Daimler Mitarbeiter löschen E-Mails

13:55, 25.8.2014

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Respekt: Daimler Mitarbeiter löschen E-Mails

Letzte Woche hat Mercedes veröffentlicht, dass ca. 100.000 Mitarbeiter, die einen eigenen E-Mail Zugang bei Daimler haben, im Urlaub Ihre E-mail über einen speziellen Abwesenheitsassistenten – Mail on Holliday –  löschen lassen können.

Der Absender bekommt dann eine automatisierte Nachricht wie „Bin im Urlaub, Meine Vertretung ist xy, Ihr E-Mail wurde gelöscht“.

Die Erfahrungen in der Versuchsphase 2013 waren positiv, weil wirklich dringende E-Mails vom Absender sofort an die im Assistenten genannte Vertretung geschickt werden konnten. So blieben dringende Dinge nicht liegen.

Die Nutzung ist individuell freigestellt und wird nicht registriert. Das System wurde in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe aus Unternehmensleitung, Gesamtbetriebsrat und Sprecherausschuss der leitenden Angestellten entwickelt, um eine breite Akzeptanz sicherzustellen.

Noch zeitsparender als Nachrichten zu löschen, ist nur eines: Sie erst gar nicht zu schreiben. Auf dieses Prinzip setzt die Telekom. Dort haben sich leitende Angestellte verpflichtet, Mitarbeitern nach Dienstschluss, am Wochenende und im Urlaub keine Nachrichten zu schicken.

Großkonzerne wie Daimler oder Telekom haben schon längst gemerkt, dass seine Zukunft davon abhängt, dass er im enger werdenden Markt der Arbeitskräfte attraktiv dasteht. Daimler bietet heute eine Vielzahl von Möglichkeiten, Beruf und private Belange zu vereinbaren. Dazu gehören unter anderem flexible Arbeitszeitmodelle, Jobsharing, Mobiles Arbeiten, Tele-Arbeitsplätze oder Sabbaticals (Auszeit), aber auch Elternzeit, Kinderkrippenplätze für Mitarbeiterkinder oder Sportangebote.

Mein Kommentar: Wenn man noch eine Lösung für die Papierberge auf dem Schreibtisch nach dem Urlaub finden könnte, wäre es auch nicht schlecht. Vielleicht, indem man die Papierberge konsequent digitalisiert, wie man es bei temporären Büros ja auch machen muss. Ausgeruht nach dem Urlaub an den leeren Schreibtisch mit einer Kurzzusammenfassung, was zwischendurch passiert ist, wäre ein Traum. Es gibt ja dazu sicher schon die ersten digitalen Anwendungen, wie man so etwas zusammenfassen kann.

Aber man sieht, das ist ein Vertriebskonzept – nicht Kundenbezogen, sondern Mitarbeiterbezogen. Gute Vertriebskonzepte sind eigentlich gute Überzeugungskonzepte und das braucht man bei Kunden, Mitarbeitern, Kollegen, Partnern, Freunden und Kindern. Gute Überzeugungskonzepte suchen Argumente, warum etwas für den Gegenüber interessant und wichtig ist, nicht warum es für einen selbst wichtig ist. So entstehen win win Situationen.

http://www.daimler.com/dccom/0-5-7153-49-1728889-1-0-0-0-0-0-0-0-0-0-0-0-0-0-0.html

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