warum diese Schreiben immer wieder kommen.

Fazit: Vielleicht sollten wir alle daran arbeiten, dass wir keinen Schrecken bekommen, wenn wir ein offizielles Schreiben von einer Behörde bekommen. Das würde uns die Bearbeitung solcher Schreiben, die auf diese Pseudo Angst aufsatteln können, erleichtern.

Aber Angst wirkt nur kurzfristig, egal, ob bei Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern oder in der Familie. Freude wirkt langfristig also macht es viel mehr Sinn, bei (Kunden)beziehungen mit Freude zu arbeiten. Man fühlt sich auch wohler dabei.

Und die Geschichte ist noch nicht zu Ende: 2 Wochen später bekomme ich einen Nachfassbrief, fast wie eine Mahnung mit dem Hinweis, dass ich mich auf den ersten Brief noch nicht gemeldet habe. Das ist so ähnlich wie: Heh, letzte Woche habe ich Ihnen unaufgefordert ein Angebot für eine neue Waschmaschine geschickt. Heute frage ich Sie, warum Sie noch nicht bestellt haben.

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