2. Hessischer Clusterkongress in Frankfurt/Main

07:48, 3.9.2012
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„Cluster bündeln Kompetenzen und sichern regionale Wettbewerbsfähigkeit“ war der TItel der diesjährigen Konferenz.

Hier im Foto Florian Rentsch, Hessischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, im Kreise der Aussteller des 2. hessischen Clusterkongresses in Frankfurt am Main am 20. August 2012, an dem ich als Gesellschafter von VerbundWerk Deutschland, die sich mit der Ausbildung von Kooperationsmanagern beschäftigt, teilgenommen habe.

Nach der Begrüßung durch Mathias Gräßle, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern wies Florian Rentsch in seinem Impulsreferat auf die Bedeutung der Clusterbildung zur Standortsicherung hin. Abwerbeversuche anderer Bundesländer verpuffen, wenn Unternehmen fest in regionale Kooperationen, Netzwerken oder Cluster eingebunden sind. Beide wiesen auf die Bedeutung des „Kümmerers“ hin, der die Aufgabe hat, Cluster zu organisieren, zu koordinieren und unter den Clustermitgliedern Konsens zu erreichen (Foto: Blick in die begleitende Ausstellung).

Der Kümmerer ist auch die zentrale Figur in der Ausbildung des Kooperationsmanagers, von dem an anderer Stelle hier im Blog schon häufiger berichtet worden ist.

Dr. Sven Schade, EU-Kommission, Generaldirektion Enterprise und Industry, sieht Cluster als Treiber des industriellen Wandels. Die drei wichtigsten Bereiche hat er in nebenstehender Folie zusammengefasst -Beteiligung der öffentlichen Hand – Sektor übergreifende Pilotprojekte neuer Wertschöpfungsketten und die Erschließung von neuen Märkten für klein- und mittelständische Unternehmen (Grafik aus dem Vortrag von Dr. Schade).

Seine drei Säulen der Clusterpolitik sind die European Cluster Excellence Initiative, die Ausrichtung auf Emerging Industry und die Cluster und KMU Internationalisierung (Grafik aus dem Vortrag von Dr. Schade).

Das neueste Projekt ist ein Train the Trainer Konzept, wo Trainer für Cluster ausgebildet werden, um sie schneller funktionsfähig zu machen. Das Projekt ist bei einem Institut in Barcelona angesiedelt.

(In Wiesbaden steht dazu seit Anfang 2011 mit Verbundwerk Deutschland ein Unternehmen zur Verfügung, dass sich mit den praktischen Alltagsproblemen von Kooperationen, Netzwerken und Clustern beschäftigt siehe http://bit.ly/oFevc4)

Ein ganz anderer Ansatz kommt aus der Pharma Forschung: Nur die Zurverfügungstellung von VC Venture Capital ist kein ausschlaggebender Punkt für die Entwicklung biomedizinischer Produkte. Nachstehende Grafik zeigt in den Balken das zur Verfügung gestellte Venture Capital und in den Linien die Biomedizinischen Patente pro Million Einwohner. Man sieht z.B. beim Verhältnis USA/Deutschland, das auch mit viel weniger Venture Capital viele Patente erreicht werden können (Grafik aus dem Vortrag von Dr. Kirschbaum)

Dr. Bernhard Kirschbaum von Merck KGaA Darmstadt hob schließlich neben dem Verhältnis von Venture Capital und erteilte Patente die Bedeutung von Clustern für die Entwicklung neuer medizinischer Produkte hervor. Es ist heute vielfach nicht mehr möglich, durch die immensen Anforderungen an Zulassungen Produkte von einem Unternehmen allein zu entwickeln. Pharmaunternehmen, die früher sehr verschlossen waren, öffnen sich heute Wettbewerbern und Marktpartnern, um gemeinsam neue Produkte zu entwickeln.

Für Dr. Kirschbaum sind Kooperationen, Netzwerke oder Cluster die Antwort auf die schwierigen Bedingungen der Pharmaindustrie,

um Innovationen in der Grundlagenforschung für Patienten weiter zu entwickeln

um den Standort Deutschland/Europa international zu stärken

um Wissen und Erfahrung effizient zu teilen

um Risiken zu teilen und so zu verringern

Hessen bietet bei der Hessenagentur eine Reihe von Vernetzungsplattformen, die die Clusterbildung in den Regionen unterstützen. Insgesamt 9 Plattformen waren auf der Ausstellung vertreten.

Die Plattformen helfen Unternehmen, Mitstreiter zu finden und unterstützen bei der Suche nach Forschungseinrichtungen und Fördergeldern (Foto Vernetzungsplattformen der Hessenagentur). Mehr Informationen dazu gibt es bei der Hessenagentur und bei Cluster.hessen.de

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