Mein Gott, ein Fehler

09:42, 26.11.2013

Jö, ein Fehler!

blog_95

Ein sympatischer Artikel vom Chefredakteuer der Zeitschrift Die Wirtschaft, Bild © Archiv der Zeitschrift.

Vermutlich liegt es an meinem unbekümmerten Naturell, dass ich mich nicht wirklich über Fehler ärgern kann. Noch schlimmer, ich finde sie mitunter sogar witzig.

Wenn ich etwa von einer Wahlfangstation berichte oder einen Steakholder-Dialog ankündige, amüsiert mich das ganz ungemein. Abgesehen davon, gehören Fehler zum Leben dazu. Wir lernen aus ihnen, und wenn andere welche machen, sehen wir: Das sind auch nur Menschen. Ätsch! Warum Tippfehler allerdings immer erst nach Drucktermin so offensichtlich werden, ist eines der großen Mysterien für mich.

Ob nun groß oder klein, gravierend oder vernachlässigbar: Die Gefahr von Fehlern lauert beinahe überall. Denkfehler, Konstruktionsfehler, Charakterfehler, Durchführungsfehler, Analysefehler, Sprachfehler, Geburtsfehler, Materialfehler, Rechenfehler, Rechtschreibfehler, Sehfehler, Bedienungsfehler, Entscheidungsfehler, Ausdrucksfehler, Messfehler: Es gibt eigentlich nichts, was man nicht falsch machen könnte.

Hier nun mein ganz persönliches Fehler-Ranking. Beginnend mit solchen, die irgendwie Spaß machen, endend bei jenen, die einfach nur ärgerlich sind:

1, Unter der Woche Vollgas feiern

2, Mit der U-Bahn zu einer Kostümparty fahren

3, Einen Gruppenurlaub buchen

4, Die Warnung „scharf“ beim Koreaner ignorieren

5, Badehosenbilder posten

6, Sich die schwarze Piste zutrauen

7, Grundsätzlich niemals nach dem Weg fragen

8, Betrunken SMS verschicken

9, Zu viel Gewicht beim Training nehmen

10, Die Wiener Wiesn nüchtern aufsuchen

11, Glauben, dass die Südost-Tangente frei sein wird

12, Zu hoffen, dass nach dem Update noch alle Daten da sind

13, Die Frage „Sehe ich darin fett aus?“ ehrlich zu beantworten

15, Voraussetzen, dass auch andere mitdenken

16, Zu glauben, dass man selbst mitgedacht hat

17, Geburtstage und Jahrestage zu vergessen

Und wenn ich schon am Beichten bin: In meinem letzten Editorial war Herr Spindelegger falsch geschrieben. Sorry!

Mit der Bitte um Absolution für alle Schnitzer in dieser Ausgabe – sowie in allen weiteren

Stephan Strzyzowski, Chefredakteur
s(dot)strzyzowski(at)wirtschaftsverlag(dot)at

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