Der Willen allein machts nicht

08:53, 15.1.2015

blog_199

Immer wieder gern gelesen und Parallelen im täglichen Leben gefunden.

Eine Weisheit der Dakota-Indianer sagt:

„Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab.“

Wenn wir uns manche Management- und Entscheidungsprozesse anschauen, stoßen wir auf einige Alternativen zu dieser Empfehlung:

1.Wir besorgen eine stärkere Peitsche.

2.Wir wechseln die Reiter.

3.Wir sagen: „So haben wir das Pferd doch immer geritten.“

4.Wir gründen einen Arbeitskreis, um das Pferd zu analysieren.

5.Wir besuchen andere Orte, um zu sehen, wie man dort tote Pferde reitet.

6.Wir erhöhen die Qualitätsstandards für den Beritt toter Pferde.

7.Wir bilden eine Task Force, um das tote Pferd wiederzubeleben.

8.Wir schieben eine Trainingseinheit ein, um besser reiten zu lernen.

9.Wir stellen Vergleiche unterschiedlicher toter Pferde an.

10.Wir ändern die Kriterien, die besagen, ob ein Pferd tot ist.

11.Wir kaufen Leute von außerhalb ein, um das tote Pferd zu reiten.

12.Wir schirren mehrere tote Pferde zusammen an, damit sie schneller werden.

13.Wir erklären: „Kein Pferd kann so tot sein, dass man es nicht noch schlagen könnte.“

14.Wir machen zusätzliche Mittel locker, um die Leistung des Pferdes zu erhöhen.

15.Wir machen eine Studie, um zu sehen, ob es billigere Berater gibt.

16.Wir kaufen etwas zu, das tote Pferde schneller laufen lässt.

17.Wir erklären, dass unser Pferd „besser, schneller und billiger“ tot ist.

18.Wir bilden einen Qualitätszirkel, um eine Verwendung für tote Pferde zu finden.

19.Wir überarbeiten die Leistungsbedingungen für Pferde.

20.Wir richten eine unabhängige Kostenstelle für tote Pferde ein.

21.Wer sagt, daß man tote Pferde nicht reiten kann?

22.Wir lassen das Pferd schnellstens zertifizieren.

23.Wir frieren das Pferd ein und warten auf eine neue Technik, die es uns ermöglicht, tote Pferde zu reiten.

24.Wir bilden einen Gebetskreis, der unser Pferd gesund betet.

25.Wir stellen das tote Pferd bei jemand anderem in den Stall und behaupten, es sei seines.

  1. Wir übertragen die Verantwortung für das Pferd rückwirkend auf jemand anderes.

27.Wir stellen fest, daß die anderen auch tote Pferde reiten und erklären dies zum Normalzustand!

28.Wir ändern die Anforderung von „reiten“ in „bewegen“ und erteilen einen neuen Entwicklungsauftrag.

29.Wir sourcen das Pferd aus.

30.Wetten, dass das Vieh nur simuliert!

31.Wenn man das tote Pferd schon nicht reiten kann, dann kann es doch wenigstens eine Kutsche ziehen.

  1. Wir überprüfen, ob das Pferd wirklich tot ist (Schlaue Menschen prüfen und bewerten erst alle Alternativen, bevor sie sich entscheiden) und kaufen dann das neue verbesserte Modell, was auch ein Pferd sein kann, aber nicht muß.
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