Vermarktung von Kurorten

13:34, 16.7.2013

Mystery Shoppen beim „Kuren“

Ich bin als Vertriebsspezialist ja schon bei jedem Geschäftskontakt ein Mystery Shopper, ich sehe den Kontakt immer mit dem Gedanken „Wie läuft das Gespräch, wie war das Geschäft, der Kauf, was wird gut, was wird schlecht gemacht“, da bin ich schon sehr sensibel. Diesmal war ich in einem Kurort bei einer Aktion, bei der ich die Kosten für Übernachtung und Verpflegung und meine Krankenkasse die Kosten für die Anwendungen übernommen hat. Vorab, eine gute Aktion meiner Krankenkasse, ich habe gelernt, das leider nur BKK’s und auch die nicht alle diesen Service anbieten für ihre Kunden anbieten.

Aber so ein Kurort hat es natürlich schwer, vor 10 Jahren waren die Behandlungsräume voll – da hat die Krankenkasse noch viel stärker gefördert – und heute ist es schon sehr ruhig. Dazu ein Ort, der als Vorteil eine Therme mit heißem Wasser aus einer Tiefenborung hat, aber auch rechts der Therme die Autobahn und links vom Ort die Eisenbahn. Es hat also oft eine Geräuschendwicklung, die ihm zu schaffen macht.

Was mir am meisten in Erinnerung geblieben ist: die entspannte Atmosphäre und die freundlichen Mitarbeiter – egal ob man sie geschäftlich oder privat getroffen hat. Das Betriebsklima scheint in Ordnung zu sein. Es gab auch eine Baustelle, die Lärm gemacht hat, aber die ist schon wieder aus meinem Gedächtnis verschwunden, ein gutes Zeichen.

An was könnte so ein Ort arbeiten, um mehr Gäste zu bekommen? Unterlagen hat er, auch professionell, aber das haben alle anderen Orte auch. Werbung macht er bestimmt, aber als kleiner Kurort hat man auch nur begrenzte Mittel.

Man muss also sicher mit den Pfunden wuchern, die man hat: Empfehlungsmarketing ist bestimmt ein guter Ansatz, wenn die Kurgäste zufrieden sind. Man muss dabei aber vorsichtig sein, um die Gäste nicht zu verärgern. Pressearbeit ist immer ein kostengünstiges Mittel, Vielleicht irgend eine Meisterschaft oder ein Wettbewerb, über den man spricht und der sich über die Jahre etabliert. Die Krankenkassenkurprodukte könnte man auch für Selbstzahler öffnen mit Anreizen zur Nutzung und man könnte das Thema Begeisterung ausbauen. Mein Ressume des Aufenhalts liegt sicher zwischen Erwartung und Begeisterung, ich würde den Ort gern empfehlen, aber im Moment kann ich ihn nur BKK Mitgliedern empfehlen und um mich herum gibt es nicht viele davon.

Es gibt dazu auch sicher schon den ein oder anderen Ansatz, aber ich habe ihn nicht in der Form vermittelt bekommen, das er bei mir hängen geblieben ist. Es wäre sicher interessant, für einen Kurort mal ein Vertriebskonzept zu machen.

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