Wertekongress 2013 in Oberursel

07:23, 4.6.2013

Pater Anselm Grün aus der Abtei Münsterschwarzach

mit seinem Vortrag: Wertschöpfung durch Wertschätzung, behalten habe ich:
Tugend kommt von dem Wort taugen und Value von dem Wort Gesundheit
Die vier Kardinalstugenden nach Platon sind Gerechtigkeit, Klugheit, Tapferkeit und Besonnenheit
Dazu drei christliche Tugenden Liebe Vertrauen und Glauben
Zusammen sind sie der Garant für ein gutes Miteinander

Alfred Hornbach, Vorstandsvorsitzender der Hornbach Holding AG

mit seinem Vortrag Werteorientierte Unternehmensführung – wie es die Hornbach Gruppe schafft, von Mitarbeitern und Öffentlichkeit als gutes Unternehmen verstanden zu werden
Ich habe behalten, dass die Mitarbeiter von Hornbach sich oft als Hornbacher bezeichnen, das ist ein gute Entwicklung – aber auch, dass Hornbach sein Licht in Bezug auf seine Werteorientierung manchmal unter den Scheffel stellt – wer weiß schon, dass bei Hornbach z.B. bei Holz und Steinpflaster nur nachhaltige Produkte im Sortiment sind.

Jürgen Röthig, Heilpraktiker in Oberursel

mit seinem Vortrag vom Banker zum Heilpraktiker, den die zunehmende Unmenschlichkeit Im Bankenwesen zu seiner wahren Berufung geführt hat. Ein Vortrag, der eigentlich eine Lebensgeschichte war und einen sympathischen Eindruck hinterlassen hat.

Isinay Kemmler, Weltbürgerin und Präsidentin von IKU.net, dem Netzwerk interkultureller Unternehmerinnen e.V. Frankfurt/M

mit dem Vortrag Vielfalt und Interkulturalität im unternehmerischen Handeln – Modeescheinung  oder Chance, der, vielleicht, weil er unstrukturiert war, ziemlich an mit vorbeigegangen ist. Die wichtige Botschaft aber habe ich verstanden: Nämlich, dass es eine Verpflichtungserklärung für Unternehmen in Form von 5 Punkten gibt, die Unternehmen unterschreiben können, um Vielfalt im eigenen Unternehmen zu fördern
Leider kann man die Erklärung auf der Internetseite nicht downloaden, die Seite könnte auch ein wenig regelmäßige Pflege vertragen, der letzte Newsletter ist z.B. von 2011

Dieter Brandes vom Institut für Einfachheit

mit seinem Vortrag Ist der Aldi Erfolg nachhaltig? Werteorientierung und Verantwortung in der Unternehmensphilosophie trotz und gerade weil Discounter.
Der Vortrag war gut, aber ich habe nicht so wirklich die Brücke von der Einfachheit des Aldi Prinzips zur werteorientierten Gesellschaft verstanden (bis vielleicht auf die Themen wie Einfachheit, Zuverlässigkeit, Beständigkeit). Drei Dinge sind hängengeblieben:
Der günstige Preis bei Aldi liegt in der Einfachheit des Prinzips und der Organisation, nicht im Einkauf (wobei ich glaube, dass der Faktor Menge auch nicht zu verachten ist)
Für Aldi ist beim Einkauf Qualität wichtiger als Preis
Und ein schönes Beispiel zur Einfachheit, was sich vielleicht so zugetragen hätte können:
Die Schweizer Bahn hat für Mütter zum Muttertag einen Sonderrabatt für Zugfahrten festgeschrieben.
Bei der Deutschen Bahn gilt dies für Frauen zwischen 30 und 65 Jahren in der Zeit vom 15.04. bis 15.05. 2013 bei Vorlage des Personalausweises für Regionalzüge täglich in der Zeit von 9.15 Uhr bis 16.30 Uhr (ich ergänze, weil es so schön ist) bei Vorlage des Familienstammbuches. Berechtigte Anspruchstellerinnen können auf der Internetseite der Bahn unter dem Stichwort „Die Bahn, ganz einfach“ ihren Berechtigungsausweis anfordern. Wir versprechen eine Bearbeitungszeit von maximal 4 Wochen und dass unsere dazugehörige Hotline erstens über die Aktion informiert und zweitens höchstwahrscheinlich besetzt ist (die Hotline Nummer haben wir leider vergessen, dazuzuschreiben).

Foren Unternehmen werteorientiert führen und Energiewende vor Ort – was ist zu tun – ich war im Energiewendeforum, es war entweder zu kurz oder einige der Impulsreferate waren zu lang (und dazu noch zu inhaltslehr), da brauchte man rote Karten, um die Referenten zu bremsen.
http://www.fokus-oberursel.de/images/stories/pdf/WuW_Programm2013.pdf

Bei der Abschlussdiskussion zum Thema Wert(e)volle Stadtentwicklung mit Vorträgen von
Wert(e)volle Stadtentwicklung – so profitieren Menschen und Wirtschaft
Prof. Dr. Achim Behrens,
Lehrstuhl für Altes Testament, Lutherische Theologische Hochschule, Oberursel
„Suchet der Stadt Bestes!“

Heiner Bernhard,
Oberbürgermeister der Stadt Weinheim
„Erfolgreiche Wiederbelebung einer Innenstadt: Wie kann der Einzelhandel gestärkt werden?“

Dr. Frank Pflüger,
Heinz Jahnen Pflüger Stadtplaner und Architekten Partnerschaft, Aachen
„Ein Werkzeugkasten zur Sicherung der kommunalen Baukultur“

Und der anschließenden Podiumsdiskussion, bei der zusätzlich
Prof. Michael Braum,
Geschäftsführender Direktor der Internationalen Bauausstellung (IBA), Heidelberg
Hans-Georg Brum,
Bürgermeister der Stadt Oberursel
teilnahmen,  ging es um das Thema Werte in der Stadtentwicklung, aber ich glaube, da hätte man allein zwei Tage mit füllen können. So ist man doch stark an der Oberfläche geblieben.
Ich weiß, ich habe der Form nicht genüge getan und nicht alle erwähnt, aber das wollte ich auch nicht, es ging mir nur um die Dinge, die ich erlebt habe und bei denen etwas für mich hängen geblieben ist.
Es war auf jeden Fall toll, und es zeigt, wozu kleine regionale Organisationen in der Lage sind. Ich war schon bei vielen großen Veranstaltungen, die um Längen schlechter waren, aber es liegt vielleicht daran, dass hier keine Veranstaltung abgewickelt wurde, sondern Herzblut in die Planung und Durchführung eingeflossen ist.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s