Direktmarketing zum Nachbessern

09:07, 16.6.2015

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Postwurfsendung

Direktmarketing oder was mir so über den Weg läuft.

Ich empfehle Ihnen den Besuch eines Seminars zum Thema Direktmarketing, danach sehen Sie jeden Werbebrief und jeden Prospekt mit völlig anderen Augen. Hier ein kleiner Auszug aus meiner Post der letzten Wochen:

E-Plus Post-It: Eine immer wieder eingesetzte Methode, bei der auf den Brief ein Post-It geklebt wird, was nochmals eine verstärkende Botschaft zum Brief enthalten soll. Der Eindruck soll erweckt werden das jemand eine persönliche Nachricht hinterlassen hat. Da man nach kurzer Zeit merkt, dass es ein Trick ist, ist die Reaktion in den meisten Fällen negativ. Deshalb hat sich diese Methode auch nicht durchgesetzt.

Das interessanterweise 1 Woche nach Eingang dieses Mail eine Werbung einer Druckerei zu diesen Post-It ins Haus flattert, die diese Art der Werbung als das neue Produkt-Highlight vorstellt, hat 3 Facetten:

  • Haben sich die beiden abgestimmt und Adressen getauscht?
  • Der Post-It Trick ist mindestens 20 Jahre alt, ein neues Produkt-High-Light? Wohl eher ausgegraben.
  • Wie macht man das digital? Diese Werbung kam ja als physische Post.

Post von meiner ehemaligen Werkstatt mit der Einladung zum KFZ Hauptuntersuchung inkl. meinem Kennzeichen und meinem Ablauftermin. Blöd, wenn ich mittlerweile ein anderes Auto habe, da passt der Termin nicht mehr. Es würde hier wohl mehr Sinn machen, in die Pflege der Datenbank zu investieren als in eine Direktmarketing Aktion. In meinem Kopf regt sich etwas wie „Es war doch richtig, dass ich die Werkstatt gewechselt habe“. Aber das war sicher nicht der Zweck dieser Aktion.

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Bleibt noch anzumerken, dass die Qualität des Eindrucks der Adresse in Schriftsauberkeit und Ausrichtung das Auge jedes Direktmarketingexperten beleidigt.

Immer wieder schrecklich. Briefe, bei denen man von außen nicht erkennen kann, von wem sie kommen. Selbst im Adressfenster nur Nummern, keine Namen. Sind diese Produkte so schlecht, das man hofft, das nur so der Brief geöffnet wird. Briefe ohne Absender mache ich generell auf und hinterher bin ich bei solchen Ergebnissen mehr als enttäuscht. Man sollte hier mehr Wert auf ein attraktives Angebot als auf den „ohne Absender Trick“ legen.

Und last but not least ein Prospekt, den ich auf einer Veranstaltung mitgenommen habe. Eigentlich ganz schön gemacht mit Tipps, wie man an Empfehlungen kommt. Die Rückseite ist leer, zwar farbig aber unbedruckt. Das ist ungewöhnlich, weil der Prospekt ein Faltformat wie bei einem Flyer hat. Aber was mich am meisten irritiert hat ist, das es keine Adresse gibt. Man findet lediglich den Namen eines Verlages und den Namen einer Referentin. Man muss also eine Suchmaschine aktivieren, um weiter zu kommen. Mag sein, dass das Absicht ist, aber ich denke, im Empfehlungsmarketing sind Angaben zu dem, was ich empfehle, sehr wichtig. Das sollte dann auch für einen Flyer zu diesem Thema gelten, umso mehr, wenn er von einem Verlag kommt. Da sollte man sich mit diesen Dingen auskennen.

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